Rom – Sehenswertes, Insidertipps und kulinarische Highlights der italienischen Hauptstadt

{Werbung/Affiliate Links}Rom: die „ewige Stadt“. Jahrtausend alten Ruinen und einzigartige Denkmäler gestalten die Hauptstadt Italiens. Unzählige Schmuckstücke sind zu finden. Eine besondere Kultur ist hier gegenwärtig. Auch viel Wein. Und gutes Essen. Eine durch Sonne, Inflation und Arbeitslosigkeit geprägte Stadt. Mit Bezug zu Bettlern, Päpsten und Kaisern.

Zwischen den vielen Römern tummeln sich noch mehr Reisende. Angezogen von dem südländischen Ambiente und den weltbekannten Gebäuden füllen sie kleine Gassen und riesige Plätze. Für uns war es das erste Mal in dieser beeindruckenden, 3000 Jahre alten Stadt. Und schnell entspringt der Gedanke, dass die Zeit nicht ausreichend wäre, um Rom in all seiner Pracht, mit all seinen Ecken und Kanten zu entdecken.

Sehenswürdigkeiten in Rom

Spanische Treppe, Engelsburg & besondere Plätze in Rom

Wir begeben uns direkt in die Altstadt: Zur spanischen Treppe. Dort, wo viele Touristen auf den Treppen entspannen. Zu Viele für mich. Sogleich geht es weiter durch die kleinen Gassen. Vorbei an exklusiven Boutiquen, schnuckeligen Restaurants und imposanten Gebäuden.

Rom Food & City Guide

Rom Food & City Guide

Nach dem Mittagessen gehen wir Richtung Engelsburg – Castel Sant‘ Angelo. Dabei passieren wir unter anderem das Augustusmausoleum, das alte Monument Ara Pacis und den riesigen Justizpalast. Wir erreichen die riesige Burg, welche Kaiser Hadrian (130 n. Chr.) mit der Intention einer der schönsten aller Kaisergräber zu besitzen, errichten ließ. Nach Prokop, einem Geschichtsschreiber aus dem 6. Jahrh., schien ihm dies gelungen zu sein: „Es war nach dem Kolosseum das prächtigste Beispiel römischer Baukunst.“ Auch wir sind von der immensen Größe und besonderen Architektur dieses alten Grabmals beeindruckt.

Justizpalast Rom

Das Grabmal Hadrians sah unter anderem alle Kämpfe und Intrigen des Mittelalters, die Prachtentfaltung des päpstlichen Hofes in der Renaissance und die Schrecken der Plünderung Roms im Jahr 1527. Die Umwandlung in eine Burg erfolgte wahrscheinlich im 10. Jahrhundert. 1277 wurde sie von Nikolaus III besetzt, der sie mittels des Passetto (Laufgang) mit dem Vatikan verband. Seitdem blieb die Burg in den Händen der Päpste.

Grabmal Hadrians Rom

Fünf Stockwerke unterteilen die Engelsburg. Der Kerker erinnert an arme Seele, die dem Tod ins Gesicht sahen. Die prunkvollen Gemächer an das Heim vergangener Päpste. Mich begeistert vor allem die Aussicht von der kleinen Terrasse. Während sie das besondere Flair der Stadt vermittelt, säumen sich auf dem obersten Stockwerk unzählige Touristen und bestaunen die imposante Aussicht über Rom.

Engelsburg Rom

Engelsburg Rom

Engelsburg Rom

An dem Piazzo de Fiori, von Musik umgeben, speisen wir zu Abend. Die Atmosphäre ist ausgelassen und entspannt. Zwischen Künstlern und Reisenden versammeln sich Einheimische. Musiker unterhalten das Publikum. Es wird dem nächtlichen, bunten Treiben nachgegangen. Auf dem Weg zurück zum Hotel passieren wir unzählige Restaurants und Geschäfte. Den großen Piazzo Nova, den Palazzo Chigi und die Via del Corso. Und eins wird sofort ersichtlich: Rom erwacht erst so richtig bei Nacht. Die Stadt lebt und verbindet Besucher und Einheimische. Mit dieser Erkenntnis kommt auch eine Ernüchterung: Selbst bei Nacht sind Schätze, wie der Trevi Brunnen, überlaufen.

Trevi Brunnen, Rom

Villa Borghese & Prachtbauten in Rom

Den zweiten Tag beginnen wir in der schönen Natur Roms, der Parkanlage Villa Borghese. Viele Museen und Erholungspunkte schmücken diesen Ort der Ruhe. Nach einem Bierchen geht es weiter zum kleinen See. Wir flanieren und nähern uns dem Ausgang. Bevor wir den Park jedoch verlassen, nehmen wir einige Stufen, um den Ausblick über den Piazza del Popolo zu genießen.

Piazza del Popolo, Rom

Die Via del Corso, die wichtigste und zentralste Straße der Hauptstadt, führt uns wenig später an Denkmälern vorbei und zu der Station eines Sightseeing Bus. Eigentlich finde ich diese Busse eher albern. Und folge bei der Erkundung eines Ortes lieber meinen eigenen Routen bzw. meiner Nase. Doch Rom ist riesig. Und es gibt einfach unfassbar viel zu sehen. Gleichzeitig wollen wir uns ein wenig ausruhen. So springen wir in den Bus, der uns zu einigen Sehenswürdigkeiten und Prachtbauten Roms führen wird.

Prachtbauten Roms

Wir folgen der Via Ludovisi, die uns über den Piazza Barberini und den Piazza della Repubblica bringt. Letzterer ist ein halbkreisförmiger Platz, in dessen antiker Thermenanlage sich auch die Basilia Santa Maria degli Angeli e die Martiti einreiht. Seine Mitte nimmt der einst umstrittene Najaden-Brunnen ein. Wir passieren die S. Maria Maggiore, eine der vier Papstbasiliken und das Kolosseum, das größte je erbaute Amphitheater der Welt.

Kolosseum Rom

Wir stoppen am Circus Maximus, dem größten Circus im antiken Rom und überqueren kurz darauf den Piazza Venezia, der am Fuß des Kapitols und in der Nähe des Forum Romanus liegt. Der Fahrer schlägt den Weg Richtung Engelsburg ein, sodass wir sie und die Engelsbrücke sichten. Nach dem Passieren der Via del Tritone, die nur einen Katzensprung vom Piazza di Trevi entfernt ist, beginnt die Tour von vorne.

Bustour durch Rom

Bustour durch Rom

Wir sichten diese Plätze. Diese Prachtbauten. Eine nach der Anderen. Unfassbar schöne, alte und unvergleichliche Gebäude. Ich schließe die Augen und versuche die Schönheit zu verarbeiten. Die Bauwerke und vor allem ihre Geschichte zu fassen. Ich öffne die Augen. Das nächste Schmuckstück strahlt in der Abendsonne. Es wird dunkel. Die Straßen Roms werden überflutet. Menschen, wohin ich sehe. Gefesselt im Centro storico begegnen wir skurrilen Künstlern, leidenschaftlichen Römern und wissbegierigen Reisenden.

Rom bei Nacht

Forum Romanum, Palatin & Kolosseum

Der dritte Tag wird von Sonne dominiert. Gleichzeitig steht die Erkundung des 2000 Jahre alten Roms auf dem Plan. Für mehrere Stunden nehmen uns so das Forum Romanum, das Palatin und das Kolosseum ein. Die sagenhaften Überbleibsel erinnern an einfache Römer, machtvolle Senatoren und ehrfürchtig Kaiser. An Zeiten, in denen Denkmäler mit jahrelanger Sklavenarbeit geschaffen wurden. Gladiatoren um Gnade flehten. Und Menschenleben von Tieren aus fernen Ländern unter dem Jubel Tausender zerrissenen wurden.

Kolosseum in Rom

Während wir durch das Forum Romanum schlendern, bietet sich uns ein unvergleichlicher Blick auf die frühere Geschichte. Verbliebene Teile von Bögen, Säulen, Tempel und Gebäude erstrecken sich, soweit das Auge reicht, und lassen Vermutungen über die einstige Kaiserzeit anstellen. Wir gehen entlang der Via Sacra. Sie durchzog beispielsweise das Forum und wurde von siegreichen Feldherren bei ihren Triumphzügen, denen Karren mit Kriegsbeute und Scharen von Gefangenen beiwohnten, benutzt.

Forum Romanum

Forum Romanum

Forum Romanum

Forum Romanum

Über den Clivus Palatinus erreichen wir schließlich den Palatin, einen der sieben Hügel Roms. Er gilt als ältester bewohnter Teil der Stadt. Demzufolge fanden sich bereits im 10. Jahrhundert v. Chr. menschliche Ansiedlungen auf dem Palatin. Im antiken Rom stand auf dem Hügel, als heiliger Ort inmitten der immensen Villen, die Casa Romuli, in der angeblich Romulus lebte.

Casa Romuli

Casa Romuli

Nach einer ausgedehnten Mittagspause betreten wir das Kolosseum. Die Errichtung des größten und erhabensten Wunders der römischen Kultur wurde von Vespasian im Jahr 72 n. Chr. in Auftrag gegeben. Das Symbol der Stadt und des römischen Lebens wurde mit den Händen jüdischer Gefangener geschaffen. Hier wurde dem Hauptvergnügen der Römer – den Zirkusspielen – nachgegangen. Vor allem Gladiatorenkämpfe erfreuten sich eines hohen Beliebtheitsgrads. Während sich Gladiatoren so in blutigen Kämpfen gegenseitig umbrachten, steigerten wilde Tiere jeder Art die Gräuel. In den hundert Festtagen, in denen das Bauwerk seiner Bestimmung übergeben wurde, wurden angeblich 10.000 wilde Tiere getötet.

Kolosseum Rom

Gerne würde ich innehalten. Einen Moment der Ruhe genießen. An jene Zeiten denken und versuchen sie mir genauer vorzustellen. Die unendlichen Ströme an Touristen lassen dies jedoch nur bedingt zu. Eigentlich gar nicht. Es ist damit eher ein Ort, um Teile der römischen Geschichte zu sehen. Sie oberflächlich zu fassen. Um sie in ihrer Tiefe und Tragweite zu begreifen, benötige ich mehr Raum und Zeit.

Die Sonne neigt sich dem Horizont. Mit Blick auf das Denkmal Viktor Emanuels II versuche ich das Bisherige zu reflektieren. Rom ist eine unfassbar vielfältige, interessante Stadt. Mit einer einzigartigen, jahrtausenden alten Geschichte. Und Problemen, wie sie in einigen Großstädten zu finden sind. Unzählige Reisende fokussieren Sehenswürdigkeiten. Sind von Schmuckstücken begeistert. Klar: Probleme werden im Urlaub ungern thematisiert. Rom ist bunt, lebendig und einzigartig. Während ihre Geschichte und die Erinnerungen an diese den Weg ihrer enormen Berühmtheit ebneten, scheinen die Touristen für die gegenwärtige und zukünftige Existenz vieler Römer und Italiener entscheidend zu sein.

Tipp: Kauf Dir vorab das Kombi-Ticket für das Kolosseum, Forum Romanum und Palatin. So sparst Du Dir ein bisschen Geld und vor allem Zeit, denn Du musst nicht anstehen.

Vatikan, Sixtinische Kapelle und Petersdom

Der Vatikan wird uns am heutigen Tag komplett einnehmen. Doch nicht nur uns zieht der Touristenmagnet schlechthin an. Mehrere tausend Besucher bilden den unaufhaltsamen Strom, der sich durch die vatikanischen Museen, die Sixtinische Kapelle und den Petersdom bewegt.

Vatikan

Wir nähern uns den Vatikanischen Museen. Wie schon am Tag zuvor können wir uns, dank der Onlinetickets, an den tausenden Besuchern vorbeibewegen. Aufatmen und Glücksgefühle. Denn: Wir ersparen uns stundenlanges Anstehen. Sogleich folgt jedoch Resignation. Die Eingangshalle, die Gänge und einfach jeder Raum ist von Touristen geflutet. Das Genießen der hiesigen Kunstwerke wird schwierig.

Der Strom führt uns irgendwann Richtung Sixtinische Kapelle. Spätestens jetzt fühle ich mich wie auf der Wies’n. Die Massen strömen in eine Richtung. Unaufhaltsam auf den Weg zur Sixtinischen Kapelle. Die größte Kunstsammlung der Welt erhasche ich damit eher im Vorbeigehen. Natürlich könnte ich stehen bleiben. Wurzeln schlagen und gegen den Strom ankämpfen. Doch das würde zu meinem Ziel, einem angenehmen Ambiente und dem Genießen der Kunstwerke, nichts beitragen. Also doch lieber treiben lassen.

Sixtinische Kapelle

Dann ist es soweit. Wir stehen in der Sixtinischen Kapelle. Um uns herum unzählige Menschen. Aufseher fordern zum Weitergehen auf. Ich blicke auf das berühmte Deckengemälde von Michelangelo. Sehe die berühmten Werke Botticelli. Ich kann nur erahnen, welche Macht diese Werke in völliger Ruhe und Einsamkeit entfalten.

Wir befinden uns auf dem Petersplatz mit Blick auf die Peterskirche. Hier erhebt sich der größte Tempel der Christenheit, die vatikanische Basilika. Die eindrucksvolle Kuppel Michelangelos erhebt sich strahlend in den Himmel und beherrscht den Platz. Kurze Zeit betreten wir den Aufzug, um die Peterskirche, von oben, in all ihrer Pracht zu sehen. Besucher tummeln sich zwischen Betenden. Aus der Ferne vernehmen wir die Stimme des Papstes, der eine Messe hält. Gemälde, Statuen und Bilder, soweit das Auge reicht. Wir nehmen die Stufen hinauf zur Kuppel und sind von der Aussicht begeistert. Sie bietet eine unvergleichbare Sicht über Rom.

Peterskirche

Pantheon, Trevi Brunnen & Trastevere

An unserem letzten Tag wollen wir noch einmal das italienische Flair genießen. Uns treiben lassen. Wir flanieren im Centro storico und laufen Richtung Pantheon, das am besten erhaltene antike Bauwerk Roms. Auf ein Neues passieren wir den Trevi Brunnen und weitere weltberühmte Sehenswürdigkeiten bis wir den Tiber erreichen.

Pantheon Rom

Trevi Brunnen Rom

Über eine kleine Brücke erreichen wir Trastevere, das „Herz Roms“. In diesem noch sehr ursprünglichen Stadtviertel entdecken wir schöne Gebäude, schnuckelige Restaurants und viele Kirchen. Ich persönlich fühle mich hier wohler als in den touristengesäumten Straßen des Centro storicos. Zur rauen Stimme eines Künstlers entspannen wir auf den Stufen eines Brunnens und genießen die Atmosphäre.

Trastevere, das „Herz Roms“

Trastevere, das „Herz Roms“

Mein Fazit

Rom ist eine beeindruckende Stadt, deren genaue Erkundung einiger Tage belangt. Gleichzeitig empfehle ich, sich auch mal den Touristenpfaden zu entziehen, kleine Gassen zu wählen und die Natur Roms zu entdecken.

Die Römische Küche

Die römische Küche ist durch den Einfluss vieler Kulturen charakterisiert. Neben europäischen Küchen sind auch herkömmliche italienische Gerichte wie Risotto, Pasta und Polenta weit verbreitet. In zahlreichen Variationen finden sich Nudel-, Fisch- und Fleischspezialitäten, wobei die typischen Bruschetta auch probiert werden sollten. Daneben empfehle ich das Kosten von Meeresfrüchten, die Spaghetti alla carbonara und die Pasta Cacio e Pepe. Ein leckeres Gelato und Tiramisu sollte natürlich auch genossen werden.

Römische Küche

Römische Küche

Gelateria Rom

Nice to know

  • Vatikanische Basilika: Das Kreuz auf der Kuppel Michelangelos befindet sich in 136 m Höhe
  • Die Peterskuppel ist 92 m hoch
  • Kolosseum: Von 72 n. Chr. bis 80 n. Chr. dauerte der Bau
  • Der ellipsenförmige Circus Maximus (664 m mal 123 m) fasste ungefähr 200.000 Zuschauer und wurde für die Olympiade 1960 restauriert.

Meine Tipps für Deine Reise nach Rom

Warst Du bereits in der Hauptstadt Italiens? Welche Ecken haben Dir besonders gefallen? Was war Dein liebstes Gericht? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

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