Mein Rezept für das ligurische Nationalgericht: Trofie mit Bohnen, Kartoffeln und Pesto

Trofie alla genovese ist ein Pasta-Klassiker aus Ligurien und das Nationalgericht der italienischen Küstenregion im Nordwesten Italiens. Selbst gemacht schmeckt das Nudelgericht himmlisch gut und lässt sich zudem ganz schnell und einfach zubereiten. Damit die ligurischen Pasta und ganz besonders das Pesto genovese gelingen solltest Du bei der Zubereitung jedoch einige Dinge beachten. Welche das sind, erkläre ich Dir im Folgenden.

Was sind Trofie?

Trofie oder auch Trofiette sind eine Nudelspezialität aus der ligurischen Küche. Die gedrehten und an den Enden spitz zulaufenden Pasta werden aus Hartweizengrieß und Wasser zubereitet. Der Name der Nudeln geht auf das Wort strofissià zurück, das dem Genueser Dialekt entstammt und auf die scheuernde Bewegung der Hände beim Formen der Pasta hinweist. Traditionell werden Trofie mit Rinderfiletspitzen oder mit Kartoffeln, Bohnen und Pesto genovese serviert.

Was ist Pesto?

Das Wort Pesto kommt vom italienischen Wort pestara, was so viel wie zerstampfen bedeutet. Die Zutaten für ein Pesto werden also nicht gekocht, sondern nur zerstampft. Anschließend serviert man das Pesto in der italienischen Küche dann mit Pasta. 

Das traditionelle Pesto ist das Pesto genovese, das aus Ligurien stammt. Pesto genovese – Genueser Pesto – besteht ausschließlich aus Genueser Basilikum, Nativem Olivenöl extra, Parmigiano Reggiano, Pecorino DOP Typ fiore sardo aus Sardinien, Pinienkernen, Knoblauch und Salz. Alle Produkte, die nicht diese 7 Originalzutaten enthalten, werden als Pesto alla genovese, Pesto verde oder Pesto al basilico bezeichnet und haben mit einem Original Pesto genovese so gar nichts zu tun. Zwar ist die Zubereitung ein wenig Arbeit, doch lohnt sich die Mühe – denn der Geschmack ist einmalig.

So gelingt das Pesto

Entscheidend bei der Zubereitung des Pesto genovese ist die schnelle und kühle Verarbeitung der Zutaten, sonst oxidiert das Pesto und verliert ganz schnell seine schöne knallgrüne Farbe und den herrlich frischen Geschmack. 

Daher bereiten Italiener das Pesto traditionell auch von Hand in einem Mörser aus Granit zu. Bei dieser traditionellen Herstellung bleiben alle Zutaten kühl. 

Wer nicht so viel Muskelkraft und Geduld aufbringt und mit einem Stabmixer arbeiten möchte, sollte darauf achten, dass alle Zutaten kühl und vorher schon gut zerkleinert sind sodass, sie schnell verarbeitet werden können. Die Zutaten dürfen nicht zu lange püriert werden.

Originalrezept für ligurische Pasta mit Bohnen, Kartoffeln und Pesto

Mein Rezept für das ligurische Nationalgericht: Trofie mit Bohnen, Kartoffeln und Pesto

Ligurische Pasta mit Bohnen, Kartoffeln und Pesto

Mein schnelles und einfaches Rezept für das ligurische Nationalgericht Trofie alla Genovese – ligurische Pasta mit Bohnen, Kartoffeln und Pesto.
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Vorbereitung 20 Minuten
Zubereitung 20 Minuten
Gesamtzeit 40 Minuten
Gericht Pasta, Nudelgerichte
Küche Italien
Portionen 4 Personen
Kalorien 740 kcal

Benötigte Küchenutensilien

Zutaten
 

Für das Pesto genovese:
  • 4 Bund Basilikum (aus Genua D.O.P.)
  • 30 g Pinienkerne
  • 60 g geriebener Parmigiano Reggiano
  • 40 g geriebener Pecorino (Fiore Sardo)
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 10 g grobes Meersalz
  • 60 - 80 ml Natives Olivenöl extra
Für die ligurischen Pasta:
  • 500 g Trofie
  • 1 rote Zwiebel
  • 150 g Prinzessbohnen
  • 7 Frühkartoffeln
  • 50 ml Natives Olivenöl extra
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • frisch geriebener Parmigiano Reggiano (zum Servieren)

Zubereitung
 

Zubereitung Pesto genovese
  • Zunächst das Basilikum waschen und die Blätter zum Trocknen auf ein Geschirrtuch legen.
  • Dann den Knoblauch abziehen und zusammen mit den Pinienkernen im Mörser zerstampfen, bis eine Creme entstanden ist. Nun das Meersalz und das Basilikum hinzugeben und weiter stampfen.
  • Wenn das Basilikum beginnt, eine leuchtend grüne Flüssigkeit abzugeben, den Käse und das Olivenöl hinzugeben und das Ganze mit dem Stößel zu einer homogenen Paste zerkleinern.
    Italienisches Rezept für ligurische Pasta mit Bohnen, Kartoffeln und Pesto
Zubereitung ligurische Pasta
  • Zunächst in einem kleinen Topf die Frühkartoffeln mit Wasser zum Kochen bringen. Etwas Salz hinzufügen und die Kartoffeln garen.
  • Sind die Kartoffeln gar: abtropfen und abkühlen lassen. Anschließend die Kartoffeln in mundgerechte Stücke schneiden.
    Italienisches Rezept für ligurische Pasta mit Bohnen, Kartoffeln und Pesto
  • Während die Kartoffeln kochen, die rote Zwiebel abziehen und fein würfeln. Die Prinzessbohnen waschen, die Enden abschneiden und die Bohnen halbieren.
  • Dann die Bohnen in einem kleinen Topf mit kochendem Wasser für ca. 4 Minuten blanchieren. Sie sollten noch Biss haben. Anschließend die Bohnen abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und beiseitestellen.
    Italienisches Rezept für ligurische Pasta mit Bohnen, Kartoffeln und Pesto
  • Für die Trofie Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und die Pasta nach Packungsanweisung al dente garen. Die Nudeln abtropfen lassen, aber etwas Nudelwasser beiseitestellen.
  • Während die Trofie garen, das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Kartoffeln leicht anbraten. Dann die Zwiebeln und die Bohnen hinzugeben und ebenfalls kurz anbraten.
    Italienisches Rezept für ligurische Pasta mit Bohnen, Kartoffeln und Pesto
  • Nun die Nudeln und das Pesto genovese unter das Gemüse mischen. Wenn die Nudeln zu trocken sind, noch etwas Nudelwasser dazu geben.
  • Alle Zutaten gut vermengen und die ligurischen Pasta mit Parmesan servieren.

Mein Tipp

Wenn man nicht das ganze Pesto verwendet, kann man dieses auch ganz wunderbar im Kühlschrank über längere Zeit aufbewahren. Dazu solltest du das Pesto in ein Weckglas geben und mit einer Schicht Olivenöl gut bedecken.
Weitere leckere Pastarezepte aus Italien:
Weitere köstliche Pastarezepte aus Italien findest Du in diesem Kochbuch:

Hast Du das ligurische Nationalgericht Trofie alla genovese schon mal probiert? Wie haben Dir die ligurischen Pasta geschmeckt? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

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Nina | Reisehappen Food- und Reiseblog
Nina

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