Unser Roadtrip auf Prince Edward Island – Route, Sehenswertes, Unterkünfte und kulinarische Highlights

{Werbung/Affiliate Links} Der nächste Teil unseres Roadtrips durch Ostkanada führte uns von New Brunswick nach Prince Edward Island. Prince Edward Island, oder PEI wie die Locals sagen, liegt im Golf von St. Lawrence nördlich von Nova Scotia und östlich von New Brunswick. PEI ist bekannt für kulinarische Genüsse wie Lobster, Malpeque Austern, Kartoffeln, aber auch für traumhaft schöne Strände, das wärmste Wasser nördlich der Carolinas und Anne of Green Gables. Eine etwas seltsame Kombination, aber so hat PEI tatsächlich für jeden etwas zu bieten. Gourmets kommen hier genauso auf ihre Kosten wie Literaturfans, Sonnenanbeter und Outdoorliebhaber.

Die schönsten Scenic Drives in Prince Edward Island

Wenn Du wirklich die ganze Insel erkunden möchtest, bietet es sich an den drei ausgewiesenen Panoramastrassen der Insel zu folgen. Der North Cape Coastal Drive führt Dich in den Norden und Westen der Insel. Während der Points East Coastal Drive, markiert mit einem Seestern, den Osten der Insel abdeckt. Der 253 km lange Central Coastal Drive erstreckt sich über den mittleren Teil der Insel und teilt sich in den Green Gables Shore Drive im Norden und den Red Sands Shore Drive im Süden.

Da wir uns Zeit lassen und nicht über die Insel hetzen wollten, haben wir uns entschieden den Nordwesten der Insel auszulassen. Beim Central Coastal Drive haben wir uns auf den Norden beschränkt, wo sich nahezu alles um Anne of Green Gables dreht. Der Osten der Insel lädt dagegen zu ausgiebigen Wanderungen in atemberaubender Natur ein. Und dann wäre da ja noch die Hauptstadt Charlottetown, die sowohl kulinarisch als auch kulturell so einiges zu bieten hat.

Der Central Coastal Drive – die Green Gables Shore Region

Angekommen auf Prince Edward Island machten wir uns also zunächst auf Richtung Cavendish, von wo aus wir die nächsten Tage den Green Gables Shore Drive erkunden wollten. Dieser ist der touristischste, aber auch der schönste Teil des Central Coastal Drive von Malpeque bis Brackley Beach. Zumeist geht es an der Küste entlang, doch auch Abstecher ins Landesinnere lohnen sich.

Neben traumhaften Stränden und Wanderwegen durch die Dünen im PEI National Park, ist diese Panoramastrasse vor allem für alle Fans von Anne of Green Gables spannend, denn die Gegend ist die Heimat der Autorin Lucy Maud Montgomery und diente als Inspiration für das Buch.

Östlich von Cavendish lohnt ein Abstecher nach Malpeque, schon alleine um eine der weltbekannten Malpeque Austern zu kosten. Ein absolutes Juwel, und eines der bestgehüteten Geheimnisse der Insel, befindet sich ein Stück außerhalb von Kensington: Der Thunder Cove Beach. Während die anderen Strände der Insel endlos breit und von hohen Dünen umgeben sind, ist dieser Strand von Sandsteinklippen, Säulen und Höhlen gesäumt. Wenn man nur den Strand betrachtet erinnert es eher an die Wüstenlandschaft Arizonas.

Tipp: Bei Ebbe kannst Du über die Klippen bis zu einem Felsbogen klettern und von dort den traumhaften Ausblick auf den einsamen Teapot genießen.

Der Thunder Cove Beach, PEI

Der Thunder Cove Beach

Der Thunder Cove Beach

Möwen am Thunder Cove Beach

Auf dem Weg zurück nach Cavendish landeten wir dann mehr durch Zufall in French River, einem bezaubernden pittoresken Fischerdorf, das aus der Ferne das perfekte Postkartenmotiv abgibt. Dann noch ein kurzer Abstecher zum New London Range Rear Lighthouse. Tom rollt bei dem Wort Leuchtturm übrigens noch immer mit den Augen, da ich ihn zu so etwa jedem Leuchtturm auf der Insel geschleppt habe. Das selbe passiert wohl bei dem Wort Töpferei, dennoch solltest Du unbedingt einen Stop in der Village Pottery in New London einlegen. Hier gibt es wirklich bezaubernde Töpferwaren und Geschirr. Da habe ich gleich mal meinen Vorrat aufgestockt. Die hübschen Tellerchen kommen dann zum Einsatz, wenn ich endlich mal meine neuen Rezepte aus Nova Scotia ausprobiere.

French River, PEI

French River

Die Village Pottery in New London, PEI

Die Village Pottery in New London

Island Style – The Table Culinary Studio in New London

New London an sich hat jetzt nicht viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, außer dem Geburtshaus von Lucy Maud Montgomery. Doch ist das Örtchen ein Highlight für jeden Foodie. Denn in New London befindet sich das zauberhafte Culinary Studio The Table. Von Außen sieht es eher aus wie eine Kirche, war es tatsächlich auch mal. Im Inneren findest Du einen wunderschönen Speiseraum und eine fantastisch ausgestattete Küche. Doch bevor der Kochkurs in der Küche losgeht, geht es zunächst einmal auf eine der nahegelegenen Farmen, oder in unserem Fall auf eine organische Apfelplantage, den das Thema des Kurses war „Applelicious“.

Das Motto von The Table ist „from Farm to fork“. Alles was später im Topf landet, kommt von der Insel, heißt aus dem eigenen Garten oder den Bauern aus der Umgebung. Also haben wir nach einer kleinen Führungen über die Apfelplantage The Grove erstmal selbst einige Äpfel gepflückt, bevor es in die Küche ging. Und dann wurde geputzt, geschnippelt und gekocht: Applestrudel Jam, Ingwer- Karotten-Suppe, gigantische in Apfelsaft marinierte Schweinesteaks mit Kartoffelpüree und als Nachtisch gab es Apfelkuchen. Und nicht nur zubereitet haben wir das alles, sondern natürlich auch verspeist. Naja nicht ganz, die Reste haben wir zum Abendessen in unserem Motel auf dem Bett gefuttert.

Mehr Infos zu den Kochkursen im The Table Culinary Studio findest Du hier >>

Island Style – The Table Culinary Studio in New London

Island Style – The Table Culinary Studio in New London

Island Style – The Table Culinary Studio in New London

Island Style – The Table Culinary Studio in New London

Island Style – The Table Culinary Studio in New London

Island Style – The Table Culinary Studio in New London

Island Style – The Table Culinary Studio in New London

Rund um Cavendish – Anne of Green Gables, Dünen und atemberaubende Landschaft

Cavendish selbst lädt zu einem Spaziergang über den Cavendish Boardwalk ein. Ansonsten dreht sich hier alles um Anne of Green Gables. Den meisten sind die 1908 erschienen Bücher oder der Film wahrscheinlich ein Begriff. Ich gestehe ich kannte vor meiner Reise nach PEI weder das Buch noch den Film. Doch man kommt um Anna of Green Gables nicht herum wenn man Prince Edward Island besucht.

Für alle Fans der kleinen Anne ist for allem der Green Gables Heritage Place in Cavendish mitten im PEI National Park interessant. Hier findest du neben dem zauberhaften Farmhaus, das Lucy Maud Montgomery einst zu Ihren Büchern inspirierte, auch mehrere Museen. Und wenn Du dann noch nicht genug hast, kannst Du Dich in eines der Kostüme stecken und fotografieren lassen. Wirklich schön ist der Spaziergang durch die Haunted Woods und den Balsam Hollow Trail, Wege die Anne einst schon gegangen ist.

Darüber hinaus kannst Du in Cavendish auch das Haus von Lucy Maud Montgomery besuchen, oder durch das zauberhafte Avonlea Village mit den vielen kleinen Geschäften, Cafés und Restaurants schlendern.

Der Prince Edward Island National Park

Wenn Du dann genug von Anne of Green Gables hast, lädt der traumhaft schöne Cavendish Beach, der ebenfalls Teil des Prince Edward Island National Park ist, zum Baden oder zu ausgedehnten Strandspaziergängen ein.

Der Park ist einer der kleinsten, aber sicher auch einer der schönsten Nationalparks in Kanada. Auf 40 km von Cavendish nach Dalvay bietet sich ein wunderbarer Mix aus Sanddünen, roten Sandsteinfelsen und einer Menge Geschichte.

Highlight im Park war für uns defintiv der 2,3 km lange Cavendish Dunelands Trail. Dieser beginnt am östlichen Teil des Cavendish Beach und führt über mehrere Holzstege bis zu einem Aussichtspunkt von dem man einen fantastischen Blick auf die Sanddünen genießt. Unterwegs gibt es mehrere Tafeln mit Infos zu Flora und Fauna der Gegend.

Cavendish Dunelands Trail

Cavendish Dunelands Trail

Cavendish Dunelands Trail

Cavendish Dunelands Trail

North Rustico – von Leuchttürmen und steilen Klippen

Auf dem Gulf Shore Parkway West geht es weiter Richtung North Rustico. Immer an der Küste entlang bieten sich hier wunderschöne Strände und traumhafte Ausblicke auf die Cavendish Cliffs.

Von North Rustico führt die Panoramastrasse weiter zunächst Richtung Rustico dann Richtung Brackley Beach, einem der schönsten Strände der Insel.

Von hier aus lohnt ein Abstecher über den Gulf Shore Parkway East zum bildhübschen Covehead Lighthouse. Der alte Leuchtturm aus Holz inmitten der Sanddünen der Covehead Bay ermöglichte den Fischern der Gegend früher den Weg in die Bay, heute ist er einfach nur noch schön anzusehen.

North Rustico

North Rustico

North Rustico

North Rustico

Sonnenuntergang in North Rustico

Sonnenuntergang in North Rustico

Cavendish Cliffs

Cavendish Cliffs

Das Covehead Lighthouse

Das Covehead Lighthouse

Das Covehead Lighthouse

Das Covehead Lighthouse

Die besten Restaurants und Cafés zwischen New London und Cavendish
Das Blue Mussel Café in North Rustico

Eines der absoluten kulinarischen Highlights der Insel war für uns das Blue Mussel Café im kleinen bezaubernden Hafen von North Rustico. Wie der Name schon sagt, dreht sich hier alles um Muscheln und Meeresfrüchte. Mega lecker sind die die Beer & Lime Mussels – Miesmuscheln mit Knoblauch, Gahan Blueberry Ale und Limette. Ebenfalls ein Gedicht die Seafood Chowder, das Smoked Charcuteries Board und der überbackene Lobster Dip als Vorspeise. Als Hauptspeise sehr zu empfehlen ist der Heilbutt mit hausgemachter Mangosalsa und der Seafood Bubbly Bake: Lobster, Heilbutt und Jakobsmuscheln in Cremesauce mit Cheddar überbacken. Da hätte ich mich einfach nur reinlegen können.

Du siehst, wir haben die Karte einmal rauf und runter probiert und haben tatsächlich gleich mehrmals dort gegessen. Etwas was ich eigentlich nie tue, da ich immer gerne möglichst viele verschiedene Restaurants ausprobieren möchte. Aber das Essen hier war einfach unglaublich gut! Darüber hinaus genießt man vom Restaurant einen traumhaften Blick auf den Hafen von North Rustico, besonders bei Sonnenuntergang.

Adresse: 312 Harbourview Dr, North Rustico Harbor, Rustico | Öffnungszeiten: täglich von 11.30 – 20.00 Uhr, im Juli & August bis 21.00 Uhr

Das Blue Mussel Café in North Rustico

Das Blue Mussel Café in North Rustico

Das Blue Mussel Café in North Rustico

Das Blue Mussel Café in North Rustico

Das Blue Mussel Café in North Rustico

Die Prince Edward Island Preserve Company in New Glasgow

Seit 1985 werden in der Prince Edward Island Preserve Company feinste Marmeladen, Dips, Ahornsirup, Tees und andere Kleinigkeiten verkauft. Und ich kann Dir sagen, die hausgemachten Marmeladen sind wirklich ein Gedicht, besonders die Wild Blueberry Marmelade. Ein typischeres Mitbringsel aus PEI gibt es wohl kaum und wir haben uns gleich mit einem Jahresvorrat eingedeckt.

Doch kann man in der Prince Edward Island Preserve Company nicht nur leckere Marmeladen und andere Mitbringsel kaufen, auch ein Restaurant gehört dazu. Hier gibt es nicht nur leckeres Frühstück, sondern auch gutes solides Mittag- und Abendessen. Kein Schischi, einfach leckere und frische Produkte sind hier das Geheimnis. Zu empfehlen ist auch hier die Seafood Chowder, sowie der Preserve Company Potato Pie mit echten Prince Edward Island Kartoffeln, Cheddarkäse und einer feinen Bacon-Cream mit Ahornsirup.

Adresse: 2841 New Glasgow Rd, New Glasgow | Öffnungszeiten: täglich von 8.30 – 17.00 Uhr

The Dunes Studio Gallery and Café

The Dunes Studio Gallery and Café ist eine wunderbare Kunstgalerie, in der Du neben Bildern auch tollen Schmuck, Töpferwaren, Möbel und vieles mehr findest. Alles von lokalen Künstlern auf der Insel hergestellt. Darüber hinaus wird in der futuristisch und gleichzeitig gemütlich anmutenden Galerie aber auch fantastisches Essen und toller Kaffee serviert. Einen gemütlichen Sitzplatz findet man mitten in der Galerie, oder bei schönem Wetter auch in dem traumhaft schönen Garten der zur Galerie gehört.

Adresse: 3622 Brackley Point Rd, Brackley Beach

Übernachten in Cavendish

Wir haben im Boardwalk Motel direkt in Cavendish übernachtet. Das Motel ist einfach, schlicht eingerichtet, aber sehr gemütlich und sauber. Außerdem ist es sehr zentral gelegen und daher optimal für Ausflüge in die Umgebung. Außerdem ist es sehr günstig, der Preis ist für Cavendish wirklich unschlagbar.

Alternativ kann ich Dir folgende Unterkünfte empfehlen:

Luxus: Barachois Inn in Rustico
Mittelklasse: Brackley Beach Northwinds in Brackley Beach
Günstig: Northside B & B in Brackley Beach

Charlottetown – Der Geburtsort Kanadas

In der entzückenden Hauptstadt Charlottetown treffen der Red Sand, Green Gables und der Points East Coastal Drive aufeinander, Du kannst die Stadt also gar nicht verfehlen.

Im schönen Hafen der Stadt legen mehrmals wöchentlich die großen Kreuzfahrtschiffe an. Daher ist es ratsam Charlottetown an einem Tag zu erkunden an dem gerade kein Schiff im Hafen liegt. Sonst wird es in der kleinen Stadt doch recht voll und stressig. Wäre schade, denn die Stadt ist wirklich bezaubernd und bietet kulinarische und kulturelle Highlights soweit das Auge reicht.

Angekommen in Charlottetown sollte man auf jedenfall das Confederation Centre of the Arts besuchen. Hier finden das ganze Jahr über ausgezeichnete Kunstausstellungen statt. Außerdem wird hier seit 50 Jahren das Musical Anne of Green Gables aufgeführt. So lange hat es wohl kein anderes Musical weltweit geschafft Non-Stop auf der Bühne zu sein. Mit Kleinstadt-Musical hat das ganze nun wirklich wenig zu tun. Im Gegenteil, das Anne of Green Gables Musical kann mit jeder Broadway Produktion mithalten und ist eines der absoluten Must-do’s auf der Insel.

Im Province House fand 1864 die Charlottetown-Konferenz statt, daher gilt PEI als Geburtsort Kanadas. Der Ort an dem sich einst die Gründerväter trafen kann ganzjährig besucht werden um mehr über die Geburtsstunde Kanadas zu erfahren.

Ansonsten sollte man sich einfach durch das bezaubernde Städtchen mit den hübschen bunten Holzhäusern, den bezaubernden kleinen Vorgärten und den ältesten Gehwegen Kanadas treiben lassen und sich vom Charme der Kleinstadt verzaubern lassen. Unzählige hübsche Restaurants findest Du in der Victoria Row, entspannt Spazierengehen lässt es sich im Victoria Park.

Charlottetown

Charlottetown

Ein Foodwalk durch Charlottetown

Wenn Du etwas mehr über die Geschichte Charlottetowns und die Küche von Prince Edward Island erfahren möchtest, empfehle ich Dir eine Taste the Town Tour mit Experience PEI. Die Tour ist gespickt mit lustigen Anekdoten und spannender Infos über die Stadt. Aber vor allem geht es bei der Tour natürlich ums Essen und die erstklassigen Produkte aus Prince Edward Island. Auf der Tour dürfen Lobster, Austern, Miesmuscheln und Kartoffeln natürlich nicht fehlen, aber auch Olivenöl und Craft Beer aus Charlottetown kannst Du verkosten.

Mehr Infos zur Taste the Town Tour findest Du hier >>

Die besten Restaurants und Cafés in Charlottetown
The Gahan House

Das Gahan House kann ich Dir nicht nur wegen dem ausgezeichneten Craftbier und dem leckeren Cider empfehlen. In ausgelassener Atmosphäre kann man hier auch richtig gut essen. Neben typischem Pubfood wie Nachos, Poutine und Sticky Ribs stehen hier auch leckere Beer battered Calamari mit Chipotle-Limetten-Aioli, mit Speck umwickelte Jakobsmuscheln und Spinatsalat mit frischen Beeren und Ziegenkäse auf der Karte.

Wenn Du mehr über die Brauerei selbst erfahren willst, sowie über die ausgezeichneten Ales, kann ich Dir außerdem die kleine Brauereitour empfehlen.

Adresse: 126 Sydney St, Charlottetown | Öffnungszeiten: Sonntag bis Dienstag von 11.00 – 23.00 Uhr, Mittwoch und Donnerstag von 11.00 – 0.00 Uhr, Freitag und Samstag von 11.00 – 1.00 Uhr

The Gahan House

Cows

Das beste Eis der Stadt gibt es bei Cows am Hafen. Und ich rede hier nicht einfach nur von Eis, sondern teils echt ausgefallenen Eiskreationen. Unbedingt probieren solltest Du PEI Blueberry, Sea Salt Toffee und natürlich Cownadian Maple. Die Kugeln sind nicht günstig, aber dafür auch riesig. Mehr als zwei auf einmal habe ich davon nie geschafft!

Adresse: Great George St, Charlottetown

Cows

Übernachten in Charlottetown

Übernachtet haben wir in Charlottetown im Hillhurst Inn, einem traumhaft schönen historischen Herrenhaus direkt in der Innenstadt. Die Zimmer sind mit historischen Möbeln ausgestattet, sehr sauber und das ganze Personal im Hotel extrem freundlich. Das Frühstück gehörte defintiv zu den besten auf unserem kompletten Roadtrip durch Ostkanada.

Hillhurst Inn

Hillhurst Inn

Alternativ kann ich Dir folgende Unterkünfte empfehlen:

Luxus: The Great George
Mittelklasse: The Red Brick House
Günstig: The White Horse Motel

Der Points East Coastal Drive – atemberaubende Strände, Leuchttürme und kulinarische Highlights

Der landschaftlich schönste Teil Prince Edward Islands war für uns entlang des Points East Coastal Drive. Du folgst einfach immer den Strassenschildern mit dem Seestern und du bist auf der richtigen Strasse. Hier mischen sich bunte zauberhafte Fischerdörfchen mit kilometerlangen weißen Sandstränden. 36 Strände sind es an der Zahl, die zu den schönsten der Insel zählen. Auf den traumhaft schönen Wanderwegen genießt man spektakuläre Landschaft und atemberaubende Ausblicke.

Als Ausgangspunkt für Ausflüge entlang des Points East Coastal Drive haben wir uns in einem hübschen Loft in Cardigan einquartiert, das wir auf Airbnb gefunden haben (Wenn du dich über diesen Link anmeldest, erhältst Du 30 Euro Rabatt auf deine erste Airbnb Buchung). Zentral gelegen, so dass wir von hier aus wunderbar alle Highlights entlang der Panoramastrasse erreichen konnten. Aber vor allem hatten wir hier die herzlichsten Gastgeber während unserer gesamten Reise durch die Atlantikprovinzen. Die langen Abende mit Pauline und Roger bei dem ein oder anderen Glas Wein werden sicher nie vergessen.

Loft in Cardigan

Loft in Cardigan

St. Peter’s und der Greenwich Dunelands Trail

Ultimatives Highlight war für uns sicherlich St. Peters, ein kleines Örtchen an der Nordküste. Der Greenwich Beach mit seinen majestätischen Sanddünen an der Spitze der Halbinsel St. Peter’s gehört für uns zu den schönsten der Insel.

Der Strand ist Teil des PEI National Parks und eignet sich für lange Strandspaziergänge. Zum Strand führt der wirklich traumhaft schöne Greenwich Dunelands Trail, ein 4.8 km langer Wanderweg. Dieser schlängelt sich zunächst durch Farmland, dann durch die Wälder und schließlich geht es über schwimmende Holzstege über die Auen. Vom letzten Holzsteg bietet sich bereits ein atemberaubender Blick auf die riesigen Dünen, die höchsten der Insel, die hier durch Wind und Wellen geformt wurden.

Greenwich Dunelands Trail

Greenwich Dunelands Trail

Greenwich Dunelands Trail

Greenwich Dunelands Trail

Greenwich Dunelands Trail

Souris und der Basin Head Beach

Urgemütlich und sehr ländlich geht es in Souris zu, ein Örtchen das geprägt ist von Landwirtschaft und Fischerei. Einen Einblick in das Thema Fischerei bekommst Du hier im The Basin Head Fisheries Museum.

Absoluter Insidertipp der Locals ist jedoch der Basin Head Beach. Für die Einheimischen absolut kein Geheimtipp, bei den Besuchern der Insel aber doch eher unbekannt. Was nun am Basin Head Beach so besonders ist? Zwei Dinge: zum einen singt der Sand des Basin Head Beach, aus diesem Grund wird er auch Singing Beach genannt. Wobei Singen eigentlich das falsche Wort ist. Ich würde es eher als Quietschen bezeichnen und das tut er übrigens auch nur wenn der Sand trocken ist und man langsam über den Sand schlürft. Der Grund für das Singen ist übrigens schlicht und einfach der hohe Anteil an Quartz und Kieselerde im Sand.

Der zweite Grund warum die Locals den Basin Head Beach so sehr lieben ist die Brücke zwischen den beiden Promenaden am Strand. Wenn man nicht mindesten einmal von der Brücke oder der Promenade ins Wasser gesprungen ist – „Done the run“ wie die Locals sagen – dann war man nicht am Basin Head Beach. Gut ich gebe zu, ich hab’s nicht getan. Aber mir war es einfach zu kalt. Ich hab mich lieber tief in meine Craghoppers Jacke reingekuschelt und den verrückten Kids bei Ihren waghalsigen Sprüngen zugesehen.

Basin Head Beach

Basin Head Beach

Basin Head Beach

Basin Head Beach

Von hier kannst Du den Weg dann fortsetzen bis zum East Point Light House, dem östlichsten Punkt von PEI. Von Oben hat man einen traumhaften Ausblick auf die unglaublich Landschaft, die Strände und das Meer.

Bay Fortune und The Feast im The Inn at Bay Fortune

Bay Fortune ist eines dieser ganz typischen Fischerdörfchen auf Prince Edward Island: bunte Fischerhütten am Hafen, die Fischer reparieren davor die Netze und vielleicht hast Du Glück und ein Fischerboot kommt gerade in den Hafen. Dann kannst Du den Fisch oder Lobster direkt vom Kutter kaufen. Auch kannst Du von hier aus mit einem der Fischer rausfahren und Dein Glück selbst versuchen.

Der Hauptgrund nach Bay Fortune zu fahren war für uns allerdings das Restaurant Fireworks von Kanadas bekanntestem Fernsehkoch und Kochbuchautor Michael Smith. Auch wenn Michael Smith in Kanada sehr bekannt ist, das Restaurant ist komplett „off the beaten track“ und noch immer ein Geheimtipp.

Fireworks ist nicht einfach nur ein Restaurant, sondern ein organischer Bauernhof mit einem riesigen Kräutergarten und einem eigenen Smokehouse. Mehr als 350 verschiedene Gemüsesorten und Kräuter werden hier angebaut. Alle Produkte die im historischen Restaurant auf den Tisch kommen, außer Zitronen und Limetten, kommen entweder von der eigenen Farm oder von befreundeten Fischern und Bauern – und genau das schmeckt man.

Dazu kommt das beeindruckende Konzept des Restaurants. Der Abend beginnt mit einer interaktiven Tour über das Grundstück. An verschiedenen Stationen im Haus und dem Garten werden von der „Fire Brigade“ leckere kleine Häppchen, Austern mit Bloody Mary Eis und Cocktails gereicht, bevor es dann ins Restaurant zum eigentlichen Dinner geht – The Feast. Gegessen wird an großen Holztischen in familiärer Atmosphäre. Das besondere am Essen selbst ist, dass alle Gänge des Menüs auf offenem Feuer live vor den Gästen zubereitet und angerichtet wird. Beendet haben wir die fantastische Küchenparty dann mit einem weiteren Glas Nova 7 und Marshmellows am Lagerfeuer, dick eingemummelt in Decken unter dem atemberaubenden Sternenhimmel von Prince Edward Island.

Mit 125 CAD pro Person (inklusive Trinkgeld, exklusive Getränke) ist dieser Abend wirklich keinen Schnäppchen, aber ein einmaliges Erlebnis und definitiv jeden Cent wert.

Adresse: 758 Route 310, Fortune Bridge | Info: Das Fireworks Dinner findet in der Saison täglich statt. Vorherige Reservierung ist notwendig!

The Feast

The Feast

Weitere Tipps für tolle Restaurants auf PEI findest Du übrigens im PEI Flavours Culinary Trail Guide >>

Der Panmure Island Provincial Park

Absoluter Geheimtipp auf PEI ist für mich Panmure Island. Während die anderen Strände auf PEI eher beige oder rötlich erscheinen, erinnern die Strände auf Panmure Island eher an die Karibik, als an Kanada. Schneeweiß und tropisch kommen sie daher. Wenn Du der Strasse durch den Park folgst gelangst Du auf die Insel selbst und genießt vom Panmure Island Lighthouse, dem ältesten Holzleuchtturm der Insel, einen fantastischen Blick auf die Strände – der Ausblick ist eines der best gehüteten Geheimnisse der Insel.

Hier ist noch Natur pur und Ruhe ohne Ende angesagt. Nur einmal im Jahr, wenn die First Nations People ihr jährliches Pow Wow abhalten, dann ist hier die Hölle los. Ein Spektakel das man nicht verpassen sollte!

Panmure Island Lighthouse

Panmure Island Lighthouse

Panmure Island Lighthouse

Panmure Island Lighthouse

Panmure Island Lighthouse

Panmure Island

Panmure Island

Point Prim und der älteste Leuchtturm der Insel

Der älteste Leuchtturm auf Prince Edward Island ist allerdings das Point Prim Lighthouse und auch der einzige runde Leuchtturm aus Stein. Neben dem Leuchtturm ist der Hauptgrund Richtung Point Prim aufzubrechen allerdings das Chowder House. Die authentische Ostküsten-Küche des Restaurants ist legendär. Wie der Name schon verrät sollte man hier auf jeden Fall eine der megaleckeren Chowders probieren. Aber auch Muscheln, Austern und andere Meeresfrüchtespezialitäten werden hier serviert, bei schönem Wetter auf der Terrasse direkt am Meer.

Adresse: 2150 Point Prim Rd, Belfast


Tipp: Kostenlos Bargeld abheben in Kanada

Mit der kostenlosen DKB VISA Kreditkarte kannst du in Kanada und weltweit kostenlos Bargeld abheben.


Anreise nach Prince Edward Island

Wenn Du, so wie wir, mit dem Auto nach Prince Edward Island reist, gibt es zwei Möglichkeiten auf die Insel zu kommen, beziehungsweise runterzukommen.

Möglichkeit eins ist von New Brunswick kommend über die knapp 13 km lange Confederation Bridge, eine der längsten Brücken der Welt. Während die Fahrt nach PEI gratis ist, werden auf dem Rückweg dann 46.50 CAD fällig.

Confederation Bridge

Confederation Bridge

Möglichkeit zwei ist mit der Fähre von Caribou in Nova Scotia. Die Fahrt dauert etwa 75 Minuten. Die Fähren gehen je nach Jahreszeit drei bis neun Mal täglich. Die Anreise ist ebenfalls kostenlos. Die Rückfahrt nach Nova Scotia kostet 72 CAD.

Wir sind von New Brunswick aus mit unserem komfortablen kleinen Jeep von Auto Europe über die Confederation Bridge nach Prince Edward Island gefahren. Für den Rückweg haben wir die Fähre nach Caribou gewählt, um von dort aus unseren Roadtrip nach Cape Breton fortzusetzen.

Von mehreren Flughäfen in den USA und Kanada gibt es darüber hianus Flüge nach Prince Edward Island.

Die günstigsten Direktflüge findest Du hier >>

Die besten Reiseführer für Prince Edward Island

Was gute Reiseführer betrifft wird es bei einer Reise nach Ostkanada tatsächlich etwas schwierig. Wir hatten den Lonely Planet Nova Scotia, New Brunswick & Prince Edward Island dabei. Dieser ist wirklich super und vor allem aktuell, da er erst im April 2017 erschienen ist. Wir können diesen von ganzem Herzen empfehlen, allerdings gibt es diesen leider nur auf Englisch.

Ebenfalls gute Dienste hat uns der Moon Nova Scotia, New Brunswick & Prince Edward Island Travel Guide erwiesen. Auch dieser ist aber nur auf Englisch zu haben.

Auf Deutsch gibt es den Kanada, der maritime Osten Nova Scotia, New Brunswick, Newfoundland mit Labrador, Prince Edward Island, Québecs Gaspé und mit Montréal und Québec City Reiseführer. Leider ist dieser nicht so umfangreich wie der Lonely Planet.

Ganz frisch im September 2017 erschienen ist der Reiseführer Kanada, Der Osten von DuMont. Diesen haben wir selber nicht getestet. Da wir allerdings große Fans der DuMont-Reiseführer sind, können wir diesen grundsätzlich immer empfehlen.

Weitere Artikel über unseren Kanada Roadtrip, die Dich auch interessieren könnten 

Warst Du schon mal auf Prince Edward Island? Wo hat es Dir am besten gefallen? Hast Du vielleicht noch einen besonderen Tipp? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.


Bei unserem Roadtrip in Prince Edward Island wurden wir von Craghoppers und Auto Europe unterstützt. Vielen Dank dafür!

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