Meine Tipps für die 7 schönsten Orte in der Emilia-Romagna

Die Emilia-Romagna, südlich des Po, zählt sicherlich zu den schönsten und landschaftlich reizvollsten Regionen in Italien. Keine Region verkörpert für mich Italien so sehr wie diese. Das liegt auch am Essen, denn der 100 Kilometer lange Landstrich zwischen Parma und Bologna ist Heimat zahlreicher kulinarischer Berühmtheiten. Der Aceto Balsamico kommt genauso aus der Emilia-Romagna wie der Prosciutto die Parma, der Parmigiano reggiano und der Lambrusco. 

Darüber hinaus ist die Region Heimat der Tagliatelle al ragù, der Lasagne, der Tortellini und der Erbazzone, sowie der Zuppa Inglese. Wen wundert es da, dass die Region auch der „Bauch Italiens“ oder das „Tal des Essens“ genannt wird. Doch hat die Emilia-Romagna neben göttlichem Essen noch weitaus mehr zu bieten. Die Städte der Emilia Romagna sind reich an Geschichte und bieten viele kulturelle Highlights. Einen Überblick über die schönsten Orte in der Emilia-Romagna und Tipps für die schönsten Sehenswürdigkeiten, sowie kulinarische Highlights der jeweiligen Stadt findest du im folgenden Artikel.

1. Bologna

Bologna wird bei einer Reise in die Emilia-Romagna gerne links liegen gelassen, obwohl die Anreise von Deutschland zumeist über Bologna erfolgt. Definitiv ein Fehler, denn Bologna hat mehr zu bieten als einen Flughafen. Bologna ist vor allem für Foodies ein absolutes Mekka. Nicht grundlos wird die Stadt „La grassa“, „die Fette“ genannt, denn das Essen ist gehaltvoll, doch auch verdammt lecker. 

Ein weiterer Beiname der Stadt ist „La rossa“, „die Rote“, auf Grund der Farbe der Dächer der meisten Häuser in Bologna. Doch nicht nur die roten Dächer sind sehenswert, wobei der Ausblick von der Terrazza Panoramica, der Aussichtsterrasse der Basilika San Petronio, schon absolut gigantisch ist. Doch sollte man auch einen Spaziergang durch die Arkaden, die so genannten Portici von Bologna, nicht verpassen. Die überdachten Säulengänge ziehen sich auf rund 40 Kilometern durch die Stadt, vorbei an zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie den Zwillingstürmen Torre Garisenda und Torre degli Asinelli oder der Piazza Maggiore. Darüber hinaus kann man in den bezaubernden kleinen Cafés, wie zum Beispiel dem Café & Pasticceria Gamberini herrlich verweilen und bei einem Espresso und einem kleinen Törtchen die Locals beim Flanieren beobachten.

Bologna, Emilia Romagna – Italien

Anschließend gönnt man sich am besten ein Eis im Eiscafé Galliera 49, bevor man die Stadt weiter erkundet. Doch die nächste Mahlzeit ist in Bologna nicht weit. Wenn es Abend wird, kann man sich in einem der bezaubernden Restaurants der Stadt herrlich durch die Spezialitäten der Emilia-Romagna futtern. Empfehlenswert sind  hier zum Beispiel die Trattoria dal Biassanot, die herrliche Tagliatelle al ragù serviert. In der winzigen Trattoria La Montanara gibt es die besten Tortellini in brodo der Stadt. Falls Du die Spezialitäten der Emilia Romagna nicht nur essen möchtest, sondern auch wissen willst, wie man diese zubereitet, empfehle ich Dir einen Kochkurs bei den Schwestern Monika und Daniela im Le Sfogline. Von ihnen wirst Du in die Geheimnisse der  Zubereitung frischer Pasta und Saucen eingeweiht.

Wenn es Nacht wird in Bologna, kann ich Dir folgende Hotels empfehlen:

Hier findest Du viele weitere Tipps und ausführliche Informationen zu allen Sehenswürdigkeiten in Bologna 

Rimini, Emilia Romagna – Italien

2. Rimini

Rimini galt einst als Sehnsuchtsort der Deutschen und man pilgerte in Scharen in den Badeort in der Emilia-Romagna. Lange Zeit galt Rimini dann als Teutonengrill an der Adria und als abschreckendes Beispiel für Massentourismus. Der Ruf ist leider bis heute erhalten geliebten. Zu Unrecht, denn das älteste Strandbad an der italienischen Adria ist heute richtig cool und hat neben wunderschönen Stränden auch eine ganze Menge Sehenswürdigkeiten, aber auch richtig coole Street Art und vor allem verdammt leckeres Essen zu bieten. Nicht verpassen sollte man zum Beispiel die besten Piadine der Stadt in der Casina del Bosco und die fantastischen Meeresfrüchte im La Piada E Il Mare.

Der beste Weg Rimini zu erkunden ist übrigens mit dem Fahrrad. Auf zwei Rädern erreicht man alle öffentlichen Strände, aber auch die schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt ganz wunderbar und Rimini ist darüber hinaus sehr fahrradfreundlich. 

Zu erkunden gibt es viel in Rimini. Die Stadt wird nicht grundlos „das kleine Rom genannt, denn es gibt hier zahlreiche antike Monumente. Rimini blickt auf eine rund 2200 Jahre alte Geschichte zurück. Die Fahrradtour beginnt man am besten am Augustusbogen, dem ältesten erhaltenen Triumphbogen der römischen Antike. Von hier setzt man den Weg fort Richtung Tiberiusbrücke, zur Kathedralkirche Tempio Malatestiano, zur Fontana della Pigna und zur Burg Sismondo. Lohnenswert ist auch der Besuch der Wochenmärkte, die von Mittwoch bis Samstag in der Altstadt stattfinden. 

Neben der Altstadt sollte man auf jeden Fall Borgo San Giuliano, den ältesten Stadtteil von Rimini, genauer unter die Lupe nehmen. Borgo San Giuliano ist der Geburtsort von Federico Fellini, welcher das Bild des Stadtviertels bis heute präg. Szenenbilder aus Fellinis filmen zieren die Häuser in den zauberhaften Gassen. Darüber hinaus gibt es hier auch zahlreiche Murals von Erin, dem bekanntesten Street Art Künstler Italiens.

Herrlich übernachten und ebenfalls auf den Spuren Fellinis wandeln kann man in Rimini im Grand Hotel, dem glamourösesten Hotel der Stadt. Etwas günstiger ist das Designhotel Luxor, das auch mit der Lage am Strand punktet.

Hier findest Du viele weitere Tipps zu den schönsten Stränden, Restaurants und zu allen Sehenswürdigkeiten in Rimini

Parma, Emilia Romagna – Meine Geheimtipps für Genießer

3. Parma

Parma ist das kulinarische Zentrum der Emilia-Romagna und Heimat des „göttlichen Schweins“, wie die Parmigiani die Tiere liebevoll und ehrfürchtig nennen. Aus den göttlichen Schweinen entstehen hier feinste Salumispezialitäten und natürlich auch der berühmte Prosciutto di Parma, aber auch der Edelschinken Culatello. Dann wäre da natürlich noch der Parmigiano reggiano, der würzige Hartkäse aus der Provinz. Wer mehr über den Käse erfahren möchte, der ist in Parma ebenfalls richtig und besucht am besten eine der zahlreichen Käsereien der Provinz, wie zum Beispiel die Latteria Santo Stefano etwas außerhalb von Parma in Basilicagoiano.

Doch Parma hat noch weitaus mehr zu bieten als „nur“ kulinarische Highlights. Die Provinzhauptstadt Parma ist ein weiteres kulturelles Highlight in der Emilia-Romagna. Die Stadt lockt mit einem bezaubernden Altstadtkern, der zum Flanieren einlädt, aber auch zahlreichen wunderschönen Kirchen. Keinesfalls verpassen sollte man den Besuch des Doms von Parma mit den traumhaften Fresken von Correggio. Gleich nebenan befindet sich das achteckige Baptisterium, das ebenfalls sehenswerte Fresken beherbergt. Der Palazzo della Pilotta lockt mit zahlreichen Museen und man sollte auf jeden Fall einen Blick ins Teatro Farnese werfen. In diesem finden heute zwar keine Aufführungen mehr statt, dennoch ist das riesige Theater mit den beeindruckenden Holztribünen sehenswert. Wer in den Genuss einer klassischen Oper kommen möchte, dem sei das Teatro Regio empfohlen, ein wunderschönes Theater im neoklassizistischen Stil, das auch im Rahmen einer Führung besichtigt werden kann.

Wer nun nach all dem Sightseeing Hunger hat, der hat in Parma die Qual der Wahl. Restaurants gibt es viele. Empfehlen kann ich zum Beispiel La Cucina del Maestro. Von der Terrasse kann man herrlich das rege Treiben auf der Strada Luigi Carlo Farini beobachten und das Risotto alla „Giuseppe Verdi“ ist ein absolutes Gedicht. Die beste Lasagne der Stadt und fantastisches Tiramisu gibt es im Ristorante Il Trovatore.

Vollgefuttert plumpst man anschließend am besten im Hotel Sina Maria Luigia ins bequeme Bett. Alternativ kann ich Dir folgende Hotels in Parma empfehlen:

Hier findest Du viele weitere Tipps zu den schönsten Restaurants und zu allen Sehenswürdigkeiten in Parma

Ferrara, Emilia Romagna – Italien

4. Ferrara

Die Gassen der Universitätsstadt Ferrara gelten als die schönsten in der ganzen Emilia-Romagna und diese erkundet man am Besten ganz gemütlich mit dem Fahrrad. Ferrara gilt tatsächlich als fahrradfreundlichste Stadt Italiens. Die gesamte Altstadt ist autofrei  und fast 90% der Ferraresi nutzen das Fahrrad als Fortbewegungsmittel im sonst so autobegeisterten Italien.

Doch Ferrara hat noch weitaus mehr zu bieten als „nur“ traumhafte Gassen. Der historische Renaissance-Stadtkern Ferraras ist heute UNESCO Weltkulturerbe und lädt zum Erkunden ein. Nicht verpassen sollte man dabei den Besuch des Castello Estense, der viertürmigen Wasserburg im Herzen der Stadt. Ebenfalls sehenswert ist die Kathedrale von Ferrara mit der prächtigen romanischen Fassade und der Palazzo dei Diamanti, der heute die Nationale Gemäldegalerie beherbergt.

Anschließend sollte man außerdem einen Ausflug ins Grüne unternehmen und eine Radtour auf dem 9 Kilometer langen, mittelalterlichen Stadtwall machen. Von hier genießt man traumhafte Ausblicke auf die Poebene, aber auch auf die mittelalterliche Altstadt von Ferrara.

Wer im Anschluss an die Fahrradtour Hunger hat, dem sei die rustikale Enoteca al Brindisi empfohlen. Angeblich ist sie die älteste Weinbar der Welt, doch auch das Essen ist hier fantastisch. Unbedingt probieren solltest Du die Cappellacci di Zucca, mit Kürbis gefüllte Ravioli. Einfach himmlisch.

Wenn es Nacht wird in Ferrara, kann ich Dir folgende Hotels empfehlen:

Hier findest Du viele weitere Tipps und ausführliche Informationen zu allen Sehenswürdigkeiten in Ferrara

Ravenna, Emilia Romagna – Italien

5. Ravenna

Ravenna wird auch „die Erhabene“, „die Elegante“, genannt. Erhaben und elegant, das ist sie wahrlich. Die kleine bezaubernde Stadt in Norditalien beherbergt ganze acht UNESCO Weltkulturerbestätten, dazu zählen das Mausoleum der Galla Placidia, die Basilika von San Vitale oder die Basilika Sant’Apollinare in Classe, die allesamt mit ihren wunderschönen Mosaiken verzaubern. Wer Mosaike nicht nur betrachten möchte, sondern selbst ein kleines Kunstwerk fertigen möchte, dem empfehle ich einen Workshop bei Luca Barberini im Koko Mosaico.

Ebenfalls sehenswert ist das Grabmal des berühmten Dichters Dante Alighieri an der Außenmauer des Kreuzgangs der ehemaligen Klosterkirche San Francesco. Kunstliebhaber sind im im MAR, dem Kunstmuseum der Stadt, genau richtig. Mein absoluter Lieblingsort in Ravenna ist jedoch die Biblioteca Classense mit rund 800.00 Bücher, sowie zahlreichen Kartenwerken, Holzschnitten und Handschriften, die allesamt aus den Klöstern der Umgebung stammen.

Wer nach all dem kulturellen Programm Hunger hat, dem sei die Osteria Passatelli 1962 empfohlen, die hausgemachten Pasta sind ein Gedicht. Wer möchte kann die Kunst der Pastaherstellung hier auch in einem Kochkurs erlernen.

Zum Übernachten kann ich Dir die Casa Masoli, ein zauberhaftes Boutiquehotel im Herzen der Stadt, empfehlen. Die sechs geräumigen Schlafzimmer sind allesamt individuell gestaltet und mit wunderschönen antiken Möbeln ausgestattet. Das Frühstück ist ein absolutes Gedicht.

Hier findest Du viele weitere Tipps und ausführliche Informationen zu allen UNESCO Weltkulturerbestätten in Ravenna

Reggio Emilia, Emilia Romagna – Italien

6. Reggio Emilia

Reggio Emilia, oder auch Reggio nell’Emilia, ist der Hauptort der gleichnamigen Provinz Reggio Emilia und eine moderne Industriestadt. Doch besitzt die Stadt auch einen wunderschönen historischen Stadtkern, der einige Sehenswürdigkeiten aufzuweisen hat. Einen Besuch wert ist auf jeden Fall der Dom von Reggio Emilia mit seiner unvollendeten Renaissancefassade und den Skulpturen von Prospero Spani, einem Schüler Michelangelos. Den Turm von San Prospero erblickt man bei einem Spaziergang auf der Via San Carlo schon von weitem, doch lohnt es sich ein wenig näher zu treten. So kann man den marmornen Löwen am Eingang direkt in die Augen sehen. Den Gelato-Liebhabern unter Euch empfehle ich im Anschluss einen Besuch in der Cremeria Capolinea. Die Gelateria liegt ein wenig außerhalb, doch der kleine Umweg lohnt sich. Das hausgemachte Gelato ist einfach zum Niederknien und hat nicht grundlose schon zahlreiche Auszeichnungen gewonnen.

Darüber hinaus ist Reggio Emilia die Tricolore, die Nationalflagge, zu verdanken. Die grün-weiß-rote Flagge hat ihren Ursprung in eben dieser Stadt und wurde hier zum ersten Mal gehisst. Die Idee stammte von Ingenieur Ludovico Bolognini und das Original kann noch heute im Rathausgebäude von Reggio Emilia bewundert werden.

Wer nun nach all dem Sightseeing hungrig ist, dem sei  das Caffé Arti e Mestieri von Giovanni d’Amato und seiner Frau Fulvia empfohlen. Hier gibt es herrliche Tagliatelle ragù und göttliche Polenta mit Parmigiano reggiano. Unbedingt kosten sollte man aber auch die Erbazzone, eine würzige Mangoldtorte mit viel Parmesan, die so typisch ist für Reggio und mit einem Glas Spergola ganz besonders gut schmeckt.

Nach all den leckeren Köstlichkeiten schläft es sich anschließend herrlich in der Albergo delle Notarie im Herzen der Stadt.

Verucchio, Emilia Romagna – Italien

7. Verucchio

Nur 20 Kilometer entfernt von Rimini befindet sich das bezaubernde kleine Städtchen Verucchio, das zu den schönsten Orten der Emilia-Romagna und ganz Italiens zählt. Einst baute die Adelsfamilie Malatesta die Stadt zu einer mächtigen Bastion aus. Davon zeugt noch heute die Rocca Malatestiana, eine der besterhaltenen Festungen der Adelsfamilie Malatesta. Von der Burg genießt man einen atemberaubenden Ausblick auf das Marecchia Tal.

Ebenfalls sehenswert ist das Franziskanerkloster in Verucchio. Es gilt als das älteste in der Romagna und ist Heimat vieler Meisterwerke aus der Rimininser Schule.

Verucchio kann man ganz wunderbar im Rahmen eines Tagesausflugs von Rimini oder Bologna besuchen.

Anreise in die Emilia Romagna

Der schnellste und Weg in die Emilia-Romagna ist natürlich per Flugzeug. Sowohl Rimini als auch Bologna werden von Deutschland aus angeflogen. 

Die günstigsten Flüge nach Bologna und Rimini findest Du hier

Alternativ kannst Du von Süddeutschland aus auch mit dem Zug in die Emilia-Romagna reisen. Die deutsche Bahn fährt direkt von München nach Bologna und Rimini. Kein Umsteigen nötig und die Fahrzeit hält sich mit 8 Stunden auch in Grenzen. Darüber hinaus genießt man während der Fahrt traumhafte Ausblicke auf die österreichischen Alpen, die Dolomiten und die Landschaft der Emilia-Romagna. Da geht die Zugfahrt wie im Flug vorbei.

Die besten Emilia-Romagna Reiseführer

Reiseführer gibt es für die Emilia-Romagna noch und nöcher, da fällt die Entscheidung schwer. Welcher Reiseführer ist denn nun perfekt? Folgende Reiseführer kann ich Dir empfehlen:


Dieser Artikel entstand im Rahmen des Social Travel Summit 2019 in in Zusammenarbeit mit iambassador und Emilia Romagna Turismo.

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