Tipps für ein Wochenende in der hessischen Märchenstadt Marburg

Marburg zählt zu den schönsten Fachwerkstädten in Hessen und ganz Deutschland. Die quirlige Studentenstadt entzückt mit pittoresken Gassen, bunten Fachwerkhäusern, der ältesten gotischen Hallenkirche Deutschlands und einer Burg, die hoch über der Stadt thront und einen wundervollen Ausblick über die Dächer von Marburg und das Lahntal bietet.

Die Stadt im oberhessischen Bergland hat aber nicht nur zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten, die sich alle ganz wunderbar zu Fuß erkunden lassen. In Marburg gibt es auch zahlreiche kulinarische Highlights: gemütliche Cafés, lebhafte Studentenkneipen, eine der besten Eisdielen Deutschlands und viele außerordentlich gute Restaurants.

Im folgenden Artikel verrate ich Dir, welche Sehenswürdigkeiten Du bei einer Marburg Städtereise nicht verpassen solltest, wo man gut essen und übernachten kann.

Allgemeine Infos über Marburg an der Lahn

Die Universitätsstadt Marburg liegt sehr zentral praktisch in der Mitte Deutschlands im Bundesland Hessen. Rund eine Stunde braucht man von Marburg in die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden, ebenso lange nach Mainz und Frankfurt.

Außergewöhnlich ist die Lage von Marburg. Die Altstadt zieht sich am Ufer der Lahn rund 100 Höhenmeter den Hang hinauf bis zum beeindruckenden Landgrafenschloss und wird daher auch « Oberstadt » genannt. Bedingt durch die Lage der Altstadt gibt es in Marburg auch unzählige Treppen und schon die Gebrüder Grimm witzelten einst, dass es in der Altstadt mehr Treppen gibt als in den Häusern der Stadt. Über 400 Stufen sind es wohl, die die Unterstadt Marburgs mit der Oberstadt verbinden. Wem das Treppensteigen zu anstrengend ist, kann allerdings einen der Aufzüge verwenden, um in die Oberstadt zu gelangen und vom Marktplatz gibt es zudem eine Busverbindung zum Schloss.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Marburg

Marburg ist der perfekte Ort für eine kurze Städtereise. Die Stadt ist nicht zu groß, aber dennoch lebendig, gleichzeitig grün und dennoch mit viel urbanem Flair. Wunderbar lassen sich alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß erkunden, zumindest wenn man eine zentralgelegene Unterkunft gebucht hat. Im Folgenden verrate ich Dir, welche Sehenswürdigkeiten Du in Marburg auf keinen Fall verpassen solltest.

Die Elisabethkirche

Um 1230 wirkte Elisabeth von Thüringen in einem Marburger Spital. Sie versorgte die Armen und Kranken und ihre Wundergeschichten machten die Runde. Nach ihrem Tod wurde Elisabeth heiliggesprochen und über ihrem Grab wurde eine prächtige gotische Kirche errichtet – die Elisabethkirche. Das kunstvolle Grabmal befindet sich noch heute im Inneren der Kirche, wie auch die Grablege der hessischen Landgrafen.

Die Elisabethkirche wurde als spektakuläre Hallenkirche mit zwei eleganten, 80 Meter hohen Türmen nach dem Vorbild französischer Kathedralen erbaut und war damals das erste rein gotische Gotteshaus in Deutschland, heute die älteste gotische Hallenkirche des Landes.

Adresse: Elisabethstraße 3, 35037 Marburg | Öffnungszeiten: Montag, Dienstag und Donnerstag bis Samstag von 10.00 – 18.00 Uhr, mittwochs von 10.00 – 17.00 Uhr, sonntags von 11.00 – 18.00 Uhr

Der Marktplatz von Marburg mit dem Rathaus

Den Mittelpunkt der bezaubernden Altstadt von Marburg bildet der Marktplatz mit dem historischen Rathaus – ein Steinbau aus dem 16. Jahrhundert mit einem prachtvollen Renaissancegiebel, der noch heute Sitz der Stadtverwaltung ist.

Laut alten Überlieferungen war der Marburger Marktplatz der Ort, an dem 1248 das Land Hessen gegründet wurde. Heute findet dort mittwochs und freitags ein schöner Wochenmarkt statt und in der Vorweihnachtszeit entzückt der Adventsmarkt mit seinen Buden Besucher von nah und fern. Zudem findest Du am Marktplatz zahlreiche Cafés, die zum Verweilen einladen.

Zur vollen Stunde lohnt ein Blick zur Rathausuhr. Oben auf dem Giebel sitzt ein Hahn, der dann seine Flügel hebt und kräht. Sehenswert sind auch die malerischen Fachwerkhäuser in den umliegenden kleinen Gassen.

Das Landgrafenschloss

Die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit von Marburg ist das altehrwürdige Landgrafenschloss, das hoch über Marburg und dem Lahntal thront und schon von weithin sichtbar ist. Das Schloss erreichst Du bei einen Spaziergang durch die kopfsteingepflasterten, steilen Gassen der Oberstadt oder alternativ mit dem Bus vom Marktplatz.

Die Burg wurde vom ersten hessischen Landgrafen Heinrich I., einem Enkel der Heiligen Elisabeth, im 13. Jahrhundert als Residenz errichtet und fortan bis ins 16. Jahrhundert immer weiter ausgebaut. Später diente das Landgrafenschloss als Gefängnis und Hessisches Staatsarchiv. Heute ist dort das Universitätsmuseum für Kulturgeschichte untergebracht. 

Auf eigene Faust oder während einer Führung kann man die gotische Schlosskapelle, den prächtigen 420 Quadratmeter großen gotischen Fürstensaal – der an die glorreichen Zeiten der Landgrafenresidenz erinnert – die alten Wehrgänge, genannt Kasematten und den Hexenturm besichtigen. Auch der Besuch des Schlossparks mit dem schönen Rosengarten gleich nebenan lohnt.

Adresse: Schloß 1, 35037 Marburg | Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10.00 – 17.00 Uhr | Eintritt: 8,00 EUR

Extra-Tipp:

Direkt unterhalb des Landgrafenschlosses befindet sich der Bückingsgarten, wo feine Spezialitäten bei grandiosem Ausblick serviert werden.

Die botanischen Gärten in Marburg

Unweit der Elisabethkirche befindet sich der Alte Botanische Garten von Marburg. Heute ist dieser ein Park. Doch in Marburg gibt es gleich zwei botanische Gärten. Der Neue Botanische Garten befindet sich etwas außerhalb der Altstadt und entführt Besucher in die Pflanzenwelt aller Kontinente. Hochgebirgspflanzen findet man im Alpinum, majestätische Mammutbäume im Arboretum und die größte Blume der Welt im Tropenhaus. Imposant ist auch die Farnschlucht. Insgesamt gibt es 31 Gewächshäuser zu erkunden und neben Pflanzen tummeln sich dort auch Schmetterlinge, Waschbären und Schildkröten.

Der Grimm-Dich-Pfad

Eine etwas andere und besondere Art Marburg zu erkunden ist entlang des Grimm-Dich-Pfads. Dieser beginnt im Alten Botanischen Garten und führt von dort in die Altstadt. Durch die malerischen kleinen Gassen geht es hinauf zum Landgrafenschloss und über den Lutherischen Pfarrhof und eine Wendeltreppe zu dem Haus, in dem die Gebrüder Grimm für einige Jahre lebten, während sie in Marburg studierten.

Auf dem Weg begegnen Dir Figuren aus den berühmten Märchen der Gebrüder Grimm, mit denen wohl jedes Kind hierzulande groß wird. Da findet man den Wolf und die sieben Geißlein, den Froschkönig, die 7 Fliegen vom tapferen Schneiderlein, den Spiegel von Schneewittchen, den Schuh von Aschenputtel oder auch das Lebkuchenhaus von Hänsel und Gretel.

Die Alte Universität 

1527 wurde in Marburg die erste protestantische Universität der Welt gegründet und diese prägt bis heute mit über 21.500 Studenten in Medizin, Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften das Leben der Stadt.

Die Alte Universität in Marburg wurde ab 1873 in zwei Bauabschnitten nach Plänen des Universitätsbaumeisters Carl Schäfer auf den Grundmauern eines Dominikanerklosters errichtet und ist heute ein bedeutendes Bauwerk der deutschen Neogotik. Die Fassade der prächtigen Philipps-Universität Marburg ist durch Spitzgiebel, Maßwerkfenster und Strebepfeiler gegliedert und reich mit Wasserspeiern, Baldachinen und figürlichen Plastiken dekoriert. Von außen erinnert die Universität schon ein wenig an die Zauberschule Hogwarts.

Die Alte Aula der Universität mit ihren beeindruckenden Kassettendecken und den großen Gemälden des Berliner Künstlers Peter Janssen kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden.

Der Kaiser-Wilhelm-Turm

Der 36 Meter hohe Turm wurde von 1887 bis 1890 erbaut, um an die Reichsgründung und den Deutsch-Französischen Krieg zu erinnern. Er wurde nach dem ersten deutschen Kaiser Wilhelm I. benannt. Schon lange vor der Erbauung des Aussichtsturms auf den Lahnbergen gab es dort die viel besuchte Gaststätte Spiegelslust. So wurde im Volksmund für den Turm auch der Name Spiegelslustturm gebräuchlich.

Erklimmt man die 167 Stufen im Inneren, genießt man bei schönem Wetter einen grandiosen Ausblick über Marburg bis zum Großen Feldberg im Taunus, zum Kahlen Asten im Sauerland und zur Wasserkuppe in der Rhön.

Anlässlich des Elisabethjahres wurde am Spiegelslustturm im Jahre 2006 die Lichtinstallation Siebensiebenzwölfnullsieben der Marburger Künstlerin Helmi Ohlhagen angebracht. Wählt man die kostenpflichtige Telefonnummer 09005-771207, geht das Licht an. Die Einnahmen kommen einer gemeinnützigen Einrichtung zugute.

Fun-Fact:

Bei Marburger Studenten geht der Aberglaube um, dass diejenigen, die den Turm vor Bestehen des Physikums oder Vordiploms besteigen, die Prüfung niemals bestehen werden.

Die besten Restaurants & Cafés in Marburg

  • Restaurant Waldschlösschen: Das Restaurant gehört zum Hofgut Dagobertshausen und serviert saisonale und modern interpretierte Gerichte aus der traditionellen Landhausküche – an kalten Tagen in den historischen Räumen mit offenem Kamin, im Sommer im großen Garten auf der Sonnenterrasse. An sonnenreichen Wochenenden kann man hier ein BBQ-Erlebnis der besonderen Art genießen.
  • MIZU: Im Mizo erwartet Dich « the Best of Asia ». Hier werden Klassiker der japanischen Sushi- und Sashimi-Tradition, aber auch koreanische Spezialitäten wie Kimchi und andere authentische asiatische Spezialitäten serviert. Zudem stehen auf der Karte auch Köstlichkeiten vom traditionellen japanischen Robata Grill. Wenn Du dem Koch vertraust, sollest Du unbedingt Mizu‘s Omakase bestellen und eine Genussreise durch die asiatischen Küchen machen. Bei diesem Menü werden Dir in vier Durchgängen die Empfehlungen des Küchenchefs serviert.
  • AROMA Bistro & Eisbar: Die Eisdiele wurde vom Feinschmecker-Magazin als eine der Top-15-Eisdielen Deutschlands ausgezeichnet. Sie überrascht sowohl im Sommer als auch im Winter mit außergewöhnlichen Eiskreationen.

Übernachten in Marburg

Übernachtet habe ich während meines Wochenendes in Marburg im stilvollen Hotel VILA VITA Rosenpark, das zur VILA VITA Genießerwelt gehört. Das Hotel liegt direkt an der Lahn und nur wenige Gehminuten entfernt von Marburgs historischer Oberstadt. Damit ist das Hotel der perfekte Ausgangspunkt, um Marburg zu erkunden.

Doch das Hotel ist auch ein ganz wunderbarer Ort zum Erholen und Genießen. Das Hotel Rosenpark bietet großzügige, mit viel Liebe zum Detail eingerichtete Zimmer und Suiten, einen 1.000 Quadratmeter großen Wellnessbereich und erstklassige Gastronomie. 

Gleich zwei Restaurants gehören zum Hotel – das OLIVA und die Zirbelstube. Den Abend kann man anschließend herrlich in der stilvollen 360° Bar & Lounge bei einem Cocktail ausklingen lassen.

Das VILA VITA Rosenpark Marburg zählt zu den 101 besten Hotels in Deutschland, Österreich und der Schweiz und gehört in Deutschland zu den TOP 30 Hotels.

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Die besten Marburg Reiseführer

Warst Du schon mal in Marburg? Hast Du noch mehr Tipps für die Fachwerkstadt an der Lahn? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!


Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der VILA VITA Marburg. Im Beitrag gibt es persönliche Empfehlungen in Form von Werbelinks. Buchst Du über diese Links, erhalte ich eine kleine Provision. Für Dich entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Danke für Deine Unterstützung.

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Nina | Reisehappen Food- und Reiseblog
Nina

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