Meine Tipps und Highlights für die mexikanische Kolonialstadt Mérida + echte Insidertipps

« El Puerto al Mundo Maya », das « Tor zur Welt der Maya » wird Mérida auch genannt. Aufgrund der frühen Besiedlung durch die Maya zählt Mérida zu den ältesten Städten in Nordamerika und rund um die Stadt findest Du heute noch zahlreiche Maya Ruinen, die einen Ausflug lohnen. Doch auch in der charmanten Kolonialstadt selbst gibt es, wie ich finde, viel zu entdecken. Neben interessanten Sehenswürdigkeiten hat Mérida zudem auch kulinarisch so einiges zu bieten. Nirgends auf der Yucatán-Halbinsel bekommt man wohl so einen guten Einblick in die yukatekische Küche wie hier. Im Folgenden findest Du all meine Tipps für die schönsten Sehenswürdigkeiten in und rund um Merida und dazu gibt’s echte Geheimtipps und Empfehlungen für die besten Restaurants der Stadt.

Wo liegt Merida?

Am Randes des Chicxulub-Kraters, einem 66 Millionen Jahre alten Einschlagskrater auf der Yucatán-Halbinsel, wo heute die Stadt Merida steht, gab es vor langer Zeit bereits eine Maya Siedlung mit einem Zeremonialzentrum und mehreren Tempelpyramiden. Diese wurden jedoch von den Spaniern zerstört und die Steine der Mayagebäude wurden zur Errichtung neuer Bauwerke verwendet. 

Diese Steine waren Kalksteine aus der Gegend rund um Merida und eben diese Steine verliehen der Stadt auf Grund ihrer Farbe auch einen weiteren Spitznamen: « die weiße Stadt ». Zusätzlich trugen zu diesem Spitznamen auch die Kleidungsgewohnheiten der Einheimischen bei. Sie kleideten sich früher traditionell ganz in Weiß, was sicherlich auch an der allgegenwärtigen Hitze in Merida lag. Längst wird nicht mehr nur Weiß getragen und die meisten Häuser der Kolonialstadt sind heute bunt angestrichen, doch der Spitzname ist geblieben.

Heute ist Mérida die Hauptstadt des Bundesstaates Yucatán und mit mehr als 800.000 Einwohnern eine der größten Städte in Mexiko. Trotz der Größe hat sich Mérida jedoch seinen Charme bewahrt und wirkt fast ein wenig kleinstädtisch.

Tipps für die 15 schönsten Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten in und rund um Mérida

Bei einem Spaziergang durch die Stadt wirst Du viele schöne Ecken, wunderschöne bunte Kolonialhäuser und hübsche kleine Geschäfte entdecken. Daher empfehle ich Dir, Dich einfach ein wenig treiben zu lassen und den Mérida-Vibe aufzusaugen. Einige Must-Sees gibt es in Mérida dennoch und es lohnt sich auch die Umgebung der Stadt zu erkunden. Im Folgenden findest Du meine 15 Tipps für die schönsten Sehenswürdigkeiten in Mérida und Ausflugsziele rund um die Stadt.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Merida

01 Plaza Grande

In Merida angekommen landet praktisch jeder zunächst auf der Plaza Grande, dem Hauptplatz der Stadt. Die Plaza Grande, offiziell Plaza de la Independencia, aber auch Zocalo (die umgangssprachliche Bezeichnung für einen zentralen Platz einer mexikanischen Stadt) genannt, ist der älteste Platz der Stadt. Wobei die Plaza Grande eigentlich gar kein richtiger Platz ist oder zumindest nicht das, was wir hierzulande unter einem Platz verstehen. Die Plaza Grande ist ein hübscher Park in dem man herrlich im Schatten der Lorbeerbäume auf einem Bänkchen verweilen, das lebhafte Treiben drumherum beobachten und den Blick auf die umliegenden Gebäude, die zu den ältesten und bedeutendsten in ganz Yucatán zählen, genießen kann.

Zudem findest Du auf dem Platz das große bunte Mérida-Schild. Morgens und abends kannst Du hier außerdem dem Hissen und Einholen der mexikanischen Flagge beiwohnen.

Plaza Grande, Merida, Yucatan, Mexiko
Das bunte Mérida-Schild auf der Plaza Grande

02 Catedral de San Ildefonso

Eines der umliegenden Gebäude ist die doppeltürmige Kathedrale von Mérida, welche die Spanier einst an der Stelle der Maya Ruine Tiho und aus deren Steinen erbauen ließen. Die Catedral de San Ildefonso ist die größte, aber auch die älteste Kirche auf der gesamten Yucatán-Halbinsel.

Catedral de San Ildefonso, Merida, Mexiko
Plaza Grande mit der Catedral de San Ildefonso

03 Palacio Municipal

Auf der Westseite der Plaza Grande ist der wunderschöne rosarote Palacio Municipal, das Rathaus von Mérida, mit seinem hohen Turm nicht zu übersehen. Hier wurde 1821 die Unabhängigkeit von Yukatan ausgerufen.

Mein Geheimtipp

Montags um 20.00 Uhr findet hier der Lunes de Vaqueria statt, ein Maya-Tanzspektakel, dass Du nicht verpassen solltest.

04 Palacio de Gobierno

Ebenfalls sehenswert ist der Gouverneurspalast auf der Nordseite des Parks. Wirf einen Blick in den Innenhof mit seinen wunderschönen Wandgemälden, die die Geschichte von Yucatan erzählen. Vom Balkon hast Du außerdem einen herrlichen Ausblick über die Plaza Grande.

Eintritt: frei | Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9.00 – 18.00 Uhr

05 Casa de Montejo

Ein architektonisches Meisterwerk ist zu dem die Casa de Montejo, das älteste Haus am Platz. Die Casa wurde 1542 vom spanischen Eroberer Francisco de Montejo, dem Gründer der Stadt Mérida, erbaut. Über die Jahrhunderte wurde das Herrenhaus mehrfach umgebaut und beherbergt heute ein kleines Museum, in welchem man mehr über das Herrenhaus und den Lebensstil der wohlhabenden yukatekischen Familien im 19. und 20. Jahrhundert erfährt.

Eintritt: frei | Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag von 10.00 – 19.00 Uhr, Sonntags von 10.00 – 14.00 Uhr

06 Paseo de Montejo

Der Paseo de Montejo ist eine dieser typischen Prachtstraßen in Lateinamerika, die im 19. Jahrhundert im Stile der prächtigen französischen Boulevards erbaut wurden. Gesäumt ist die Allee von vielen traumhaft schönen Gebäuden, die wohlhabende Yukateken einst hier erbauten. Bei einem Spaziergang auf der rund 1,6 Kilometer langen Straße solltest Du einen Blick auf die folgenden Gebäude und Monumente werfen:

  • Am Anfang des Paseos findest Du das Monumento a los Montejos, das die Gründer der Stadt Mérida zeigt.
  • Die Casas Gemelas (auf deutsch Zwillingshäuser) sind zwei identisch aussehende Herrenhäuser, die einst von zwei Brüdern erbaut wurden.
  • Der pastellgelbe Palacio Canton beherbergt heute das Anthropologiemuseum von Mérida.
  • Am Ende der Prachtstrasse findest Du das fotogene Monumento de la Patria (auf Deutsch das Monument für das Vaterland) von Rómula Rozo.

07 Gran Museo del Mundo Maya

Das Große Museum der Welt der Maya erinnert von Außen an ein riesiges Vogelnest. Doch nicht nur das Gebäude selbst ist äußerst sehenswert, sondern auch die Ausstellungsräume im Inneren. Das Museum gibt einen guten Einblick in die Geschichte der Maya auf der Yukatan-Halbinsel und ist eine tolle Ergänzung zum Besuch der Mayaruinen, wie beispielsweise Chichén Itzá oder den Mayaruinen entlang der Ruta Puuc.

Adresse: Calle 60 299 E, 97110 Mérida | Eintritt: 150 MXN (7,40 Euro) | Öffnungszeiten: Mittwoch bis Montag von 9.00 – 17.00 Uhr

Mein Tipp

Am Wochenende findet hier täglich um 20.00 Uhr eine Licht- und Soundshow statt, bei der die Fassade des Museums illuminiert wird. Der Eintritt ist gratis.

08 Parque de San Juan

Ein kurzer Abstecher lohnt zum Parque San Juan. Auf dem hübschen Platz findest Du ein Denkmal für den ehemaligen mexikanischen Präsidenten Benito Juárez, der als einer der größten Reformer Mexikos gilt, und die schöne Iglesia de San Juan Bautista, die auch Namensgeber des Platzes ist. Zudem findest Du rund um den kleinen Platz den hübschen Arco de San Juan, einen Torbogen, der den Eingang zum Platz bildet, und weitere sehenswerte und fotogene bunte Häuser.

Mein Geheimtipp: Abends werden im Parque de San Juan zahlreiche Garküchen aufgebaut. Hier kannst Du sehr leckere Tacos und Tortas für kleines Geld essen. Ebenfalls probieren solltest Du die dünnen knusprigen Crêpes, die man in Mexiko unter dem Namen Marquesitas kennt.

09 Parque Santa Lucia

Der Parque Santa Lucia, einst Umschlagpunkt für Sklaven aus Afrika, ist ein weiterer schöner kleiner Park im historischen Zentrum von Merida. Heute kann man hier herrlich im Schatten der Bäume verweilen und die Einheimischen beobachten. Rund um den Park findet man zudem einige schöne kleine Boutiquen und viele ausgezeichnete Restaurants, die herrliche mexikanische, peruanische oder auch französische Spezialitäten servieren.

Bereits seit 1965 gibt es in einer Ecke des Platzes zudem eine große Bühne, auf welcher yukatekische Musiker immer Donnerstags ab 21.00 Uhr traditionelle yukatekische Serenaden zum Besten geben. 

Parque Santa Lucia, Merida, Mexiko
Parque Santa Lucia

10 Mercado Lucas de Galvéz

Möchtest Du ein paar schöne und bezahlbare Mitbringsel erstehen oder die authentische mexikanische Küche kosten, empfehle ich Dir den Besuch des Mercado Lucas de Galvéz. Einige traditionelle Spezialitäten aus Mexiko, die Du hier unbedingt probieren solltest sind zum Beispiel Tacos al Pastor (Tacos mit würzigem Schweinefleisch vom Spieß) und Panuchos (eine doppeltgebratene und mit Bohnen gefüllte Tortilla) .

Adresse: Calle 65A, 97000 Mérida

Die schönsten Ausflugsziele rund um Mérida

01 Die gelbe Stadt Izamal

Das Pueblo Magico Izamal (was in der Sprache der Maya « Stadt der Leguane » bedeutet) ist gerade mal eine Stunde entfernt von Merida und man kann die Kleinstadt gut bei einem Halbtagesausflug erkunden. Den Beinamen « die gelbe Stadt » trägt Izamal übrigens aufgrund dessen, dass alle, aber auch wirklich alle Häuser in der Altstadt des Pueblo Magico sonnengelb gestrichen sind. Dadurch ist das Städtchen äußerst fotogen und es wundert auch nicht, dass Izamal als einer der schönsten Orte in ganz Mexiko gilt.

Kuriose Infos über Izamal:

Fragt man die Einheimischen, gibt es verschiedene Gründe, warum die Stadt gelb ist. Eine Geschichte besagt, dass die ganze Stadt im Jahre 1993 für den Besuch von Papst Johannes Paul II. gelb gestrichen wurde, da Gelb die Farbe des Vatikans ist. Andere sagen, der Grund für die gelben Häuser sei, dass Gelb die heilige Farbe der Maya ist. Andere erklären die Farbe schlicht und ergreifend damit, dass Moskitos die gelbe Farbe nicht mögen.

Ein weiterer Spitzname der Stadt ist « La Ciudad de las tres culturas » (auf Deutsch: die Stadt der drei Kulturen), was daran liegt, dass man hier zahlreiche Maya-Pyramiden, ein imposantes Kloster aus der Zeit der spanischen Eroberer und eine moderne mexikanische Stadt vorfindet.

Must-Sees in Izamal
  • Eines der Must-Sees in Izamal ist das bereits erwähnte Kloster: das Convento de San Antonio de Padua. Das Kloster wurde nach der Eroberung der Yucatan Halbinsel durch die Spanier auf und aus den Trümmern eines Mayatempels errichtet. Das Atrium des Konvents ist nach dem im Vatikan das größte der Welt.
  • Ebenfalls sehenswert ist die Pirámide Kinich Kakmó, die sich nur wenige Minuten zu Fuß von der Altstadt befindet. Sie ist die größte und am besten erhaltene Pyramide in Izamal und Du darfst sogar hochklettern. Von oben bietet sich ein grandioser Ausblick auf die Stadt und auf das Kloster San Antonio de Padua.
  • Zurück in der Stadt solltest Du außerdem über den Mercado Municipal schlendern. Hier gibt es leckere yukatekische Spezialitäten für kleines Geld.

Abgesehen davon solltest Du Dich einfach treiben lassen und einen Spaziergang durch die malerischen Gassen der Altstadt von Izamal machen. Hinter jeder Straßenecke erwarten Dich tolle Fotomotive und hübsche kleine Restaurants, wie beispielsweise das Kinich El Sabor de Izamal, das typisch yukatekisches Essen serviert.

Anreise nach Izamal:
  • Mit dem eigenen Mietwagen: Am einfachsten ist sicherlich die Anreise mit dem eigenen Mietwagen. Damit bist Du unabhängig von irgendwelchen Abfahrtzeiten und kannst Izamal in Ruhe genießen.
  • Mit dem Bus: vom Terminal Noreste fahren regelmässig Oriente Busse für 35 MXN (etwa 1,50 Euro) nach Izamal. Die Fahrzeit beträgt etwa 1,5 Stunden.
  • Mit dem Colectivo: Morgens fahren derzeit nur zwei Busse nach Izamal, daher empfiehlt es sich zumindest für die Hinfahrt ein Colectivo zu nehmen. Diese fahren häufiger als die Busse und benötigen etwa 1 Stunde nach Izamal. Sie fahren in Merida auf der Calle 65 zwischen der der Calle 46 und 48 ab.
  • Wenn Du Dir eine individuelle Anreise nach Izamal nicht zutraust, kannst Du alternativ von Merida auch einen Tagesausflug nach Izamal und Valladolid buchen.

02 Erkunde die vergessenen Schätze der Maya-Zivilisation auf der Ruta Puuc

Das Maya-Wort « Puuc » bedeutet Hügel und die Ruta Puuc ist eine rund 48 Kilometer lange Straße, die südlich von Mérida durch die einzige hügelige Region auf der sonst komplett flachen Yucatán-Halbinsel führt. Die Straße verbindet ab Uxmal mehrere Maya-Stätten miteinander. 

Außerdem nennt sich auch der in dieser Region vorherrschende Baustil « Puuc ». Der Baustil besticht durch auffällig Verzierungen mit Masken und Abbildungen der Götter an den Fassaden der Maya-Tempel und Paläste.

Entlang der Ruta Puuc findest Du die Maya-Stätten Uxmal, Kabah, Labná, Sayil und Xlapak die allesamt in dem bereits erwähnten dekorativen Puuc-Stil erbaut wurden und daher absolut sehenswert sind. Durch ihren Baustil heben sich die Maya-Ruinen stark von Chichen Itza oder den Ruinen von Tulum ab und sind zudem weit weniger touristisch, aber mindestens genauso schön und interessant.

Uxmal: Uxmal ist neben Chichén Itzá die bedeutendste Maya-Stätte in Yucatan. Einzigartig ist die wuchtige Pyramide des Zauberers, die einen runden Querschnitt hat. Einen tollen Ausblick auf diese mitten im Urwald liegende Pyramide hat man vom ebenfalls sehenswerten Palacio del Gobernador, der aufwendig mit Ornamenten und Nasen des Regengottes Chaac verziert ist.

Kabáh: nur ein kleiner Teil der Maya-Stadt Kabáh wurde bis jetzt ausgegraben und ist heute für Besucher zugänglich. Besonders sehenswert ist der Palacio de las Máscaras ( auf Deutsch: Palast der Masken), dessen Fassade mit über 250 Masken des Regengottes Chaac verziert ist. Im Vergleich zu vielen anderen Maya-Stätten darfst Du hier noch auf die Spitze der Pyramide klettern.

Labná: Labná ist vor allem für seinen Torbogen Arco de Labná bekannt, der eigentlich gar kein Bogen ist. Er wurde von den Maya-Architekten nämlich oben mit einer Deckenplatte und nicht mit einer Rundung abgeschlossen.

Sayil: Rund 5 Kilometer weiter auf der Ruta Puuc befindet sich die kaum erforschte Maya-Stätte Sayil mitten im Dschungel. Der mächtige dreistöckige Palast in Sayil wurde als Terrassenbau konzipiert und soll einst mehr als 100 Räume gehabt haben. Besonders die mittlere Terrasse ist aufgrund der eindrucksvollen Verzierungen an der Fassade wirklich sehenswert.

Maya-Stätte Sayil, Ruta Puuc, Mexiko
Der dreistöckige Palast in Sayil
Tipps für einen Tagesausflug auf der Ruta Puuc:
  • Der einfachste und beste Weg die Maya Ruinen auf der Ruta Puuc zu besuchen ist mit dem Mietwagen. Zahlreiche Mietwagenfirmen findest Du in Merida am Flughafen und an der Plaza Americana im historischen Zentrum.
  • Wenn Dir ein Mietwagen zu teuer ist und Du Sonntags in Merida bist, gibt es eine weitere Möglichkeit die Maya-Stätten entlang der Ruta Puuc zu besuchen. Jeden Sonntag fährt ein Bus des Busunternehmens Noreste um 8.00 Uhr Morgens am TAME Terminal in Merida ab. Für 180 MXN (9 Euro) kannst Du mit diesem Bus alle 5 Mayaruinen besuchen. Der Bus hält in Uxmal für 2 Stunden, an den kleineren Mayastätten zwischen 30 und 45 Minuten. Der Eintritt für die einzelnen Mayastätten ist nicht im Preis enthalten. Gegen 17.00 Uhr kehrt der Bus nach Merida zurück.
  • Wenn Du Dir einen individuellen Ausflug mit dem Mietwagen nicht zutraust und die Bustour am Sonntag auch keine Option ist, dann kann ich dir diese geführte Tour empfehlen.

03 Besuche die Flamingos und Krokodile im Celestún Nationalpark

Rund eine halbe Stunde entfernt von Mérida befindet sich das verschlafene Fischerdorf Celestún. Du erreichst Celestun entweder mit dem eigenen Mietwagen oder mit dem Bus, der einmal pro Stunde vom Noreste Terminal in Mérida abfährt. Die Fahrt dauert etwa 2,5 Stunden und kostet 60 MXN (rund 3 Euro).

In Celestún selbst lohnt ein Spaziergang vorbei an den entzückenden bunten Häuschen des Fischerdorfs. Zudem kannst Du von Celestún eine Bootstour in das nahegelegene Naturreservat Ría de Celestún machen. Die Bootstouren starten am Strand und führen durch Mangrovenwälder in eine Lagune, in der Flamingo-Kolonien, Pelikane und Krokodile leben. Darüber hinaus wird auf der Bootstour ein Schwimmstopp an einer Süßwasserquelle eingelegt. Wobei auch der Strand von Celestún herrlich ist und Du hier gut und gerne noch einige Stunden verweilen kannst bevor Du wieder nach Mérida zurückkehrst.

Vor Ort kostet die Bootstour bei allen Anbietern 320 MXN (16 Euro) pro Person. Die meisten Boote sind für 8 Personen ausgelegt und der Kapitän wartet mit der Abfahrt bis das Boot voll ist. Eine private Bootstour kostet 2400 MXN (120 Euro) und nach der Bezahlung geht es dann auch direkt los.

04 Verbringe einen Tag am Strand von Progreso

Mérida selbst liegt im Landesinneren. Viele Hotels in Mérida haben einen kleinen Pool, so dass man der Gluthitze der Stadt mal kurz entfliehen kann. Oder Du machst es einfach wie die Einheimischen und fährst einen Tag an den Strand nach Progreso.

Mit dem Mietwagen benötigst Du rund 45 Minuten nach Progreso. Eine schnelle und günstige Alternative sind die Busse von Auto Progreso. Die einfache Fahrt kostet 20 MXN (1 Euro). Die Haltestelle für die Busse befindet sich in der Calle 62 zwischen Calle 67 und Calle 65.

05 Mache einen Tagesausflug nach Valladolid

Wenn Du etwas Zeit mitbringst, würde ich Dir empfehlen, jeweils einige Tage in Valladolid zu verbringen, um die hübsche Kolonialstadt genauer unter die Lupe zu nehmen und auch die Umgebung zu erkunden.

Mehr Infos über Valladolid findest Du in folgendem Artikel:

Wenn Du allerdings nur wenig Zeit hast, kannst Du von Mérida auch einen Tagesausflug nach Valladolid unternehmen.

Weitere Tipps für schöne Aktivitäten in und rund um Mérida

Veranstaltungen in Mérida, die Du nicht verpassen solltest

Mérida ist bekannt für seine Vielzahl an kulturellen Veranstaltungen und Festen. Folgende Highlights solltest Du nicht verpassen:

  • Jeden Samstag kannst Du den Einheimischen beim tradtionellen Maya-Ballspiel Pok Ta Pok auf der Plaza Grande zusehen.
  • Auf dem Remate de Paseo de Montejo findet ebenfalls jeden Samstag La Noche Mexicana, die mexikanische Nacht statt.
  • Jeden Sonntag ist Mérida en Domingo, heißt, dass Du in der ganzen Stadt zahlreiche kulturelle Veranstaltungen findest. Den Höhepunkt bildet der traditionelle Tanz auf der Plaza Grande.
  • Außerdem wird jeden Sonntag zwischen 8.30 und 12.30 Uhr ein Teil des Paseo de Montejo für Autofahrer gesperrt und in die Ruta Bici verwandelt. Dann holen die Einheimischen ihre Bikes raus und machen sich mit dem Fahrrad auf Erkundungstour durch Merida.
  • Ein absolutes Highlight sind die Feierlichkeiten rund um den Día de los Muertos, also den Tag der Toten. In Merida heißt dieser allerdings nicht Día de los Muertos sondern « Hanal Pixán », was in der Sprache der Maya so viel wie « Nahrung für die Seelen der Verstorbenen » bedeutet. Rund eine Woche lang wird Hanal Pixán in Mérida ausgiebig gefeiert. Highlight der Feierlichkeiten sind der Paseo de las Animas (Die Parade der Seelen) vom Friedhof zum Arco de San Juan und die Noche de Catrinas, bei der die Catrinas, die symbolisch für den Tag der Toten stehen, zur Parade durch die Stadt antreten.

Karte mit allen Sehenswürdigkeiten in und rund um Mérida

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Die besten Restaurants und Cafés in Merida

Merida ist ein absolutes Mekka für Foodies und der perfekte Ort, um mehr über die yukatekische Küche und ihre Eigenheiten zu erfahren und natürlich auch um die Cocina yucateca zu kosten. Darüber hinaus findest Du in Mérida aber auch tolle internationale Restaurants, die einen Besuch lohnen. Meine Lieblingsrestaurants und Tipps für tolle Cafés findest Du im Folgenden.

Latte Quattro Sette

Das Latte Quattro Sette ist eines meiner Lieblingscafés in Merida. Das kleine Café ist sehr stylish eingerichtet und man bekommt hier, wie ich finde, den besten Kaffee der Stadt und echt leckeres Frühstück.

Adresse: Calle 47 465, 97000 Mérida | Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8.00 – 15.00 Uhr, Samstags bis 13.00 Uhr

Latte Quattro Sette, Merida, Yucatan
Frühstück im Latte Quattro Sette

SOCO Merida

Ebenfalls richtig gut Frühstücken kann man im SOCO. Das kleine Café ist bekannt für sein handwerklich gebackenes Brot und die süßen Kleinigkeiten. Sündhaft gut sind beispielsweise die Zimtschnecken und das Pain au chocolat. Köstlich ist auch der Avocado Toast mit pochiertem Ei und der French Toast mit frischen Beeren. Darüber hinaus gibt es im SOCO ausgezeichneten Kaffee.

Adresse: Calle 51 492C, Parque Santa Lucia, 97000 Mérida | Öffnungszeiten: täglich von 8.00 – 15.00 Uhr 

SOCO Merida, Mexiko
French Toast mit frischen Beeren im SOCO

Chilakilez

Traditionelles yukatekisches Frühstück gibts im Chilakilez, denn hier kommen ausschließlich Chilaquiles auf den Tisch. Chilaquiles sind altbackene Tortillas, also Maisfladen, die klein geschnitten, frittiert und anschließend in Salsa verde (einer sauer-scharfen Sauce aus Tomatillos und Jalapeños) oder Salsa rojo getränkt werden. Getoppt werden die matschig-knusprigen Tortillastückchen je nach Gusto mit Spiegelei, Avocado, Sauerrahm, Koriander, Zwiebeln oder Queso Fresco.

Adresse: Calle 57 498A, 97000 Mérida | Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag von 8.00 – 16.00 Uhr, Sonntags bis 14.00 Uhr

Rosa Sur 32°

Das Rosa Sur 32° befindet sich direkt im Parque Santa Lucia, dem ältesten Platz der Stadt. Auf den Tisch kommen hier hübsch angerichtet authentische mexikanische Gerichte mit einem modernen Touch. Sehr zu empfehlen sind die traditionellen Panuchos (eine mit Bohnen gefüllte Tortilla) mit Ente, das Risotto mit Meeresfrüchten, Guajillo Chili und Epazote (wohlriechender Gänsefuß) und die Schweinerippchen mit einer Sauce aus dunklem Beer und Achiote mit Chaya Pesto (Baumspinat-Pesto). Wenn anschließend noch Platz ist, solltest Du unbedingt auch die Mascarponecreme mit Feigen und Polleneis probieren.

Adresse: Calle 60 471- 4, Parque Santa Lucia, 97000 Mérida | Öffnungszeiten: täglich von 8.30 – 23.00 Uhr

Rosa Sur 32°, Merida, Mexiko
Rosa Sur 32°, Merida, Mexiko

Avec Amour

Das Avec Amour Bistro befindet sich ebenfalls im Parque Santa Lucia und serviert, wie der Name schon verrät, neben mexikanischer auch feine französische Küche und ausgezeichnete französische Weine. Sehr zu empfehlen ist die Käseplatte, die « avec amour » auf einem herzförmigen Holzbrett serviert wird. Sehr lecker ist auch die traditionelle Crème brûlée.

Adresse: Calle 60 x 55 y 53, Parque Santa Lucia, 97000 Mérida | Öffnungszeiten: Montag und Dienstag von 13.00 – 23.00 Uhr, Mittwoch bis Sonntag von 12.00 – 0.00 Uhr

Apoala

Ein weiteres ausgezeichnetes Restaurant im Parque Santa Lucia ist das Apoala. Hier kommen authentische Gerichte aus Oaxaca und Yucatán auf den Tisch, die von Chefkoch Sara Maria Arnaud Gómez nach alten Familienrezepten mit regionalen Zutaten zubereitet werden. Traditionell ist die Zubereitung, präsentiert werden die Gerichte fancy und modern. 

Sehr zu empfehlen sind beispielsweise die Chilaquiles mit Thunfisch, roter Salsa, Avocado, Queso fresco und Koriander. Ebenfalls köstlich waren die Garnelen mit einer Quarkcreme auf weißen Bohnen mit kleinen Maisklößchen und Epazote. Dem Mann hat sein Rinderfilet auf Süßkartoffelpüree mit gegrilltem Feigenkaktus, Granola und Mole Negro de Oaxaca (einer dickflüssigen braunen Sauce, die aus mindestens 35 verschiedenen Zutaten besteht) ebenfalls ausgezeichnet geschmeckt.

Adresse: Calle 60 471, Parque Santa Lucia, 97000 Mérida | Öffnungszeiten: täglich von 13.00 – 0.00 Uhr, Sonntags bis 22.00 Uhr

Die schönsten Hotels in Merida

Übernachtet habe ich in Merida im Hotel Mérida 62. Das Hotel ist günstig und die Zimmer sehr einfach, aber sauber. Zudem ist das Hotel sehr zentral gelegen und es gibt eine kleine Dachterrasse von der man einen schönen Ausblick auf die Stadt genießt. Mehr braucht man in Merida eigentlich nicht, da man sowieso kaum Zeit im Hotelzimmer verbringen wird. Alternativ gibt es natürlich viele andere Hotels in Merida, vom günstigen Hotel bis hin zum Luxushotel. Folgende Unterkünfte kann ich Dir ebenfalls empfehlen.

  • Günstige Unterkunft in Merida: Sehr schön und günstig ist das kleine Hotel La Piazzetta. Die Zimmer sind hübsch eingerichtet und sehr sauber und zudem liegt das Hotel super zentral.
  • Unterkunft für den etwa größeren Geldbeutel: Etwas teuerer, aber sehr hübsch sind die Zimmer im Boutique Hotel Villa Orquídea. Zudem gibt es in dieser Unterkunft einen kleinen Pool und ausgezeichnetes, sehr gesundes Frühstück.
  • Luxus-Hotel in Merida: Sehr stylish übernachten kann man im Wayam Mundo Imperial. Das Hotel punktet mit schicken, modernen Zimmern, einem großen Pool und sehr gutem Frühstück.

Anreise nach Merida

Der optimale Ausgangspunkt für eine Yucatán-Rundreise ist Cancún, auch wenn man Cancún getrost links liegen lassen kann. Die Stadt ist meiner Meinung nach absolut nicht sehenswert. Ab Deutschland bieten gleich mehrere Fluggesellschaften Direktflüge ab Düsseldorf, München und Frankfurt nach Cancún an.

  • Mit dem Flugzeug: In Mérida selbst gibt es zwar einen internationalen Flughafen, dieser wird jedoch nicht von Deutschland aus angeflogen. Du kannst aber von Cancún nach Mérida fliegen. Günstige Flüge nach Mérida findest Du hier.
  • Mit dem Mietwagen: Wenn Du eine Rundreise über die Yucatán-Halbinsel planst, dann empfehle ich Dir einen Mietwagen. So kannst Du den Roadtrip ganz individuell planen und kannst immer dort halten, wo es Dir gefällt. Einen günstigen Mietwagen findest Du über Skyscanner.
  • Mit dem Bus: Auch mit dem Bus erreichst Du Mérida jedoch sehr einfach. Da Mérida die größte Stadt auf der Halbinsel ist, ist sie sehr gut angebunden. Die Busverbindungen kannst Du über Bookaway recherchieren und direkt buchen.

Praktische Tipps für Deine Reise nach Mérida

Wieviele Tage sollte man in der Kolonialstadt Mérida bleiben?

Ich empfehle Dir mindestens 3 Tage in Mérida zu bleiben. Für Mérida selbst reichen 1-2 Tage. Doch wenn Du auch die Umgebung erkunden möchtest, solltest Du dafür mehr Zeit einplanen. Ich war 5 Nächte in Mérida, hätte aber gut und gerne auch noch einige Tage mehr hier verbringen können.

Ist Mérida sicher?

Die Kriminalität ist in vielen mexikanischen Städten ein großes Problem. Mérida ist für mexikanische Verhältnisse jedoch eine sehr sichere Stadt und gilt sogar als sicherste Stadt Lateinamerikas. Im Gegensatz zu vielen anderen Städten in Mexiko ist Mérida nicht in der Hand der Drogenkartelle. Dennoch sollte man auch in Mérida bei Menschenansammlungen Vorsicht vor Taschendieben walten lassen und besser keine Wertsachen und nicht all zu viel Bargeld mit sich herumtragen.

Zeitzone Yucatán Halbinsel

Winterzeit: – 7 Stunden
Sommerzeit: – 6 Stunden

Wetter in Merida und die beste Reisezeit 

In Merida herrscht ganzjährig tropisch heißes Klima und die Temperaturen fallen tagsüber eigentlich nie unter 30 °C. Merida gilt als eine der heißesten Städte in Mexiko.

Von Dezember bis April ist es in Merida trocken, daher ist dies grundsätzlich die beste Reisezeit. Allerdings erreichen die Temperaturen dann tagsüber bis zu 36 °C. 

Der heißeste Monat im Jahr ist der Mai. Wenn Du nicht gerade super hart im Nehmen bist, empfehle ich Dir diesen Monat zu meiden, denn bei Temperaturen um die 40 °C im Schatten macht Sightseeing wirklich keinen Spaß.

Von Juni bis Oktober ist es hingegen ein wenig kühler, allerdings regnet es in dieser Zeit auch sehr häufig und dann wird es in Merida unglaublich schwül. Es fühlt sich an, als würde man den kompletten Tag in einer Dampfsauna verbringen. Zudem beginnt im August auch die Hurrikan-Saison, daher empfiehlt es sich, Reisen nach Merida in dieser Zeit zu vermeiden.

Die ultimative Packliste für Fernreisen

Bezahlen in Mérida

In Mérida kannst Du praktisch überall mit Kreditkarte bezahlen. Es gibt jedoch auch hier vereinzelt Geschäfte und Restaurants, die ausschließlich Cash akzeptieren. Zudem empfiehlt es sich immer etwas Bargeld dabei zu haben, um Busse, Colectivos, den Eintritt für die Maya-Ruinen oder Snacks bei den Straßenhändlern kaufen zu können. 

Zahlreiche Geldautomaten findest Du in Mérida rund um die Plaza Grande. Die Geldautomaten akzeptieren alle gängigen Kreditkarten. Um dich vor manipulierten ATMs zu schützen, solltest du aber am besten nur diese nutzen, die in Banken stehen oder Dir die Automaten vor der Nutzung ganz genau ansehen.

Aufpassen

Die mexikanischen Banken verlangen häufig hohe Gebühren. Zunächst wird beim Abheben nur die kleine Bankgebühr von 18 bis 48 Pesos angezeigt wird. Danach wird der Wechselkurs angezeigt. Hier wird im Kleingedruckten häufig eine Wechselgebühr von 5 – 8% erhoben. Wenn Du diese Gebühr ablehnst, bekommst Du Dein Geld manchmal trotzdem, ohne dass diese Gebühr erhoben wird (funktioniert beispielsweise bei der Banco Azteca). Sonst gibt der Automat Deine Karte einfach wieder heraus und Du kannst es an einem anderen versuchen.

Deine heimische Bank verlangt für Auslandsabhebungen meist ebenfalls Gebühren. Daher empfehle ich Dir die Santander 1PLusCard. Diese ist eine der wenigen Kreditkarten mit der Du weltweit kostenlos Bargeld abheben kannst.


Die beste Reisekreditkarte: 1Plus Visa Card von Santander

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Erstattung von Fremdgebühren


Die besten Yucatán-Reiseführer

Vor meinem Yucatán Roadtrip habe ich viele Reiseblogs gelesen, um mir Inspiration und Infos zu holen. Zusätzlich hatte ich in Mexiko aber auch einen klassischen Reiseführer dabei und zwar den Lonely Planet Reiseführer Mexiko 17. Dieser ist letztes Jahr als Neuauflage erschienen und die Infos darin sind (halbwegs) aktuell.

Alternativ sind folgende Mexiko Reiseführer empfehlenswert:

Fazit

Grundsätzlich fand ich Mérida unglaublich schön und sowohl die Stadt selbst als auch die Umgebung haben wirklich viel zu bieten. Ganz besonders hat mir die Tour auf der Ruta Puuc gefallen und auch die sonnengelbe Stadt Izamal. Zudem habe ich das Essen in Mérida sehr genossen. Müsste ich mich entscheiden, würde ich Mérida jedoch auslassen und einige Tage in Valladolid und Campeche verbringen. Der Grund dafür ist jedoch einfach, dass diese beiden Städte ein wenig kleiner und überschaubarer sind und mir die meisten Großstädte einfach nicht besonders liegen. Wenn Du wie ich genügend Zeit hast, alle drei Städte zu erkunden, dann solltest Du Mérida aber unbedingt besuchen und Dir auch ein wenig Zeit für Tagesausflüge in die Umgebung nehmen.

Warst Du schon mal in der mexikanischen Stadt Merida? Wie hat Dir die Kolonialstadt gefallen? Hast Du noch mehr coole Tipps für Merida? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

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Nina | Reisehappen Food- und Reiseblog
Nina

Hi! Ich bin Nina von Reisehappen! Bloggerin, Grafikerin & Illustratorin, Foodie und leidenschaftliche Köchin, Käseliebhaberin, Reisejunkie, Workaholic, Yoga addicted, 6 Kontinente – 70 Länder und noch immer vom Fernweh geplagt.