Sehenswerte Orte & Highlights in und rund um Karlovy Vary

Karlsbad, auf tschechisch Karlovy Vary, zählt zu den berühmtesten und schönsten Kurorten der der Welt. Dank seiner Thermalquellen ist die Stadt zudem eines der beliebtesten Reiseziele in Tschechien. Noch heute fahren die meisten Menschen in den traditionsreichen Kurort um sich einer Behandlung in einer der schönen Kuranlagen der Stadt zu unterziehen. Doch Karlsbad hat auch viele tolle Sehenswürdigkeiten zu bieten.

Karlsbad zählt zu den ältesten Heilbädern der Tschechischen Republik und war daher ein beliebtes Reiseziel für zahlreiche Berühmtheiten wie Beethoven, Kafka und Freud. Doch war Karlsbad auch ein beliebtes Sommerziel für russische Zaren. Bereits sie glaubten an die Heilkraft des schwefelhaltigen Wasser, die angeblich von den Vary-Quellen ausgeht, und erbauten in der Stadt beeindruckende Residenzen, welche ihnen im Sommer als Rückzugsort dienten. Diese bildhübschen Jugendstilbauten zieren bis heute die ganze Stadt und sind neben den majestätischen Kolonnaden eines der Highlights des mondänen Heilbads. Doch nicht nur Architektur im Zuckerbäckerstil kann man in Karlsbad bewundern. Man sollte unbedingt auch die berühmten Karlsbader Oblaten probieren, den beliebten und berühmten Kräuterlikör Becherovka im Becherovka Jan Becher Museum kosten, die Kirchen der Kurstadt erkunden und den Ausblick vom Dianaturm geniessen.

All meine Tipps für die schönsten Sehenswürdigkeiten in Karlsbad, sehenswerte Orte in der Umgebung und meine Geheimtipps für das mondäne Heilbad findest Du im nachfolgenden Artikel.

Die Flaniermeile Stara Louka in Karlsbad
Die Karlsbader Flaniermeile Stara Louka

Wo liegt Karlsbad?

Der Kurort Karlsbad liegt im Westen Tschechiens an der Mündung der Teplá in die Eger. Die tschechische Stadt in Westböhmen gehört zu den berühmtesten und traditionsreichsten Kurorten der Welt. Zusammen mit den Kurorten Franzensbad (auf tschechisch Františkovy Lázně) und Marienbad (auf tschechisch Mariánské Lázně) bildet Karlsbad das Westböhmische Bäderdreieck.

Seit 2021 zählt Karlsbad zudem gemeinsam mit zehn anderen Kurstädten zum UNESCO-Welterbe der bedeutenden Kurstädte Europas.

Liste der TOP 10 Sehenswürdigkeiten in Karlsbad

  • Stará Louka 
  • Sprudelkolonnade
  • Mühlbrunnenkolonnade
  • Marktkolonnade
  • Parkkolonnade
  • Becherovka Jan Becher Museum
  • St. Maria Magdalena Kirche
  • Kirche St. Peter und Paul
  • Dianaturm
  • Die Aussichtsplattform Hirschensprung

Meine Tipps für die schönsten Sehenswürdigkeiten in Karlsbad

Die Flaniermeile Stará Louka

Die Stará Louka (auf deutsch Alte Wiese), die berühmte Flaniermeile am nördlichen Ufer der Teplá, ist für mich DIE Sehenswürdigkeit in Karlovy Vary. Wunderschöne prächtige Jugendstilhäuser säumen die Strasse und ihre Verlängerung Lázeňská ulice. Dahinter erheben sie bewaldete Hügel und so gibt die Strasse ein perfektes Fotomotiv ab. Die prächtigen Jugendstilbauten beherbergen zudem viele nette kleine Restaurants, Cafés, luxuriöse Geschäfte und schicke Hotels, wie das Grand Hotel Pupp, das einst als Drehort für den James Bond Film Casino Royal diente.

Die Sprudelkolonnade

Die Sprudelkolonnade im Kurzentrum am Fluss Teplá ist wohl die berühmteste der zwölf Quellen in Karlsbad. Einst gab es über der Sprudelquelle nur kleine Pavillons. Heute erhebt sich ein wuchtiger moderner Betonbau über der Quelle. Nicht unbedingt hübsch, wie ich finde, aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. 

Bereits seit dem 16. Jahrhundert kommt aus der Sprudelquelle eine rund zwölf Meter hohe und 72 Grad heiße Wasserfontäne. Neben dem Geysir des Sprudels finden sich hier fünf Quellvasen, aus welchen das Mineralwasser in unterschiedlichen trinkbaren Temperaturen herauskommt, denn das Wasser der Sprudelquelle wird hauptsächlich für Trinkkuren genutzt aber auch für Heilbäder. Angeblich ist das Heilwasser gut bei Störungen des Verdauungssystems, Übergewicht, Parodontose, Diabetes, Erkrankungen des Bewegungsapparates aber auch vielen anderen Erkrankungen. Möchtest Du das Wasser auch einmal kosten oder vielleicht sogar eine Trinkkur machen, solltest Du dir unbedingt einen Karlsbader Trinkbecher kaufen, das typische Gefäß aus welchem man das heilende Wasser trinkt. Aber Vorsicht, lecker ist das Wasser wirklich nicht. Doch vielleicht entfaltet es ja bei Dir seine heilende Wirkung.

Adresse: 2, Divadelní nám. 2036, 360 01 Karlovy Vary | Öffnungszeiten: im Sommer täglich von 6.30 – 19.00 Uhr, im Winter bis 18.00 Uhr

Die Mühlbrunnenkolonnade

Weitere Heilbecken mit Wasser aus fünf Mineralquellen (Mühlbrunnen, Rusalka-Quelle, Fürst-Wenzel-Quelle, Libussa-Quelle und Felsenquelle) findest Du in der Wandelhalle der Mühlbrunnenkolonnade, die im Jahre 1881 im Stil der Neorenaissance erbaut wurde. Sie ist mit 132 Metern Länge die größte der Karlsbader Kolonnaden und wie ich finde auch die schönste. Besonders sehenswert sind die 124 korinthischen Säulen die das Dach tragen und die Attika mit den zwölf allegorischen Sandsteinstatuen, welche die zwölf Monate im Jahr symbolisieren.

Adresse: Mlýnské nábřeží 468/1, Karlovy Vary

Die Mühlbrunnenkolonnade in Karlovy Vary

Die Marktkolonnade

Die mit üppigen Schnitzereien verzierte weiße Marktkolonnade ist im Vergleich zu den anderen Kolonnaden eher mäßig besucht, aber dennoch sehenswert. Wie der Name vielleicht schon vermuten lässt, befindet sie sich direkt im Zentrum von Karlsbad im Bereich des historischen Marktplatzes, wo einst das Rathaus stand. Drei weitere Mineralquellen (die Quelle Karls IV., der Untere Schlossbrunnen und die Marktquelle) sprudeln in der Holzkolonnade, die 1883 im Schweizer Stil vom bekannten Architektur-Büro Fellner & Helmer aus Wien erbaut wurde. Aber auch wenn Du mittlerweile genug von dem ekelhaft schmeckenden Wasser hast, lohnt ein Besuch. Die Marktkolonnade, hinter der sich der alte Schlossturm erhebt, bildet nämlich ein tolles Fotomotiv.

Adresse: Tržiště, 360 01 Karlovy Vary

Die Parkkolonnade im Dvořák-Park

Wo sich heute der Dvořák-Park befindet, wurde bereits 1878 ein Park angelegt und zu dieser Zeit entstanden auch die prächtigen gusseisernen Parkkolonnaden. Einst bildeten sie den östlichen Teil des Blansko-Pavillons, der jedoch später abgerissen wurde. Der Karlsbader Stadtpark wurde über die Jahre ebenfalls umgestaltet. Unter den schattenspendenden Bäumen flanieren oder an dem malerischen kleinen Teich sitzen kann man erst seit 1974. Damals erhielt der Stadtpark zu Ehren des berühmten tschechischen Komponisten Antonín Dvořák auch seinen heutigen Namen Dvořák-Park.

Das Becherovka Jan Becher Museum

Karlsbad ist vor allem bekannt für seine zwölf natürlichen Thermalquellen. Die 13. Quelle ist für die Tschechen der Becherovka. Um mehr über den berühmten Karlsbader Kräuterlikör und seinen Erfinder Jan Becher zu erfahren, empfehle ich Dir den Besuch des Becherovka Jan Becher Museums. Das Museum befindet sich in der ursprünglichen Becherovka Fabrik und in der ehemaligen Becherovka Apotheke, wo der bittere Kräuterlikör 1807 eigentlich als Heilmittel kreiert wurde. Doch längst ist der traditionelle Kräuterlikör in den kleinen grünen Flaschen weit über die Grenzen von Karlsbad und Tschechiens hinaus bekannt und beliebt.

Im Becherovka Jan Becher Museum kannst Du bei einer Führung mit einem Audioguide mehr über die rund 200 Jahre lange bewegte Geschichte des Likörs erfahren und natürlich auch über seine Herstellung. Zudem kannst Du die alten Kellerräume besichtigen und die ursprüngliche Abfüllung des Becherlikörs. Das Beste kommt aber ja bekanntlich zum Schluss und so bekommst Du am Ende deines Museumsbesuchs an der Bar des Museums natürlich auch einen Becherovka zum Kosten.

Adresse: T. G. Masaryka 282/57, 360 01 Karlovy Vary | Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 9.00 – 12.00 Uhr und von 12.30 – 17.00 Uhr

Die St. Maria Magdalena Kirche

Nur wenige Meter entfernt von der Sprudelkolonnade befindet sich die Marien-Magdalenenkirche auf einer kleinen Anhöhe. Sie wurde 1736 im hochbarocken Stil fertiggestellt und gilt heute als Nationales Kulturdenkmal der Tschechischen Republik. Verfehlen kannst Du die Kirche nicht. Die markanten Türme der Kirche sind weithin sichtbar und prägen das Stadtbild von Karlovy Vary. Im Inneren entzückt die Kirche mit barockem Prunk. Sehenswert ist zudem die unterirdische Krypta, die aus der Zeit stammt als an gleicher Stelle noch eine gotische Kirche stand. In der Krypta finden sich die Gebeine des ehemaligen Friedhofs.

Adresse: nám. Svobody 1, 360 01 Karlovy Vary

Die St. Maria Magdalena Kirche in Karlovy Vary
Die St. Maria Magdalena Kirche

Die Kirche St. Peter und Paul

Eine weitere sehenswerte Kirche ist die russisch-orthodoxe Kirche St. Peter und Paul, die 1898 nach den Plänen des Franzensbader Architekten Gustav Wiedermann im damals erblühenden mondänen Karlsbader Viertel Westend erbaut wurde. Das Vorbild für diese Kirche war ein byzantinisch-altrussischer Kirchenbau in Ostankino unweit von Moskau. Die Kirche St. Peter und Paul ist die größte russisch-orthodoxe Kirche Tschechiens. 

Das opulente Bauwerk, das auf dem Grundriss eines griechischen Kreuzes erbaut wurde, besticht von Außen mit seinen fünf riesigen goldenen Kuppeln, die im Kontrast stehen zu den blauen Dächern und der weißen Fassade mit den Heiligenbildern. Im Inneren ist die Kirche reich verziert mit Ornamenten, Skulpturen, Gemälden und Kunstwerken. Zu den bekanntesten zählt das Relief des russischen Zaren Peter des Großen.

Adresse: Krále Jiřího 2c, 360 01 Karlovy Vary | Öffnungszeiten: täglich von 9.00 – 18.00 Uhr

Die Kirche St. Peter und Paul in Karlovy Vary
Die Kirche St. Peter und Paul

Der Dianaturm

Man sagt « wer nicht auf dem Aussichtsturm Diana war, hat Karlsbad nicht gesehen ». Ob das nun so ist, weiß ich nicht. Auf jeden Fall lohnt es sich jedoch den Dianaturm zu besuchen. Mit der Standseilbahn, die schon seit über 100 Jahren von der Talstation gleich neben dem Grandhotel Pupp durch den Kurwald fährt, geht es hoch hinauf zum Dianaturm. Alle 15 Minuten fährt die Standseilbahn in etwa drei Minuten den Berg hinauf und schon während der Fahrt genießt man wunderschöne Blicke auf Karlsbad.

Oben angekommen muss man nun noch 150 Stufen erklimmen oder einfach den Fahrstuhl nehmen, dann hat man den Turmgang des Dianaturms in 35 Metern Höhe erreicht und kann den atemberaubenden Panoramablick über das historische Zentrum von Karlovy Vary, die Gipfel des Erzgebirges, den Kaiserwald und die Kurwälder genießen.

Kosten: Der Eintritt zum Aussichtsturm Diana ist gratis, das One-Way-Ticket für die Standseilbahn kostet 100 CZK, mit Rückfahrt 100 CZK | Öffnungszeiten Turm: November bis März von 9.00 – 16.45 Uhr, April bis Oktober von 9.00 – 17.45 Uhr, Mai bis September von 9.00 – 18.45 Uhr; die letzte Standseilbahn fährt Abends 15 Minuten nach Schließung des Turms, alternativ kannst Du aber auch einen Spaziergang zurück in die Stadt machen.

Die Aussichtsplattform Hirschsprung

Statt wieder mit der Standseilbahn zurück in die Stadt zu fahren, empfehle ich Dir einen Spaziergang durch den Kurwald zu machen. Bei diesem Spaziergang kannst Du die Natur genießen, doch der Weg führt Dich auch an zahlreichen hübschen Aussichtspunkten vorbei. Da ist zum einen der minarettartige Aussichtsturm Karl IV., der als der älteste Aussichtsturm von Karlsbad gilt. Schön ist auch der Blick vom hölzernen Aussichtspavillon Hirschsprung über den eine Gamsskulptur von der Felsnadel daneben wacht.

Wissenswert

Die Heilwirkung der Karlsbader Thermalquellen ist bereits seit dem 14. Jahrhundert bekannt. Der Sage nach hat ein durstiger Hirsch einst die erste warme Quelle mit seinen Hufen freigelegt. Daran erinnert heute der Hirschsprung.

Wenn Du keine Lust auf einen Spaziergang durch den Kurwald hast, kannst Du auch mit der Seilbahn bist zur Zwischenstation Hirschsprung fahren. Von dort sind es nur wenige Meter zur Aussichtsplattform.

Karlsbad Stadtplan mit den schönsten Sehenswürdigkeiten & Highlights

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Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Karlsbad

Die Burg Loket

Eines der schönsten Ausflugsziele rund um Karlsbad ist das Städtchen Loket, das malerisch auf einem Granithügel innerhalb einer fast kreisrunden Flussschlinge der Eger thront. Hauptsehenswürdigkeit ist hier die Burg Loket. Auf deutsch heißt sie Burg Elbogen, was sich auf den Verlauf der Eger bezieht, der an die Beuge eines Arms mit Ellenbogen erinnert. Elbogen ist nicht an die aktuelle Rechtschreibung angepasst und wird nur mit einem « l » geschrieben. 

Die steinerne Burg wurde bereits im 13. Jahrhundert erbaut und ist damit eine der ältesten in Tschechien. Sie verfiel über die Jahrhunderte zusehends. Mittlerweile erstrahlt sie jedoch gut renoviert in neuem Glanze und beherbergt heute ein Museum in welchem Du unter anderem Möbel aus drei Jahrhunderten, eine alte Apotheke, eine Waffenausstellung, eine Gesteinssammlung, eine Porzellanausstellung und ein Foltermuseum findest. Unbedingt solltest Du außerdem den 26 Meter hohen Turm der Burg erklimmen und den Ausblick über das malerische Städtchen an der Eger genießen.

Schon Goethe besuchte das Städtchen einst oft und auch Daniel Craig war schon in Loket, denn Loket diente als Drehort für den James Bond Film « Casino Royale ». Loket verkörpert für den Film allerdings einen Ort in Montenegro. Im Film parkt James Bond seinen Aston Martin direkt am Brunnen am Marktplatz von Loket und trifft dort in einem der Restaurants zusammen mit Vesper Lynd seinen Kontaktmann vom MI5. Der Marktplatz ist im Film immer wieder gut zu erkennen und mit dem Brunnen und der Dreifaltigkeitssäule auch wirklich ein Schmuckstück.

Wer nach einem Streifzug durch Loket Durst verspürt, dem empfehle ich einen Besuch der Familienbrauerei Svatý Florián, die an die alte Brauereitradition der Stadt und Böhmens anknüpft und herrliches selbstgebrautes Bier und Limonaden serviert. Zudem gibt es eine kleine Ausstellung über das Brauen. Gleich daneben liegt die Brücke, die in den Ort führt. Von dem kleinen Rastplatz auf der Anhöhe auf der anderen Seite der Brücke genießt Du einen traumhaften Ausblick auf Loket, die Burg und die Eger. 

Franzensbad

Zusammen mit Karlsbad und Marienbad bildet Franzensbad das Westböhmische Bäderdreieck. Darüber hinaus zählt der Ort Františkovy Lázně ebenfalls zum UNESCO-Welterbe der bedeutenden Kurstädte Europas und gilt als schönste historische Stadt in der Tschechischen Republik. 

1793 wurde das Kurbad Franzensbad durch Kaiser Franz II. angelegt und kann somit auf mehr als 200 Jahre Kurtradition zurückblicken. Die bedeutendste der 12 heute noch genutzten kalten Heilquellen der Stadt ist die so genannte Franzensquelle. Einst gab es hier zudem sogar das erste Moorbad der Welt. 

Doch ist Franzensbad mehr als nur eine Spa-Oase. Die Stadt ist als UNESCO-Weltkultur- und Naturerbe registriert und bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Dazu zählen natürlich die historischen Kuranlagen von Franzensbad. Besonders sehenswert ist das Herzstück des Kurbezirks: die älteste Quelle der Stadt – die Franzensquelle – welche mit einem Pavillon mit dorischen Säulen überdacht ist und die Trinkhalle der Glauberbrunnen. Ein echtes Highlight ist auch die Prachtstrasse Ruská, welche von wunderschönen klassizistischen Häusern in Schönbrunner Gelb und Stuckweiß gesäumt ist. Zu diesen zählen auch die berühmten Badehäuser Savay-Labe und Květen. Hübsch ist auch die mit Lindenbäumen gesäumte Prachtallee Narodní, wo Du viele hübsche Strassencafés findest. Tolle Ausblicke genießt man vom Aussichtsturm Salingburg und vom Aussichtsturm des Schlösschens Zámeček.

Marienbad

Die dritte Stadt im Bunde, die ebenfalls zum Westböhmischen Bäderdreieck gehört und zum UNESCO-Welterbe der bedeutenden Kurstädte Europas zählt, ist Marienbad (auf tschechisch Mariánské Lázně). Die Stadt im Kaiserwald gilt als Perle des berühmten Bäderdreiecks.

Mehr als 40 Mineralwasserquellen findest Du in dem weltbekannten Kurort Marienbad. Viele davon mit einem hohen Salzgehalt, andere mit sehr hohem Eisengehalt. Am häufigsten wird das Mineralwasser für Trinkkuren zur Behandlung von Erkrankungen der Harnwege verwendet, aber auch für Bäder.

Auch Marienbad ist jedoch mehr als nur ein historisches Kurbad. Die Stadt gleicht einem riesigen Park. Noch selten habe ich eine solch grüne Stadt gesehen und die zahlreichen Parkanlagen laden zum Spazieren und Entspannen ein. 

Sehenswert ist die wunderschöne 180 Meter lange gusseiserne Maxim Gorki Kolonnade, die als Wahrzeichen der Stadt gilt und die längste Kolonnade in Tschechien ist. Die Hauptkolonnade bildet zusammen mit dem Pavillon der Kreuzquelle und dem Pavillon der Rudolfs- und Karolinenquelle die Hauptkurpromenade. Zu dieser gehört auch die berühmte Singende Fontäne, die Besucher in den Sommermonaten mit von klassischer Musik begleiteten Wasserspielen verzaubert.

Weitere Highlights sind die hübsche Kolonnade der Ferdinandsquelle im Auschowitz-Park, die Kirche Mariä Himmelfahrt und das Chopin-Haus. Bist Du mit Kindern in Marienbad unterwegs, lohnt ein ein Besuch des Miniaturenparks « Boheminium Park », der Groß und Klein mit Kopien der bekannten tschechischen Baudenkmäler entzückt.

Mehr Tipps für Marienbad findest Du in meinem Artikel: Marienbad – Sehenswürdigkeiten & Geheimtipps für den tschechischen Kurort.

Essen & Trinken in Karlsbad – Meine Restaurant-Tipps

Republica Coffee

In stylischem Ambiente sitzt man im hippen Republica Coffee. Zudem gibt es hier sehr leckeres Frühstück und einen ausgezeichneten Cappuccino. Auch die hausgemachten Kuchen sind ausgezeichnet.

Adresse: T. G. Masaryka 894, 360 01 Karlovy Vary | Öffnungszeiten: täglich von 8.00 – 19.00 Uhr, Samstag und Sonntag ab 9.00 Uhr

Das Republica Coffee in Karlsbad
Das Republica Coffee in Karlsbad

Grand Café Septime

Das Grand Café Septime ist eine ruhige grüne Oase direkt am Ufer der Teplá. Gemütlich sitzt man hier an den kleinen Tischchen, auf einem der einladenden Sofas oder in den schönen Hängesesseln und kann ein Bier, hausgemachte Limonade, einen Kaffee oder auch leckere Cocktails und Longdrinks genießen. Dazu gibt es hier köstliche hausgemachte Kuchen.

Adresse: Dvořákovy Sady, 360 01 Karlovy Vary | Öffnungszeiten: täglich von 11.00 – 19.00 Uhr

Das Grand Café Septime in Karlsbad
Das Grand Café Septime

Malé Versailles

Im Malé Versailles hat einst schon Goethe sein Bier getrunken und das Restaurant gilt als das älteste der Stadt. Das Malé Versailles gehört zum gleichnamigen Hotel, das sich in einer schlossähnlichen Anlage umgeben von Wald und See im Westend-Viertel nur unweit der orthodoxen Kirche befindet. Seit der Renovierung im Jahre 2016 erstrahlt es wieder in altem Glanze. Besonders hübsch sitzt man bei schönem Wetter auf der riesigen Terrasse des Restaurants.

Wissenswert

Der Name Malé Versailles rührt übrigens daher, dass sich gleich neben dem Restaurant einst ein Tanzpavillon befand. Tänze wurden dadurch zu einem festen Bestandteil des Restaurants und waren so beliebt, dass die Gäste begannen das Lokal « Malé Versailles » (auf deutsch Klein Versailles) zu nennen und es scherzhaft mit dem berühmten französischen Palast verglichen, der für seine pompösen Bälle berühmt war.

Auf den Tisch kommen im Malé Versailles köstliche tschechische und moderne, ausgefallene Gerichte, die Küchenchef Petr Ploc aus sorgfältig ausgewählten saisonalen und lokalen Produkten zubereitet. Sehr zu empfehlen sind der gemischte Hummus Teller als Vorspeise, gefolgt vom gegrillten Kürbis mit Ziegenkäse, Granatapfel und Preiselbeeren oder dem Burger mit Hirschfleisch und Pommes.

Adresse: Křižíkova 422, 360 01 Karlovy Vary | Öffnungszeiten: täglich 11.00 – 23.00 Uhr

Die schönsten Unterkünfte in Karlsbad – Meine Hotel-Tipps

  • Das luxuriöse Rundum-Sorglos-Paket gibt’s im prächtigen Spa Hotel Imperial und im Savoy Westend Hotel.
  • Das Grandhotel Pupp ist eines der ältesten und das wohl berühmteste Hotel in Karlsbad. Hier stiegen schon Johann Wolfgang von Goethe, Johann Sebastian Bach und Richard Wagner ab.
  • Gemütlich, hübsch eingerichtet und erschwinglich sind die Ferienwohnungen und Studios mit Küche in den Revelton Studios Karlovy Vary.

Die besten Karlsbad Reiseführer

Warst Du schon mal in Karlsbad? Hast Du noch einen Geheimtipp für den Kurzurlaub in Karlovy Vary? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

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Nina | Reisehappen Food- und Reiseblog
Nina

Hi! Ich bin Nina von Reisehappen! Bloggerin, Grafikerin & Illustratorin, Foodie und leidenschaftliche Köchin, Käseliebhaberin, Reisejunkie, Workaholic, Yoga addicted, 6 Kontinente – 70 Länder und noch immer vom Fernweh geplagt.