Tulum – Traumreiseziel oder überbewertete Partyhochburg?

Wenn Du nun eine Lobeshymne auf Tulum erwartest und einen weiteren Artikel über das Boho-Strandparadies in Quintana Roo, dann muss ich Dich leider enttäuschen. Um es gleich vorweg zunehmen: Tulum und ich, das ist nicht die große Liebe und ich kann mir beim besten Willen nicht erklären, wie Tulum es auf die Liste der Pueblos Mágicos, also der schönsten Orte in Mexiko, geschafft hat. Ich persönlich kann dem Ort wirklich nur wenig abgewinnen. 

Bereits vor meiner Reise nach Mexiko hatte ich viel über Tulum gelesen und meine Erwartungen dementsprechend herunter geschraubt. Angekommen in Tulum war ich aber, um ehrlich zu sein, trotzdem erst mal zutiefst erschrocken. Das einst verschlafene Strandparadies existiert nicht mehr. Tulum ist eine völlig überlaufene Partyhochburg und bei den Preisen, die ich auf den Speisekarten vieler Restaurants sah, fielen mir fast die Augen aus dem Kopf.

Wer nun erwartet, dass er für völlig utopische Preise eine Mahlzeit erhält, die einem schon beim Anblick das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt, der ist schief gewickelt. In den meisten Restaurants in Tulum habe ich für viel Geld wirklich schlecht gegessen und zur Krönung gab es auch noch wirklich miesen und unhöflichen Service. Dazu kommen überfüllte Strände und schlechte Beach Clubs, größtenteils unbezahlbare Hotels und korrupte Polizisten.

Klingt nun so, als würde ich kein gutes Haar an Tulum lassen. Doch ganz so ist es dann doch nicht. Tulum hat es dann doch noch geschafft, mich positiv zu überraschen – mit fantastischer Street Art, schönen Mayaruinen, einem Tauchgang in der Cenote Dos Ojos und den besten Tacos ever.

In diesem Artikel findest Du daher all meine Geheimtipps, um das Beste aus Deinem Urlaub in Tulum zu machen, aber auch Tipps für all die Dinge, die man definitiv nicht machen und gesehen haben muss.

Die Maya-Ruinen von Tulum, Quintana Roo, Mexiko
Die Maya-Ruinen von Tulum

Wo ist Tulum?

Tulum ist eine Stadt im Bundesstaat Quintana Roo an der Riviera Maya, der Karibikküste der Halbinsel Yucatán in Mexiko.

Für die Mayas war der Ort einst wichtig für den Handel an der karibischen Küste, da die Gegend reich an natürlichen Ressourcen war. Ein Netz an Handelswegen erstreckte sich von Tulum bis nach Belize und Honduras. Nach der Ankunft der Spanier verlor der Ort jedoch an Bedeutung. Einzig ein paar Fischer und Bauern lebten hier viele Jahre lang.

Doch seit den 1970er Jahren, nach dem Bau des Touristenzentrums Cancún nahm der Tourismus auch in Tulum nach und nach zu. Aus dem einst beschaulichen Fischerdorf wuchs eine Stadt heran, in der sich viele Mexikaner aus allen Landesteilen, aber auch US-Amerikaner und Europäer ansiedelten.

Heute ist die Küstenstadt Tulum zweigeteilt. Tulum Playa, die Zona Hotelera, erstreckt sich über 7 Kilometer entlang der Küste und gilt als reines Instagram Paradies, ein sehr teueres Paradies. Rund 2 Kilometer entfernt findest Du Tulum Pueblo, den Ortskern des ehemaligen Fischerdorfes, in welchem Du viele Geschäfte, Restaurants, den Busbahnhof, zahlreiche Banken, aber auch zahlreiche Hotels findest.

6 Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps für Tulum

01 Die Mayaruinen von Tulum

Die Maya-Festung an der Küste von Tulum, die ursprünglich Zama hieß (was, in der Sprache der Maya so viel wie Sonnenaufgang bedeutet), ist sicherlich die bekannteste Sehenswürdigkeit in Tulum und wahrlich kein Geheimtipp mehr. Doch bilden die Mayaruinen auch traumhafte Fotomotive, ganz besonders der Tempel des Windgottes, der pittoresk auf einem Felsen über dem türkisblauen Karibischen Meer thront. Daher lohnt ein Besuch der Mayaruinen auf jeden Fall. 

Allerdings solltest Du gleich morgens um 8.00 Uhr beziehungsweise kurz vorher, wenn die Mayastätte seine Pforten öffnet, dort sein. Ich kam um 7.45 Uhr dort an und es standen bereits einige Leute Schlange, doch im Inneren hat sich das ganze zu Anfang noch gut verteilt und man konnte die Mayaruinen wirklich genießen. Etwa zwei Stunde später, als ich die Ruinen wieder verließ, war es bereits unglaublich voll, da viele Tagestouristen von der ganzen Yucatán-Halbinsel mittlerweile mit Bussen eingetroffen waren und so war ich sehr froh, dass ich bereits auf dem Heimweg war.

Die meisten Besucher strömen übrigens schnurstracks zum Tempel des Windgottes, der wohl der am meisten fotografierte Tempel in ganz Mexiko ist. Doch das weitläufige Areal, das einst ein Wirtschaftszentrum der Maya war, um die Handelsrouten an der Küste zu kontrollieren, hat noch weitaus mehr zu bieten. Viele Touristen lassen die anderen Sehenswürdigkeiten einfach links liegen, sodass Du den Großteil der Festung, die von drei Mauern (Tulum bedeutet in der Sprache der Maya übrigens nichts anderes als Mauer) umgeben ist, zumeist für Dich alleine hast. 

Sehenswert ist vor allem der Haupttempel « El Castillo » (auf Deutsch: das Schloss), der das Herzstück der Anlage bildet. Während der Sommersonnwende scheint die Sonne bei Sonnenaufgang direkt in den Tempel hinein. Auch die Malereien und die Skulpturen menschlicher Köpfe, Schlangen, Pflanzen und Früchten sind äußerst sehenswert. Zudem solltest Du einen Blick in den Tempel des Herabsteigenden Gottes und den Freskentempel werfen. Wer etwas länger Zeit hat, kann zudem am weißen Puderzuckerstrand Playa Ruinas, der sich unterhalb des Tempels des Windgottes befindet, verweilen und beim Baden den traumhaften Ausblick auf die Maya-Stätte genießen – wenn der Strand geöffnet ist. Bei uns war der Strand leider ohne Angabe von Gründen gesperrt.

Allgemeine Infos zur Maya-Stätte Tulum
  • Beste Zeit für den Besuch: gleich morgens um 8.00 Uhr oder am späten Nachmittag, wenn die Tagestouristen bereits wieder in den Bussen sitzen.
  • Die Maya-Stätte befindet sich rund 4 Kilometer entfernt vom Pueblo und Du erreichst diese mit dem Fahrrad über den ausgebauten Radweg, mit dem eigenen Mietwagen, Roller oder ganz bequem mit dem Taxi.
  • Eintritt: 110 MXN (etwa 5,50 Euro)
  • Wenn Du Dich nicht anstellen möchtest, empfiehlt es sich, vorab online ein Skip-the-Line-Ticket zu kaufen.

02 Das Sian Ka’an Biosphärenreservat

Das Sian Ka’an Biosphärenreservat (Sian Ka’an bedeutet in der Sprache der Maya übrigens « Der Ort, wo der Himmel geboren wurde ») grenzt im Süden direkt an die Zona Hotelera und gehört schon seit Langem zum UNESCO-Welterbe. 

Hinter dem Eingang am historischen Steinbogen Arco Maya findest Du auf einer Gesamtfläche von über 5.000 Quadratkilometern ganz unterschiedliche Ökozonen. Es gibt Mangrovenwälder, trockene Küstenvegetationszonen, einsame Traumstrände, ein riesiges Sumpfgebiet und mit dem Sistema Ox Bel Ha das zweitlängste unterirdische Flusssystem der Welt. 

Zudem findest Du im Sian Ka’an Biosphärenreservat eine große Anzahl an endemischen Pflanzen- und Tierarten. Krokodile, riesige Meeresschildkröten, Seekühe und Delfine, unzählige Vogelarten, aber auch Jaguare und Pumas nennen das Reservat ihr Zuhause. Außerdem verstecken sich im Sian Ka’an Biosphärenreservat ganze 20 Mayaruinen.

Ein echter Geheimtipp ist die Laguna de Kaan Luum, ein kreisrunder See mitten im Dschungel des Nationalparks, der in den atemberaubendsten Grün- und Blautönen leuchtet. Hier kann man herrlich auf dem langen Holzsteg oder in einer der Hängematten entspannen und sich anschließend im See abkühlen.

Am besten erkundet man das Sian Ka’an Biosphärenreservat ganz entspannt bei einer geführten Wanderung, bei dieser besuchst Du die Ruinen im Nationalpark und erfährst mehr über die heimische Flora und Fauna.

03 Schnorcheln und Tauchen in den Cenoten rund um Tulum

Cenoten sind dolinenartige Kalksteinlöcher, die durch den Einsturz der Höhlendecke entstanden und mit Süßwasser gefüllt sind. Auf der ganzen Yucatan-Halbinsel findest Du unzählige dieser Cenotes. Ganze 2.500 sind namentlich erfasst. Experten gehen allerdings davon aus, dass es in Yucatan um die 10.000 Cenoten gibt. Stellt man sich das bildlich vor, gleicht die Halbinsel einem riesigen Schwamm, dessen Inneres vollgesaugt ist mit Süßwasser. Yucatan ist also einer der größten Süßwasserspeicher der Welt.

Die schönsten Cenoten findest Du rund um Valladolid und Tulum. Die Cenoten rund um Tulum sind jedoch schon ziemlich gut besucht, während Du viele der Cenoten rund um Valladolid oft ganz für Dich alleine hast.

Info

Das spanische Wort « Cenote » stammt vom Maya-Wort « Dzonot », das nichts anderes als « Heiliges Wasser » bedeutet. Noch heute gelten die Cenoten bei den Mayas als Eingang zur Nebenwelt « Xibalba », in welcher der Regengott « Chac » lebt. In vergangenen Zeiten fanden in den Cenoten häufig Opferrituale statt, bei welchen die Mayas den Regengott um Trinkwasser und genügend Regen baten. Dies ist auch der Grund, warum man beim Tauchen in den Cenoten auch heute noch Töpferwaren, Gold und menschliche Knochen finden kann.

Gold oder menschliche Knochen habe ich nicht gefunden, dennoch war das Tauchen im Sistema Dos Ojos, das aus zwei miteinander verbundenen Cenoten besteht, eines meiner Highlights in Tulum. Den Tauchausflug habe ich online bei The Cenote Guy gebucht und ich kann die Jungs wirklich von ganzem Herzen empfehlen. Die Cenote Guys sind allesamt erfahrene Höhlentaucher, das Equipment ist ausgezeichnet und ich hatte jeder Zeit das Gefühl, in guten Händen zu sein. 

Ich wurde von meinem Guide mit dem Jeep direkt in Tulum abgeholt und während der Fahrt unterhielten wir uns schon ein wenig über die zwei geplanten Tauchgänge. Da ich nicht viel Erfahrung beim Höhlentauchen habe, habe ich mich für zwei mittelschwere Tauchgänge entschieden. Am besten hat mir jedoch die Barbie Line gefallen, an deren Ende Du das berühmte Krokodil und die Barbie siehst, die Namensgeber des Tauchspots sind. 

Zwischen den beiden Tauchgängen gab es leckere Sandwiches, Obst und Getränke, bevor es anschließend noch einmal ins Wasser ging, um die spektakuläre Unterwasserwelt in Dos Ojos zu genießen – eine Welt von Stalaktiten und Stalagmiten, Kleinstlebewesen und geheimnisvollen Gängen und Höhlen. 

Mit einem Tauchgang im Meer kann man das Tauchen in einer Cenote nicht vergleichen, die unendliche Freiheit genießt man hier nicht. Es ist häufig eng, die Höhlendecke drückt von oben und es ist dunkel. Einzig die Taschenlampe weist einem zumeist den Weg. Für Leute mit Angst in engen Räumen ist ein solcher Tauchgang definitiv nicht geeignet, für alle anderen aber ein großartiges Abenteuer.

Wenn Du nicht tauchst, kannst Du in den Cenoten rund um Tulum aber auch einfach schwimmen oder schnorcheln gehen, das ist mindestens genauso schön. Sehenswert sind neben dem Sistema Dos Ojos folgende Cenoten.

Die schönsten Cenoten rund um Tulum
  • Die Gran Cenote an der Straße Richtung Cobá ist eine der bekanntesten Cenoten rund um Tulum, aber auch eine der schönsten. Herrlich erfrischend ist das glasklare Wasser in der mit Süßwasser gefüllten Höhle und mit etwas Glück begleiten Dich hier Schildkröten beim Schnorcheln. Im Bereich mit den Seerosen tummeln sich darüber hinaus viele schöne bunte Fische und ein echtes Highlight ist die geheimnisvolle Höhle, die Du erreichst, wenn Du unter der tief hängenden Felsdecke hindurch schwimmst. Diese nennen zahlreiche Fledermäuse ihr Zuhause. Der Eintritt zur Gran Cenote ist mit 500 MXN, also rund 25 Euro, allerdings nicht günstig.
  • Die Cenote Calavera ist nicht ganz so bekannt und überfüllt, aber mindestens genauso schön und zudem kannst Du hier herrlich über das Wasser schaukeln. Mutige springen direkt von der Felsendecke in das « schwarze Loch ».
  • Bei Einheimischen sehr beliebt ist die Cenote Santa Cruz etwas abseits der Hauptstraße Richtung Cobá. Am besten bringst Du Schnorchel und Taucherbrille mit, denn in der Cenote gibt es viele bunte Fische und kleine Schildkröten.
  • Ebenfalls ruhig geht es in der riesigen offenen Cenote Escondido zu, die paradiesisch mitten im Dschungel liegt. Im Eintritt inbegriffen ist auch der Zugang zur ebenfalls offenen Cenote Cristal, die auch unter dem Namen Cenote Naharon bekannt ist und auf dem gleichen Gelände liegt.
  • Die Casa Cenote, auch bekannt unter dem Namen Cenote Manati, befindet sich unweit vom Sistema Dos Ojos in einem Mangrovenwald direkt am Strand und ist durch einen etwa 50 Meter langen Tunnel mit dem Meer verbunden. Den Beinamen Cenote Manati erhielt die Cenote dadurch, dass hier angeblich schon Manatis, also Seekühe, gesichtet wurden. Außerdem gibt es in der Cenote angeblich ein wildes Krokodil namens Ponchito. Also pack Schnorchel und Taucherbrille, vielleicht findest Du ja Ponchito oder eine Seekuh.

Mein Geheimtipp

Möchtest Du die Cenoten nicht auf eigene Faust erkunden, kann ich Dir diese Fahrradtour auf ruhigen Dschungelpfaden zu den abgelegenen Cenoten rund um Tulum empfehlen. Bei dieser Biketour gelangst Du zu vielen Cenoten abseits der ausgetretenen Touristenpfade und kannst diese ganz in Ruhe genießen.

04 Ein Ausflug zu den Mayaruinen von Cobá

Die Maya-Ruinen von Cobá sind weit weniger bekannt als Chichén Itzá und gelten noch immer als echter Geheimtipp. Seit Kurzem darf man zwar auch die Ruinen von Cobá nicht mehr besteigen, dennoch lohnt ein Besuch. Schon alleine die Lage der Mayastätte mitten im Dschungel ist ganz zauberhaft und darüber hinaus ist Cobá auch die Heimat des zweithöchsten Maya-Gebäudes und der höchsten Maya-Pyramide auf der Yucatan-Halbinsel.

Eben diese Maya-Pyramide, genannt Nohoch Mul, ist daher natürlich auch die Hauptsehenswürdigkeit in Coba. Ganze 42 Meter hoch ist die Pyramide und damit höher, aber auch älter als die Pyramide in Chichén Itzá. Den traumhaften Ausblick über den Dschungel kann man von oben leider nicht mehr genießen und es benötigt auch einiges an Vorstellungskraft, um die ursprüngliche Schönheit der Pyramide zu erahnen. Einst war diese nämlich rundum bunt bemalt.

Einst gab es rund um die Pyramide auch keinen Dschungel. Dieser wurde komplett gerodet, da man das Holz zum Bau der Gebäude von Coba benötigte. Heute ist der Dschungel jedoch wieder dicht wie nie zuvor und über schattige Pfade gelangst Du von der Pyramide zu den anderen Sehenswürdigkeiten in Cobá. Einst war Cobá mit rund 55.000 Einwohnern eine der wichtigsten Städte auf der Yucatán-Halbinsel und davon zeugen heute noch viele Ruinen – wobei viele auch noch nicht einmal ausgegraben sind.

Sehenswert ist vor allem die Grupo Cobá, eine Ansammlung von 43 Gebäuden in der Nähe des Eingangs. Highlight dieser Gruppe ist die 24 Meter hohe Iglesia, also die Kirche, die mehr als 1500 Jahre alt ist.

Ein weiteres Highlight sind die Sacbé. Dabei handelt es sich um erhöhte, bis zu 10 Meter breite Steinstraßen. Die längste dieser Sacbé verläuft über 100 Kilometer bis nach Yaxuna. An der Stelle, an der sich mitten im Cobá vier Sacbé kreuzen, findest Du ein wunderschönes Gebäude mit dem Namen Xaibé, was nichts anderes als Kreuzung bedeutet.

Eine weitere Besonderheit sind die 42 Stelen, also große, vertikal aufgestellte Steine mit Inschriften und Bildern, die die Geschichte der Einwohner von Cobá erzählen.

Mein Tipp

Man kann die Mayastätte problemlos zu Fuß erkunden, doch das Areal ist riesig. Bequemer und weniger anstrengend ist es mit dem Fahrrad. Fahrräder kannst Du in Coba für 50 MXN pro Tag (etwa 2,50 Euro) mieten.

Eintritt: 70 MXN (also rund 3,50 Euro) | Öffnungszeiten: täglich von 8.00 – 16.00 Uhr

Anreise nach Coba:

Von Tulum gelangst Du mit dem Bus oder Colectivo nach Cobá. Wenn Du früh da sein möchtest, um anderen Touristen und der Hitze zu entgehen, empfiehlt es sich allerdings, ein Colectivo zu nehmen, denn die Colectivos fahren an der Ecke Calle Osiris Norte/ Avenida Tulum bereits ab 7 Uhr morgens, sobald mindestens 4 Personen da sind. Die Fahrzeit beträgt 30 bis 45 Minuten und kostet 70 MXN (rund 3,50 Euro).

Der erste ADO Bus von Tulum nach Cobá fährt je nach Tag erst um 9.00 oder 10.00 Uhr und die Fahrt dauert etwa 1 Stunde.

Alternativ kann ich Dir aber auch eine geführte Tour nach Coba empfehlen, denn mit einem erfahrenen Guide erfährst Du mehr über die Geschichte der imposanten Maya-Stätte.

05 Verbringe einen Tag am Strand

Wenn Du ein Hotel direkt am Strand gebucht hast, stellt sich die Frage gar nicht an welchem Strand Du Deinen Tag verbringst. Dann musst Du einfach nur raus aus Deinem Zimmer und kannst es Dir in dem zu Deinem Hotel gehörenden Beach Club gemütlich machen. 

Wenn Du eine Unterkunft in Tulum Pueblo gewählt hast, steht einem Sonnenbad am Strand dennoch nichts im Wege. Es gibt in Tulum zwar nur wenige öffentliche Strände, doch es gibt sie und ziemlich hübsch sind diese auch.

Wenn Du vom Pueblo kommend an der Küste nach rechts abbiegst, gelangst Du in die Zona Hotelera, in der es einige nette, aber sehr volle Beach Clubs, wie den Coco Tulum Beach Club, den Nomade Beach Club oder Ziggy’s Beach Club (Mindestverzehr 70 USD pro Person) gibt. Folgst du der Küstenstraße weiter in Richtung Süden, gelangst Du in das Biosphärenreservat Sian Ka’an, ein Naturschutzgebiet, in welchem Du ebenfalls tolle Strände wie den abgelegenen Secret Beach, findest. Die meisten öffentlichen Strände findest Du hingegen im Norden in Richtung der Ruinen von Tulum.

Welcher ist der schönste öffentliche Strand in Tulum?
  • Playa Ruinas – gleich unterhalb der Ruinen von Tulum findest Du den bereits erwähnten Playa Ruinas. Südlich des Tempels El Castillo führen Holztreppen hinunter zum puderweißen Strand, von welchem Du einen spektakulären Ausblick auf die Maya Ruinen genießt. Zugänglich ist der Strand allerdings nur mit einer Eintrittskarte zu der archäologischen Stätte und häufig wird der Strand leider einfach ohne Begründung geschlossen.
  • Playa Santa Fe – südlich der Ruinen außerhalb der archäologische Stätte, findest Du die Playa Santa Fe. Hier gibt es einige nette Beach Bars und beim Schnorcheln kannst Du an der Playa Santa Fe mit etwas Glück Schildkröten und Stachelrochen entdecken.
  • Playa Paraiso – direkt an die Playa Santa Fe schließt der feine weiße Sandstrand Playa Paraiso an, der als einer der schönsten Strände in Mexiko gilt (wobei mir persönlich die Strände auf der Isla Holbox oder auf der Isla Mujeres besser gefallen haben). Hier gibt es einige kleinere Hotels und Beach Clubs, in welchen es im Vergleich zur Zona Hotelera allerdings ruhig und gemütlich zugeht. Unbedingt meiden solltest Du jedoch den La Diosa Beach Club. Das Essen und die Getränke sind unglaublich teuer, die Ceviche war die Schlechteste, die ich auf der ganzen Yucatán-Rundreise gegessen habe und der Service war wirklich mies.
  • Playa Las Palmas – südlich der Playa Paraiso, am Ende einer kleinen felsigen Bucht, findest Du die Playa Las Palmas, einen ruhigen kleinen Strand, an welchen sich nur wenige Touristen verirren.
Playa Santa Fe, Tulum, Mexiko
Playa Santa Fe

06 Verliere Dich in der farbenfrohen Street Art von Tulum

Die Street Art in Tulum ist bis heute eines der Best gehüteten Geheimnisse des schon längst nicht mehr geheimen Örtchens. Für mich persönlich waren die Murals das absolute Highlight des Ortes, wobei man mich ja immer für ausgefallene Street Art begeistern kann. Aber das weißt Du vermutlich schon, wenn Du meinen Artikel über die kolumbianische Hauptstadt Bogota, meine Insidertipps für London oder auch meinen großen Street Art Guide gelesen hast.

Unauffällig sind riesigen bunten Murals nun nicht gerade. Die meisten der Kunstwerke findest Du jedoch in den abgelegeneren Seitenstraßen und nicht an der Hauptstraße von Tulum und das ist sicherlich auch der Grund dafür, dass nur wenige Touristen die Murals überhaupt kennen.

Entstanden sind all diese Kunstwerke auf Initiative von Tinasah, einem lokalen Kunstkollektiv, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Tulum zur Street Art Hauptstadt in Mexiko zu machen. Im Jahr 2019 war Tinasah Gastgeber des ersten Tulum Art Festival, bei welchem innerhalb von zwölf Wochen zwölf Mauern in der Stadt von zwölf nationalen und internationalen Street Art Künstlern gestaltet wurden. Viele der Murals erzählen vom Alltag in Tulum, aber auch von den Auswirkungen des Massentourismus auf das tägliche Leben der Einheimischen. Zudem findest Du an den Wänden zahlreiche Murals, welche Geschichten über die Kultur und Legenden der Maya erzählen.

Da sich die Murals über das ganze Pueblo verteilen, erkundest Du die Kunstwerke am besten mit dem Roller oder dem Fahrrad.

Die Street Art Hot Spots in Tulum sind folgende:
  • Calle Sol Oriente
  • Calle Centauro Sur
  • Calle Orion Sur
  • Calle Gemini Sur
  • Calle Satélite
  • Calle Mercurio
  • Calle Beta Sur

Restaurants in Tulum – Meine Tops und Flops

Das Hartwood

Schlecht ist das Hartwood nicht, im Gegenteil. Das Konzept, dass alle Speisen auf dem offenen Feuer zubereitet werden und ausschließlich lokale und saisonale Zutaten verwendet werden, ist fantastisch. Die Speisekarte ändert sich täglich, denn auf den Tisch kommt, was der Markt gerade hergibt.

Auch die Location selbst ist richtig cool. Leider war das Restaurant bei unserem Besuch jedoch völlig überfüllt. Obwohl wir einen Tisch reserviert hatten, mussten wir mehr als eine Stunde warten. Als Entschuldigung gab es dann Tacos aufs Haus. Doch das Personal schien an diesem Abend völlig überfordert und war teilweise aufgrund dessen auch nicht sonderlich gut gelaunt, was sehr schade war. Zudem war es aufgrund der feierwütigen Menschenmassen im Restaurant sehr laut, sodass eine normale Unterhaltung am Tisch kaum möglich war. 

Eigentlich sollte der Abend eine Geburtstagsüberraschung für meinen Lieblingsmenschen sein und war als romantischer Abend angedacht. Romantisch war der Abend dann leider nicht wirklich und bei den Preisen kann man durchaus perfekten und höflichen Service erwarten. Das ist, denke ich, nicht zu viel verlangt.

Aber vielleicht hast Du ja mehr Glück, denn das Essen im Hartwood ist wirklich toll.

Adresse: Carr. Tulum-Boca Paila 7- 6 Km, Tulum Beach, 77780 Tulum | Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 17.30 – 22.00 Uhr

Juicebox Tulum

Die Juicebox befindet sich am Eingang des Xperience Hotel in Tulum Pueblo und serviert, wie der Name schon verrät, leckere und sehr gesunde Säfte und Smoothies. Darüber hinaus gibt es hier aber auch ausgezeichnete Kaffeespezialitäten, gesunde Bowls, köstliche Bagel und mit köstlichen frischen Zutaten belegte Brote. Die Mädels in der Juicebox sind supernett und hilfsbereit und im Gegensatz zu vielen anderen Orten in Tulum ist das Frühstück hier bezahlbar.

Adresse: Calle 8 Sur, 77780 Tulum | Öffnungszeiten: täglich von 8.00 – 19.00 Uhr

Antojitos la Chiapaneca

Ein echter Geheimtipp ist die Taqueria La Chiapaneca unweit der ADO Busstation. Das kleine Restaurant, in das wir nach unserem ersten Besuch gleich mehrfach zurückgekehrt sind, ist eigentlich immer gestopft voll, da es bei den Einheimischen äußerst beliebt ist. Auch der ein oder andere Individualtourist verirrt sich aber gelegentlich hierher und nimmt es in Kauf anzustehen, bis einer der kleinen Tische mit den bunten Plastiktischdecken frei wird, denn im Antojitos la Chiapaneca gibt es die besten Tacos der Stadt.

Bekannt ist die Taqueria vor allem für die wirklich köstlichen Tacos al Pastor, also Tacos mit Schweinefleisch, das mit Chili und Achiote eingelegt wird und ähnlich dem türkischen Dönerfleisch am Spieß gegrillt wird. 

Sehr lecker sind aber auch die Tacos de asada, also mit gegrilltem Rindfleisch. Darüber hinaus solltest Du unbedingt auch die Panuchos, eine Spezialität aus Yucatán probieren. Panuchos sind Tortillas, die nach der Zubereitung zunächst gekühlt, anschließend mit schwarzen Bohnen gefüllt, erneut frittiert und dann belegt werden. Köstlich sind auch die Sopes, extra dicke Tortillas, die ursprünglich aus dem Süden von Mexiko stammen. Panuchos und Sopes werden mit dem Fleisch deiner Wahl, gehacktem Kohl, eingelegten Zwiebeln und Avocado serviert.

Dazu trinkt man ein kühles mexikanisches Bier, Agua de Jamaica (Hibiskus-Eistee) oder Horchata (Reis-Mandelmilch mit Zimt). Zu erwähnen ist außerdem, dass die Bedienungen in der Taqueria nicht nur sehr schnell, sondern im Vergleich zu vielen anderen Orten in Tulum auch noch sehr nett, hilfsbereit und immer gut gelaunt sind.

Adresse: Calle Acuario Nte. 3, Tulum Centro, 77760 Tulum | Öffnungszeiten: täglich von 10.00 – 23.00 Uhr

Die besten Hotels in Tulum

Angekommen in Tulum Stadt habe ich es kurzzeitig bereut, doch keine Unterkunft am Strand in der Zona Hotelera genommen zu haben. Vor allem, da ich feststellen musste, dass sich der Weg zum Strand doch ganz schön zieht und die Fahrt mit dem Roller besonders nachts kein Spaß ist – Schlaglöcher, staubige Pisten und kaum Licht gestalten die Fahrt recht abenteuerlich.

Doch angekommen am Strand habe ich meine Meinung schnell geändert, denn Tulum Beach war, als ich dort war, völlig überlaufen. Der Stau auf der Sandpiste, die durch die Zona Hotelera führt, war schlimmer als alles, was ich in Großstädten wie New York oder Bangkok erlebt habe. Schreiende, betrunkene Partytouristen prägten das Straßenbild, dazwischen Touristen auf Fahrrädern, unzählige Taxis, LKW’s und Hunderte Mietwagen. Zur Ruhe kommt Tulum Beach gefühlt nie.

Ich persönlich war daher am Ende doch froh, eine Unterkunft in Tulum Pueblo zu haben, möchte Dir im Folgenden aber einige schöne Unterkünfte direkt am Strand und im Zentrum empfehlen. Was Du bevorzugst, musst Du selbst entscheiden. Die Hotels in Tulum Centro sind um einiges günstiger und rund um die Unterkünfte findest Du zahlreiche « günstige » Restaurants, Bars, Cafés und Geschäfte. In der Zona Hotelera reihen sich auf rund 7 Kilometern Hotels, Restaurants und teure Boutiquen aneinander. Die Boutique- und Luxushotels haben alle einen direkten Zugang zum Strand, sind allerdings auch extrem teuer. Preis und Leistung stehen hier leider häufig in keinem Verhältnis.

Tipps für Unterkünfte in der Zona Hotelera:

  • Wunderschön sind die großzügigen Signature Suites im La Valise Tulum. Sie verfügen über Betten, die man ins Freie fahren und so unter dem Sternenhimmel von Tulum schlafen kann.
  • Wesentlich günstiger, aber ebenfalls sehr schön ist das Boutiquehotel Casa Violeta. Einige der strohgedeckten Bungalows liegen direkt am Strand, es gibt tolle Yogakurse und das Essen ist in der Casa Violeta ebenfalls ausgezeichnet.
  • Auf einem Felsen oberhalb der Playa Paraiso findest Du das Mi Amor a Colibri Boutique-Hotel das mit charmanten Zimmern, zum Teil mit einer Whirlpool-Badewanne im Freien und seiner zauberhaften, ruhigen Lage entzückt.

Tipps für Unterkünfte in Tulum Pueblo:

  • Wir haben in Tulum Pueblo im Hotel Posada 06 Tulum, einem schönen kleine Boutiquehotel in einer vermeidlich ruhigen Seitenstraße am Ortsrand übernachtet. Das hübsch im Boho-Stil eingerichtete Zimmer hatte ein tolles Bad und einen großen Balkon mit einer Whirlpool-Badewanne. Leider ist in der Parallelstraße des Hotels aber ein Club und häufig ist es aufgrund dessen nachts extrem laut.
  • In einer ruhigen Seitenstraße findest Du das Hotel Bardo, das mit traumhaften Suiten mit einem privaten Pool, zwei Restaurants und kostenlosen Leihfahrrädern punktet.
  • Ebenfalls toll ist das Hotel Muaré Tulum, das seine Gäste mit einer traumhaften Poollandschaft, wunderschönen Suiten im Boho-Stil mit privatem Pool und Garten und der traumhaften Lage mitten im Dschungel etwas außerhalb des Pueblos entzückt.
Hotel Posada 06 Tulum
Hotel Posada 06 Tulum

Allgemeine Infos für Tulum

Anreise nach Tulum

Reist Du nach Tulum, wirst Du vermutlich über den internationalen Flughafen in Cancún nach Mexiko einreisen, denn auf eben diesem landen die meisten Flüge aus Deutschland. Gleich mehrere Fluggesellschaften bieten Direktflüge ab München, Frankfurt und Düsseldorf nach Cancún an.

Noch in diesem Jahr soll jedoch der neue internationale Flughafen in Tulum eröffnen und ich kann mir gut vorstellen, dass dann auch Direktflüge nach Tulum angeboten werden.

So kommst du von Cancún nach Tulum

Mit dem eigenen Mietwagen: 

Wenn Du eine Rundreise über die Yucatán-Halbinsel planst, empfiehlt es sich, direkt am Flughafen in Cancún einen Mietwagen zu nehmen. So kannst Du Deinen Roadtrip ganz individuell nach Deinen Wünschen planen und einen Stopp an abgelegenen Maya-Ruinen, Stränden oder Cenoten einlegen, wann immer es Dir gefällt.

Mit dem Bus:

Alternativ kannst Du wie ich auch mit den Erste-Klasse-Bussen von ADO über die Yucatán-Halbinsel reisen. Diese fahren mehrmals täglich direkt vom Flughafen in Cancún, aber auch von allen anderen größeren Orten auf der Halbinsel direkt nach Tulum.

Die Tickets solltest Du unbedingt rechtzeitig vorab online buchen, denn oft sind die Plätze schon Stunden vor der Abfahrt ausverkauft. Zudem sind die Tickets online zumeist günstiger als am Schalter. Die Busverbindungen kannst Du über Bookaway recherchieren und entspannt und sicher direkt online buchen.

Flughafentransfer: 

Wenn Du Dir die Fahrt mit einem Mietwagen nicht zutraust, Dich nicht stundenlang in einen Bus setzen und nur nach Tulum reisen möchtest, kannst Du alternativ auch einen privaten Transfer von und zum Flughafen in Cancún buchen.

Transport in Tulum

  • Das gängigste Transportmittel in Tulum sind Fahrräder. Ein Leihfahrrad bekommst Du überall in Tulum Pueblo für 10 bis 15 Euro pro Tag. Bedenke allerdings, dass es zum Strand rund 5 Kilometer sind. Der Fahrradweg ist zwar gut ausgebaut, aber sehr schmal. Die Beachroad ist außerdem extrem busy und die Fahrt in der knallen Sonne ist ziemlich anstrengend. Zudem ist auf den Radwegen sehr viel los, daher kommt es häufig zu Unfällen und Du solltest sehr vorsichtig fahren.
  • Wir haben uns dafür entschieden, bei Scooter Tulum Services einen Roller zu mieten. Die jungen Besitzer des Ladens waren sehr freundlich, der Roller im Vergleich zu anderen Anbietern günstig und in halbwegs gutem Zustand. Plane jedoch mit ein, dass die Kaution für den Roller auf Deiner Kreditkarte nicht nur geblockt wird, sondern tatsächlich von Deinem Konto abgebucht und erst 2 Tage nach Rückgabe des Fahrzeugs wieder erstattet wird. Dies funktioniert reibungslos und die Kommunikation mit den Jungs per WhatsApp war super, aber etwas ungewöhnlich ist das Ganze schon.
  • Die bequemste Transportoption vor Ort ist sicherlich das Taxi, allerdings auch die teuerste Variante.
Mit dem Scooter unterwegs in Tulum
Mit dem Scooter unterwegs in Tulum

Wichtig

Wenn Du mit dem Auto oder Roller in Tulum unterwegs bist, wirst Du vermutlich irgendwann einmal von der Polizei unter fadenscheinigen Gründen angehalten – so wie wir. Die Polizisten in Tulum gelten selbst für mexikanische Verhältnisse als äußert korrupt, wie wir von den Einheimischen erfahren haben. Auch wenn die Polizisten darauf bestehen, dass Du ihnen Deinen Führerschein gibst, tu es nicht! Sie dürfen diesen nämlich gar nicht konfiszieren. Sie versuchen damit nur den Touristen Angst zu machen.

Sieh zu, dass viele Einheimische mitbekommen, dass Du angehalten wurdest und sage den Polizisten, dass Du die Strafe sofort in Bar begleichen möchtest. Aufsehen wollen die Polizisten auf gar keinen Fall erregen und Geld werden sie auf einer belebten Strasse ebenfalls nicht annehmen. Daher lassen sie an dieser Stelle zumeist von Dir ab und Du kannst weiterfahren. 

Wetter und die beste Reisezeit für Tulum

Durchschnittlich liegt die Temperatur in Tulum ganzjährig bei 26 °C. Vier Jahreszeiten wie in Deutschland gibt es in Mexiko nicht. Man unterscheidet generell nur zwischen Trocken- und Regenzeit. 

Prinzipiell kann man Tulum ganzjährig bereisen, denn auch in der Regenzeit regnet es meist nur kurz, aber heftig. Zudem sind die Unterkünfte in der Regenzeit um einiges günstiger, wenn auch noch immer nicht günstig.

Möchtest Du dennoch auf Nummer sichergehen, solltest Du in den Trockenmonaten von Dezember bis April nach Tulum zu reisen. Dann kannst Du auch nicht von einem Hurrikan (was in der Maya-Sprache übrigens « Gott des Windes » bedeutet) überrascht werden, denn die karibische Küste ist das Einfallstor für Hurrikans und Tulum liegt direkt im Gefährdungsgebiet. Hurrikansaison ist von Juni bis November.

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Ist Tulum sicher?

Mexiko zählt zu den gefährlichsten Ländern der Welt, und auch in Tulum ist die Kriminalitätsrate in den letzten Jahren stark angestiegen, wobei die Kriminalität in und rund um Tulum hauptsächlich mit Drogen und Kartellkriegen zusammenhängt. Von daher lautet die Antwort: Ja, Tulum ist gefährlich. Touristen wurden zwar bis jetzt nicht direkt angegriffen, doch in Vergangenheit leider Kollateralopfer bei Bandenschießereien.

Daher solltest Du Dir zwar den Urlaub in Tulum nicht vermiesen lassen, aber definitiv wachsam sein und Orte abseits der touristischen Gebiete meiden, besonders nachts. Auch die Strände und andere schlecht beleuchtete Bereiche solltest Du bei Nacht nicht besuchen und ansonsten einfach Deinen klaren Menschenverstand einsetzen.

Bezahlen in Tulum

In Tulum kann man im Vergleich zu vielen anderen Orten auf der Yucatán-Halbinsel wirklich praktisch überall mit Kreditkarte bezahlen. Dennoch empfehle ich Dir für die Fahrt mit dem Taxi, Colectivo, Parkgebühren oder Snacks am Strand doch immer ein wenig Bargeld dabei zu haben.

Geldautomaten gibt es unzählige in Tulum und sie akzeptieren alle gängigen Kreditkarten. Um Dich vor manipulierten Geldautomaten zu schützen, solltest Du aber am besten nur die Geldautomaten, die sich im Inneren einer Bank befinden, nutzen. 

Zudem solltest Du beim Geldabheben die Gebühren im Auge behalten. Zunächst wird in Yucatan an den Automaten nämlich häufig nur eine kleine Bankgebühr von 18 bis 48 Pesos angezeigt. Anschließend wird der Wechselkurs gezeigt und darunter steht im sehr Kleingedruckten häufig eine weitere Gebühr, die zwischen 5 und 8% des Betrages ist, den Du abheben möchtest. Diese Gebühr kannst Du an einigen Geldautomaten ablehnen und bekommst Dein Geld trotzdem, wie zum Beispiel bei der Banco Azteca. Bei anderen Banken wird der Vorgang an diesem Punkt abgebrochen und DU bekommst Deine Karte wieder zurück. Dann kannst Du es an einem anderen Geldautomaten versuchen.

Auch Deine Bank in Deutschland verlangt für Barabhebungen im Ausland häufig noch zusätzliche Gebühren. Daher empfehle ich Dir die Santander 1PLusCard. Mit dieser Kreditkarte kannst Du weltweit kostenlos Bargeld abheben.


Die beste Reisekreditkarte: 1Plus Visa Card von Santander

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Die besten Yucatan Reiseführer

Vor meiner Reise nach Yucatan habe ich viele Reiseblogs gelesen und mich inspirieren lassen. Zusätzlich hatte ich vor Ort aber auch einen klassischen Reiseführer dabei und zwar den Lonely Planet Reiseführer Mexiko 17. Dieser ist erst in diesem Jahr als Neuauflage erschienen und die Infos darin sind (halbwegs) aktuell.

Alternativ sind folgende Mexiko Reiseführer empfehlenswert:

Fazit

Wenn man eine Rundreise durch Yucatán macht und Tulum so und so auf dem Weg liegt, dann lohnt ein Stopp. Ein paar wenige Tage reichen meiner Meinung nach aber auch völlig und dem Geldbeutel tut es ebenfalls gut, diesen Ort so bald als möglich wieder zu verlassen. Wer ein echtes Strandparadies sucht, gutes Essen genießen und das echte Mexiko kennenlernen möchte, dem empfehle ich einen Abstecher auf die Isla Holbox oder auf die Isla Cozumel

Tulum wird in meinen Augen völlig überbewertet und hat seinen Charme mittlerweile leider verloren. Den Hype, der um diesen Ort gemacht wird, kann ich leider beim besten Willen nicht nachvollziehen. In Tulum sieht man, was Massentourismus anrichten kann und das in der schlimmsten Form. Aber jeder muss sich natürlich selbst sein Urteil bilden und sicherlich gibt es auch Menschen, für die Tulum noch immer das absolute Paradies ist und die eine solche Art von Urlaub mögen. Für mich bedeutet Reisen einfach etwas anderes.

Warst Du schon mal in Tulum? Hat es Dir gefallen oder kannst Du diesen Hype ebenfalls nicht verstehen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

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Nina | Reisehappen Food- und Reiseblog
Nina

Hi! Ich bin Nina von Reisehappen! Bloggerin, Grafikerin & Illustratorin, Foodie und leidenschaftliche Köchin, Käseliebhaberin, Reisejunkie, Workaholic, Yoga addicted, 6 Kontinente – 70 Länder und noch immer vom Fernweh geplagt.