Oliebollen – Rezept für Schmalzgebäck aus den Niederlanden
Außen knusprig und innen herrlich fluffig sind Oliebollen – eine Art Krapfen aus den Niederlanden. Die kleinen frittierten Köstlichkeiten werden im Nachbarland vor allem an Silvester und Neujahr verzehrt.
Als Silvestergebäck kennt man Oliebollen hierzulande nicht, bei uns ist das Schmalzgebäck vor allem in der Karnevalszeit beliebt.
Im folgenden Rezept zeige ich Dir, dass es kinderleicht ist, Oliebollen zuzubereiten, sodass Du Deine Liebsten in der fünften Jahreszeit mit diesen herrlich heißen und fettigen niederländischen Krapfen verwöhnen kannst.

Was sind Oliebollen?
Oliebol bedeutet wörtlich übersetzt « Ölkugeln ». In Norddeutschland kennt man die süßen frittierten Teigbällchen als « Silvesterfutschen » oder « Futtjes », im Rheinland als « Kräbbelchen » und in Ostdeutschland als « Kräppelchen ». In Österreich nennt man das niederländische Siedegebäck « Gebackene Mäuse ».
In den Niederlanden isst man Oliebollen traditionell an Silvester, so auch in Norddeutschland die « Silvesterfutschen » oder « Futtjes ». Auch auf der Kirmes oder am Weihnachtsmarkt findet man das leckere Schmalzgebäck. Kräbbelchen hingegen werden traditionell in der Karnevalszeit (oder auch Faschingszeit, wie man hier in Bayern sagt) gefuttert.
Zudem gibt es einen winzigen Unterschied zwischen Oliebollen und Kräbbelchen. Die Oliebollen werden traditionell mit einem geriebenen Apfel und Rosinen zubereitet, es gibt sie aber auch ganz plain. Die Kräbbelchen kommen ganz ohne den Apfel aus. Der Teig besteht aber immer aus Mehl, Eiern, Hefe, Salz, Zucker und lauwarmer Milch.
Hierzulande wälzt man die Kräbbelchen in einer Mischung aus Zimt und Zucker. Die Niederländer stäuben gerne reichlich Puderzucker über ihre goldgelb frittierten Teigbällchen.

Mein Rezept für herrlich knusprige Kräbbelchen mit Apfel

Oliebollen – niederländische Krapfen
Benötigte Küchenutensilien
Zutaten
Für den Teig:
- 100 g Rosinen
- 50 ml Rum
- 500 g Mehl Typ 550
- 1 Päckchen Trockenhefe
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 20 g Puderzucker
- eine Prise Salz
- 2 Eier
- 250 ml lauwarme Milch
- 50 g weiche Butter
- Abrieb von einer Zitrone
- 1 Apfel
Zum Frittieren:
- 1 l Pflanzenöl
Außerdem:
- Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung
- Den Apfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und fein reiben.
- Die Rosinen in einer Schüssel mit dem Rum und 200 ml heißem Wasser für etwa 30 Minuten einweichen.
- Dann das Mehl mit der Hefe in eine Rührschüssel geben und vermischen. Puderzucker, Vanillezucker, Salz, Eier, die Milch, Butter und den Zitronenabrieb hinzufügen. Nun in einer Küchenmaschine mit Knethaken in etwa 5 Minuten einen herrlich glatten Teig kneten.

- Anschließend die Rosinen durch ein Sieb abgießen und diese zusammen mit den Äpfeln zum Teig geben. Die Zutaten unterkneten.
- Den Teig nun für etwa eine Stunde abgedeckt gehen lassen.
- Dann das Öl zum Frittieren der Oliebollen in einem großen Topf erhitzen. Um zu testen, ob das Öl heiß genug ist, kannst du den Holzkochlöffeltest machen. Tauche den Stiel eines Holzkochlöffels in das heiße Öl. Wenn kleine Bläschen aufsteigen, ist das Öl heiß genug.

- Nun mit einem Eisportionierer Kugeln vom Teig abstechen und die Kugeln in das heiße Öl geben. Je nach Topfgröße kannst Du 3-4 Oliebollen gleichzeitig goldbraun frittieren. Die Oliebollen ab und an wenden und schön gleichmäßig ausbacken.
- Die fertigen Oliebollen mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf einem Küchenpapier abtropfen und etwas abkühlen lassen.
- Die niederländischen Krapfen mit Puderzucker bestäuben und noch warm servieren.

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Welches traditionelle Faschingsgebäck gibt es in der Region aus der Du kommst? Verrate es mir in den Kommentaren!

Nina
Hi! Ich bin Nina von Reisehappen! Bloggerin, Grafikerin & Illustratorin, Foodie und leidenschaftliche Köchin, Käseliebhaberin, Reisejunkie, Workaholic, Yoga addicted, 6 Kontinente – 70 Länder und noch immer vom Fernweh geplagt.

