Die Top 57 Gerichte aus aller Welt

Zur Kultur eines Landes gehören die Geschichte, die Sehenswürdigkeiten, die Menschen und ihre Lebensweise, aber auch das Essen. Das Essen ist ein wesentliches Element der Kultur und durch dieses lernt man eine Kultur, wie ich finde, am besten kennen. Beim gemeinsamen Essen kommt man immer ins Gespräch mit Einheimischen und mit Essen hat man weltweit immer ein Gesprächsthema. Nur wer wirklich die landestypischen Gerichte probiert hat, war auch in dem Land. Man muss ein Land spüren, riechen und schmecken! Denn jedes Land hat seine ganz eigenen traditionellen Speisen, die man unbedingt probieren sollte. Und vielleicht schmecken sie ja sogar so gut, dass auch Du einige der Gerichte zu Hause nachkochst. Im Folgenden findest Du meine Lieblingsgerichte aus aller Welt, die Du unbedingt mal probieren solltest.

57 Gerichte aus den besten Küchen der Welt: Europa

Köttbullar aus Schweden

Ausgesprochen werde die schwedischen Fleischbällchen eigentlich „Schöttbullar“, was hierzulande wohl die wenigsten wissen. Und echte schwedische Fleischklöpschen haben auch wenig mit dem zu tun, was man hierzulande bei Ikea bekommt. Köttbullar ist das wohl schwedischste Gericht überhaupt, dass man in Schweden vor allem zu Weihnachten und Midsommer im Kreise der Familie verzehrt. In schwedischen Restaurants findet man das Gericht dagegen eher selten. Doch gibt es in Stockholm mittlerweile einige Restaurants, die sich auf Köttbulle spezialisiert haben. Richtig lecker sind die Fleischbällchen zum Beispiel in der Nomad Swedish Food & Bar. Wenn’s mal schnell gehen muss geht man zu Meatballs for the people. Oder Du kochst den schwedischen Klassiker einfach wie die Schweden selbst zu Hause. 

Hier geht’s zum Köttbullar-Originalrezept

Köttbullar – Originalrezept aus Schweden

Flammkuchen aus dem Elsass

Elsässer Flammkuchen stammt, wie der Name bereits verrät, aus dem Elsass, ist heute allerdings in ganz Frankreich ein absoluter Klassiker. Außerhalb des Elsass kennt man den Flammkuchen allerdings unter dem Namen Tarte flambée, da die Tarte traditionell auf offenem Feuer gebacken wird. Generell besteht der Elsässer Flammkuchen aus einem dünn ausgerollten Teigboden, welcher traditionell mit Zwiebeln, Speck und Schmand belegt wird. Käse gehört traditionell nicht auf den Flammkuchen, wobei es heute unzählige Varianten mit und ohne Käse gibt. Auch Lachs und Ziegenkäse werden gerne als Belag verwendet und eigentlich ist der Fantasie hier keine Grenze gesetzt. Hier findest Du das Originalrezept für Elsässer Flammkuchen. Den besten Flammkuchen, den ich je kosten durfte, gibt’s im Restaurant L’Oie Gourmande in Willgottheim im Elsass.

Elsässer Flammkuchen – Tarte flambée

Tarte Tatin aus Frankreich

Seit meiner Reise in die Bretagne liebe ich Salzbutter-Karamell in jeglicher Form und dieses ist neben Äpfeln ein Hauptbestandteil der original französischen Apfeltarte, genannt Tarte Tatin. Kein Wunder also, dass ich den Apfelkuchen ebenfalls liebe, oder? In Frankreich bekommst Du die Tarte Tatin in nahezu jedem Restaurant als Nachtisch. Dazu reicht man Sahne, Vanilleeis oder die berühmte Crème Chantilly – gesüßte Schlagsahne aromatisiert mit Vanille und/oder Orangenblütenwasser.

Das Originalrezept für Tarte Tatin findest Du hier

Tarte Tatin – Französischer Apfelkuchen

Shepherd’s Pie aus Irland

Shepherd’s Pie ist ein traditioneller Hackfleischauflauf aus Irland, den Du dort wirklich in jedem Pub bekommst. Der Auflauf besteht meistens aus Lammhackfleisch, Erbsen, Karotten, verschiedenen Gewürzen, Tomatenmark und Wein. Darauf kommt Kartoffelbrei und richtig gut schmeckt der Auflauf überbacken mit würzigem Cheddarkäse.

Das Originalrezept aus Kilkenny findest Du hier

Shepherd’s Pie – Hackfleischauflauf mit Kartoffelhaube aus Irland

Scones aus Großbritannien

In ganz Großbritannien werden zum Nachmittagstee Scones serviert. Die besondere Konsistenz erhalten die Scones durch das Einarbeiten kalter Butter und dadurch, dass man den Teig anschließend nur ganz leicht knetet. So bleiben die Scones schön weich und erhalten nachher beim Backen auch keine Kruste. Serviert werden die Scones anschließend noch warm mit Butter, Marmelade, Honig, Lemon Curd oder ganz traditionell mit Clotted Cream, eine Art dicker Rahm, der aus roher Kuhmilch hergestellt wird. Die besten Scones habe ich in London im KONA gegessen. Fernab von Großbritannien erhältst Du fantastische Scones im Süßkramladen von Beate und Petra in der fränkischen Kleeblattstadt Fürth

Das Scones-Originalrezept findest Du hier

Very British – Rezept für feine Scones mit Clotted Cream und Marmelade

Crema Catalana aus Spanien

Crema catalana ist DER spanische Dessertklassiker. Crema catalana wird auch gebrannte Creme (Crema cremada) genannt, da die Creme mit einer dicken Karamellschicht überzogen ist. Traditionell entsteht diese Schicht, in dem man Zucker auf die Creme streut. Dieser wird anschließend mit einem speziellen, erhitzten Eisen gebrannt. Die Creme ähnelt der französischen Crème brûlée, wird allerdings klassisch in Tonschalen serviert. Außerdem wird die Creme mit Zitronen- oder Orangenschalen aromatisiert.

Das Rezept für Crema Catalana findest Du hier

Aioli aus Mallorca

Aioli, eine Knoblauchmayonnaise ohne Ei, ist der Klassiker der balearischen Inselküche. Da auf Grund der warmen Temperaturen auf Mallorca keine frische Mayonnaise mit Ei serviert werden darf, da die Gefahr einer Salmonellenvergiftung zu groß wäre, bereitet man Mayonnaise auf der Baleareninsel einfach ohne Ei, nur mit Milch und Öl, zu. So kann man die cremige Knoblauchmayonnaise auch im Hochsommer bedenkenlos genießen und sie schmeckt wirklich unfassbar gut – zumindest wenn man Knoblauch mag. Die beste Aioli der Insel gibt es wie ich finde in der La Bóveda in Palma de Mallorca.

Das Originalrezept für mallorquinische Aioli findest Du hier

Pintxos aus dem Baskenland

Was dem Spanier seine geliebten Tapas sind, sind dem Basken seine Pintxos – kleine Häppchen, die es in unzähligen verschiedenne Varianten gibt. Mal werden die Brotscheiben ganz traditionell, mal sehr außergewöhnlich und kreativ belegt. Nur eines haben alle Pintxos gemein, den Spieß, der den Belag auf dem Brot hält.

Ein Rezept für Pintxos mit hausgemachtem Requesón, Paprika und Thymian findest du hier

Rezept für Pintxos mit Requesón, Paprika & Thymian

Fregola Sarda con le Arselle aus Sardinien

Fregola sarda, auch Fregula genannt, ist eine traditionelle und sehr alte Pastasorte aus Sardinien. Früher galten die Pasta als Arme-Leute-Essen der Bauern und Seefahrer. Mittlerweile hat die außergewöhnliche Pastasorte jedoch längst Einzug in die Spitzengastronomie gehalten. Fregola Sarda bestehen wie die meisten Pastasorten aus Hartweizenmehl und Wasser. Durch kreisförmige Handbewegung entstehen in einem Knetkorb die kugelförmigen Fregola, die anschließend im Ofen geröstet werden. So erhalten die kleinen Kugeln ihre charakteristische Farbe und das Röstaroma. In Sardinien serviert man die Fregola mit Venusmuscheln, Miesmuscheln, Bottarga oder Tintenfisch. Das Rezept für den Klassiker Fregola sarda con le arselle, sardische Pasta mit Venusmuscheln, findest Du hier.

Bigoli in Salsa aus Venedig

Bigoli ist eine traditionelle Pastasorte aus Venedig, die den klassischen Spaghetti ähnelt. Traditionell werden diese jedoch aus Buchweizenmehl hergestellt und erhalten so ihre dunkle Färbung. Darüber hinaus sind die Bigoli etwas dicker als Spaghetti. Bereits im 18. Jahrhundert gab es Bigoli in Venedig. Damals wurden sie noch traditionell mit einer „Bigolaro“, einer Bronzepresse, hergestellt. Längst werden sie natürlich auch in Venedig maschinell produziert und haltbar gemacht. Doch noch immer werden die Bigoli traditionell mit einem Enten-Sugo oder in einer Sardellen-Salsa serviert. 

Hier geht’s zum Rezept für Bigoli in Salsa

Bigoli in Salsa nach einem Originalrezept aus Venedig

Ragu alla Bolognese aus Bologna 

Spaghetti Bolognese kennt in Deutschland jedes Kind. Doch ist dieses Gericht keine italienische Erfindungen. Beziehungsweise kennt man dieses Gericht in Italien gar nicht, denn zu einem Ragù – einer Hackfleischsauce – werden in Italien nie und zwar wirklich niemals Spaghetti gegessen. Klassisch isst man das Ragù alla Bolognese mit frischen Tagliatelle. Außerdem wird es zur Zubereitung von Lasagne al Forno verwendet. Auch beim Rezept für das Ragu kennt man in Italien keinen Spaß. Es gibt tatsächlich nur ein einziges Originalrezept für Ragù alla Bolognese und dieses ist bei der Accademia Italiana della Cucina, der Handelskammer von Bologna, hinterlegt ist. Neben frischen Zutaten braucht es für ein gutes Ragu vor allem Zeit und viel Liebe, das ist das ganze Geheimnis der Pastasauce. Wer das Original Ragu alla Bolognese einmal probieren möchte, dem empfehle ich eine Reise nach Bologna. Dort wird man in jedem Restaurant fündig und es schmeckt überall herrlich.

Das Rezept für Ragu alla Bolognese aus Bologna findest Du hier

Piroggen aus Polen

Piroggen sind kleine gefüllte Teigtaschen, die in vielen osteuropäischen Ländern wie Polen, Tschechien oder Russland, aber auch in Finnland gerne gegessen werden. Wobei die Füllung der Teigtaschen und auch der Name von Region zu Region variiert. Gefüllt mit Hackfleisch, Spinat, Sauerkraut oder Pilzen werden sie in Polen als Pieroggi serviert. Doch der Klassiker sind die Pierogi ruskie, Piroggen gefüllt mit Kartoffeln und Quark. Auch die süße Variante gefüllt mit Blaubeeren oder Äpfeln ist hier sehr beliebt. Das etwas aufwendige aber sehr leckere Rezept für Pierogi ruskie findest Du hier. Sehr leckere Piroggen gibt es beispielsweise im Nova Pierogova in Danzig und in der Northside Bakery in Brooklyn, New York.

Steirische Kürbiscremesuppe aus Graz

Kürbiskernöl, welches aus dem Steirischen Ölkürbis gewonnen wird, ist wohl das Mitbringsel schlechthin aus Graz und Umgebung. Es eignet sich hervorragend zum Verfeinern von leckeren Salaten, herzhaften Hauptspeisen und sogar von süßen Desserts. Doch ganz besonderds mag ich das Kernöl in einer schlichten, heißen und cremigen Kürbissuppe. 

Das Rezept für meine Steirische Kürbiscremesuppe mit feinstem Kernöl findest Du hier

Steirische Kürbiscremesuppe

Marhapörkölt aus Ungarn

Das uns so gängige Gulasch ist in Ungarn eine Suppe nach Art des Rinderhirten mit Kartoffeln und Zupfnudeln. Das Tellergericht Gulasch nennt man in Ungarn dagegen Pörkölt. Marhapörkölt ist das Rindergulasch, während man die Variante mit Huhn und etwas Sauerrahm als Paprikasch bezeichnet. Pörkölt bedeutet nichts anderes als Angeröstetes. Heißt Fleisch und Zwiebeln müssen beim Anbraten vollständig von Fett bedeckt sein und man schmort Fleisch und Zwiebeln unter ständigem Rühren an, bis die ganze Flüssigkeit verschwunden ist. Der karamellisierte pflanzliche Zucker der Zwiebeln gibt dem Gulasch, oder Pörkölt, seinen typischen Geschmack. Erst danach kommen Gewürze und alle anderen Zutaten dazu. Traditionell wird Pörkölt mit Zupfnudeln, genannt Csipetke, oder Spätzle gegessen.

Ein Rezept für Marhapörkölt – Rindergulasch aus Ungarn – findest Du hier

Paprikasch mit ungarischen Nockerln aus Budapest

Das bereits erwähnte Paprikasch mit Hähnchen (Paprikás Csirke) ist ein weiterer Klassiker aus Ungarn. Paprikasch wird ausschließlich mit weißem Fleisch zubereitet und es ist durch die Verwendung von süßem Paprikapulver und Schmand weniger würzig als das Rindergulasch. Zum Paprikasch reicht man traditionell ungarische Nockerln, eine Art Riesenspätzle.

Das Rezept für Paprikasch findest Du hier

Paprikasch mit ungarischen Nockerln

Gözleme mit Spinat aus Anatolien

Gözleme sind dem Türken sein Cheeseburger. Die dünnen, deftig gefüllten Fladenbrote aus Yufkateig stammen ursprünglich aus Anatolien. Heute findet man den leckeren Snack aber in der gesamten Türkei. Halte einfach auf türkischen Märkten nach einer Gözleme-Verkäuferin Ausschau, Du wirst sicher nicht enttäuscht. Das Rezept für Gözleme mit Spinat und Schafskäse findest Du hier.

Das Rezept für Gözleme mit Spinat und Schafskäse findest Du hier

Plain in Pigna aus dem Engadin

Plain in Pigna bedeutet wörtlich übersetzt „voll im Ofen“ und ist eine Bündner Spezialität, die Du in sämtlichen Lokalen im schweizerischen Engadin findest. Serviert wird Dir dann eine Art Kartoffelkuchen, oder Kartoffelrösti, mit Speck, rohem Schinken und Salsiz. Salsiz ist eine luftgetrocknete Rohwurst aus Graubünden. Zu Plain in Pigna werden traditionell Preiselbeeren gereicht.

Das Rezept für Plain in Pigna findest Du hier

Plain in Pigna, Rezept aus dem Engadin im Kanton Graubünden

Älplermagronen aus der Schweiz

Älplermagronen oder auch Älplermakkronen sind ein ganz typisches Sennengericht aus den Schweizer Alpen, welches ich schon vor vielen Jahren in meiner Schulzeit im Engadin kennen und lieben gelernt habe. Als Älpler bezeichnet man in der Schweiz die Hirten, die während des Sommers das Vieh der Bauern auf den Almen hüten und die Milch zu Käse und Butter verarbeiten. Das Wort Magronen leitet sich vom italienischen Wort Maccheroni ab. Diese brachten italienische Arbeiter, die am Bau des Gotthardtunnels beteiligt waren, einst aus ihrer Heimat mit in die Schweiz. Schnell erfreute sich das neue Nahrungsmittel bei den Sennen großer Beliebtheit, da Pasta haltbar sind und leicht, so dass man sie problemlos auf die Alp transportieren konnte. Die Pasta wurden dort oben dann mit heimischen Kartoffeln gestreckt, da diese günstiger waren. Dazu kamen Sahne und Käse mit in den Kessel – Zutaten die auf den Almen vorhanden waren. Und schon waren die Älplermagronen geboren. Das einfache Nudelgericht wird heute mit Röstzwiebeln und je nach Kanton mit oder ohne Apfelmus serviert.

Das Rezept für Schweizer Älplermagronen findest Du hier

Rezept für Schweizer Älplermagronen mit Röstzwiebeln und Apfelmus

Tiropita aus Griechenland

Tiropita oder Tyropita ist eine traditionelle Feta-Pastete aus Griechenland, die sowohl in Form eines gedeckten Strudels als auch in Form von kleinen Fetataschen serviert wird. Während man den Strudel eher Zuhause isst, findet man die knusprigen goldgelben Fetataschen in nahezu jeder Bäckerei in ganz Griechenland, denn diese sind wohl der beliebteste Snack des Landes. Hauptzutat von Tiropita ist der wohl bekannteste griechische Käse überhaupt: Feta. Dieser verleiht der Tiropita seinen kräftigen, leicht salzigen Geschmack und harmoniert perfekt mit dem Kefalotiri (ein milder griechischer Hartkäse) und dem Anthotyro (ein unpasteurisierter Weichkäse), die man ebenfalls für die Füllung verwendet. Ganz klassisch wird Tiropita mit Filoteig hergestellt, aber auch Blätterteig, Baklava- oder der etwas dickere Yufkateig erfreuen sich dafür großer Beliebtheit.

Hier gehts zum Rezept für Tiropita mit griechischem Bauernsalat

Tiropita – griechische Fetapastete mit Bauernsalat

Kotosoupa Avgolemono aus Griechenland

Mit einem freundlichen kalispéra wurde ich als kleines Kind immer in unserem griechischen Lieblingsrestaurant begrüßt und schon kurze Zeit später stand eine dampfende Schüssel Kotosoupa Avgolemono vor meiner Nase. Das Restaurant gibt es längst nicht mehr, doch an meiner Liebe zu griechischer Hühnersuppe mit Reis, Zitrone und Ei hat sich bis nichts geändert und heute koche ich diese einfach selber zuhause nach einem Rezept, welches ich von einer Reise nach Zypern mitgebracht habe.

Kotosoupa Avgolemono: Griechische Hühnersuppe mit Zitrone

Pastel de Nata aus Portugal

Mehl, Zucker, Eier, Milch und Butter, mehr ist es eigentlich nicht und doch sind die lauwarmen Törtchen mit Zimt bestreut einfach nur unbeschreiblich gut. Einmal in Portugal solltest Du diese auf jeden Fall kosten. Die besten Pastel de Nata kommen immer noch aus der Confeitaria Pastéis de Belém, der Wiege der Vanilletörtchen. Schließlich wurden die kleinen Puddingteilchen genau hier, in einem kleinen Vorort von Lissabon, erfunden und wie einst werden sie in der Konditorei von Belém noch heute hergestellt.

57 Gerichte aus den besten Küchen der Welt: Nordamerika

Poke Bowl aus Hawaii

Poke Bowl (gesprochen Pokay) ist ein typisches Streetfood Gericht aus Hawaii. Einst rieben die Fischer auf Hawaii ihren Fang noch am Boot mit Meersalz ein, um ihn haltbar zu machen. Dann wurde der Fisch einfach mit etwas Öl und Algen aromatisiert und gegessen. Später zog es viele Japaner nach Hawaii, die Gefallen an dieser Art der Zubereitung des Fisches fanden und das Gericht weiterentwickelten. Statt einfachen Fischsorten verwendeten diese den Gelbflossenthunfisch und marinierten diesen mit Sojasauce, Sesamöl, etwas Salz und Pfeffer. In den 1970er Jahren wurde das Gericht mit Reis ergänzt, angelehnt an das typisch japanische Donburi. Dazu kam noch ein bisschen Gemüse und Salat und die Poke Bowl war geboren – eine Art Sushi in der Schüssel. Von Hawaii gelangte die Poke Bowl anschließend nach Kalifornien und von dort aus brachte man etwas Aloha-Feeling in die ganze Welt.

Das Rezept für eine Poke Bowl mit Lachs, Avocado und Wasabi-Joghurt findest Du hier

Poke Bowl mit Lachs & Mango aus Hawaii

Caesar Salad aus den USA

Amerikanischer geht es eigentlich kaum, denn der Caesar Salad ist neben Burgern und Spare Ribs wirklich von keiner amerikanischen Speisekarte wegzudenken. Doch wurde der Caesar Salad eigentlich gar nicht in den USA erfunden, sondern im mexikanischen Tijuana. Denn die die beiden italienischstämmigen Brüder Caesar und Alex Cadini lebten zwar in den USA, genauer gesagt in San Diego, Kalifornien, doch lebten sie dort während der Prohibition. Der Verkauf von Alkohol war verboten. So entschieden sie sich ihr Restaurant im gleich nebenan gelegenen Tijuana zu eröffnen, denn dort konnte man noch feiern und trinken. Am 4. Juli 1924, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag, wollten die Brüder ihren amerikanischen Gästen etwas ganz Besonderes bieten, doch neigten sich die Vorräte im Restaurant dem Ende zu. So improvisierte man eben und zauberte den Gästen aus frischen, aber einfachen Zutaten einen Salat. Das Dressing dazu wurde mit einer kleinen Showanlage am Tisch der Gäste zubereitet und damit war der Caesar Salad geboren.

Das Rezept für den Original Caesar Salad der Cadini Brüder findest Du hier

Caesar Salad – Amerikanisches Originalrezept

Seafood Chowder aus Prince Edward Island

Seafood Chowder ist für mich das klassische Soul Food für kalte Herbsttage und sie schmeckt nicht nur in Kanada, wenn die Tage kürzer werden und es draussen stürmischer wird. Kalorienarm ist die cremige, dickflüssige Fischsuppe, welche aus verschiedenen Fischsorten, Muscheln und etwas Gemüse zubereitet wird nicht. Schmecken tut sie nur mit ganz viel Sahne und Buttertoast dazu. Aber wer zählt schon Kalorien, wenn so eine köstliche dampfende Schüssel Seafood Chowder vor einem steht? Die beste Seafood Chowder aller Zeiten habe ich übrigens auf Prince Edward Island im Blue Mussel Café in North Rustico gegessen.

Das Seafood Chowder Rezept für Zuhause findest Du hier

Ropa Vieja aus Kuba

Ropa Vieja ist das Nationalgericht Kubas – ein Rindfleischeintopf mit Paprika und Zwiebeln. Wörtlich übersetzt bedeutet Ropa Vieja alte Kleider. Der Legende nach gab es einst einen Mann, welcher nicht genügend Geld besaß, um seine Familie zu ernähren. So kochte er seine alten Kleider und wie ein Wunder verwandelten sich die alten Fetzen in einen Rindfleischeintopf. Andere behaupten die Fleischfetzen sähen einfach aus wie alte zerfetzte Klamotten. Doch ich mag die erstere Geschichte. Seinen Ursprung hat das Gericht allerdings gar nicht in Kuba sondern in Spanien, denn Ropa Vieja ist ein traditionelles sephardisches Gericht aus dem Mittelalter. Zu dieser Zeit wurden Eintöpfe üblicherweise mit Kichererbsen gestreckt und genau damit wird Ropa Vieja noch heute in Südspanien zubereitet. In Kuba findet man im Ropa Vieja heute keine Kichererbsen mehr, das Gericht wurde dem kubanischen Gaumen angepasst und mit Tomaten, Paprika, Zwiebeln, Oliven und Kapern verfeinert. Das beste Ropa Vieja habe ich in Havanna im Café Artes de Aguiar gegessen. 

Das Ropa Vieja Originalrezept findest Du hier

Ropa Vieja – Kubanischer Rindfleischeintopf

57 Gerichte aus den besten Küchen der Welt: Südamerika

Patacones mit Guacamole aus Kolumbien

Frittierte Kochbananen zählen in ganz Südamerika zu den beliebtesten Beilagen. So auch in Kolumbien, wo man sie unter dem Namen Patacones kennt. Zusammen mit Avocado isst man Patacones hier als Beilage zu Frijoles con Pezuña, belegt sie mit Hackfleisch, Käse, Salat und Gemüse oder bestreicht sie mit einem Dip wie Hogao oder Guacamole.

Das Rezept für Patacones mit Guacamole aus Kolumbien findest Du hier

Patacones mit Guacamole – Rezept aus Kolumbien

Cazuela de Mariscos aus Kolumbien

Ursprünglich kommt die Cazuela de Mariscos aus Katalonien im Nordosten Spaniens. Eine Region, die mindestens genauso reich an Meeresfrüchten ist wie die Karibikküste Kolumbiens. In Spanien wird der Fischeintopf traditionell mit Weißwein und Mandelpulver gekocht und der Eintopf erhält so seine sämige Konsistenz. Die Kolumbianer haben dieses Gericht, welches durch die Spanier Einzug in Kolumbien hielt, ihrem eigenen Geschmack angepasst. Die sämige Konsistenz erreicht man hier nicht mit Mandelpulver, sondern durch frische Kokosmilch, die ein typischer Bestandteil vieler Gerichte an der Karibikküste Kolumbiens ist. Sie verleiht der kolumbianischen Cazuela de Mariscos ihren typisch süßlichen Geschmack. Doch nicht nur an der Karibikküste rund um Cartagena de Indias ist die Cazuela de Mariscos sehr beliebt, das traditionelle Gericht wird heute in ganz Kolumbien serviert und erfreut sich großer Beliebtheit.

Das Originalrezept für Cazuela de Mariscos aus Cartagena de Indias findest Du hier

Cazuela de Mariscos – Rezept aus Kolumbien

Empanadas aus Brasilien

Empanadas findest Du in den meistens Ländern Südamerikas auf der Speisekarte und an nahezu jedem Streetfood-Stand. Empanadas sind das Fast Food Südamerikas. Die besten Empanadas gefüllt mit Hackfleisch (con carne) und mit Käse (con queso) habe ich jedoch in Brasilien gegessen, genauer gesagt in Rio de Janeiro. Es gibt nicht besseres als am Freitagabend zum Sonnenuntergang vor der Bar Urca in Rio de Janeiro ein paar Empanadas zu essen und ein Glas Bier zu trinken.

Feijoada aus Brasilien

Feijoada, ein Bohneneintopf der einst von den Sklaven erfunden wurde, ist heute das Nationalgericht Brasiliens. Der Eintopf besteht aus schwarzen Bohnen und verschiedenen Fleischsorten, zumeist Schweine- und Rindfleisch. Auch Räucherwürstchen, Zunge und Schweineohren findet man gerne in dem Eintopf. Den Geschmack bekommt er außerdem durch schwarzen Pfeffer, Knoblauch, Nelken, Lorbeer und Zwiebeln. Serviert wird die Feijoada mit Farofa (geröstetem Maniokmehl), weißem Reis, Grünkohl, Orangenscheiben und der pikanten Pfeffersauce Molho da pimenta.

Moqueca baiana aus Salvador da Bahia

Moqueca de peixe, Fischeintopf, ist in Brasilien weit verbreitet. Am bekanntesten sind jedoch die Moqueca baiana und die Moqueca de camarão (mit Garnelen) aus Bahia im Nordosten Brasiliens, wo die lokale brasilianische Küche eine herrliche Verbindung mit der afrokaribischen Küche eingeht. Zu den klassischen Zutaten des brasilianischen Nationalgerichts zählen Fisch, Tomaten und Paprika. Für den typischen Geschmack und die Farbe der Moqueca baiana unerlässlich ist jedoch Azeite de dendê – Palmöl. Traditionell isst man zu Moqueca brasilianischen Reis, welcher mit Gemüsebrühe und Zwiebeln zubereitet wird. Die beste Moqueca baiana habe ich in Salvador da Bahia in der Bar Zulu gegessen.

Das Originalrezept für Moqueca baiana findest Du hier

Moqueca baiana de peixe mit brasilianischem Reis

Brigadeiro aus Brasilien

Brigadeiro ist eine Art Schokopraline aus Brasilien. Der Legende nach wurde sie das erste Mal in 1940er Jahren im Rahmen einer Wahlkampfveranstaltung des brasilianischen Politikers Eduardo Gomes hergestellt. Dieser war Offizier der brasilianischen Luftwaffe und wurde meistens nur Brigadeiro genannt, so erhielten die Schokopralinen ihren Namen. Die Pralinen bestehen aus Zartbitterschokolade, süßer Kondensmilch, Butter und Schokostreuseln und zählen heute zu den beliebtesten Süßigkeiten des Landes. Ganz besonders leckere Brigadeiros durfte ich bei meiner Tour durch die Favelas, in der Para Ti Schule in Rocinha probieren. 

Das Rezept für Brigadeiro findest Du hier

Acai Bowl aus Brasilien

Ein weiterer Klassiker aus Brasilien ist Açaí na Tigela, Acai Bowl mit Granola, Bananen und gesüßter Kondensmilch. Diese ist bei den Cariocas (den Einwohnern von Rio de Janeiro) vor allem zum Frühstück sehr beliebt, wird aber eigentlich den ganzen Tag lang gegessen. Eiscreme kann man ja eigentlich nie genug bekommen und selbst zum Frühstück schmeckt diese herrlich. Also naja, eine Art Eiscreme, da eben gefrorenes Açaí-Püree dafür verwendet wird, welches mit Bananen zu einer Art Smoothie püriert wird. Doch Açaí (gesprochen übrigens Assa-í) ist nicht nur richtig lecker, die Superfood-Beere aus dem Amazonasgebiet ist auch noch richtig gesund, da sie reich an Vitaminen und Antioxidantien ist. So wird durch den Genuss einer Acai Bowl das Immunsystem gestärkt und Du bekommst Energie für den ganzen Tag.

Das Rezept für eine leckere Açaí Bowl mit hausgemachter Kokos-Granola findest Du hier

Ceviche aus Peru

Ceviche ist das Nationalgericht Perus und besteht aus rohem Fisch, manchmal auch Meeresfrüchten, Tigermilch und Gemüse. Tigermilch ist eine Mischung aus Limetten, roten Zwiebeln, Koriander und Chili. Darin wird der rohe Fisch mariniert. In Peru werden traditionell Mais, Süßkartoffeln, Tomaten, Palmherzen und Avocado zur Ceviche serviert. Doch Ceviche gibt es in unzähligen Varianten. Wenn Du selbst einmal Ceviche machen möchtest, kann ich Dir das Kochbuch Ceviche – Peruanische Küche des Kochs Martin Morales empfehlen.

Ceviche

57 Gerichte aus den besten Küchen der Welt: Asien

Falafel aus Israel

Falafel, also frittierte Kichererbsenbällchen gelten in Israel neben Shakshuka als Nationalgericht. Ursprünglich kommen Falafel wohl aus Ägypten und sind dort unter dem Namen Ta’amia bekannt. Sie werden dort noch heute wie eh und je von den christlichen Kopten als fleischloses Gericht während der Fastenzeit zubereitet. Andere munkeln, dass Falafel ursprünglich aus dem Libanon oder aus Palästina kommen. Jedenfalls sind die leckeren frittierten Kichererbsenbällchen heute aus keiner Küche im Nahen und Mittleren Osten mehr wegzudenken und auch in Nordafrika werden diese gerne serviert.

Hier gibt es ein Original Falafel Rezept aus Tel Aviv

Hummus aus Israel

Ein weiterer Klassiker der orientalischen Küche ist Hummus. Das Kichererbsenpüree gehört in Israel, Marokko und vielen arabischen Ländern zu einem guten Essen einfach dazu und ist mittlerweile weltweit bekannt und sehr beliebt. Hummus-Varianten gibt es unzählige und jede Hausfrau in Israel hat da so ihr ganz eigenes Rezept. Lecker sind sie auf jeden Fall alle. Die ultimative Empfehlung wo in Israel man Hummus nun probieren sollte, die gibt es nicht. In meinem Artikel Auf der Suche nach dem besten Hummus in Israel kannst Du jedoch nachlesen, wo Du dieses unbedingt probieren solltest und hier findest Du ein leckeres Hummus-Rezept aus Israel.

Hummus - Originalrezept aus Israel

Pho Bo aus Vietnam

Pho Bo ist das Nationalgericht Vietnams. Ursprünglich kommt Pho aus Nordvietnam, wurde jedoch in den 50er Jahren auch nach Saigon gebracht, wo die Suppe etwas abgewandelt wurde. Daher sollte man Pho in Nord- und in Südvietnam probieren, um die unterschiedlichen Varianten zu testen. Während man in Nordvietnam die Suppe ausschließlich zum Frühstück isst, bekommst Du die Suppe in Saigon den ganzen Tag. Eines haben die Suppen in Hanoi und Saigon gemeinsam, die dünnen Rindfleischscheiben und die Reisnudeln. Die Rinderbrühe wird im Süden wesentlich stärker gewürzt, darüber hinaus werden in Ho Chi Minh City viele verschiedene Kräuter, Mungobohnensprossen, Limette und Chili dazu gereicht werden.

Ein Rezept für Pho Bo findest Du hier

Pho Bo Saigon Suppe

Banh Mi aus Vietnam

Ein weiterer Klassiker der vietnamesischen Küche sind Banh Mi, vietnamesische Baguettes, die ein Überbleibsel der französischen Kolonialherren sind. Sonst gibt es in Asien eigentlich kein Brot zu kaufen, doch in Vietnam erhältst Du Baguettes an jeder Strassenecke. Das vietnamesische Baguette wird allerdings mit Reismehl gebacken. Belegt werden die Baguettes mit Fleisch, Pastete, Gemüse und Kräutern.

Laap aus Laos

Laap, Laab oder auch Larb ist ein traditioneller lauwarmer Fleischsalat aus Laos, doch auch in Thailand gilt dieser als Nationalgericht. Klassisch wird Laap in Laos mit Hühnchen zubereitet. Aber auch andere Fleischsorten, Fisch oder Tofu werden dafür verwendet. In Thailand wird das Gericht häufig auch mit Schweinefleisch zubereitet und findet sich unter dem Namen Larb Moo auf den Speisekarten. Was auf keinen Fall fehlen darf sind frische Kräuter wie Minze und Dill, Zitronengras, Zitronensaft und Chilis – das gibt dem Salat das unvergleichliche Aroma.

Hier geht’s zum Laap Rezept aus Laos

Laap – Das laotische Nationalgericht

Pad Krapao aus Thailand

Pad Krapao oder auch Pad Kra pao oder Pad Ka-Prao, ist sicherlich der Klassiker unter den thailändischen Street Food Gerichten. Gehacktes und gebratenes Schweinefleisch wird zusammen mit Chili und Heiligem Basilikum serviert. Das Heilige Basilikum hat einen leicht pfeffrigen Geschmack und gibt dem Gericht sein so typisch kräftiges Aroma. Serviert wird Pad Krapao immer mit einem Spiegelei und Reis.

Das Rezept für Pad Krapao findest Du hier

Pad Thai aus Thailand

Pad Thai ist das Nationalgericht Thailands und dort wohl eine der bekanntesten Speisen überhaupt. Jede Garküche in Bangkok, auf Koh Lanta, in Krabi oder auch auf Koh Mook serviert die gebratenen Reisnudeln mit Gemüse, Hühnchen, Garnelen oder Tofu. Ursprünglich kommt das beliebte Gericht jedoch gar nicht aus Thailand, sondern aus China. Sowohl die verwendeten Nudeln, als auch die Zubereitungsart sind chinesisch, die heute verwendeten Gewürze jedoch ganz typisch thailändisch. Berühmtheit erlangte das Gericht erst während des Zweiten Weltkrieges, als man landesweit versuchte den Reiskonsum zu verringern, da viele Reiskörner gebrochen waren und nicht mehr als Reis verkauft werden konnten. Jedoch konnte man daraus Reismehl machen und daraus eben Nudeln für Pad Thai. Aus diesem Grund erklärte Ministerpräsident Luang Phibul Songkhram Pad Thai zum Nationalgericht. Das beste Pad Thai aller Zeiten habe ich im Übrigen am Chatuchak Night Market in Bangkok gegessen.

Ein authentisches Rezept für Pad Thai von meinem Bekannten Mon aus Koh Lanta findest Du hier

Pad Thai – Originalrezept aus Thailand

Sticky Rice aus Thailand

Ein guter Tag in Thailand beginnt für mich jedoch mit Khao Neow Ma Muang – Sticky Rice mit Mango. Ach ja und ein guter Tag endet auch damit. Sticky Rice mit Mango kann man nämlich sowohl zum Frühstück als auch als Dessert essen und bekommen tut man das Reisgericht an jeder Garküche des Landes. Den besten Sticky Rice mit Mango gibt es wie ich finde im Shanti Shanti Beach House auf Koh Lanta. Das authentische Rezept von meinem Freund Mon gibt es hier.

Sticky Rice mit Mango – Der Thai Dessert Klassiker

Katong Laksa aus Singapur

Laksa ist eine in ganz Südostasien beliebte Suppe aus Kokosmilch, Chili, Reisnudeln, Gemüse, Hühnchen und Garnelen. Zu den bekanntesten Varianten gehören wohl die Penang Laksa von der gleichnamigen Insel Penang in Malaysia, sowie die Sarawak Laksa aus Borneo. In Singapur gilt die so genannte Katong Laksa sogar als Nationalgericht.

Das Originalrezept für Katong Laksa gibt’s hier

Laksa: scharfe & würzige Nudelsuppe aus Südostasien

Nasi Goreng aus Indonesien

Nasi Goreng, gebratener Reis, ist das Nationalgericht Indonesiens, das dort in jedem Restaurant und an jeder Garküche serviert wird – besonders gerne zum Frühstück. Das Reisgericht wird entweder mit Hähnchen, Lamm, oder auch mit Shrimps gereicht. Obendrauf kommt ein Spiegelei und dazu gibt’s Krupuk, Krabbenchips.

Mie Goreng aus Indonesien

Mie Goreng oder auch Bakmie Goreng ist das Nudelpendant zu Nasi Goreng. Einst brachten chinesische Einwanderer die Eiernudeln mit nach Indonesien und schnell wurde Mie Goreng zum berühmtesten Street Food des Landes. Jede Garküche von Bali bis Sumatra serviert die gebratenen Nudeln mit Gemüse, Hühnchen oder Garnelen. Den typischen Geschmack erhält das Nudelgericht, durch Kecap Manis, die süße dickflüssige indonesische Sojasauce. 

Hier geht’s zum Mie Goreng Rezept

Mie Goreng – Rezept für gebratene Nudeln aus Indonesien

Kottu Roti aus Sri Lanka

Kottu Roti (tamilisch für gehacktes Brot) gehört zu den Street Food Klassikern in Sri Lanka und zu meinen Lieblingsgerichten aus der srilankischen Küche. Basis des scharfen, würzigen Brotsalates bildet das in Streifen geschnittene Godamba Roti, Sri Lankas Variante des indischen Paratha – ein ungesäuertes Fladenbrot, das traditionell in der Pfanne gebacken wird. Dazu kommen Gemüse und Eier, häufig auch Hühnchen und anderes Fleisch. Das besondere Aroma erhält Kottu Roti durch eine Vielzahl exotischer Gewürze und ganz viel Chili. Man sollte es also spicy mögen!

Das Rezept für Kottu Roti findest Du hier

Kottu Roti – Geschnittenes Brot aus Sri Lanka

Aloo Gobi Masala aus Indien

Aloo Gobi zählt zu den bekanntesten Gerichten in Indien. Übersetzt bedeutet Aloo nichts anderes als Kartoffel und Gobi Blumenkohl. Wir reden hier also von pfannengerührten Kartoffeln und Blumenkohl mit exotischen Gewürzen, ein Gericht das zusammen mit Paratha oder Reis serviert wird. Für die Lunchboxen, die man in Indien zur Arbeit oder in die Schule mitnimmt, bereitet man Aloo Gobi mit wenig Sauce zu. Aloo Gobi Masala, also mit Sauce, wird dagegen in Restaurants oder Zuhause gegessen und das Gemüse wird dafür vorab goldbraun angebraten, was dem Aloo Gobi die typischen Röstaromen verleiht.

Das Rezept für Aloo Gobi Masala findest Du hier

Aloo Gobi Masala - indisches Kartoffel-Blumenkohl-Curry

Palak Paneer aus Indien

Mein absolutes indisches Lieblingsgericht ist jedoch Paneer, ein indischer Frischkäse der in Herstellung, Konsistenz und Geschmack dem italienischen Ricotta ähnelt. Paneer wird in Indien häufig als Füllung für Samosas verwendet, aber auch für Süßspeisen. Ganz klassisch bereitet man daraus aber vor allem leckere Currygerichte zu. Mein Lieblingsrezept für Palak Paneer, also Paneer mit Spinat, Tomaten und vielen indischen Gewürzen findest Du hier.

Palak Paneer Rezept aus Indien

Nasi Lemak aus Malaysia

Nasi Lemak ist das traditionelle Frühstück in Malaysia. Das Gericht besteht aus gedämpftem Reis mit Kokosmilch und Pandanblättern. Dazu werden Gurkenscheiben, geröstete Erdnüsse, getrocknete Sardellen, ein hartgekochtes Ei und Sambal gereicht. Häufig gibt es dazu auch gebratenes Hühnchen oder andere Fleischgerichte.

Putu Bambu aus Malaysia

Putu Bambu ist eine malaysische Süßspeise aus Reismehl, Kokosraspeln und Kokosblütenzucker, die in Bambusröhrchen gedämpft wird. Die Röhrchen haben im Inneren 3 Spitzen, um ein Metallsieb zu halten, so dass die Füllung beim Dämpfen nicht mit dem Wasser in Berührung kommt. Fertig gegart wird die Masse einfach mit Stäbchen aus den Bambusrohren herausgeschoben und kann dann sofort verzehrt werden. Putu Bambu findest Du an einigen Garküchen rund um den Chow Kit Wet Market in Kuala Lumpur.

Putu Bambu

Khmer BBQ aus Kambodscha

Beim Khmer BBQ grillt man sein Fleisch oder Fisch selbst am Tisch auf einer Art Hot Pot. Das Fleisch wird eingelegt in Eigelb serviert. Dazu gibt es Gemüse, Salat und Nudeln die man in der Brühe des Hot Pots gart. Sehr gutes Khmer BBQ gibt es im Cambodian Soup Restaurant in Siem Reap.

Beef Lok Lak aus Kambodscha

Lok Lak ist ein traditionelles Gericht der Khmer aus Kambodscha. Die zarten Rindfleischstreifen werden auf einem Bett aus Salat und Kräutern serviert und erhalten ihren ganz typischen Geschmack durch einen würzigen Limetten-Pfeffer-Dip. Wobei hierfür nicht irgendein Pfeffer verwendnet wird, sondern Pfeffer aus der Region Kampot, der als einer der besten Pfeffer der Welt gilt. Mehr über den berühmten Kampot Pfeffer kannst Du hier nachlesen.

Hier geht’s zum traditionellen Rezept für Beef Lok Lak

Beef Lok Lak – Rezept aus Kambodscha

Soba Nudeln aus Japan

Soba sind dünne, braun-graue Buchweizennudeln, die ursprünglich aus dem japanischen Nagano kommen, heute aber in ganz Japan zu finden sind. Je nach Jahreszeit werden die Nudeln warm oder kalt serviert. Klassisch wird zu den Sobanudeln eine heiße oder kalte Dashibrühe mit Mirin, Sojasauce und Frühlingszwiebeln gereicht. Häufig wird diese auch mit frischem Wasabi oder Ingwer verfeinert. Dazu gibt es Beilagen wir Tempura, rohes Ei oder auch Tofu. An Silvester isst man traditionell als letztes Gericht des Abends Toshikoshi Soba, dies bringt finanzielles Glück für das neue Jahr und ein langes Leben.

Das Rezept für Soba Nudeln findest Du hier

57 Gerichte aus den besten Küchen der Welt: Afrika

Tajine aus Marokko

Als Tajine bezeichnet man in Marokko ein aus Lehm gebranntes Schmorgefäß mit konischem Deckel, aber auch das darin gekochte Gericht. Ursprünglich wurde das Gefäß von den Berbern, marokkanischen Nomaden, hergestellt. Heute wird die Tajine jedoch in allen westafrikanischen Staaten wie Marokko, Tunesien, Algerien oder dem Maghreb genutzt. Einmal in Marokko sollte man auf jeden Fall eines der deftigen Gerichte mit Fisch oder Fleisch, Gemüse und Obst und einer Vielzahl an Gewürzen oder auch eine der Süßspeisen aus der Tajine probieren. An den Ouzoud Fällen findet man beispielsweise viele Restaurants, die noch heute Ihre Tajine Gerichte ganz klassisch auf dem Holzkohlefeuer zubereiten und direkt an den Wasserfällen auf den hübschen Terrassen servieren. 

Kari zourit von den Seychellen

Wenn jemand fragt, wie schmecken die Seychellen, dann würde ich antworten wie Kari koko zourit  – ein cremiges Oktopus-Curry mit frischer Kokosmilch, Knoblauch, Ingwer, Curryblättern, Zimtblättern, Chili, Safran und anderen exotischen Gewürzen. Das beste Kari zourit gibt es im Bois d’Amour Guesthouse auf La Digue.

57 Gerichte aus den besten Küchen der Welt: Ozeanien

Grünes Hähnchencurry aus Samoa

In den Küchen Samoas findet man vor allem Brotfrucht, Taro, Bananen und Kokosnussprodukte, sowie exotische Früchte, die zusammen mit Huhn und Fisch gekocht werden – traditionell im so genannten Umu, einem Erdofen. Ein authentisches Gericht aus dem Inselstaat in der Südsee ist grünes Hähnchencurry, welches in allen Garküchen der Hauptstadt Apia erhältlich ist.

Das Rezept für grünes Hähnchencurry aus Samoa findest Du hier

Poisson Cru á la Tahitienne aus Tahiti

An rohem Fisch, besonders an rohem Thunfisch, führt in Französisch Polynesien kein Weg vorbei und nirgends sonst auf der Welt ist dieser frischer als dort. Serviert wird er in Form von Tartare, Sashimi oder als Poisson cru, das Nationalgericht Französisch Polynesiens, welches der peruanischen Ceviche ähnelt. Es besteht aus frischem Gelbflossenthunfisch, welcher in Zitronensaft „gegart“ wird. Dazu kommen Gurken, Zwiebeln, Tomaten, Knoblauch und frische Kokosmilch. Serviert wird Poisson cru mit Fei (Kochbananen), Pommes oder Reis. Sehr gutes Poisson cru findet man in den Roulottes am Place Vaiete in Papeete. Das beste Poisson cru auf Tahiti gibt es jedoch im Restaurant Chez Loula et Remy in Taravao.

Poisson cru à la Tahitienne – polynesische Ceviche

Ma’a Tinito aus Moorea

Ma’a Tinito bedeutet so viel wie chinesische Mahlzeit und ist eines der beliebtesten Gerichte in Französisch Polynesien. Das Gericht fand in den 1930er Jahren durch chinesische Einwanderer seinen Weg von Kanton nach Französisch Polynesien und wurde hier dem lokalen Geschmack und den lokalen Zutaten angepasst. Das ungewöhnliche Gericht besteht aus roten Bohnen, Schweinebauch, Chinakohl und Makkaroninudeln. Dazu werden Reis, Kochbananen, Sojasauce und Weinessig gereicht. Das beste Ma’a Tinito gibt es bei Snack Didier in Maharepa auf Moorea.

Welches Gericht habe ich vergessen? Welches Gericht muss man auf Reisen unbedingt mal probiert haben? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

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