Ein weihnachtlicher Roadtrip entlang der Jungen Donau

{Werbung/unbezahlt} Vor zwei Wochen bin ich zu meinem zweiten Trip entlang der Jungen Donau aufgebrochen. Bereits im Sommer habe ich ja einen Roadtrip gegen den Strom von Bad Gögging nach Ulm gemacht. Auch diesmal ging es nun wieder gegen den Strom von Passau, über Straubing, nach Regensburg. Im Gegensatz zum Sommer war ich diesmal alleine unterwegs und bin mit dem Zug gefahren. Der größte Unterschied zu meinem ersten Roadtrip war natürlich das Wetter, aber schließlich stand mein zweiter Trip ja auch ganz im Zeichen der Vorweihnachtszeit und den Weihnachtsmärkten. Da gehört es natürlich auch dazu, dass es kalt ist. Oder sagen wir mal, es war ein wenig frostig. Wobei ich da kein Masstab bin, denn mir ist eh immer kalt. Mit leckerem Glühwein war es aber gut auszuhalten.

Die Dreiflüssestadt Passau

Direkt nach meiner Ankunft in Passau wurde ich auch schon von meinem Guide Martina abgeholt, um mit ihr zusammen das weihnachtlich geschmückte Passau zu erkunden. Nicht nur, dass Martina ein super toller Guide für Passau war, das kann ich gleich vorwegnehmen. Aber kennst Du das, manchmal gibt es im Leben Begegnungen, die einfach besonders sind. Irgendwie waren Martina und ich von Anfang an auf einer Wellenlänge und hatten uns so viel zu erzählen, obwohl wir uns eigentlich gar nicht kannten. Wir teilen die Liebe zum Reisen und die Einstellung zum Leben. Schon alleine dadurch war der Tag in Passau ein mehr als bereichernder Tag und ich freue mich sehr, dass ich mit Martina immer noch Kontakt habe. Vielleicht war es ja nicht unsere letzte gemeinsame Tour.

Aber zurück zu Passau: Der Tag begann mit einem Spaziergang durch die bereits weihnachtlich geschmückten Strassen Passaus, vorbei am Dom St. Stephan, der defintiv einen Besuch lohnt. Weiter ging es an den Innkai und über die Marienbrücke in den Stadtteil Innstadt. Innstadt ist der einzige Stadtteil Passaus der rechts des Inns liegt und damit auch direkt an der österreichischen Grenze.

Dom St. Stephan Passau

Die Dreiflüssestadt Passau

Die Dreiflüssestadt Passau

Die Innstadt

Doch ist Innstadt auch der ursprüngliche Siedlungskern. Bereits 270 n. Chr. errichteten die Römer hier eine erste Siedlung mit dem Kastell Boiotro. Später wurde hier unter dem Heiligen Severin auch eines der ersten Klöster Bayerns gegründet und die Spitalkirche St. Gertraud am Kirchplatz wurde bereits im 12. Jahrhundert erbaut. Ab 1500 siedelten sich dann vermehrt Schmiede, Lederer und Rotgerber hier an, da sie innerhalb der Altstadt nicht mehr geduldet wurden. An den Strassennamen erkennt man übrigens heute noch, wer in diesen Strassen einst gelebt und gewirkt hat. Ein wichtiger Anziehungspunkt für Touristen ist außerdem bis heute die Wallfahrtskirche Mariahilf, die 1627 fertig gestellt wurde. Wobei man dazu sagen muss dass ein großes Feuer 1809 viele Gebäude der Stadt zerstört hat, so dass die Innstadt sein heutiges Aussehen erst nach diesem Feuer erhielt.

Doch nicht nur historisch ist die Innstadt interessant, hier befindet sich auch das entzückende Kaffeewerk. Hier gibt es angeblich den besten Kaffee der Stadt und die Kuchen und Cookies sind ebenfalls köstlich. Mit einem leckeren Cappuccino haben wir uns hier erst einmal gestärkt, bevor es zurück in die Altstadt ging. Am Innkai entlang spazierten wir weiter, vorbei an der bischöflichen Residenz und dem Schaiblingsturm ging es zur Ortsspitze. Hier treffen die 3 Flüsse Donau, Inn und Ilz zusammen und man hat einen grandiosen Ausblick auf die verschiedenfarbigen Flüsse und die Veste Oberhaus.

Kaffeewerk Passau

Die Dreiflüssestadt Passau

Die Altstadt Passaus

Die Veste Oberhaus, eine der größten Burganlagen der Welt, sollte man bei einem Besuch Passaus natürlich keinesfalls verpassen. Zwar musst Du etwa eine halbe Stunde Fußweg bergauf in Kauf nehmen, der Ausblick von Oben entschädigt jedoch für alle Strapazen.

Von der Feste ging es weiter zum Alten Rathaus von Passau, welches man mit seinem 38m hohen Turm schon von weitem sieht. Die Anfänge dieses Rathauses gehen bis auf das Jahr 1298 zurück, als sich die Bürger der Stadt das Rathaus in einem Aufstand gegen den Fürstbischof erkämpften. Es lohnt einen Blick ins Innere zu werfen. Der Große Rathaussaal beeindruckt mit einem kolossalen Gemälde, das den Einzug von Kriemhild in die Stadt Passau zeigt, aber auch die Hochzeit Hochzeit Kaiser Leopolds I. Am Rathaus findest Du übrigens eine der unzähligen Hochwassermarken der Stadt. Ich muss gestehen, es hat mich wirklich erschreckt zu sehen, wie hoch das Wasser in Passau 2013 stand. Wenn man nicht selber dabei war, kann man sich kaum vorstellen, wie es ausgesehen hat. Doch an Hand der Marken kann man erahnen wie scher es die Stadt getroffen hat.

LÖWEN. BRAUHAUS. PASSAU.

Im Alten Rathaus befindet sich außerdem das LÖWEN. BRAUHAUS. PASSAU., das erst 2015 wieder eröffnet hat, da es in Folge des Hochwassers 2013 lange geschlossen blieb. Die Terrasse bietet im Sommer einen einmaligen Blick auf die Veste Oberhaus und das Rathaus. Im Winter ist es dagegen im Inneren am modernen Kaminfeuer urgemütlich. Hier trifft bayrische Gemütlichkeit auf modernes Interieur und die Kombi ist wie ich finde absolut gelungen.

Heimische gut bürgerliche Küche steht auch nach der Neueröffnung wie eh und je auf der Karte, aber mit einem tollen modernen Touch. Dazu gibt es natürlich Bier, welches man im Brauhaus-Ladl auch kaufen kann.

Wirklich empfehlen kann ich Dir das Brauhaus Dreierlei: Bunter Blattsalat mit hausgemachtem Spinatknödel, Kaspressknödel und gefüllter Nudeltasche dazu Nussbutter und Parmesanspäne. Einfach nur irre gut!

LÖWEN. BRAUHAUS. PASSAU.

Der Passauer Christkindlmarkt und kulinarische Tipps

Ebenfalls ein absolutes Muss in Passau ist das Café Stephan’s direkt neben dem Dom. So herrlich kitschig und plüschig und pink, viel pink. Aber so schön und bei dem Tortenangebot kann man eh nicht widerstehen.

Den Tag haben Martina und ich dann am herrlichen Christkindlmarkt bei einer heißen Tasse Glühwein ausklingen lassen. Neben vielen Leckereien entzückt der Markt vor allem mit seiner Kulisse. Abends wenn die Lichter angehen, der Dom und die geschmückten Häuser der Altstadt im Hintergrund, ist der Christkindlmarkt einfach nur bezaubernd.

Der Passauer Christkindlmarkt

Schweren Herzens verabschiedete ich mich von Martina, um nach kurzem Ausruhen im Hotel den Abend mit einer weiteren entzückenden Dame, meiner Co-Bloggerin Hanna, zu verbringen, die seit einiger Zeit in Passau wohnt.

Der erste Geheimtipp von Hanna war das Cafe Diwan, wo wir zunächst ein Gläschen tranken und quatschten. Nett gemacht ist das Diwan, vor allem punktet dieses Cafe aber mit dem Ausblick. Denn von hier oben liegt einem Passau zu Füssen, der Ausblick ist grandios!

Ich konnte mich gar nicht satt sehen, doch der Hunger liess uns dann doch weiterziehen und zwar ins Brave Mädchen. Wie ich finde ein richtig cooles Restaurant direkt an der Donaulände. Hier gibt’s frisches vom Grill, aber nicht nur Burger und Steak, sondern auch Oktopus, oder Gemüse. Und die Tapas zum Teilen sind einfach nur unglaublich gut! Dazu Fassbier und Craft-Beere, aber auch Cider, Cocktails und eine tolle Weinkarte. Cooler Laden, toller Service und einfach nur lecker.

Nach einem ereignisreichen Tag und einem tollen Abend mit Hanna fiel ich dann allerdings todmüde ins Bett, um mich fit zu schlafen für die nächsten Tage auf meinem Roadtrip.

Übernachtet habe ich im Hotel IBB City Center direkt am Hauptbahnhof. Das Hotel punktet vor allem mit seiner super zentralen Lage.

Von Passau nach Straubing

Bevor ich mich am nächsten Morgen aufmachte nach Straubing habe ich noch der Confiserie Simon einen Besuch abgestattet. Schon wenn man den Laden betritt duftet es nach Kakao, Mandeln, Lebkuchen und vielen weiteren Köstlichkeiten. Die Pralinen sind wahrlich eine Sünde wert, vor allem die Alt-Passauer Goldhauben Pralinen. Aber auch ein schicker Weihnachtsnikolaus ist als Geschenk in mein Tütchen gewandert und unbedingt probieren solltest Du auch die handgeschöpfte Edelschokolade und die Lebkuchen.

Confiserie Simon

Willkommen in Straubing

Angekommen in Straubing wurde ich gleich von Frau Bracht vom Tourismusbüro abgeholt und es ging auf Entdeckungstour.

Sichtlich getrübt war die Stimmung an diesem Tag in der Stadt. Am Abend zuvor war, wie in allen Medien zu vernehmen, das Rathaus von Straubing ausgebrannt ist und zwar mitsamt dem wunderschönen historischen Rathaussaal.

Von weitem war Tags zuvor passierte Unglück gar nicht weiter wahrnehmbar, denn die Außenmauern des Rathauses standen da wie eh und je. Doch umso näher man kam, umso offensichtlicher wurde die Tragödie. Ich erblickte den ausgebrannten Dachstuhl, drumherum am Theresienplatz immer noch Feuerwehr. Über uns kreiste stetig ein Hubschrauber, der Wohl mit einer Wärmebildkamera Aufnahmen machte um sicherzustellen, dass das Feuer wirklich komplett gelöscht ist. Direkt vor mir, direkt neben Rathaus und Stadtturm und dem riesigen Weihnachtsbaum der Weihnachtsmarkt, der mit einem Tag Verspätung doch geöffnet hat. Doch die Stimmung war bedrückt.

Straubing

Beim Mittagessen auf dem Markt mit einer Turmbeisser Riesenbratwurst, eine Straubinger Spezialität, blieben immer wieder Leute bei uns stehen und es gab kein anderes Thema als den Brand Tags zuvor. Straubing ist klein, jeder kennt jeden und für jeden war das Rathaus etwas besonderes. Die Tragödie ging vielen Menschen sichtlich nahe. Doch einstimmig war der Tenor mehr oder weniger, dass das Rathaus in altem Glanze wieder aufgebaut werden soll.

Das Geheimnis der Weihnacht

So war es auf dem Weihnachtsmarkt doch etwas schwierig in Weihnachtsstimmung zu kommen, was sich aber auf meinem Spaziergang auf dem Straubinger Weihnachtsweg dann doch schnell änderte. Bei einer geführten Tour ging es auf die Reise durch mehrere Jahrhunderte der Straubinger Geschichte, die Geschichte der Weihnachtskrippen, Kirchen und Gemälde die das Geheimnis der Weihnachtszeit verkörpern.

Zunächst ging es vorbei am Straubinger Adventskalender an der Bürgerhausfassade der Einhorn-Apotheke. Jeden Tag wird hier ein Fenster geöffnet, das weihnachtliche Motive und Sehenswürdigkeiten Straubings zeigt. Aber es verbergen sich auch Tagespreise hinter den Fenstern, die man durch den Kauf eines Loses auf dem Weihnachtsmarkt gewinnen kann.

Die Stadtpfarrkirche St. Jakob

Danach ging es weiter in die Stadtpfarrkirche St. Jakob, eine spätgotische dreischiffige Hallenkirche. Hier gibt es eine große Anzahl an Darstellungen zur Advents- und Weihnachtszeit, so ist die Betrachtung der Fenster und des Altars nicht nur eine Begegnung mit dem christlichen Glauben, sondern eben auch der Weihnachtszeit. So findet man in der Nikolauskapelle von Mathias Obermayr zum Beispiel einen Altar im Rokokostil mit dem Heiligen Nikolaus als Altarfigur, oder eine Darstellung der Heiligen Drei Könige in einem der vielen bunten Hochfenster. Wie in einem Bilderbuch wird das Weihnachtsgeschehen von Mariä Verkündigung bis zur Flucht nach Ägypten in einem Teil der 23 barocken Wandfresken erzählt. Aber auch eine moderne Krippe mit regionalem Touch entzückt in der Kirche.

Die Stadtpfarrkirche St. Jakob in Straubing

Die ehemalige Jesuitenkirche

1631 liessen sich in Straubing die Jesuiten nieder um die Bildung der männlichen Jugend zu verbessern. Sie erhielten eine gotische Kapelle, die sie später zu einer barocken Saalkirche, der Jesuitenkirche am Theresienplatz umbauten. Neben der Kirche, die an sich schon beeindruckt, befindet sich im Seitenraum eine bezaubernde Jahreskrippe mit über 300 Figuren aus verschiedenen Epochen. Eine kleine Zauberwelt, die selbst bei mir weihnachtliche Vorfreude geweckt hat.

Die ehemalige Jesuitenkirche in Straubing

Die ehemalige Jesuitenkirche in Straubing

Das Gäubodenmuseum

Auch das Gäubodenmuseum ist in der Weihnachtszeit einen Besuch wert. Denn dann gibt es hier das Weihnachtsfoyer, in dem Krippen aus der Sammlung des Museums gezeigt werden. Aber auch der Rest des Museums ist sehr sehenswert. Es bietet einen Überblick zur Geschichte Straubings und seines Umlandes, dem so genannten Gäuboden. Von der Frühgeschichte, über die Römerzeit, das frühe Bayern und die Straubinger Stadtgeschichte erfährst Du hier alles Wissenswerte.

Das Gäubodenmuseum Straubing

Karmelitenkirche Heilig Geist

Mein letzter Stop auf dem Straubinger Weihnachtsweg war die Karmelitenkirche Hl. Geist. Die Beschuhten Karmeliten, ein Bettelorden, liess sich bereits 1368 in Straubing nieder und errichtete das Kloster und die spätgotische Hallenkirche. Diese besitzt aber ebenfalls Barockelemente aus dem 18. Jahrhundert. Die Krippe als religiöses Erziehungselement wurde vor allem durch die Jesuiten verbreitet. Doch über einen besonders reichen Bestand an Krippenfiguren aus verschiedenen Zeit verfügt auch die Karmelitenkirche. Die geschnitzten und bekleideten Figuren kann man hier in der Krippenstube mit zwei Jahreskrippen besichtigen. Mit 300 Figuren können hier 36 Szenen des Kirchenjahres gezeigt werden. Vor dem Sebastiani-Altar wird in der Weihnachtszeit aber auch eine bezaubernde Barockkrippe aufgestellt mit etwa 1 Meter hohen Figuren.

Kaum angekommen in Straubing ging es für mich auch schon weiter nach Regensburg. Viel zu kurz um wirklich viel von Straubing zu sehen, aber genug um einen kleinen Eindruck von dem netten Städtchen zu gewinnen. Im Sommer komme ich zum Gäubodenfest, einem der größten Volksfeste Bayerns, einfach wieder.

Willkommen in Ratisboa

In Regensburg angekommen lief ich erstmal zu meinem Hotel, dem Bischofshof am Dom. Wie der Name schon sagt, liegt das Hotel direkt am Dom, in der Innenstadt von Regensburg. Nachdem ich mich kurz in meinem wirklich niedlichen Zimmer ausgeruht hatte, traf ich mich auch schon mit meinem Guide Rainer in der Lobby. Wir machten einen ersten Spaziergang durch das weihnachtlich geschmückte Regensburg, Hauptstadt der Oberpfalz, mit einer wunderschönen Altstadt die 2006 zum UNESCO Welterbe ernannt wurde.

Bischofshof am Dom Regensburg

Regensburg hat im Gegensatz zu vielen anderen Städte mehrere kleine Weihnachtsmärkte in der Stadt verteilt. Zuerst ging es über den Weihnachtsmarkt Neupfarrplatz direkt am Dom, der alleine schon durch die Atmosphäre verzückt. An jeder Ecke riecht es nach Glühwein und Lebkuchen, dazwischen kleine Stände mit Weihnachtsschmuck und warmen Wintersachen, und dann wären da noch die Stände mit köstlichen regionalen Spezialitäten. Eine Regensburger Knackersemmel solltest Du hier auf jedenfalls versuchen. Sie wird mit süßem Senf, Meerrettich und einigen Scheiben Gewürzgurke gereicht. Sehr lecker!

Der Romantische Weihnachtsmarkt auf Schloss Thurn und Taxis

Noch besser hat es mir allerdings auf dem Romantischen Weihnachtsmarkt auf Schloss Thurn und Taxis gefallen. Der Eintritt ist zwar schon ein wenig happig und die Getränkepreise ebenfalls gesalzen. Aber ich denke dennoch es lohnt sich. Alleine schon um den wundervoll weihnachtlich geschmückten Schlossgarten von St. Emmeram zu bewundern: Die märchenhafte Schlosskulisse, die Fackeln die den Garten erleuchten, überall offene Feuerstellen, richtig romantisch. Für Kinder gibt es hier einen wunderschönen Zauberwald mit historischen Fahrgeschäften und man kann auf echten Kamelen mit Weihnachtsmützen reiten. Wenn ich noch mal Kind wäre auf jeden Fall ein Traum.

Der Innenhof ist nicht minderschön geschmückt, in der Mitte ein großer Weihnachtsbaum und regelmässig hält das Christkind am Wochenende seine Ansprache und verzaubert Groß und Klein. An den Ständen findet man ausgefallene Geschenke, Krippen, Gefilztes aus Wolle, Kerzen, Süßes und natürlich Weihnachtsschmuck. Die vielen kleinen Hütten laden außerdem ein einige der Leckereien wie Schupfnudeln, Wildschwein vom Spieß, oder Flammkuchen zu probieren. Die über offenem Feuer, im Kessel zubereitete, Feuerzangenbowle kann ich nur empfehlen. Aber Vorsicht, verdammt stark. Nach einem Becher war ich doch ganz schön angeheitert.

Der Romantische Weihnachtsmarkt auf Schloss Thurn und Taxis

Französischer Gaumenschmaus im Restaurant Orphée

Nach der Bowle ging es zurück in die weihnachtlich geschmückte Stadt und in das nette Restaurant Orphée. Das Restaurant bezeichnet sich selbst als „das originalste französische Bistro östlich des Rheins“. Sicherlich nicht ganz zu Unrecht. Auf der Karte finden sich wirklich köstliche Gerichte aus unserem Nachbarland. wie etwa Coq au vin, Bouillabaisse oder Tartare de boeuf. Empfehlen kann ich außerdem die Lammkoteletts mit Rosmarinjus, Gemüse und Kartoffelgratin. Einfach bodenständige gute Küche, aber ohne Schischi, genau wie ich es mag. Das Restaurant entzückt aber nicht nur mit sehr gutem Essen, sondern auch mit dem hübschen Interieur. In dem mehr als 100 Jahre alten Gastraum mit den Wandvertäfelung aus Holz hat man fast das Gefühl in einem hübschen kleinen Bistro in Paris zu sitzen.

Extrem gut soll hier übrigens auch das Frühstück sein, das konnte ich aber leider nicht probieren.

Als wir das Restaurant verließen und ich mich auf den Weg zum Hotel machte, konnte ich noch ein paar Jungs lauschen, die auf der Strasse sangen. Vermutlich ehemalige Regensburg Domspatzen, wie man hören konnte. So kam ich zumindest in den kleinen Genuss die Domspatzen mal singen zu hören, denn den Gottesdienst am Sonntagmorgen im Dom habe ich leider verpasst.

documentReichstag

Nach einer angenehmen Nacht und einem kleinen, sehr leckeren Frühstück im Hotel habe ich mich dafür aufgemacht zum documentReichstag im Alten Rathaus von Regensburg. Hier schlug über Jahrhunderte das Herz der Freien Reichsstadt Regensburg. Stadtrat und Verwaltung arbeiteten von hier aus.

Das Rathaus aus dem 13. Jahrhundert wird auch heute noch genutzt, darüber hinaus befindet sich hier aber auch das Museum zur Geschichte der Regensburger Reichstage. Denn in Regensburg fanden ab 1663 bis 1806 immerwährend die Reistage im Reichsaal mit dem schönen Hochgotischen Erker statt.

Im Mittelpunkt des Museums steht die die Bedeutung des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation für die deutsche und die europäische Geschichte. Neben dem Reichssaal besichtigt man bei der geführten Tour das Kurfürstenkollegium, also die einstige Ratsstube. Aber auch das Kurfürstliche Nebenzimmer mit dem „Grünen Tisch“, an welchem heute übrigens Trauungen stattfinden gehört dazu. Am beeindruckendsten ist es aber sicherlich der Reichssaal, einer der bedeutendsten Profanräume des Mittelalters.

Total spannend fand ich bei der Tour aber auch die Besichtigung des Untergeschosses, in dem einst das Gerichtswesen mit Gefängnis ansässig war. Dort gibt es auch eine so genannte Fragstatt, heißt einen Verhörraum mit Folterwerkzeugen. Den Gefangenen wurden hier einst „Fragen gestellt“, um Ihnen ein Geständnis zu entlocken, das Ganze allerdings unter körperlichen Qualen. Die Folter musste aber eingestellt werden, sobald der Gefangene gestanden hat. Man durfte den Gefangen nicht quälen bis zum Tod. Die Folter wurde in Bayern übrigens erst 1806 abgeschafft. Gleich neben der Fragstatt befindet sich die Armesünderstube, die Todeszelle, die im Vergleich zu den normalen Zellen fast geräumig erscheint. Hier verbachten die zum Tode Verurteilten die letzten Stunden und nahmen die Henkersmahlzeit ein.

Alles in Allem ein wirklich interessantes und spannendes Museum und die netten Anekdoten unseres Tourguides haben den Rundgang zu einem interessanten und unterhaltsamen Erlebnis gemacht.

Ein Besuch des documentReichstag ist ausschließlich mit einer Führung möglich. Eintrittskarten erhältst Du gleich nebenan an der Tourist Information.

documentReichstag Regensburg

Adventsmarkt am Katharinenspital und die Historische Wustkuchl

Nach dem Museumsbesuch habe ich mich aufgemacht zum Adventsmarkt im St. Katharinenspital. Der St. Katharinenspital liegt in Stadtamhof direkt an der Steinernen Brücke. Neben einem niedlichen Karussell für Kinder gibt es hier Spital-Glühwein, feine Brände und heimische Köstlichkeiten vom Wild. Ein richtig gemütlicher kleiner Weihnachtsmarkt mit traumhaftem Blick auf die Donau, den Dom und die Altstadt.

Adventsmarkt am Katharinenspital in Regensburg

Regensburg

Regensburg

Bevor ich mich auf den Heimweg machte, bin ich noch in die Historische Wurstkuchl gleich neben der Steinernen Brücke eingekehrt. Die Historische Wurstkuchl steht hier bereits seit über 500 Jahren. Früher speisten hier die Steinmetze und Hafenarbeiter. Heute kommen Einheimische und Touristen hierher um hausgemachte Würstl vom Holzofengrill, mit Sauerkraut aus dem eigenen Gärkeller und Senf nach Elsa Schrickers historischem Rezept zu essen. Sehr lecker sind die Würstl auf jeden Fall!

Historische Wurstkuchl Regensburg

Nach einem ereignisreichen und interessanten Wochenende ging es dann für mich wieder Hause. Alle drei Städte, die ich diesmal entlang der Donau besucht habe, sind aber sicherlich einen erneuten Besuch wert, denn es gibt noch so viel zu entdecken. Ich komme wieder!

Warst Du schon mal in einer der drei Städte an der Jungen Donau unterwegs? Hast Du vielleicht noch weitere tolle Tipps? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!


Ein großes Dankeschön für die Einladung zu meinem Roadtrip entlang der Jungen Donau geht an die ARGE Deutsche Donau, sowie an die einzelnen Destinationen und Hotels, die meine Reise zu einem einmaligen Erlebnis gemacht haben.

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