Meine Tipps für die AMA GENUSS REGION Vorarlberg

Vorarlberg, das westlichste Bundesland Österreichs, zwischen Bodensee und Arlberg gelegen, ist bekannt für seine außergewöhnliche Architektur, die wunderschöne Natur, das Miteinander und vor allem für seine regionalen Produkte und die bodenständige und gleichzeitig so kreative Küche. Österreich wird gerne als « Land der behutsamen Veredelung » bezeichnet und viele dieser veredelten Produkte finden sich auch in der AMA GENUSS REGION Vorarlberg. Die Köche in Vorarlberg arbeiten eng mit der heimischen Landwirtschaft und den Genussmanufakturen zusammen, um das beste aus der Region auf den Tisch zu bringen – je nach Saison versteht sich.

Vor allem für seinen Käse ist Vorarlberg bekannt, ob Bergkäse, Alpkäse aus Sommermilch von den zahlreichen Sennalpen, Frischkäse oder cremiger Camembert. Der Käse findet natürlich auch in der Küche Verwendung, so zum Beispiel in der Bregenzerwälder Käsesuppe oder bei Kässpätzle. Sehr nahrhaft ist auch « Riebel », eine Mischung aus Mais- und Weizengrieß, die gerne zum Frühstück aber auch als Beilage gegessen wird. Dazu trinkt man in Vorarlberg Fruchtsäfte aus der Region oder auch ein regionales Vorarlberger Bier.

Nun habe ich mich also auf die Reise nach Vorarlberg, genauer gesagt nach Lech und in den Bregenzerwald gemacht, um einige der regionalen Produkte und deren Produzenten sowie die Geschichten, die hinter diesen Produkten stehen, kennenzulernen. Auch einige Köche habe ich in Vorarlberg besucht, die eben diese Produkte der AMA GENUSS REGION Betriebe zu kulinarischen Köstlichkeiten verarbeiten und deren Restaurants und Hotels ebenfalls das Gütesiegel AMA GENUSS REGION tragen. Außerdem findest Du im folgenden Artikel noch ein paar Tipps zum Wandern und kleine sehenswerte Highlights in der Region, denn Vorarlberg hat weitaus mehr zu bieten als kulinarische Genüsse. Mir hat Vorarlberg jedenfalls zahlreiche Glücksmomente beschert, die mein Herz höher hüpfen und mir das Wasser im Munde zusammenlaufen liessen.

Was ist das Gütesiegel AMA GENUSS REGION?

Dieses Gütesiegel garantiert Gästen und Kunden die beste Qualität und vor allem die regionale Herkunft der Lebensmittel, aber auch kurze klimaschonende Transportwege und die stets frische Zubereitung sämtlicher Produkte und Speisen. Teilnehmende Bauernhöfe, Manufakturen und Gastronomiebetriebe müssen klare Qualitätskriterien erfüllen und werden regelmäßig überprüft. Alle AMA GENUSS REGION Betriebe, von welchen es mittlerweile fast 2.500 in ganz Österreich gibt, zeichnen sich durch liebevolle Handarbeit, langjährige Traditionen, aber auch Offenheit für neue Ideen aus. Sie alle sind auf Ihrem Gebiet Künstler der Veredelung.

Wenn Du selbst einmal die Betriebe der AMA GENUSS REGION besuchen möchtest, dann empfehle ich Dir einen Blick auf die Genuss-Landkarte. Diese informiert Dich über die bäuerlichen Direktvermarkter und Genussmanufakturen bei welchen Du die regionalen Produkte kaufen kannst, aber auch über die lokalen Gastronomiebetriebe in welchen Du lokale Speisen kosten kannst und wo Du regionale Genusserlebnisse buchen kannst. Dazu findest du auf dieser interaktiven Landkarte auch viele weitere Infos zu den Regionen.

Gütesiegel AMA GENUSS REGION

(Kulinarische) Genüsse in und rund um Lech am Arlberg

Erster Stopp meiner Vorarlberg-Reise war das zauberhafte Bergdorf Lech am Arlberg. Der Arlberg gilt als Wiege des alpinen Skilaufs und ist vor allem als Wintersportgebiet bekannt. Doch auch im Sommer hat Lech so einiges zu bieten. Da wäre das begehbare Kunstwerk Skyspace, welches vom amerikanischen Lichtkünstler James Turrell geschaffen wurde. Wandern kann man hier in eindrucksvoller blühender Bergnatur zum Beispiel am Lechweg, dem Weitwanderweg am Wildbach. Doch auch genießen kann man in Lech auf höchstem Niveau: Die meisten Hotels sind schon seit vielen Generationen Familienbetriebe und ganze 19 Restaurants tragen hier Gault-Millau-Hauben. So darf sich Lech Zürs am Arlberg auch zurecht « Weltgourmetdorf » nennen.

Ein Genuss für die Augen – Das Skyspace Lech

Bevor ich Dir jedoch mehr über die kulinarischen Genüsse in Lech am Arlberg erzähle, geht es zuerst um den Genuss für die Augen. Seit 2018 gibt es in Lech, genauer gesagt am Tannegg in Oberlech, eine begehbare Kunstinstallation von James Turell. Das Skyspace Lech ist ein nahezu unterirdisch angelegtes Bauwerk, das sich nahtlos in die Landschaft einfügt. Es verfügt über einen ovalen Hauptraum mit einer ebenso ovalen, und bei schönem Wetter geöffneten Kuppel, durch welche man den Himmel erkennen kann. Kurz vor Sonnenauf- und Sonnenuntergang werden die Wände und die Decke des Lichtraums in farblich wechselndes Licht getaucht. Durch das Farbspiel wird der Himmel durch die Öffnung als Teil des Raumes empfunden und die eigentliche Raumstruktur scheint sich aufzulösen. So kann man hier das Zusammentreffen von Himmel und Erde mit ganz neuem Blick erleben.

Das Skyspace Lech Vorarlberg

Der smaragdgrüne Formarinsee –  der schönste Platz Österreichs

Mein ganz persönliches Vorarlberg Highlight für die Augen war der Formarinsee, dieser wunderschöne smaragdgrün schimmernde Hochgebirgssee unter der mächtigen Roten Wand am Ende des Zugertals, der sich jedes Jahr auf ein Neues aus dem Schmelzwasser im Lechquellengebirge bildet. Das dieser Ort einfach malerisch und absolut traumhaft ist, sehe übrigens nicht nur ich so. Im Oktober 2015 wurde der Formarinsee vom ORF zum schönsten Platz Österreichs gekürt.

Den See in all seinen unterschiedlichen Farben und Facetten genießen, kannst Du bei einer Wanderung rund um den See. Zuerst schlängelt sich der Weg sanft bis auf die Südseite des Sees, wo die Freiburger Hütte zum Verschnaufen und auf eine kleine Jause einlädt, bevor Du anschließend den kurzen aber knackigen Heimweg antrittst. Ab hier ist Klettern angesagt. Zwar benötigst Du keine Ausrüstung, doch der Klettersteig auf die Rote Wand ist durchaus anspruchsvoll und sollte nur begangen werden wenn Du körperlich fit und trittsicher bist. Alternativ drehst Du sonst an der Freiburger Hütte wieder um und nimmst den gleichen Weg zurück, um den Blick auf die Rote Wand aus der Ferne zu genießen.

Mein Tipp

Den Formarinsee erreichst Du über einen Wanderweg von Lech-Zürs aus. Alternativ, wenn Du es eher gemütlich magst, nimmst du den Wanderbus durch das Zugertal bis hin zum See. Die Fahrkarte, beziehungsweise der Eintritt ins Zugertal schlägt mit 20 Euro pro Person zu buche. Wenn Du mehrere Tage bleibst, lohnt der Kauf der Lech Card, mit der Du freien Eintritt ins Zugertal hast und die Busse nutzen kannst, aber auch viele weitere Vorteile genießt.

Der smaragdgrüne Formarinsee –  der schönste Platz Österreichs

Zu Gast bei einem der talentiertesten Köche der Alpen – Der Rote Wand Chef’s Table im Schualhus

Während der Formarinsee ein absoluter Augenschmaus war, ist ein Abend am Rote Wand Chef’s Table ein Genuss für alle Sinne. Der AMA GENUSS REGION Betrieb Rote Wand Chef’s Table, welcher im alten Zuger Schulhaus  seine Heimat gefunden hat, gilt als einer der außergewöhnlichsten und besten kulinarischen Hotspots in der ganzen Alpenregionen. Aus vorwiegend regionalen Produkten kreiert und serviert Max Natmessing, einer der talentiertesten Köche der Alpen, der schon im « Steirereck » in Wien bis hin zum « Chef’s Table at Brooklyn Fare » in New York gekocht hat, ein 19-Gänge Menü, das sowohl ein Genuss für die Augen, als auch für alle anderen Sinne ist. 

Zubereitet werden die kulinarischen Highlights von Max Natmessing und seinem Team direkt vor den Augen der Gäste und mit korrespondierenden Getränken, wahlweise einer erlesenen Auswahl an Weinen oder auch außergewöhnlichen anti-alkoholischen Getränken, serviert.

Zu Gast bei einem der talentiertesten Köche der Alpen – Der Rote Wand Chef’s Table im Schualhus

Nun kannst Du in der Roten Wand jedoch nicht nur herrlich speisen. Wenn Du den Heimweg anschließend nicht mehr antreten möchtest, empfehle ich Dir ein Zimmer im Rote Wand Gourmet Hotel, zu welchem das Restaurant gehört. Die Rote Wand hat mich nicht nur mit seinem wirklich coolen, stylischen und modernen, aber gleichzeitig auch warmen Ambiente begeistert, sondern vor allem auch mit echter Gastfreundschaft. Nicht zu vergessen das Frühstück, das am Tisch auf einem Holzbrett serviert wird. Auf dem Brett ebenfalls ausschließlich regionale Produkte – von der geräucherten Lachsforelle bis hin zur Pastrami, dem Käse, dem Honig und den hausgemachten Marmeladen.

Das Hotel Mohnenfluh – Speisen auf einer der schönsten Terrassen in Vorarlberg

Auch das Hotel Mohnenfluh wurde mit dem Gütesiegel AMA GENUSS REGION Vorarlberg ausgezeichnet und es kommen ausschließlich regionale Produkte auf den Tisch. Das Brot wird beispielsweise täglich frisch vom Bäckermeister Walch geliefert. Das erstklassige Fleisch stammt von Handl Tyrol. Die Heumilch, welche hier verwendet wird, kommt vom Bergbauern Egger aus Oberlech und der Fisch aus dem Fischteich in Zug bei Lech. All diese Produzenten sind Partner und teilen die Überzeugungen und Werte des Mohnenfluh und gemeinsame versucht man eine kostbare Genusstradition zu bewahren. Die feinen regionalen Zutaten werden im Hotel Mohnenfluh kreativ zu feinen aber unverfälschten Gerichten – wie zum Beispiel zu herrlichen Kässpätzle, hausgemachten Burgern und einem göttlichen Kaiserschmarrn – verarbeitet.

Besonders gut schmeckt es übrigens Mittags auf der Panoramaterrasse des Hotels. Von dort genießt Du einen atemberaubenden Ausblick über die blühenden Bergwiesen und die Bergwelt am Arlberg und kannst den Alltagsstress einfach mal für ein paar Stunden oder auch ein paar Tage vergessen.

(Kulinarische) Genüsse im Bregenzerwald

Zweiter Stopp meiner Reise nach Vorarlberg war der Bregenzerwald, eine Gegend die bekannt ist für seine außergewöhnliche Architektur – sie gilt als eine Region der Visionäre und der kreativen Köpfe, aber auch als eine Gegend, in der Traditionen noch Leben und ein Handschlag noch Bedeutung hat. Kreativ sind die Menschen im Bregenzerwald jedoch nicht nur was die Architektur und das Handwerk, sondern auch was die Kulinarik betrifft. Echte Qualität weiß man hier noch zu schätzen und der kreative Umgang mit traditionellen regionalen Produkten wird hier gelebt.

Das Werkraum Haus in Andelsbuch – Vorarlbergs traditionelle Formensprache trifft zeitgemäßes Design

Zu den kreativen Köpfen der Region gehören auch die Handwerker, die sich zur Kooperation Werkraum Bregenzerwald zusammengeschlossen haben, um Ihre Arbeiten gemeinsam zu präsentieren und die Baukultur im Bregenzerwald zu fördern. Das Werkraum Haus in Andelsbuch dient Ihnen als Versammlungsort, aber auch als große Vitrine, in welcher sie Ihre Arbeiten präsentieren können.

Die Idee hinter dem Gebäude selbst ist, dass man ein Schaufenster zur Handwerkskultur im Bregenzerwald schaffen wollte. Daher besitzt das Gebäude ein weit ausladendes Dach aus Holz und eine Fassade komplett aus Glas, so dass eine Trennung zwischen Innen und Außen aufgehoben wird und die Landschaft drum herum praktisch ein Teil der Ausstellung wird. Der renommierte Schweizer Architekt Peter Zumthor schuf dieses Gebäude gemeinsam mit den Werkraum-Handwerkern. Neben dem großen Ausstellungsraum gibt es hier auch eine kleine Gastwirtschaft und einen zauberhaften Shop, in welchem Du viele tolle und wirklich außergewöhnliche Mitbringsel findest, die natürlich allesamt von den Handwerkern aus dem Bregenzerwald in liebevoller Handarbeit geschaffen wurden – ob zauberhafte Platzsets aus Kork, Küchenutensilien und Kinderspielzeug aus Holz, handgemachte Notizbücher, aber auch kulinarische Spezialitäten aus der Region.

BUS:STOP Krumbach – so schön sind Bushaltestellen im Bregenzerwald

Du fragst Dich jetzt wahrscheinlich ob das meinst Ernst ist, dass ich hier Bushaltestellen als Sehenswürdigkeiten aufzähle. Jup, mein voller Ernst, denn es geht nicht um irgendwelche Bushaltestellen. 7 Bushaltestellen in Krumbach wurden von 7 verschiedenen Architekten und Architektinnen aus aller Welt gestaltet. Modern und mutig sind die Designs. Doch stehen sie gleichzeitig auch so sehr für Vorarlberger Tradition und Handwerk, denn gestaltet wurden die Bushaltestellen zwar von Architekten aus aller Welt, gebaut jedoch in Zusammenarbeit mit lokalen Handwerkern und Partnerarchitekten und mit traditionellen Materialien aus Vorarlberg. Herrlich fügen sich diese modernen Bushaltestellen in die Landschaft ein und stehen nicht im Kontrast zu Traditionen und Vorarlberger Baukultur.

Ganz besonders gelungen finde ich das Bushäuschen an der Haltestelle in Bränden, welches von Sou Fujimoto aus Japan gestaltet wurde. Ich meine, von welcher Bushaltestelle genießt man sonst so einen grandiosen Ausblick? Und den herannahenden Bus sieht man auch schon von weitem.

BUS:STOP Krumbach – so schön sind Bushaltestellen im Bregenzerwald

Umgang Bregenzerwald – Ein etwas anderer Dorfspaziergang durch Bizau

Der « Umgang Bregenzerwald » sind Wege unterschiedlicher Dauer, die einen durch die Dörfer von Au, Schoppernau, Mellau, Bizau, Bezau-Reuthe, Andelsbuch, Schwarzenberg, Egg, Lingenau, Langenegg, Hittisau und Krumbach führen. Auf diesen Spaziergängen erfährt man mehr darüber wie die Menschen im Bregenzerwald miteinander und mit ihrer Umgebung umgehen und wie die Menschen hier einst ihr Leben gestaltet haben und noch heute gestalten. Der « Umgang Bregenzerwald » lenkt die Blicke auf traditionelle und moderne Gebäude der Region, aber auch auf Alltagsgegenstände, die hier zum Leben dazu gehören. Im Bregenzerwald wird schon heute größtenteils nachhaltig gebaut und die Rohstoffe für die wunderschönen Holzhäuser kommen aus der Umgebung. Viele Stadtplaner könnten sich hier Inspiration für die Städte der Zukunft holen. Sie sollten einfach mal einen dieser Dorfspaziergänge machen oder gleich alle 12.

Ich jedenfalls habe einen dieser Spaziergänge gemacht und zwar den durch Bizau. Wie in allen Orten findest Du hier mehrere Infosäulen am Wegrand. In diese kannst Du hineinsehen und Zeichnungen von Gebäuden oder Gegenständen und kleine Fragen erkennen. Die Antworten auf die Fragen und Details zu den Gebäuden und Objekten findest Du in dem kleinen Folder des Umgangs, welchen Du beim örtlichen Tourismusbüro und bei Bregenzerwald Tourismus erhältst.

« Wir ehren das Alte und grüßen das Neue und bleiben uns selbst und der Heimat treu » ist heute das inoffizielle Motto der Bregenzerwälder und es trifft auch auf das Bauen in Bizau zu, wie Du an vielen Gebäuden der Gemeinde sehen kannst. Da wäre beispielsweise der neue Kindergarten, in den sicher jedes Kind gerne gehen würde. Sehenswert ist darüber hinaus der typische « Hag », der Zaun, der die Streuwiesen im Bizauer Moos umgibt. Und wenn Du noch nach einem hübschen Mitbringsel, schönen Küchenutensilien und moderne Wohnaccessoires suchst, dann empfehle ich Dir mal bei Edith vorbeizuschauen. Der dreistöckige Laden ist einfach bezaubernd und Du schafft es kaum hier rauszugehen ohne etwas gekauft zu haben.

Alles Käse – bei Hilkater Biokäse in Bizau

In der Hilkater Hofsennerei in Bizau am Fuße des Berges Kanisfluh wird nach alter Tradition Biokäse aus Leidenschaft produziert und zwar aus silofreier Bio-Heumilch von den 17 hofeigenen Kühen. Die Kühe wurden allesamt mit viel Liebe auf dem Hof aufgezogen und die « Ladies », wie sie von Bauer Jakob liebevoll bezeichnet werden, werden hier wahrlich fürstlich behandelt. Die Tiere sind keine Nummern, sie alle haben einen Namen und es gibt gar ein Spa-Angebot für die Kühe. Mit der automatischen Massagebürste im Auslauf könne sich die Kühe eine ausgiebige Massage gönnen, an heißen Sommertagen auch mal eine Regendusche und den Auslauf können die Kühe das ganze Jahr rund um die Uhr begehen oder es sich in einer der vielen bequemen Liegeboxen einfach gemütlich machen. Wenn die Kühe einmal krank werden, werden sie mit homöopathischen Globuli und Hausmitteln behandelt. Hier wird wirklich alles getan, damit die Kühe glücklich und gesund sind, denn nur dann geben sie beste Bio-Heumilch. 

Täglich wird die Milch dieser glücklichen Kühe dann auf dem AMA GENUSS REGION Bauernhof in liebevoller Handarbeit und mit viel Leidenschaft zu elf verschiedenen Sorten Schnitt- und Hartkäse verarbeitet. Anschließend lagert der Käse im hofeigenen Käsekeller und wird bis zur Genussreife von Hand gepflegt. Heißt beim Winkäs beispielsweise, dass der Käse während seiner Reifezeit regelmässig mit bestem Zweigelt aus dem Burgenland gepflegt und mit dem Trester der Traube affiniert wird, wo durch er seinen besonderen Geschmack und sein unverwechselbares Aussehen erhält. Der Rochus mit seiner Mittelschicht aus Olivenkraut, Basilikum und getrockneten Tomaten wurde als bester Hartkäse Österreichs ausgezeichnet. Ganze 12 Monate muss er reifen und währenddessen wird die Rinde über 150 Mal von Hand mit Öl eingepinselt. Dadurch entwickelt der Käse einen Geschmack der an italienischen Parmesan erinnert. Der Räßkäse wird hingegen nach alter Tradition ausgiebig mit Salz behandelt, wodurch er sein würziges Aromas erhält und damit zum perfekten Begleiter der Vorarlberger Kässpätzle wird.

Wenn Du den Käse aus Vorarlberg nun einmal selber probieren möchtest, dann empfehle ich Dir den Besuch des kleinen Hofladens, wo sich neben den Hilkater Biokäse-Spezialitäten auch andere biologische Spezialitäten vom Hof und aus dem hofeigenen Garten finden.

Alles Käse – bei Hilkater Biokäse in Bizau

Geschichten im Glas – zu Gast bei Wolfgang Mätzler

Alles begann mit einer Geschmackssachen Box von Bernhard Moser, die mich vor einiger Zeit erreichte. Darin waren zahlreiche österreichische Spezialitäten aus AMA GENUSS REGION Betrieben und unter anderem eine Bregenzerwälder Käsesuppe von Wolfgang Mätzler. Und eben diesen Wolfgang Mätzler habe ich nun in Andelsbuch im Bregenzerwald besucht, um mehr über Wolfgang fairkocht HEIMISCHES und seine « Geschichten im Glas » zu erfahren. Und was soll ich sagen, nicht nur Wolfgang hat mich mit seiner unaufgeregten natürlichen Art beeindruckt, sondern auch seine Geschichten im Glas.

Seine Kindheit hat Wolfgang im Sommer oft auf der Alpe verbracht und später hat er eine Kochlehre absolviert und den Bregenzerwald zunächst verlassen, um etwas von der Welt zu sehen und sein Handwerk von den Besten zu erlernen. Die Idee zu Wolfgang fairkocht HEIMISCHES entstand bereits 2016, doch fehlte immer die Zeit zur Umsetzung dieser Idee. Dann begann die weltweite COVID-19 Pandemie und mit dem ersten Tag des Lockdowns entschied Wolfgang seine Idee, die schon lange in der Schublade schlummerte, in die Tat umzusetzen: Heißt Haubenküche to go – lecker, hochwertig und hergestellt aus unverfälschten reinen Naturprodukten inspiriert durch die unzähligen Einweckgläser, die einst im Keller seiner Oma wie Schätze im Regal lagerten und so viele Gerüche und Aromen, aber auch Geschichten und Anekdoten fest in sich verschlossen. 

Seine Wertehaltung in Bezug auf Mensch, Tier und Umwelt steht bei der Produktion der Köstlichkeiten aus dem Glas im Vordergrund. Wolfgang kennt alle Lieferanten seiner Zutaten persönlich und weiß, dass seine hohen Standards bei diesen genau eingehalten werden. Heißt, die Kälber, die beispielsweise für das Kalbssugo verwendet werden, kommen aus artgerechter Tierhaltung. Das Gemüse, das er verwendet, ist ungespritztes Gemüse aus der Bodenseeregion und wird sowohl klimaneutral gelagert als auch geliefert. Sämtliche ausgewählte Produkte werden fair und klimaneutral in der Region produziert. In den Gläsern von Wolfgang finden sich weder E-Stoffe, noch Stabilisatoren. Zusätzlich sind praktisch alle Produkte gluten- und laktosefrei und eine Kühlung der fertig eingemachten Produkte ist ebenfalls nicht nötig, das heißt auch die Lagerung des Endproduktes ist klimaneutral.

Zuhause musst Du die Gläser einfach nur aufschrauben, alles raus aus dem Glas, rein in den Topf, aufwärmen und mit den Verfeinerungstipps von Wolfgang kommt auch daheim feinste Haubenküche auf den Tisch. Eine ganz großartige Idee wie ich finde und die Gerichte aus dem Glas schmecken zu dem köstlich, so viel kann ich Dir verraten.

« From nose to tail » im Ernele – die Ladenwirtschaft im Romantik Hotel Das Schiff

Ein weiterer AMA GENUSS REGION Betrieb in Vorarlberg und noch dazu ein ganz entzückendes Restaurant ist das Ernele, welches zum Romantik Hotel Das Schiff, einem sicheren Hafen in Hittisau, gehört. Doch das Ernele ist weit mehr als ein Restaurant, es ist eine Ladenwirtschaft in der echte Gastfreundschaft gelebt wird. Die Regale im Ernele sind reich bestückt mit zahlreichen Käsesorten, Wurst und Speck von ausgewählten Bauern aus der Umgebung, aber auch Marmeladen, Likören, Schnäpsen, den berühmten Gewürzvariationen von Karin Kaufmann und vielem mehr, was der Bregenzerwald kulinarisch zu bieten hat. Hier kannst Du herrlich stöbern und einkaufen.

Zwischen all diesen Köstlichkeiten kocht Felix Groß, der Küchenmeister im Ernele, in seiner für jeden Gast einsehbaren Küche und so kannst Du im Anschluss an den Einkauf hier auch herrlich genießen. Was Felix Groß in der Küche zu exquisiten Köstlichkeiten veredelt sind Produkte aus dem hauseigenen Gemüsegarten oder aus dem Umkreis von maximal 100 Kilometern. Absolut frisch und nur von ausgewählten Sennereien, Metzgereien und Bauernhöfen sind die Zutaten und die Verwertung erfolgt nach dem « from nose to tail » Prinzip. Heißt hier wird wirklich alles restlos verwertet – aus absoluter Überzeugung. Traditionell ist seine Küche und gleichzeitig so modern, hübsch und außergewöhnlich wird sie auf Tellern angerichtet und man sagt für ein Menü im Ernele nimmt so mancher Genießer gerne auch mal einen größeren Umweg in Kauf.

« From nose to tail » im Ernele – die Ladenwirtschaft im Romantik Hotel Das Schiff

Das Biohotel Schwanen – « Wilde Weiber & toughe Typen »

Das Biohotel Schwanen im schönen Bizau, welches vom Architekten Hermann Kaufmann in der typischen Bregenzerwälder Holzbauweise umgebaut wurde, ist ein heute in 5. Generation von Emanuel Moosbrugger geführtes Hotel, das ganz wunderbar die Vorarlberger Traditionen mit der Moderne verknüpft. In dem Viersternehaus kannst Du herrlich entschleunigen und relaxen, doch ist das Biohotel Schwanen vor allem für seine Küche bekannt. Gespeist wird in der historischen Bregenzerwaldstuben oder im modernen Esszimmer gleich nebenan. Gekocht wird hier gemäß dem Slogan  « Wilde Weiber & toughe Typen »  von Michael Webendorfer und Fran­ziska Hiller, den « Helden in der Küche ».

Auf den Tisch kommen in dem AMA GENUSS REGION Betrieb Gerichte, die ausschließlich mit regionalen biozertifizierten Zutaten und nach den Grundsätzen von Hildegard von Bingen, der berühmten Mystikerin und Naturärztin des Mittelalters, gekocht werden. Viele der Zutaten kommen dabei aus dem hauseigenen « Wildweibergarten », wo zahlreiche Gewürze wachsen, die in der Küche von Hildegard von Bingen verwendet werden, aber beispielsweise auch Himbeerstauden, Radieschen, Stangenbohnen, Gurken, Zucchini, Karotten, Honigmelonen, Rucola, Schnittsalate und vieles mehr. Angerichtet wird auf zauberhaftem Geschirr des südkoreanischen Unternehmens KwangJuYo.  

Das Biohotel Schwanen – « Wilde Weiber & toughe Typen »

Der ADLER in Schoppernau – Alt trifft neu

Geradezu unscheinbar sieht der ADLER in Schoppernau von Außen aus. Doch was sich hinter der Fassade des Hauses verbirgt, ist alles andere als unscheinbar. Das Hotel ist ein kleines Juwel in mitten der Alpen und noch immer ein echter Geheimtipp in Vorarlberg. Bis heute ist das 4 Sterne Umwelt Hotel ein Familienunternehmen – Willi und Hermi Muxel betreiben den ADLER bereits seit mehr als 35 Jahren. Seit einigen Jahren sind aber auch Tochter Sandra und Partner Simon voll mit im Betrieb und auch die meisten Mitarbeiter sind schon so lange im Betrieb, dass sie ebenfalls zur Familie zählen –  und das spürst Du, sobald DU das zauberhafte Traditionshaus betrittst. Ehrliche Gastfreundschaft schlägt einem entgegen und lässt einen sofort Zuhause fühlen. 

Und Zuhause habe ich mich auch in den modernen Zimmern des Hotels gefühlt, die so wunderbar Tradition und Moderne miteinander vereinen. Zeitlos, unaufdringlich und elegant sind die Zimmer, die alle mit hochwertigen Naturmaterialien aus der Region ausgestattet wurden. Kalkputzwände treffen auf Eschendielen, da ist barfuss laufen der reinste Genuss und die riesige Couch und die Regendusche sind nur zwei von vielen Highlights.

Ganz anders als die Zimmer ist die über 150 Jahre alte Bauernstube, das Herzstück des ADLERS, die sorgsam erhalten wurde. Einst trafen sich die Fuhrmänner hier, um Käsepreise zu verhandeln. Heute speist man hier ganz vorzüglich die herrlichsten Gerichte, zubereitet aus Produkten von heimischen Produzenten. Auf die Kombination aus Tradition und mutiger Moderne, die man überall im Bregenzerwald in allen Facetten trifft, ist man im Bregenzerwald stolz, so auch im ADLER und dem Gast bietet dies ein ganz einzigartiges und besonderes Ambiente. Dieses Ambiente findet man übrigens auch im traumhaft schönen, frisch renovierten Spa Bereich. Vor allem der Ruheraum ist einfach entzückend und in der finnischen oder der Bio-Sauna kann man herrlich entspannen, wie auch im kleinen aber feinen Whirlpool im Außenbereich.

Der ADLER in Schoppernau – Alt trifft neu
Der ADLER in Schoppernau – Alt trifft neu

Dies war meine kleine, aber feine Auswahl an AMA GENUSS REGION Betrieben, welche ich auf meiner Vorarlberg Reise besucht habe. Doch hat die AMA GENUSS REGION noch viel mehr zu bieten. Wirf doch einfach mal einen Blick auf die Genuss-Landkarte und lass Dich inspirieren.

Weitere Tipps & Reiseberichte aus Österreich:

Warst Du schon mal in Vorarlberg? Was war Dein persönlicher Glücksmoment in Vorarlberg? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.


Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Österreich Werbung Deutschland.

HAT DIR DER ARTIKEL GEFALLEN? BITTE TEILE IHN!