Koloniale und kulinarische Highlights in Ipoh

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{Dieser Artikel enthält Werbung} Ipoh ist nicht unbedingt das Reiseziel Nummer 1 für Backpacker in Malaysia. Um ehrlich zu sein haben wir dort einzig und allein Einheimische und Touristen aus anderen asiatischen Ländern getroffen.

Mit meinen weißblonden Haaren und einer Größe von 1,75 m bin ich aufgefallen wie ein bunter Hund in dieser hübschen kleinen Stadt im Kolonialstil, die einst auf Grund der reichen Zinnvorkommen die „Stadt der Millionäre“ genannt wurde. Die vielen schönen alten Gebäude spiegeln noch heute den einstigen Reichtum der Stadt wieder.

Aber von vorne…

Hoteltipp für Ipoh: Das MBoutique Hotel

Nach einer kurzen Bootsfahrt von Pulau Pangkor wurden wir am Jetty von Lumut bereits erwartet und dann von unserem Fahrer auf direktem Weg nach Ipoh in unser Hotel, das M Boutique Hotel, gebracht. Ein Hotel, in dem wir uns vom ersten Moment an sehr wohl gefühlt haben.

Das Hotel ist wunderschön im Shabby Chic Stil eingerichtet und an jeder Ecke muss man erstmal automatisch stehenbleiben und die vielen liebevollen kleinen Details bewundern. Angefangen bei den alten Koffern, Benzinkanistern und Kabelrollen, die überall dekorativ angebracht sind. Dazu tolle Bilder, liebevoll arrangierte Blumen, Süßigkeitengläser und vieles mehr.

Die Lobby

Die Lobby

Schönes und außergewöhnliches wo man hinschaut

Schönes und außergewöhnliches wo man hinschaut

Ich liebe die Lobby des MBoutique Hotel

Ich liebe die Lobby des MBoutique Hotel

Die Zimmer sind absolut sauber und großzügig.

Unser Zimmer im MBoutique Hotel

Unser Zimmer im MBoutique Hotel

Einzig und allein das Essen im Hotel hat uns nicht wirklich begeistert und ist für malaysische Verhältnisse sehr teuer. Weit bessere und günstigere Alternativen findest Du in der Stadt.

Das Hotel ist zentral gelegen und Du bist zu Fuß in etwa 10 Minuten in der Innenstadt.

Der Heritage Walking Trail

Am nächsten Morgen wurden wir nach dem Frühstück bereits von einem breitgrinsenden Raja, unserem Tourguide, empfangen. Dieses breite Grinsen sollten wir den gesamten Tag über noch öfter sehen, denn Raja hatte ziemlich viele Witze auf Lager und sollte uns den restlichen Tag bestens unterhalten.

Noch dazu hatte Raja jedoch ein unglaubliches Wissen über Ipoh auf Lager. Ich bin normalerweise wirklich kein Freund solcher geführten Touren, da diese häufig sterbenslangweilig sind, man mit Fakten erschlagen wird, die man 10 Minuten später wieder vergessen hat und meistens nur die typischen Touristenziele zu sehen bekommt.

Der Bahnhof von Ipoh

Der Bahnhof – der Taj Mahal von Ipoh

Ganz anders mit Raja… Er nahm uns zunächst mit auf den sogenannten Heritage Walk in Ipoh. Einen gut ausgeschilderten Walk durch die Stadt (Broschüren sind im Tourist Office und in vielen Hotels erhältlich), vorbei an vielen Gebäuden aus der Kolonialzeit, wie dem Rathaus, dem Bahnhof oder dem Birch Memorial Clocktower. Aber auch vorbei an chinesischen Storehouses, indischen Tempeln und wunderschön hergerichteten alten Häusern, die heute tolle Cafés, Restaurants, kleine außergewöhnliche Shops und Hotels beherbergen.

Mein Lieblingscafé in Ipoh

Mein Lieblingscafé in Ipoh

Im Inneren des Roquette Café

Im Inneren des Roquette Café – Kunst soweit das Auge reicht

Oh du wundervolles Café, I love this place!

Oh du wundervolles Café, I love this place!

Zu jedem Haus gab es eine nette kleine Anekdote und dazwischen haben wir dank Raja noch die Bewohner von Ipoh kennengelernt. Denn unser Guide schien wirklich jeden in der Stadt zu kennen. So wurde an jeder Ecke ein kurzer Smalltalk gehalten, wir wurden vorgestellt, etwas über Deutschland ausgefragt und weiter ging es.

Kulinarische Genüsse in Ipoh

Mittags nahm Raja uns mit in eines seiner Lieblingsrestaurants in Ipoh. Kong Heng ist ein Restaurant mit mehreren kleinen Garküchen mit malaysischer und chinesischer Küche. Hungrig waren wir nicht wirklich, aber ein NEIN ließ Raja nicht gelten. Wir mussten Popiah, malaysische Frühlingsrollen und Ipoh Sar Hor Fun, eine wirklich leckere chinesische Suppe mit flachen Reisnudeln, Hühnerbrühe, Hühnchen und Garnelen probieren. Dazu gab es Sojamilch auf Eis und Satayspieße mit Hühnchen und Schweinefleisch, die man in eine göttliche Erdnusssauce taucht. Schweinefleisch wird übrigens nur selten verkauft in Malaysia, da der Großteil der Bevölkerung muslimisch ist. Für die Chinesen und Inder ist Schweinefleisch jedoch das absolute Highlight, sie lieben es! Wir fanden die Spieße mit Hühnchen definitiv besser.

Ipoh Sar Hor Fun

Ipoh Sar Hor Fun

Satayspiesse

Satayspiesse

Die Höhlentempel

Nun wäre unsere Tour eigentlich schon seit mindestens 1, 5 Stunden beendet gewesen, eigentlich war nur eine 2,5 stündige Tour geplant. Doch Raja hatte größtes Vergnügen uns SEIN Ipoh zu zeigen und wollte, dass wir die Stadt mit all seinen Sehenswürdigkeiten und kulinarischen Highlights wirklich kennenlernen. So beschloss er uns noch zu den Höhlentempeln etwas außerhalb der Stadt zu bringen.

Drei dieser Tempel gibt es rund um Ipoh. Besucht haben wir den Perak Cave Temple, etwa 6 km außerhalb von Ipoh. Sein Inneres zieren rund 40 Buddhastatuen, sowie unzählige Wandmalereien. Über die lange steile Treppe, mehrere hundert Stufen, geht es auf das Dach der Höhle mit einem schönen Ausblick auf Ipoh. Wieder zurück am Fuss der Höhle haben wir dann noch ein wenig den Affen beim rumtollen zugeschaut. Da ich Affen liebe, für mich immer wieder ein schönes Schauspiel.

Der Perak Cave Temple

Der Perak Cave Temple

Der Perak Cave Temple

Höhlenmalerei im Perak Cave Temple

Ebenfalls sehr schön war der Kek Lok Tong Cave Temple mit seinem hübschen Zengarten.

Kek Lok Tong Cave Temple

Kek Lok Tong Cave Temple

Von tropischen Früchten und indischen Snacks

Wir waren noch immer pappsatt vom Mittagessen, aber Raja war der Meinung wir müssten nun unbedingt noch die tropischen Früchte seiner Landes probieren und so landeten wir auf einer kleinen Obstfarm außerhalb von Ipoh und probierten uns munter durch Dragonfruit, Rose Apples, Pomelos und wirklich köstliche frische Mangos auf Eis. Zuckersüße, frische, saftige Mangos, nicht diese sauren harten unreifen Dinger, die bei uns in Deutschland häufig als Mangos verkauft werden. Ich war im absoluten Mangohimmel!

Pomelos

Pomelos

Dazu gab es Ipoh White Coffee, ein populäres Kaffeegetränk, welches ursprünglich aus Ipoh ist, mittlerweile aber in ganz Malaysia erhältlich ist. Der Begriff weißer Kaffee stammt aus dem Chinesischen. Beim traditionellen Malaysische Kaffee (Koppi-O) werden Kaffeebohnen mit Zucker, Margarine und Weizen geröstet. White Coffee wird nur mit Margarine, aber ohne Zucker geröstet, daher bleibt er sehr hell und hat auf Grund dessen von den Chinesen den Namen White Coffee erhalten. Serviert wird er mit gesüßter Kondensmilch.

Ich bevorzuge ja normalerweise einen guten italienischen Espresso mit wenig Zucker. Aber ich muss gestehen, der Ipoh White Coffee schmeckt wirklich erstaunlich gut.

Mittlerweile rollten wir nun durch Ipoh… Aber nix gibt’s, es ging weiter…

Raja ist Inder und zu guter Letzt wollte er uns noch sein Viertel und vor allem einige indische Snacks und Köstlichkeiten zeigen.

So machten wir zuerst in einem indischen Snackladen Halt, laut Raja dem besten der Stadt. Trotz Einspruch wurden wir hier von Raja mit Süßkartoffelchips, Nüssen, und anderen Snacks für Abends und die Fahrt in die Cameron Highlands eingedeckt. Die Hälfte davon schleppen wir übrigens immer noch in unseren Rucksäcken durch Malaysia, und der Vorrat wird vermutlich noch ein paar Abende reichen. Aber zu einer Dose Tiger Beer schmecken die Snacks auch wirklich lecker.

Bereits am Rückweg hielt Raja dann noch mal schnell an einer Garküche am Strassenrand und drückte uns eine Tüten mit kleinen Pasteten, und verschiedenen Gemüsepakoras in die Hand. Die Garküche sei berühmt, das müssten wir probieren. Also noch mehr Abendessen.

Aber Raja behielt recht, die Pasteten waren wirklich sehr lecker und wir haben diese auf unserer anschließenden Busfahrt in die Cameron Highlands vertilgt.

Nach einem herzlichen Abschied von Raja und dem Versprechen irgendwann zurückzukehren nach Ipoh, hatten wir nun eine 3 stündige Busfahrt lang Zeit unsere vielen Eindrücke von Ipoh zu verarbeiten und nochmal Revue passieren zu lassen.

Hier ist Malaysia noch ursprünglich

Ipoh ist wirklich ein unterschätztes Reiseziel in Malaysia. Jeder fährt nach KL, Penang oder die Cameron Highlands und die Perhentians sind fest in Backpacker Hand. Wer wirklich noch das ursprüngliche Malaysia, seine so unterschiedlichen Kulturen und kulinarischen Köstlichkeiten kennenlernen will, der sollte nach Ipoh fahren. Raja als Tourguide können wir nur empfehlen, er ist einfach cool, lustig und sehr herzlich und ohne Ihn wüssten wir nun sicherlich nicht so viel über Ipoh und seine reiche Vergangenheit.

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Warst Du vielleicht auch schon mal in Ipoh? Wie hat es Dir gefallen? Oder wäre Ipoh vielleicht ein Ziel, dass Du in Zukunft gerne bereisen würdest? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.


Meine Reise nach Ipoh erfolgte auf Einladung von Erlebe Malaysia. Vielen Dank dafür!

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