Sehenswertes, Kulinarisches und Schönes in London

Mit 13 schickten meine Eltern mich auf eine Sprachreise nach London und schon damals fand ich die Stadt sehr cool. Später, während meinem Studium in der Nähe von Leeds, habe ich auch ab und an mal einen Abstecher nach London gemacht. Seit dem hat sich viel verändert, aber noch immer finde ich die Stadt den absoluten Hammer. Irgendwie stehe ich einfach auf die schrillen, bunten, lauten und skurrilen Städte dieser Welt. Egal ob Bangkok, Berlin, New York, Paris, Barcelona, Singapur… Irgendwie fühle ich mich in den Metropolen dieser Welt zu Hause. London hat tolle Märkte, ist für mich ein absolutes Mekka zum shoppen und kulinarisch hat die Stadt, manch einer mag es nicht glauben, auch einiges zu bieten. Die klassischen Sehenswürdigkeiten in London, wie Big Ben, den Tower und den Buckingham Palace, sowie Westminster Abbey, sollte man mindestens einmal gesehen haben.

Die Tower Bridge

Die Tower Bridge

Ich möchte Dir allerdings heute meine Sehenswürdigkeiten in London von A bis Z, abseits der klassischen Touristenziele, zeigen. Insidertipps, Hoteltipps, aber vor allem kulinarische Tipps wirst Du in diesem Artikel finden, Reiseführer mit den klassischen Sehenswürdigkeiten in London gibt es schließlich genug.

Sehenswürdigkeiten in London von A bis Z

A wie Alternative London Tours

Alternative London Tours bietet coole Streetart Tours und Pub Tours, aber auch Workshops in der Gegend Brick Lane und Spitalsfield an. Die Touren finden zu Fuß oder mit dem Fahrrad statt und die Guides sind alle selbst aus der Graffiti Szene oder Illustratoren/Designer. Der beste Weg das East End Londons besser kennenzulernen.

Streetart in London

Streetart in London

B wie Brick Lane

Die Brick Lane ist eine der bekanntesten Strassen des Londoner East Ends. Sie gilt als das Herz der Bangladeshi Gemeinde und ist bekannt für sehr viele und sehr leckere Curry Restaurants und einen wundervollen Markt. In der Old Truman Brewery wird heut kein Bier mehr gebraut, dafür gibts hier über 250 Geschäfte, Restaurants, Take-aways und Langeweile kommt hier definitiv nicht auf. Außerdem gibt es hier verschiedene Märkte, den Sonntagsmarkt, einen Vintage Markt, the Boiler House Food Hall, the Tea Rooms und den Backyard Market, auf dem vor allem Arbeiten junger Künstler und Designer verkauft werden.

Die Märkte haben alle unterschiedliche Öffnungszeiten: aktuelle Infos dazu gibts hier.

C wie Camden Lock Village

Die Camden Markets, eine Ansammlung aus verschiedenen Märkten, befinden sich im Camden Lock Village. Das Village ist 7 Tage die Woche geöffnet und hier gibts alles von Filmen, Musik, Bilderrahmen, Geschenke, Bilder und Klamotten von jungen Designern, als auch Schmuck, dazu gibt es überall leckeres und gesundes Essen.

Camden Lock Market

Camden Lock Market

D wie Dishoom

Das Dishoom gibt es 3 Mal in London. Das Schönste ist, wie ich finde, das in Shoreditch. Im Dishoom wirst Du zurückversetzt in eines der typischen Bombay Cafés der 60er Jahre, die von iranischen Einwanderern geführt wurden.

Bereits zum Frühstück bekommst du hier leckere indische Spezialitäten. Abends solltest Du das Black House Daal probieren. Der Paneer & Mango Salat und das Roti sind der Hammer, aber auch alle anderen Gerichte sind unglaublich gut.

E wie Eating London Food Tours

Ein toller Food walk durch das Londoner East End. Gegessen werden traditionelle und moderne Gerichte auf Märkten, in Bäckereien, Pubs, Restaurants und kleinen Feinkostläden. Das beste Bacon Sandwich der Stadt gibts im Bread & Wine, im Androuet hast Du die Möglichkeit echten englischen Käse zu kosten, im Poppies gibts laut den Einheimischen die besten Fish & Chips der Stadt. Ein kulinarisches Erlebnis fernab des Massentourismus, so lernt man das wahre London kennen – durch das Essen. Dazu erfährst Du ganz viel über die Stadt und die Menschen und lernst das East End mit der coolsten Streetart Szene der Welt besser kennen.

F wie Fortnum & Mason

Das Fortnum & Mason ist ein Kaufhaus in der Piccadilly Street. Ein absolutes Highlight ist die Feinkostabteilung. Teuer aber ein Must-see für jeden Foodie!

G wie Ginstitute

Das Ginstitute ist das zweitkleinste Museum in London. Klein aber fein! Du erfährst hier eine ganze Menge über die Geschichte und die Herstellung von Gin und es gibt viele Bücher für tolle Cocktails mit Gin. Darüber hinaus kann man an einem Gin Tasting teilnehmen und seinen ganz eigenen Gin kreieren. Die Flasche mit dem eigenen Gin ist ein hübsches Andenken für Zuhause.

H wie Holland Park

Holland Park ist, wie ich finde, einer der schönsten Parks in London. Und hier herrscht wirklich absolute Ruhe, kaum vorstellbar, dass man immer noch mitten in London ist. Ganz besonders schön ist der Kyoto Garden, der in den 90ern für das Japanese Festival gebaut wurden.

I wie Islington

Sicher nicht der hippste Stadtteil Londons, aber wie ich finde ein sehr schöner und Heimat der Camden Passage. Hier findest Du viele Antik- und Trödelläden, aber auch Vintageklamotten, Grafiken und Drucke, sowie Fotografien von jungen Künstlern und leckere Biolebensmittel. Mittwochs und Samstags findet hier zusätzlich ein Antikmarkt statt.

Der Antikmarkt in Islington

Der Antikmarkt in Islington

J wie Juice & Public

Coole kleine Saftbar mit leckeren Snacks und fantatstischen gesunden Säften mitten in Soho.

K wie Kew Gardens

Die Kew Gardens, der älteste botanische Garten der Welt, mit wunderschönen alten viktorianischen Gewächshäusern, wie dem Palmenhaus. Im Temperate House, dem größten Gewächshaus in den Kew Gardens, wachsen wunderschöne Pflanzen aus Südafrika, Australien, Amerika , Neuseeland und Asien. Darüber hinaus gibt es mehrere kleinere Gewächshäuser, ein Alpine House, einen wunderschönen See, das Queen Charlotte Cottage, und den Kew Palace.

In den Kew Gardens

In den Kew Gardens

Einfach auf einer Parkbank sitzen, Londons Trubel ein paar Minuten vergessen und die Ruhe genießen – mit Blick auf die wunderschönen viktorianischen Gewächshäuser, den Bambusgarten, oder die chinesische Pagode.

L wie LDN Cru

Unweit des Earls Court, in einer ehemaligen Gin Destillerie, befindet sich die Weinkellerei LDN Cru. Londons erste urbane Weinkellerei, in der aus ausgesuchten Trauben von europäischen Produzenten, tolle Weine hergestellt werden. Du kannst hier Führungen machen und mehr über die Herstellung von Wein erlernen und natürlich auch probieren und das ganze ohne London zu verlassen.

M wie Maison Bertaux

Das Maison Bertaux ist eine Institution in Soho. Nicht nur weil es die Bäckerei bereits seit 1871 gibt, sondern vor allem wegen Michelle Wade, der Besitzerin. Sie gibt dem Laden eine ganz persönliche Note und häufig finden hier auch Ausstellungen von jungen Künstlern statt.

Hier wird heute noch wie vor 100 Jahren gebacken. Die leckeren Köstlichkeiten werden von Hand nach alten Rezepten und Traditionen zubereitet.

Ich weiß nie für was ich mich eigentlich entscheiden soll, die Kuchen, Quiches, Scones und Torten sind fantastisch! Unbedingt probieren: Pains au chocolat und die Birnen-Mandel-Törtchen!

N wie Notting Hill

Kein Geheimtipp, aber für mich immer noch eines der schönsten Viertel der Stadt.

Ich liebe die bunten Häuser, die Vintageläden und das Essen aus allen Ecken dieser Welt.

Außerdem ist Notting Hill Heimat von Books for Cooks. Für mich der 7. Himmel! Ein ganzer Laden nur mit Kochbüchern und glaub mir die Auswahl ist gigantisch. Zu dem Laden gehört auch eine Testküche, in der täglich ausgewählte Rezepte nachgekocht werden.

Der Travel Bookshop, ein toller Buchladen, in dem Du ausschliesslich Reiseführer und Bildbände findest, ist ein weiteres Highlight in Notting Hill. Der Laden war übrigens Vorbild für dem Film Notting Hill mit Hugh Grant.

Notting Hill

Notting Hill

O wie Olde Goa

Hier wird absolut authentische Küche aus Goa direkt vor Deinen Augen gekocht und das Beste ist, Du kannst die fantastischen Currypasten und Gewürze auch noch mit nach Hause nehmen und die leckeren Gerichte zuhause nachkochen.

P wie Portobello Road Market

Wahrlich kein Insidertipp, aber ich liebe den Portobello Road Market, genauso sehr wie ich eben Notting Hill liebe. Die Portobello Road geht einmal durch ganz Notting Hill und jeden Wochentag findet hier ein toller Lebensmittelmarkt statt. Bekannt ist die Portobello Road aber vor allem für seinen Samstagsmarkt, an dem Antiquitäten und Secondhand Klamotten verkauft werden. Und auch wenn der Markt heute sehr bekannt ist, findet man immer noch Schätze, man muss eben etwas feilschen.

Vintageladen in der Portobello Road

Vintageladen in der Portobello Road

Q wie Qbic Hotel

Ein cooles und noch dazu, für Londoner Verhältnisse, günstiges Boutique Hotel, nur 10 Minuten von Shoreditch. Das Frühstück kostet Aufpreis. Ob man dies wirklich nimmt muss jeder selber entscheiden, ich gehe lieber in einem der tollen Cafés der Stadt frühstücken, so kann ich jeden Tag etwas Neues entdecken.

R wie Rock & Sole Plaice

Eine Institution seit 1871 und bis heute der beste Fish & Chips Lokal in London. Direkt im Covent Garden, dadurch leider auch immer sehr voll und kein Insidertipp mehr, aber unglaublich lecker!

S wie St. Christopher’s Place

Ein Shopping Highlight auf der Oxford Street im West End. Tolle Geschäfte und Boutiquen, etwas teurer, sehr hip, aber „so London Style“. Dazu gibts ein bisschen Kunst, einige schöne Geschenkläden und tolle Restaurants und Cafés. Leckeren Kaffee gibts bei „The Workshop“.

Leckeres Gebäck

Leckeres Gebäck

Kuchen

…und wunderschöne Torten

T wie The Hummingbird Bakery

Das Anstellen ind er langen Schlange lohnt sich! Hier gibts die besten Cupcakes der Stadt!

U wie Udderlicious Ice Cream

Super leckeres Bio-Eis gibts auf der Upper Street in Islington und das Design des Ladens ist ebenfalls sehr cool. Neben klassischen Sorten, wie Schokolade oder Cookies & Cream, gibts auch leckeres Fruchtsorbet und exotischere Sorten wie Kürbis- oder salziges Karamelleis.

V wie Victoria and Albert Museum

Das V&A in Kensington ist Heimat der weltgrößten Sammlung von Kunstgewerbe und Design.

Hier findest Du alles, von frühchristlichen Devotionalien, bis hin zu Doc Marten’s und Mystischem aus Südostasien, dazu viele tolle Skulpturen und alte Teppiche. Hier kann man gut einen ganzen Tag verbringen und die Zeit komplett vergessen.

W wie Wallace Collection

Die Kunstsammlung von Sir Richard Wallace im Hertford House in Westminster. Der Eintritt ist frei. Neben den Kunstwerken vom Rubens, Gainsborough und van Dyck hat mich vor allem das Haus an sich total beeindruckt, die Räume sind hinreißend dekoriert und mit viel Liebe zum Detail gestaltet.

X wie „Ich habe keine Ahnung…“

Y wie Yumchaa Tea Shop

Ein fantastischer kleiner Teeladen in Soho. Teebeutel wirst Du hier nicht finden, aber unglaublich leckeren frischen Tee. Die Auswahl ist riesig und Du kannst alle Sorten im dazugehörigen Teesalon kosten. Neben grünem, schwarzen und Rooibos Tee, findest Du hier auch ausgefallene Sorten wie „Chilli Chilli Bang Bang“. Dazu gibts hier leckeren glutenfreien Schokokuchen und andere Snacks.

Z wie Zaibatsu

Von Außen unscheinbar, sauber aber nicht weiter einladend oder auffällig, aber das beste japanische Restaurant in London.

Das Sushi und Sashimi ist köstlich, aber auch die Chicken Gyoza oder die House Dynamite fried Noddles sind super lecker.

Sushi im Zaibatsu

Sushi im Zaibatsu

Der Service ist super. Bier, oder Wein kannst Du selber mitbringen.

Na, einige Gründe dabei, um mal wieder einen Städtetrip nach London zu machen? Habe ich irgendwelche interessanten Sehenswürdigkeiten in London vergessen? Schreib mir doch Deine Insidertipps in die Kommentare!

Mit diesem Blog Post nehme ich am CityBlogAward von Only-apartments, Vueling und Travel on Toast teil.

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