Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Skopje + echte Geheimtipps

Nach Skopje und ganz generell nach Nordmazedonien verirren sich nur selten westliche Touristen. Aus diesem Grunde ist Skopje auch nicht für Touristen ausgelegt, doch kann man hier ganz wunderbar in das Leben der Einheimischen eintauchen und die Stadt mit all ihren Facetten kennenlernen – und davon hat Skopje viele.

In den meisten Städten der Welt lässt sich die Geschichte der Stadt an den Fassaden der Häuser ablesen, auch in Skopje, aber anders als man denkt. Skopje ist geprägt von prunkvollen, geradezu monumentalen barocken und neo-klassizistischen Bauten und Statuen – Statuen über Statuen, soweit das Auge reicht. All diese prunkvollen Gebäude und Statuen stammen jedoch nicht aus früheren Zeiten, wie es zunächst erscheinen mag. Sie alle wurden im Zuge des umstrittenen städtebaulichen Projektes « Skopje 2014 » errichtet. Sie wirken zum Teil schon ein bisschen skurril und übertrieben prunkvoll, was Skopje international auch den zweifelhaften Titel « Kitschhauptstadt » eingebracht hat.

Im Kontrast dazu stehen die osmanisch geprägte Altstadt mit ihren Restaurants, Teehäusern, Geschäften und Moscheen, aber auch die sozialistischen Plattenbauten und die typisch grauen, brutalistischen Gebäude, die aus den Zeiten des Kommunismus stammen. 

Die Architektur in Skopje ist mehr als skurril und doch faszinierend. Die Mazedonier sind ausgesprochen herzlich, das mazedonische Essen fantastisch und zudem ist eine Reise nach Nordmazedonien auch noch ausgesprochen günstig. Wenn Du noch mehr Gründe für eine Städtereise nach Skopje brauchst, ließ Dir den folgenden Artikel durch. Darin verrate ich Dir alles über die schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, empfehle Dir meine liebsten Restaurants und Unterkünfte in Skopje und ein paar allgemeine Infos gibt es auch noch dazu.

Allgemeine Infos über Skopje

Mit mehr als einer halben Million Einwohner ist Skopje die größte Stadt Nordmazedoniens und auch die Hauptstadt des kleinen Binnenstaates, der an Serbien, Bulgarien, Griechenland, Albanien und den Kosovo grenzt.

Skopje gilt als eine der skurrilsten Hauptstädte Europas, was vor allem an dem umstrittenen Bauprojekt « Skopje 2014 » liegt. Unter diesem Namen wollte die damalige Regierung unter Ministerpräsident Nikola Gruevski die Innenstadt von Skopje aufwerten und hat bis 2014 ganze 25 neo-klassizistische und barocke Bauwerke sowie rund 130 Denkmäler und Statuen im Stil historischer europäischer Hauptstädte im Herzen der Stadt erbaut. Sie prägen heute das Stadtbild. 

Einige der Gebäude wurden jedoch bis heute nicht fertiggestellt und werden nicht genutzt, da während des Baus die Regierung wechselte und die neugewählte Regierung das Projekt, das bis zu diesem Zeitpunkt bereits über 680 Millionen Euro verschlungen hat, nicht unterstützt.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Skopje

1. Der Makedonija Square 

Der zentrale Makedonija Square bildet das Herz der Stadt. Der größte öffentliche Platz Nordmazedoniens steht wie kein anderer für den Wandel in Skopje. Er schlägt die Brücke zwischen dem osmanisch geprägten Norden und dem modernen Süden, der nach dem Erdbeben neu entstanden ist. Der Platz ist jedoch auch von nationaler Bedeutung, denn genau dort rief Kiro Gligorov, der erste Präsident Nordmazedoniens, am 8. September 1991 die Unabhängigkeit von Jugoslawien aus.

Majestätisch thront auf diesem Platz heute die überdimensional große Statue « Krieger auf dem Pferd », die dem mazedonischen Nationalhelden Alexander dem Großen gewidmet ist. Die mehr als 22 Meter hohe Statue ist Teil eines ebenso überdimensionierten Brunnens, der von Löwenstatuen gesäumt ist. Beides entstand im Rahmen des Projektes « Skopje 2014 », wie auch die vielen weiteren Statuen und Brunnen in der Stadt. Rings um den Platz finden sich zahlreiche Cafés, Restaurants, internationale Hotels und Geschäfte.

2. Die Steinbrücke

Nur ein paar Schritte sind es vom Makedonija Square zum Fluss Vardar, der sich durch Skopje schlängelt. Die wohl bekannteste Brücke über den Fluss ist die Steinbrücke (Kamen Most), eine historische Bogenbrücke aus dem 15. Jahrhundert, die die moderne Neustadt von Skopje mit der osmanischen Altstadt (Carsija) verbindet und ein Symbol der Einheit zwischen den verschiedenen Seelen der Stadt bildet.

Die Steinbrücke wurde unter der Schirmherrschaft des Sultans Mehmed II. dem Eroberer zwischen 1451 und 1469 auf den Fundamenten einer antiken römischen Brücke errichtet. Sie ist eines der wenigen Bauwerke in Skopje, das mehrere Kriege und Erbeben überstanden hat.

Mein Tipp: Von der Steinbrücke genießt man einen tollen Panoramablick auf den Makedonija Square und den Hausberg Vodno, auf dem das « Kreuz der Jahrtausendwende » thront.

3. Das Hipster-Viertel Debar Maalo 

Rund 15 Minuten sind es zu Fuß vom Makedonija Square in das Bohème- und Hipster-Viertel Debar Maalo, das oft auch als das « kleine Montmartre » von Skopje bezeichnet wird. In Debar Maalo findest du viele stylishe Cafés, Bars und kleine traditionelle Kaftans (Tavernen).

4. Der Alte Basar

Der Alte Basar befindet sich in der osmanisch geprägten Altstadt von Skopje und ist nach Istanbul der zweitgrößte osmanische Basar auf der Balkanhalbinsel und einer der ältesten Marktplätze des Balkans.

Neben unzähligen kleinen Geschäften, in welchen Schmuck, feine Stoffe, Lederwaren und vieles mehr verkauft werden, findet man in den bunt geschmückten Gassen des Stara Carsija aber auch Moscheen, Barber Shops, türkische Teehäuser und viele kleine Restaurants, in denen man in die authentische Küche Nordmazedoniens eintauchen kann. Hier treffen sich die Einheimischen zum Plausch und wenn der Muezzin zum Gebet ruft, werden die Gebetsteppiche einfach in den kleinen Gassen ausgebreitet.

5. Die Festung Kale

Die Festung von Skopje (Skopsko Kale, im Volksmund meist nur Kale genannt) befindet sich nur einen kurzen Spaziergang entfernt vom Basar auf einem Hügel. Die steinerne Festung aus dem 6. Jahrhundert ist der Geburtsort von Skopje, gleicht heute allerdings eher eine Ruine. Die Natur hat sich die Festung größtenteils zurückerobert, doch die Grundmauern, einige Wachtürme und Tore stehen noch und die Festung gilt als Wahrzeichen der Stadt.

Von den restaurierten Festungsmauern genießt man einen großartigen Blick über Skopje, die offenen Ausgrabungsstätten, den Fluss Vardar und den im Hintergrund aufragenden Berg Vodno.

6. Das Mutter-Teresa-Gedenkhaus

Das Mutter-Teresa-Gedenkhaus ist dem Leben und Wirken von Mutter Teresa gewidmet, die 1910 in Skopje geboren wurde und ihm Jahre 1979 den Friedensnobelpreis erhielt. Das markante Gebäude liegt direkt an der belebten Fußgängerzone Makedonija Street und ist schon von außen ein Highlight, da es außergewöhnliche moderne Architekt mit traditionellem Baustil verknüpft.

Im Inneren befindet sich ein kleines Museum mit persönlichen Gegenständen von Mutter Teresa sowie Fotos und Dokumente, die die Lebensgeschichte der Ordensschwester erzählen.

Adresse: Macedonia St 1000, Skopje 1000 | Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10.00 – 18.00 Uhr| Eintritt: frei

7. Die Porta Macedonia

Was für den Franzosen der Arc de Triomphe in Paris ist, ist für den Mazedonier die Porta Macedonia in Skopje. Im Gegensatz zu seinem französischen Pendant wurde der Triumphbogen in Skopje allerdings 2012 im Rahmen des Skopje 2014-Projekts fertiggestellt und ist auch nur halb so hoch wie der in Paris.

Der strahlend weiße Triumphbogen steht am Pella Square und markiert den Eingang zum zentralen Makedonija Square. Die aufwendigen Reliefs, die den Bogen zieren, zeigen wichtige Szenen aus der mazedonischen Geschichte. Im Inneren des Bogens gibt es außerdem einen Aufzug, der Dich zu einer Aussichtsplattform auf dem Dach bringt, von der Du einen tollen Blick auf den Makedonija Square genießt.

8. Das Stadtmuseum Skopje

Das kostenfreie Museum, das den Namen « Stadt Skopje » trägt, befindet sich in einem ehemaligen Bahnhofsgebäude. Auf mehreren Stockwerken finden sich darin Ausstellungsräume, in welchen gezeigt wird, wie Menschen in der Region über Jahrhunderte gelebt und ihre Traditionen gepflegt haben.

Das kastige, sandfarbene Gebäude an der Kreuzung zur Macedonia Street wurde 1949 errichtet und überstand das verheerende Erdbeben von 1963, welches die Stadt grundlegend verändert hat. Noch heute steht in der Eingangshalle eine Uhr, die eine besondere Geschichte erzählt und an den Moment erinnert, der die Stadt verändert hat. Die Zeiger der ehemaligen Bahnhofsuhr blieben nämlich am 26. Juli 1963 um genau 5.17 Uhr stehen. Dies war der Moment, als das Erbeben die Stadt erschütterte und weite Teile fast vollständig zerstörte.

Adresse: Bul. Kuzman Josifovski Pitu bb, Skopje 1000 | Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 9.00 – 17.00 Uhr | Eintritt: frei

9. Das Postamt von Skopje

Das Postamt von Skopje ist ein weiteres Beispiel für eigenwillige Architektur. Das Gebäude der Zentralna Posta ist ein Paradebeispiel für die brutalistische Architektur, die aus Zeiten des Kommunismus stammt. Runde Formen treffen hier auf grauen Beton und irgendwie hat das futuristische und bizarr anmutende Gebäude etwas von einem gerade gelandeten Ufo.

10. Der Hausberg Sredno Vodo

Weithin und eigentlich in ganz Skopje sichtbar ist « das Kreuz der Jahrtausendwende »  – das Gipfelkreuz auf dem 1066 Meter hohen Sredno Vodo, dem Hausberg von Skopje. 

Wer möchte, kann den Berg in rund 1,5 Stunden zu Fuß erklimmen. Wem das zu anstrengend ist, nimmt einfach die Seilbahn, um den Ausblick vom Berggipfel Krstovar zu genießen und das 77 Meter hohe Milleniumskreuz – eines der Wahrzeichen von Skopje – zu bewundern.

Info

Die Seilbahnmittelstation Sredno Vodo erreichst Du vom Busbahnhof in Skopje mit dem Bus Nr. 25. Bustickets kann man am JSP-Kiosk vor Ort kaufen. Die Fahrt kostet 35 Denar pro Person. Von der Mittelstation bringt Dich die Seilbahn (Millennium Cross Cable Car) direkt zum Gipfel. Das Ticket für Hin- und Rückfahrt kostet rund 2 Euro. Die Seilbahn ist allerdings montags und jeden letzten Dienstag im Monat geschlossen.

Die schönsten Touren & Aktivitäten in Skopje

Die besten Restaurants und Cafés in Skopje

Die Küche Nordmazedoniens ist so vielfältig wie ihre Bewohner und spiegelt die Vielfalt des Landes wieder. Die Küche ist von griechischen, türkischen und slawischen Einflüssen geprägt. Generell ist die mazedonische Küche fleischlastig und es wird wie in den meisten Balkanstaaten gerne gegrillt. So finden sich auch in Nordmazedonien Pljeskavica (ein großer, flacher Fleischfladen, der häufig auch gefüllt serviert wird) und Cevapcici auf der Speisekarte. Dazu gibt es das Paprika-Auberginenpüree Ajvar und Shopska Salat. Gerne werden auch gefüllte Paprika (Polneti Piperki) und Kohlrouladen (Sarma) gegessen, sowie der Bohneneintopf Tavce Gravce, der im Tontopf serviert wird.

Auch traditionelle türkische Gerichte wie Kebab und Börek sind weit verbreitet, genauso wie die griechische Moussaka.

  • Leckere und traditionelle mazedonische Spezialitäten isst man im Skopski Merak.
  • Traditionelle mazedonische Spezialitäten und Live-Musik in gemütlicher, rustikaler Atmosphäre gibts im familiären Dva Elena.
  • Ausgezeichneten Kaffee gibt es im Drip Coffee Skopje.

Die schönsten Unterkünfte in Skopje

  • Sauber und gepflegt sind die etwas außerhalb des Stadtzentrums gelegenen Villa Diana Apartments und die Besitzer Diana und Alexander sind zauberhafte Gastgeber. Jeden Morgen wird ein ausgezeichnetes Frühstück serviert.
  • Modern und zentralgelegen sind die Luka Apartments im ikonischen Flatiron Building.
  • Stylish eingerichtet sind die Zimmer in der 5 Kilometer vom Zentrum entfernten The Hunter’s Lodge Kamnik. Darüber hinaus gehört zum Hotel ein ausgezeichnetes Restaurant.

Gut zu wissen

Anreise nach Skopje

Anreise mit dem Auto oder Wohnmobil

Wenn Du mit dem Auto oder Wohnmobil nach Nordmazedonien fährst, benötigst Du bei der Einreise neben einem gültigen Personalausweis oder Reisepass auch Deinen Führerschein, den Fahrzeugschein und die Grüne Versicherungskarte, die das Länderkürzel NMK bzw. MK ausweist. Alle Unterlagen werden an der Grenze überprüft.

Zudem gibt es in Mazedonien wie in den meisten Ländern auf dem Balkan offiziell eine Meldepflicht, heißt Du musst Dich spätestens nach 24 Stunden bei der Polizei registrieren lassen. Hotels und Campingplätze übernehmen dies zumeist für Dich, du solltest Dich darauf aber nicht verlassen. Die Realität sieht so aus, dass es die Polizei wirklich nirgends auf dem Balkan interessiert hat und wir jedes Mal, wenn wir gefragt haben, ob wir uns registrieren können, als Antwort erhielten, dass das nicht nötig sei.

Auf den Autobahnen gibt es in Nordmazedonien eine streckenabhängige Maut, die bar in Denar oder Euro oder mit Karte bezahlt werden kann. Die Kosten für Teilstrecken liegen bei etwa 2,50 bis 5,30 Euro.

Wenn Du mit dem eigenen Auto nach Skopje reist, ist es jedoch äußerst schwierig, in der Stadt einen Parkplatz zu finden. Die meisten Parkplätze sind Anwohnern vorbehalten oder man darf nur kurze Zeit dort parken. Empfehlenswert ist es, sein Fahrzeug auf einem kostenpflichtigen überwachten Parkplatz zu parken.

Flug nach Skopje

Der internationale Flughafen in Skopje (SKP) wird ab Frankfurt von der Lufthansa direkt angeflogen. Darüber hinaus fliegt Wizzair von mehreren Flughäfen in Deutschland direkt nach Skopje.

Mit dem Bus vom Flughafen Skopje in die Stadt

Es gibt einen Shuttlebus, der Dich in 20 – 30 Minuten vom Flughafen direkt in die Innenstadt von Skopje bringt. Die Fahrt kostet 199 MKD (etwa 3,20 Euro). Tickets kann man am Ticketschalter im Ankunftsbereich oder direkt beim Busfahrer kaufen.

Mit dem Taxi vom Flughafen Skopje in die Stadt

Mit dem Taxi benötigst Du ebenfalls 20 – 30 Minuten in die Stadt. Diese bringen Dich zu einem Festpreis von umgerechnet etwa 25 Euro nach Skopje. Die aktuellen Preise stehen auf einer großen Tafel direkt am Taxistand.

Fortbewegung in Skopje

Klein ist Skopje nicht, jedoch sind fast alle Sehenswürdigkeiten der Stadt gut zu Fuß erreichbar. Zum Vodno Berg fährt der Bus Nr. 25, der am Wochenende und an Feiertagen sogar kostenlos ist. Unter der Woche kostet die Fahrt ein paar Cent.

Bezahlen in Skopje

Die offizielle Währung in Nordmazedonien ist der Mazedonischer Denar (MKD). Geld zu wechseln kannst Du Dir aber eigentlich sparen, denn der Euro – am besten in kleinen Scheinen – wird in Nordmazedonien sehr gerne genommen. Häufig bekommst Du das Wechselgeld dann in Mazedonischen Denar. Darüber hinaus kannst Du an den meisten Orten in Skopje mit Kreditkarte bezahlen.

Verständigung in Skopje

Die Amtssprachen sind in Nordmazedonien Mazedonisch und Albanisch. In Skopje kommst Du mit Englisch aber überall zurecht. In fast allen Restaurants gibt es eine englischsprachige Karte und an Museen und anderen Sehenswürdigkeiten findest Du alle Infos in der Landessprache in kyrillischer Schrift, aber auch auf Englisch.

Beste Reisezeit Skopje

Die beste Reisezeit für eine Städtereise nach Skopje sind die Monate April bis Juni sowie September und Oktober.

Im Frühling sind die Temperaturen mild, aber es ist noch nicht so heiß wie in den Sommermonaten in welchen die Temperaturen in Skopje oft weit über 30 °C steigen.

Im September und Oktober sind die Temperaturen ebenfalls mild, im Vergleich zu den Wintermonaten ist es jedoch noch trocken. Im Winter wird es in Skopje sehr frostig, grau und nass.

Die besten Nordmazedonien Reiseführer

Warst Du schon mal in der nordmazedonischen Stadt Skopje? Wie hat Dir die skurrile Stadt gefallen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

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Nina | Reisehappen Food- und Reiseblog
Nina

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