5 Bücher, die mich auf den letzten Reisen begleitet haben

Vor einiger Zeit habe ich Dir bereits meine 5 Bücher gegen Fernweh vorgestellt. Toller Lesestoff, wenn man gerade keine Zeit, kein Geld oder sonstige Gründe hat, warum man nicht Reisen kann. Ok Du läufst vielleicht Gefahr, dass Dein Fernweh danach noch größer ist! Häufig finde ich leider nur wenn ich unterwegs bin Zeit zu lesen. Nun in Malaysia angekommen ist es endlich wieder Zeit für gute Bücher. Bereits Daheim habe ich mir einige Bücher, die ich gerne lesen möchte, auf meinen Kindle heruntergeladen. Und nun schmökere ich am Flughafen, im Flugzeug, am Strand und in Cafés in meinen neuesten Errungenschaften. Übrigens lese ich Daheim nie auf dem Kindle, nur „richtige“ Bücher. Ich liebe Bücher einfach und das sieht man auch an den vollgestopften Bücherregalen in unserem Wohnzimmer. Auf Reisen bevorzuge ich allerdings die Kindle-Versionen, da ich mit leichtem Gepäck reisen möchte. Einige meiner Lieblingsbücher, die ich auf meinen letzten Reisen gelesen habe, möchte ich Dir heute vorstellen. Es folgt eine kunterbunte Auswahl an unterhaltsamen Romanen, klassischer Literatur und spannenden Biographien. Perfekter Lesestoff für den Urlaub!

Lesestoff für den Urlaub: 1. Boarderlines von Andreas Brendt


Boarderlines ist die Geschichte eines pflichtbewussten BWL-Studenten, der gute Aussichten auf einen erstklassigen Job hat. Und dann kommt alles anders, Andi nimmt seine kompletten Ersparnisse und bricht auf ins Ungewisse, nach Asien.

Auf Bali beginnt Andi zu surfen und entdeckt seine große Leidenschaft. Wellenreiten verändert sein ganzes Leben.

Er kämpft mit sich, ob er nun der großen Managerkarriere nachgehen soll, oder einfach seinem Bauchgefühl folgen soll und seiner Leidenschaft dem Wellenreiten. Um diese Frage zu beantworten und seinen Weg zum persönlichen Glück zu finden braucht Andi 10 Jahre. Er erlebt viele Abenteuer, lernt ferne Länder kennen, surft die besten Wellen der Welt und hat Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen.

Ein außergewöhnliches Buch über einen Kerl der den Weg zum persönlichen Glück und den Sinn des Lebens sucht. Aber auch ein Buch über tiefe Freundschaften, die Liebe und der immer währenden Sehnsucht nach neuen Abenteuern. Gefühle mit denen ich selbst zutiefst vertraut bin und ein Buch, das mich sehr inspiriert hat.

Ein netter Bonus: Beim Kauf des Buches kannst Du Dir die Ebook Version zusätzlich kostenlos herunterladen.

Lesestoff für den Urlaub: 2. Fight Club von Chuck Palahniuk


Den Film kennt wohl Jeder, oder sollte zumindest Jeder kennen, denn er ist ein absoluter Klassiker und noch immer einer meiner Lieblingsfilme.

Das Buch, das als Vorlage für den Film diente, kennen dagegen die Wenigsten. Obwohl das Buch noch viel besser ist als der Film. Es ist genial!

Der 30-jährige Protagonist, der in einer Ikea-möblierten Wohnung lebt, und einen schlecht bezahlten Job hat ist Einer von Vielen. Ein Namenloser in einer großen Stadt, in einer großen Masse.

Doch er leidet darunter, alles ist für ihn sinnlos und leer und bereitet ihm schlaflose Nächte. Er möchte endlich wieder fühlen und leben und besucht aus diesem Grund eine Selbsthilfegruppe. Doch leidet er so stark unter der Frage nach dem Sinn der Lebens und seinem Sein, dass er eine gespaltene Persönlichkeit ausbildet. Sein zweites Ich, Tyler Durden, lebt das Leben, welches er sich immer gewünscht hat. Er lebt ohne Rücksicht auf Andere, nur nach den eigenen Prinzipien und ist Mitglied im Fight Club. Hier zählt nur der archaische Kampf Mann gegen Mann.

Trägt die Gesellschaft die Schuld an einer Generation ohne Ziele und Sinn, zufrieden mit einem Leben in Mittelmäßigkeit? Oder ist das einfach die Welt, die wir uns selber geschaffen haben? Möchten wir zurück in ein mittelalterliches Leben wie im Traum des Protagonisten? Das sind die Fragen die der Autor mit diesem Buch aufwirft. Eine anarchistische Welt ist wohl keine Lösung, aber gibt es diese überhaupt?

Lesestoff für den Urlaub: 3. Das Leben ist ein wildes Tier: Wie ich die Gefahr suchte und mich selber fand von Carsten Stormer


Das Leben ist ein wildes Tier: Wie ich die Gefahr suchte und mich selber fand ist die Biographie von Carsten Stormer, ein Reporter den ich das erste Mal in irgendeiner Talkshow sah und vom ersten Moment an tief beeindruckt war von diesem Mann.

Carsten Stormer liebt die Extreme, man könnte fast sagen er sucht die Gefahr, in dem er an Orten lebt, die jeder normale Mensch meiden würde: Krisengebiete wie Darfur, Afghanistan oder Irak. Er war wirklich in allen Ländern, die in den letzten Jahren in den Medien erschienen, wenn es um Krieg und großer Leid ging.

Auch Kambodscha war eines dieser vielen Ländern, doch hat eine tragische Begegnung in diesem Land sein Leben verändert. Er fand auf einem verminten Feld ein schwer verletztes Mädchen, dessen Schwester kauerte daneben, die Mine hatte sie an den Augen verletzt und sie war blind. Diese Begegnung hat Carsten Stormer zutiefst schockiert, aber auch wütend gemacht. Wütend, dass niemand von dieser Geschichte erfahren würde. Und so hat er es sich zur Aufgabe gemacht, von all dem Leid, das Menschen in der ganzen Welt angetan wird, zu berichten. Damit die Menschen das Leid sehen und nichts in Vergessenheit gerät.

Keine leichte Kost, ich musste doch mehrmals heftig schlucken, beim Lesen dieses Buches.

Ein toller Reporter, der Bilder schildert, die kaum erträglich erscheinen. Aber Eines ist sicher: die Geschichten, die er erzählt geraten nicht in Vergessenheit. Gerade im Moment sind seine Geschichten aktuell wie nie: auch wenn es schwer erträglich ist, sollte man nicht die Augen verschliessen vor dem Leid, dass viele Menschen auf dieser Welt ertragen müssen.

Lesestoff für den Urlaub: 4. Stolz und Vorurteil von Jane Austen


Nach der schweren Kost kommen wir nun zu einem Klassiker der Literatur: Stolz und Vorurteil von Jane Austen. Lange habe ich mich nicht an dieses Buch gewagt, dachte wieso ein 200 Jahre altes Buch lesen.

Im Nachhinein frage ich mich warum.

Stolz und Vorurteil ist absolut zeitlos und noch heute so aktuell wie damals. Denn es geht um die existentiellen Fragen, die wohl jeder

von uns hat: Ist das alles richtig was ich tue? Muss ich in all den Zwängen der Gesellschaft leben, oder gehe ich einfach meinen eigenen Weg? Gibt es nur diesen einen Weg den die Gesellschaft für den Richtigen hält?

Diese Fragen hat sich auch Elizabeth Bennet Austen’s Protagonisten schon vor 200 Jahren gestellt.

Ein grandioses Buch mit einer großartigen und starken Protagonisten, mit der ich mich durchaus identifizieren kann. Sicherlich nicht mein letztes Buch, dass ich von Jane Austen gelesen habe. Einmal angefangen, will ich nun mehr!

Lesestoff für den Urlaub: 5. Neues vom Nachbarn: 26 Länder, 26 Menschen von Oliver Lück


Oliver Lück ist mit seinem Hund Locke in einem VW Bus 20 Monate und 50.000 km durch Europa gereist. Eine Reise durch 26 Länder, von Norwegen bis Portugal und von Irland bis an die russische Grenze. Dabei ist er vielen ungewöhnlichen Menschen begegnet und hat spannende Geschichten erlebt.

Er erzählt zum Beispiel von der Begegnung mit einem Chilibauern, einer Sizilianerin, die in ihrer Heimat gegen die Mafia kämpft, aber auch von der Begegnung mit Lionel Messi.

Spannend erzählt und der Beweis, dass man nicht immer nach Südamerika, Asien oder Australien reisen muss um das große Abenteuer zu erleben. Auch in Europa gibt es noch vieles zu entdecken.

Viel Spaß beim schmökern!

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