Meine Tipps für die Region Lublin im Osten Polens
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Bei einer Reise nach Polen dachte ich an Städte wie Krakau, Warschau oder Danzig. Von der Lubelskie Region hatte ich zugegebenermaßen noch nie zuvor gehört und musste erst mal auf Google Maps nachsehen, wo sich diese Region überhaupt befindet. Obwohl die Lublin-Region eine der größten Woiwodschaften Polens ist, ist diese nahezu unbekannt. Wenn Du abseits der ausgetretenen Touristenpfade reisen möchtest, bist Du hier jedoch genau richtig.
Die unentdeckte Lubelskie Region hat ihren ganz eigenen Charakter und ist eine Region voller Überraschungen. Die Woiwodschaft an der Grenze zu Belarus und der Ukraine hat eine bewegte Geschichte. Viele farbenfrohe Städte und abwechslungsreiche Landschaften warten darauf erkundet zu werden.
Im folgenden Artikel verrate ich Dir all meine Tipps für schöne Städte und Sehenswürdigkeiten in der Lubelskie Region und dazu gibt es Empfehlungen für tolle Restaurants und Unterkünfte.
Allgemeine Infos über die Lubelskie Region
Die Republik Polen ist in 16 Woiwodschaften gegliedert, eine davon ist die Woiwodschaft Lublin (auf Polnisch: wojewodztwo lubelskie). Im Osten grenzt die Woiwodschaft Lublin an Belarus und die Ukraine. Hauptstadt ist das namensgebende Lublin.
Landschaftlich erinnert das Lubliner Land (die Lubelszczyzna) ein wenig an Italien. Traumhafte Renaissancestädte, wie beispielsweise Zamosc, versprühen südländisches Flair. Umgeben sind sie von fruchtbaren Feldern und ausgedehnten Wäldern. Darum wird die Gegend auch gerne als « Toskana Polens » bezeichnet.
Die Lubelszczyzna war schon immer ein Grenzgebiet zwischen der westlichen und der östlichen Kultur. Katholiken und Orthodoxe, aber auch die jüdische Gemeinde, besonders sephardische und aschkenasische Juden, haben hier ihre kulturellen Spuren hinterlassen. Traditionen und Bräuche werden im Lubliner Land bis heute gepflegt.
Die schönsten Orte & Sehenswürdigkeiten in der Woiwodschaft Lublin
Die Hauptstadt Lublin
Lublin ist eine der ältesten Städte Polens und die Hauptstadt der gleichnamigen Region. Die geschichtsträchtige Stadt mit südländischem Flair gilt als « Tor zum Osten » und hat sich den Charme des alten Polens bewahrt.
Eine Erkundungstour durch Lublin beginnt immer an einem der beiden Stadttore: dem Krakauer Tor oder dem Grodzka-Tor, wobei ersteres den wichtigsten Eingang zur Stadt bildet.
Spaziert man durch die malerischen Kopfsteinpflastergassen der historischen Altstadt, erkennt man das die Stadt Treffpunkt östlicher und westlicher Kulturen ist, denn das spiegelt sich in der Architektur wider. Gotische Kirchen, barocke Paläste und prächtige, farbenfrohe Kaufmannshäuser aus der Renaissance säumen die labyrinthartigen Gassen. Besonders sehenswert sind die Bürgerhäuser und das Alte Rathaus am Marktplatz.
Das Wahrzeichen der Stadt ist das neugotische Lubliner Schloss, das aus dem 12. Jahrhundert stammt, im Laufe der Jahrhunderte jedoch immer wieder umgebaut und erweitert wurde. Aus dem Mittelalter ist der Donjon, eine Mischung aus Wohn- und Wehrturm erhalten geblieben, von dessen Aussichtsterrasse man einen traumhaften Blick auf Lublin genießt. Das Highlight des Schlosses ist aber sicherlich die Dreifaltigkeitskapelle mit ihrer gotischen Architektur und den Renaissancefresken im byzantinischen Stil. Sie zählt zu den wertvollsten und interessantesten Baudenkmälern in Polen.
Weitere Highlights, die Du in Lublin nicht verpassen solltest:
- Besuche den Plac po Farze mit den Fundamenten der alten St. Michael’s Kirche, die bei archäologischen Ausgrabungen gefunden wurden.
- Klettere auf den Trinitarierturm und genieße den Ausblick über die Dächer von Lublin.
- Koste Cebularz, kleine Weizenfladen mit Zwiebeln und Mohnsamen, in der Bäckerei Kuzmiuk, der ältesten Bäckerei der Stadt.










Lublin: das « Tor zum Osten »
Möchtest Du noch mehr über Lublin, die interessantesten Sehenswürdigkeiten und die besten Restaurants in der Renaissancestadt erfahren? Dann ließ meinen Artikel über Lublin.
Der Künstlerort Kazimierz Dolny
Über Jahrhunderte hinweg war Kazimierz Dolny ein Schtetl – eine typische jiddische Siedlung in Osteuropa. Im späten Mittelalter blühte die idyllische Stadt aufgrund der fruchtbaren Böden in der Lubelskie Region und der Lage an der Weichsel und zwei bedeutenden Handelsstraßen zu einer der bedeutendsten Handelsstätten für Getreide auf. Die damalige Macht und der Reichtum des ansässigen Adels und der lokalen Kaufleute werden noch heute an den imposanten Getreidespeichern entlang der Weichsel deutlich. Von diesen wurde der Weizen auf Flößen einst auf dem Wasser bis nach Danzig transportiert. Imposant ist der Speicher Ulanowski der heute das Naturgeschichtliche Museum beherbergt.
Auch an den reich verzierten Häusern der einstigen Kaufleute, die im Stile der italienischen Renaissance erbaut wurden, spiegelt sich der Reichtum wieder und eben diese verleihen der Stadt heute ein ganz einzigartiges Flair. Dieses Flair und die malerische Umgebung schätzen besonders Künstler aus aller Welt sehr und so finden sich in den pittoresken Gassen des Ortes heute zahlreiche Galerien mit Kunsthandwerk aus der Region.
Einen Rundgang durch « die Perle der polnischen Renaissance » beginnt man am besten am Marktplatz mit seinem charakteristischen Renaissance-Brunnen und der Pfarrkirche St. Johannes und St. Bartholomäus mit den geschnitzten Engelsfiguren und der historischen Orgel. Oberhalb der Kirche befinden sich die Ruinen der Burg von König Kasimir dem Großen, nach dem die Stadt benannt wurde. Am Marktplatz befinden sich auch die Przybyla-Bürgerhäuser mit einem Laubengang im Erdgeschoss. Ihre Fassaden sind mit manieristischer Steinmetzkunst aus dem 16. Jahrhunderts verziert.
Weitere Sehenswürdigkeiten, die Du in Kazimierz Dolny nicht verpassen solltest:
- Besuche die Bäckerei Sarzyński und koste einen der berühmten Hähne aus Hefeteig. Laut einer Legende hat ein Hahn die Bewohner Kazimierz Dolny einst vor der Ankunft des Teufels gewarnt.
- Die Alte Synagoge am Kleinen Markt erinnert heute noch an das jüdische Leben in Kazimierz Dolny.
- Mache einen Spaziergang durch die Lösschluchten rund um die Stadt. Besonders schön ist die Malachowski Schlucht mit ihren verschlungenen, dicken Wurzeln. Der Hohlweg ist vom Marktplatz in nur wenigen Minuten erreichbar.
- Traumhafte Ausblicke besonders bei Sonnenuntergang genießt man vom Gora Trzech Krzyzy (Berg der Drei Kreuze).
- Geradezu friedlich geht es innerhalb der Mauern des Franziskanerklosters zu und der Ausblick vom Garten ist einfach grandios.









Mancimirz
Nur wenige Minuten entfernt von Kazimierz Dolny befindet sich die alte Flößersiedlung Mancimirz direkt an der Weichsel, dem letzten großen Fluss in Europa, der in seinem natürlichen Zustand belassen wurde.
Mancimirz ist eine Art lebendiges Freilichtmuseum und es scheint ein wenig, als wäre dort die Zeit stehen geblieben. Aus dem hölzernen, schindelbedeckten Brunnen an der Hauptstrasse schöpft man bis heute Wasser mit einer Handpumpe. Viele der Bauernhäuser sind noch heute mit Strohdächern bedeckt. Im Inneren sind diese jedoch alle modernisiert und werden als Ferienwohnungen vermietet oder von lokalen Künstlern bewohnt.
In der alten Scheune finden regelmäßig Konzerte, Ausstellungen und Lesungen statt und der Zaun im Dorfzentrum dienst als Ausstellungsfläche für die Galeria Klimaty und die dort schaffenden Künstler.
Traumhafte Ausblicke auf die Weichsel und die am gegenüberliegenden Ufer stehende Ruine der Burg Janowiec genießt man vom Aussichtspunkt hinter der historischen Windmühle und dem Hügel Albrechtowka.







Die « ideale Stadt » Zamosc
Ganz im Südwesten der Woiwodschaft Lubelskie liegt das kleine, einst als Festung angelegte Städtchen Zamosc. Namensgeber der Stadt ist Jan Zamoyski, einst Kronkanzler und einer der bedeutendsten Staatsmänner Polens. Er ließt die Stadt 1580 am Ufer der Labunka als eine ideale Siedlung im Stil der Renaissance nach dem Vorbild oberitalienischer Städte anlegen.
Erbaut wurde Zamosc von Bernardi Morando, einem Architekten aus Venedig, den Zamoyski während seines Studiums in Padua kennengelernt hatte. Er schuf die « ideale Stadt » im italienischen Renaissance-Stil, wobei ihm Padua als Vorbild diente, was Zamosc den Beinamen « Padua des Nordens » einbrachte. Um die Stadt zu bevölkern, ermutigte Zamoyski Kaufleute aller Nationalitäten und Religionen, sich dort anzusiedeln. So lebten in Zamosc seinerzeit unter anderem orthodoxe Slawen, Türken, Armenier und Juden.
Im Gegensatz zu vielen anderen Städten in Polen wurde Zamosc während des Zweiten Weltkriegs nicht zerstört. Daher hat die Altstadt ihren ursprünglichen Charakter und ihre Befestigungsanlagen bewahrt. Bis heute ist das Ensemble im Kern erhalten und seit 1992 ist die schachbrettartig angelegte Altstadt als UNESCO-Welterbe geschützt.
Das Herz der Stadt bildet der Rynek Wielki (Großer Marktplatz), der zu den schönsten Renaissanceplätzen in Europa zählt. Er misst exakt 100 mal 100 Meter. Zauberhafte farbenfrohe, zweigeschossige Arkadenhäuser säumen den Platz. Besonders hübsch anzusehen sind die Armenischen Bürgerhäuser mit ihrem reichen Fassadenschmuck, die heute das Stadtmuseum von Zamosc beherbergen.
Nicht zu übersehen ist das manieristische Rathaus mit seinem 52 Meter hohen Turm und der auf Arkaden ruhenden Freitreppe, die bereits als Kulisse für zahlreiche Filme diente. Es überragt alle Gebäude und bildet das Prunkstück des Marktplatzes.
Folgende Sehenswürdigkeiten solltest Du in Zamosc außerdem nicht verpassen:
- Die Kathedrale im Stil der Lubliner Renaissance mit dem Mausoleum der Familie Zamoyski.
- An das Geburtshaus von Rosa Luxemburg, Arbeiteraktivistin und Mitbegründerin der KPD, erinnert heute nur noch eine Plakette an einem Haus in der ul. Staszica 37. Ihr wirkliches Geburtshaus findet man allerdings in einem Häuserblock genannt « Generalowka » in der ul. Kosciuszki.
- Die ehemalige Altstadtsynagoge gehört zu den am besten erhaltenen jüdischen Architekturdenkmälern der Spätrenaissance in Polen. Heute befindet sich darin das Kulturzentrum « Synagoga » und das multimediale Museum der Juden von Zamosc.
- Einst war die Stadt von einer Befestigungsanlage, bestehend aus sieben Bollwerken und drei reich verzierten Toren, umgeben. Zar Alexander II. von Russland ordnete jedoch den Abriss eines großen Teils der ursprünglichen Stadtmauer an. Einige Abschnitte sind jedoch erhalten und erinnern an die glorreiche Vergangenheit der Stadt. Mehr über die Befestigungsanlagen erfährt man im Arsenalmuseum.








Das Schloss Kozlowka
Auch das Schloss Kozlowka nördlich von Lublin ist untrennbar mit der Familie Zamoyski verbunden. Erbaut wurde die prächtige Palastanlage, die direkt aus Frankreich zu stammen scheint, in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts von Michal Bielinski aus der Magnatenfamilie der Bielinski.
Ende des 18. Jahrhunderts erwarb jedoch Aleksander Zamoyski, ein Nachfahre von Jan Zamoyski, das Schloss Kozlowka. In den Jahren 1898-1914 wurde das Schloss grundlegend umgebaut: Es bekam zwei Türme und einen imposanten Säulenportikus an der Vorderseite. Zudem wurde die Anlage um ein Theatergebäude erweitert und die Schlosskapelle aus Versailles wurde nachgebaut. Im Inneren wurden Öfen aus Meißner Porzellan, Marmorkamine und kunstvolle Parkettfußböden eingebaut. Die Zimmer wurden im Stil des Zweiten Empire mit exquisiten alten Möbel eingerichtet. Die Wände wurden von unten bis oben mit riesigen Familienporträts und Bildern in kostbaren Rahmen behängt. Zudem wurden Wasserleitungen verlegt und sechs moderne Badezimmer eingerichtet.
In der Folgezeit hatte die Familie Zamoyski jedoch mit schweren Schicksalsschlägen zu kämpfen. 1941 wurde Aleksander Zamoyski von der Gestapo verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Seine Ehefrau floh mit den Kindern zunächst nach Warschau und immigrierte später nach Kanada, wo die Nachfahren noch heute leben.
1944 wurde die Schlossanlage verstaatlicht und zum ersten Museum auf den befreiten polnischen Gebieten umfunktioniert. Heute ist das Schloss Sitz des Zamoyski-Museums und man kann in den Innenräumen die authentische Ausstattung bewundern.
Das ehemalige Kutschenhaus beherbergt heute die einzige sozialistisch-realistische Kunstgalerie ihrer Art in Europa. Die Sammlung der Galerie umfasst Zeichnungen, Gemälde und über 1.600 Skulpturen, unter anderem von Wladimir Lenin. Während des Besuchs werden Reden von Sekretären der Kommunistischen Partei und die « Internationale » gespielt.
Adresse: Kozlowka 3, 21-132 Kamionka | Öffnungszeiten und Eintrittspreise findest Du hier.






Das Weingut Sienkiewicz
Nur wenige Minuten entfernt vom Schloss Kozlowka befindet sich das Weingut Sienkiewicz, das Mariusz Sienkiewicz gemeinsam mit seiner Familie aus echter Leidenschaft für den Weinbau betreibt. Diese Leidenschaft, seine naturnahen, handwerklich hergestellten Weine und lokale Spezialitäten teilt Winzer Mariusz gerne bei einer Weinprobe mit seinen Gästen.
Nach vielen Reisen in Weinländer, die den Winzer inspirierten, gründete er 2015 das Weingut Sienkiewicz. Die Weinberge werden von ihm mit viel Liebe zum Detail und Respekt vor der Natur bewirtschaftet. Angebaut werden Rebsorten wie Frontenac, Cabernet Dorsa oder Souvignier Gris, die gut an das lokale Klima angepasst sind, wobei Qualität hier vor Quantität steht. Auf den Einsatz von Pestiziden und Dünger wird verzichtet und gelesen werden die Trauben hier noch von Hand mithilfe von Familie und Freunden.





Mit dem Fahrrad durch den Roztocze National Park
Der Nationalpark Roztocze ist einer der kleinsten Nationalparks in Polen. Er schützt den zentralen Teil des polnischen Roztocze – eine etwa 180 Kilometer lange Hügelkette, die bis in die Westukraine reicht.
Durch den Nationalpark führen zahlreiche Naturlehrpfade, Wander- und Radwege. Fahrräder kann man an der Brauerei in Zwierzyniec am Rande des Nationalparks mieten und von hier aus den Park erkunden. Wälder bedecken rund 95 Prozent der Parkfläche und eine Radtour ist hier auch im Sommer das reinste Vergnügen, denn die Baumriesen spenden herrlichen Schatten.
Das Highlight des Roztocze-Nationalparks sind die Koniks. Die hellen Ponys mit dunkler Mähne und dunklem Schweif sind Nachfahren der inzwischen ausgestorbenen Tarpan-Wildpferde. Zu finden sind diese normalerweise in einem Freigehege an den Fischteichen und in der Aufzuchtstation Florianka, die heute in den hölzernen Gebäuden der ehemaligen Hauptförsterei untergebracht ist.
Wer anschließend etwas Abkühlung sucht, findet diese am Badesee, dem größten der neun künstlichen Gewässer im Park, die als Fischteiche eingerichtet wurden.




Die besten Restaurants in der Region Lublin
Das jüdische Restaurant Mandragora in Lublin
Direkt am Marktplatz von Lublin befindet sich das jüdische Restaurant Mandragora. Betritt man das Restaurant, ist es, als würde man ein jüdisches Wohnzimmer längst vergangener Zeiten betreten. Man fühlt sich gleich wie Zuhause. Auf den Tischen finden sich zauberhafte Spitzendeckchen, alte Fotos zieren die Wände und im Hintergrund läuft jüdische Musik.
Auf den Tisch kommen hausgemachte israelisch-jüdische Spezialitäten, die genauso viele Geschichten erzählen wie das Restaurant selbst. Die Gerichte werden nach traditionellen Rezepten gekocht, die von Generation zu Generation weitergereicht werden. Sehr zu empfehlen ist die Ente mit Tzimmes (eine Art süß-pikanter Eintopf aus Möhren, getrockneten Früchten, Honig und Gewürzen). Auch sehr lecker sind die Falafel mit cremigem Hummus und die Latkes, eine Art Reibekuchen, die traditionell zum Lichterfest Chanukka serviert werden.
Adresse: Rynek 10, 20-112 Lublin | Öffnungszeiten: täglich von 7.30 – 22.00 Uhr, freitags und samstags bis 0.00 Uhr



Das Restaurant Niebo i Las
Ein echter Geheimtipp ist das zauberhaft schöne Restaurant Niebo i Las, das sich im Lubinowe Wzgorze – Ajuveda & Holistic Wellness Resort von Karolina und ihrem Partner im Herzen der Lösschluchten nahe dem Kurort Naleczow befindet. Für Nicht-Hotelgäste ist das Restaurant nur sonntags von 13.00 bis 20.00 Uhr geöffnet, aber ein Besuch lohnt sich, um in den Genuss des Essens im Niebo i Las zu kommen.
Essen ist hier mehr als nur eine Mahlzeit, es ist eine Reise zu mehr Wohlbefinden und innerer Balance, aber eine ausgesprochen schmackhafte Reise. Auf den Tisch kommen gesunde, größtenteils vegetarische Gerichte, welche ausschließlich aus frischen, regionalen und saisonalen Zutaten bestehen.
Der Name des Restaurants lautet auf Deutsch « Himmel und Wald », was symbolisch für die Rückkehr zu den Wurzeln und zu natürlichen, unverarbeiteten Zutaten steht, um das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur wiederherzustellen. Das Gemüse und die Kräuter, die hier verwendet werden, kommen direkt aus dem eigenen Permakulturgarten. Das Brot wird genauso selbst gemacht wie der Kombucha, die veganen Aufstriche und Marmeladen, die Essige und Öle und die eingelegten Gemüsespezialitäten, die man übrigens auch direkt vor Ort für Zuhause kaufen kann.
Adresse: Laki 45A, 24-160 Naleczow | Öffnungszeiten: sonntags von 13.00 – 20.00 Uhr




Das Restaurant Kazimierzowka in Kazimierz Dolny
Dąs moderne Restaurant Kazimierzowka befindet sich im gleichnamigen Hotel in Kazimierz Dolny und serviert moderne polnische und europäische Küche mit Zutaten aus der Region. Sehr zu empfehlen ist hier das Beef Tatar und das Zanderfilet. Der Mann hat sich den Burger schmecken lassen und für ausgezeichnet befunden.
Unbedingt solltet ihr aber noch Platz für die sündhaft guten Desserts lassen. Da hat man dann die Qual der Wahl zwischen einem Schokoküchlein mit flüssigem Kern und Blaubeereis oder Meringue mit Sahne und Früchten.
Adresse: Gory 10, 24-120 Kazimierz Dolny | Öffnungszeiten: Sonntag bis Donnerstag von 12.00 – 21.00 Uhr, Freitag und Samstag bis 22.00 Uhr





Das Restaurant Akuku in Kazimierz Dolny
Das zauberhafte kleine Restaurant Akuku befindet sich ebenfalls in Kazimierz Dolny und hat uns nicht nur mit der ungezwungenen, gemütlichen Atmosphäre und ausgezeichnetem Service, sondern auch mit dem Essen und einer exzellenten Weinauswahl begeistert. Das Restaurant wurde mit viel Liebe zum Detail in hellen, warmen Farben eingerichtet. Geblümte Tapeten zieren die Wände, Kränze, Spiegel, viele Grünpflanzen und Trockenblumen sorgen für Atmosphäre.
Auf der Karte stehen traditionelle, aber modern interpretierte polnische Gerichte wie das Schabowy, ein traditionelles polnisches Schnitzel mit Kartoffelpüree, aber auch Rinderbäckchen, Entenbrust und ein täglich wechselndes Fischgericht.
Als Vorspeise habe ich mich für knackig frischen wilden Brokkoli mit Käse, wildem Knoblauch und Pangrattato entschieden. Ein Gedicht ist auch das Beef Tatar und dafür ist das Restaurant weit über die Grenzen von Kazimierz Dolny hinaus bekannt. Die Zutaten für die Gerichte kommen allesamt aus dem restauranteigenen Garten oder der nahe gelegene Umgebung.
Adresse: Krakowska 3, 24-120 Kazimierz Dolny | Öffnungszeiten: Sonntag bis Donnerstag von 12.00 – 22.00 Uhr, Freitag und Samstag bis 23.00 Uhr





Das Restaurant Mama in Jacnia
Die Geschichte des Restaurants Mama ist untrennbar mit der Geschichte der berühmten 2018 verstorbenen Sängerin und Songwriterin Kora verbunden. Sie war einst eine der Gründerinnen des Restaurants, das Iwona Teterycz heute führt.
Kora wünschte sich einen authentischen Ort inmitten der Natur, an dem man hausgemachte lokale Gerichte genießen kann und genau dieser Ort ist das Restaurant Mama in Jacnia. An den Wänden des kleinen traditionellen Holzhäuschens erinnern viele Fotos und Bilder an Kora und ihre Präsenz ist heute noch spürbar. Im Hintergrund laufen die Songs ihrer Band Maanam. Auch ihr Mann ist häufig noch im Restaurant anzutreffen und immer für ein kleines Schwätzchen zu haben.
Auf den Tisch kommen hausgemachte lokale Gerichte wie Brennnesselsuppe, ukrainische Borschtsch, Schweinekoteletts, Pierogi ruskie und andere Piroggen mit den unterschiedlichsten Füllungen. Sehr beliebt sind auch die traditionellen Bilgoraj-Piroggen (ein Auflauf aus Buchweizengrütze und Kartoffeln). Als Nachtisch gibt es Piroggen gefüllt mit verschiedenen Beeren und einen sündhaft guten hausgemachten Apfelkuchen.
Eine Speisekarte gibt es in diesem Sinne nicht, die Gerichte wechseln praktisch täglich und je nach Saison. Die aktuellen Gerichte sind mit Kreide auf eine Tafel geschrieben. Serviert werden die Gerichte auf Tellern und in Tassen, die die Nachbarn von Kora einst vorbeibrachten. So ist das Geschirr ein herrlich buntes Sammelsurium.
Adresse: DW849 20, 22-442 Jacnia | Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 10.00 – 18.00 Uhr, Samstag und Sonntag von 9.00 – 20.00 Uhr







Übernachten in der Lubelskie Region
Wir haben in der Willa IMA an den Hängen der Czerniawa-Schlucht am Ortsrand von Kazimierz Dolny übernachtet. Zwar spricht die liebenswerte Besitzerin kein Wort Englisch, mit Händen und Füßen hat dann aber auch die Kommunikation geklappt und wir wurden zudem jeden Morgen mit einem ausgiebigen Frühstück verwöhnt.
Die Zimmer in der Villa sind mit vielen bunten Gemälden und Accessoires dekoriert und mit Vintage-Möbeln eingerichtet, zudem gibt es eine kleine Bibliothek mit vielen interessanten Büchern und alten Comics. Gegen einen kleinen Aufpreis können Gäste die Fasssauna im Wald und den Hot Tub benutzen.
Adresse: Czerniawy 33, 24-120 Kazimierz Dolny


Anreise in die Lubelskie Region
Zwar gibt es in Lublin einen kleinen Flughafen, allerdings gibt es von Deutschland keine Direktflüge nach Lublin. Daher empfiehlt sich ein Flug nach Warschau. Da Du vor Ort sowieso einen Mietwagen benötigst, um von A nach B zu kommen, mietest Du dir am besten direkt in Warschau ein Auto. Mit dem Auto sind es vom Chopin-Flughafen Warschau rund 2 Stunden in die Lubelskie Region.
Kennst Du die unbekannte Lubelskie Region? Hast Du vielleicht noch weitere coole Tipps für die Toskana Polens? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.
Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Fremdenverkehrsamt in Berlin sowie mit Partnern in der Region: der Regionalen Tourismusorganisation Lublin und der Lokalen Tourismusorganisation Metropolia Lublin. Auf der Website www.polen.travel findest Du viele weitere Informationen zum Thema Reisen nach Polen. Weitere Informationen über die Region Lublin findest Du auf www.lubelskie.travel und über die Stadt Lublin auf www.lublininfo.com/en.

Nina
Hi! Ich bin Nina von Reisehappen! Bloggerin, Grafikerin & Illustratorin, Foodie und leidenschaftliche Köchin, Käseliebhaberin, Reisejunkie, Workaholic, Yoga addicted, 6 Kontinente – 70 Länder und noch immer vom Fernweh geplagt.
