Inselhüpfen per Katamaran auf den Britischen Jungferninseln

Nature’s little secrets – so steht es auf jedem Autokennzeichen auf den British Virgin Islands. Und ein „kleines Geheimnisse der Natur“ sind die Britischen Jungferninseln wahrlich. Fast möchte man niemandem diesen Geheimtipp weitergeben, damit dieses so ursprüngliche Fleckchen in der Karibik noch lange Zeit in dieser Form erhalten bleibt. Aber ich kann natürlich trotzdem nicht anders und muss Dir unbedingt über meinen traumhaften Segeltörn durch eines der letzten Paradiese auf Erden erzählen.

Anreise auf die British Virgin Islands

Aber zunächst mal zur Anreise auf die British Virgin Islands. Von Deutschland aus gibt es Direktflüge mit Condor nach San Juan auf Puerto Rico oder nach Antigua. Puerto Rico gehört zu den Vereinigten Staaten von Amerika, daher bitte unbedingt beachten, dass Du in diesem Fall eine gültige ESTA-Reisegenehmigung benötigst. Air France und KLM fliegt direkt nach St. Maarten.

Von Saint Martin geht es mit Winair oder LIAT weiter nach Beef Island auf den britischen Jungferninseln. Von San Juan fliegen Seaborne Airlines, Air Sunshine oder Cape Air.

Alternativ bietet es sich als Gruppe an eine private Maschine zu chartern. Ein Flug mit FlyBVI hat den Vorteil, dass man nicht auf einen Linienflug warten muss, sondern zur gewünschten Zeit fliegen kann. Auch ein langes Prozedere bei Ein- und Ausreise bleibt einem erspart, da man von einem Mitarbeiter von FlyBVI begleitet und schnell abgefertigt wird.

Alleine schon ein Grund für den privaten Charterflug ist aber der grandiose Ausblick, den man aus den kleinen Maschinen hat und ganz entspannt bei einem kühlen Bier aus der Kühlbox genießen kann.

Anflug auf die British Virgin Islands

Anflug auf die British Virgin Islands

Allgemeine Informationen zu den British Virgin Islands

Bevor ich Dir über meinen Segeltörn erzähle zunächst einmal ein paar allgemeine Informationen zu den British Virgin Islands. Die Inselgruppe gehört zu den Kleinen Antillen in der nördlichen Karibik und trennt den Atlantik vom türkisfarbenen Wasser der Karibik. Rund 100 Kilometer östlich von Puerto Rico liegen die über 60 Inseln, wobei nur 16 der Inseln bewohnt sind. Gerade einmal 30.000 Einwohner zählt man auf den British Virgin Islands. Die größte Insel ist Tortola mit der Hauptstadt Road Town. Weitere bewohnte Inseln, die wir zum Großteil auch beim Inselhopping besucht haben sind Anegada, Beef Island, Cooper Island, Ginger Island, Jost Van Dyke, Norman Island, Peter Island, Salt Island, Tortola und Virgin Gorda.

Weitere Informationen zu den Inseln, tolle Impressionen und Reisetipps findest Du übrigens auf der Seite des BVI Tourist Board.

British Virgin Islands – Ein Segeltörn ins Paradies

Inselhüpfen per Katamaran auf den Britischen Jungferninseln

Und wie lernt man die British Virgin Islands nun am besten kennen? Hier gibt es nur eine Antwort und die lautet: auf einem Segeltörn! Klassisch auf einer Segelyacht, oder mit einem Katamaran.

Zwar gibt es zwischen den einzelnen bewohnten Inselchen auch Fährverbindungen und teils sogar Flugverbindungen, allerdings zum Teil nur einmal pro Woche. Wer das Inselparadies also wirklich entdecken und auch die paradiesischen Strände und unbewohnten Inseln erkunden möchte, dem bleibt nur Segeln!

Konstante Passatwinde, einfache Auf-Sicht-Navigation, kristallklares türkises Wasser und malerische Strände machen die British Virgin Islands zu einem idealen Segelrevier und ein Traumurlaub ist hier garantiert.

Katamaran chartern auf den British Virgin Islands

Dazu braucht man natürlich einen Katamaran, oder ein Segelboot. Diese kannst Du auf den BVI’s ganz einfach mieten. Dream Yacht Charter bietet je nach Gusto Katamarane in verschiedenen Größen an, eben je nach Anzahl der Gruppen- oder Familiengröße.

Alternativ kannst Du auch nur eine Kabine buchen. Mehr Infos zum Kabinencharter findest Du hier.

So oder so kommst Du bei Dream Yacht Charter in den Genuss eines luxuriösen Katamarans mit eigener Crew, die den Segeltörn zu einem einzigartigen Erlebnis machen. Auf Wunsch ist ein Koch mit an Board und die Mahlzeiten werden nach individuellen Wünschen und Geschmack zubereitet. Alternativ kann man darauf natürlich auch verzichten und sich wie wir selbst verpflegen. Auf unseren Kapitän, beziehungsweise unsere Kapitänin Fiona, wollten wir dagegen nicht verzichten. Nicht nur, dass unsere taffe Aussie-Frau jeden Winkel der BVI’s kennt und viele tolle Tipps parat hatte, auch beherrscht Sie ihren Job perfekt. Wer möchte kann sich also einfach durch die Gegend schippern lassen, schnorcheln, schwimmen und Sonnenbaden. Wer möchte kann aber an Bord auch gerne mithelfen, ob beim Segel setzen, Fender anbringen oder ankern.

Wenn Du keinen Koch mit an Bord nehmen möchtest, aber dennoch nicht permanent selbst kochen oder Dich um Einkäufe etc. kümmern möchtest, kann ich Dir übrigens den Service von Fiona empfehlen. Denn die Frau ist nicht nur ein grandioser Kapitän sondern auch Inhaberin von Captain’s kitchen. Das Motto von Fiona ist „from Farm to fork“ – heißt fertig vorbereitete Mahlzeiten mit frischen lokalen Bioprodukten, Snacks, Getränke und mehr werden direkt an Board geliefert. Das einzige was Du dann noch machen musst, ist die Gerichte erwärmen und auf dem Teller anrichten. Wie ich finde ein ganz toller Service um einen stressfreien Urlaub zu ermöglichen.

Egal wie, wenn die Mannschaft und die Verpflegung an Bord sind, dann heißt es Segel setzen.

British Virgin Islands – Ein Segeltörn ins Paradies

Routenvorschlag für einen 7- tägigen British Virgin Islands Segeltörn

Tag 1: Tortola – Cooper Island – Virgin Gorda

Sanft wurden wir am ersten Abend nach einer langen Anreise in den Schlaf geschaukelt. Nach der ersten Nacht an Bord ging es dann aber nach dem Frühstück und einer kurzen Einweisung durch Fiona auch direkt los Richtung Cooper Island. Den späten Vormittag verbrachten wir am Strand des Cooper Island Beach Club. Wer Ruhe und Entspannung sucht ist auf Cooper Island wirklich goldrichtig. Wer etwas Action braucht ist im Cooper Island Beach Club aber ebenfalls goldrichtig: es werden Aktivitäten wie Stand-Up-Paddling, Kayaken oder Segelkurse angeboten. Cooper Island gilt außerdem als Tauchparadies. Die Tauschule des Beach Clubs bietet Schnorchel- und Tauchtrips zu den Unterwassergärten und Riffs in der Umgebung an. Spektakulär ist außerdem der Tauchgang am berühmten Schiffswrack RMS Rhone, welches 1867 gesunken ist und nun auf dem Meeresgrund nur ein paar Minuten entfernt von der Insel liegt.

Cooper Island Beach Club, BVI

Cooper Island Beach Club, BVI

Tauchen macht natürlich hungrig, Sonnenbaden aber auch. Daher haben wir uns Mittags einen leichten Lunch im Restaurant des Beach Clubs gegönnt. Die Küche ist international mit einem Hauch Karibik. Gemüse, Kräuter und Obst kommen aus dem Garten des Hotels, das viel Wert auf Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit legt. Zum Essen trinkt man ein kühles Lager, das aus der eigenen Mikobrauerei stammt.

Neben einer netten Boutique die bezaubernde Mitbringsel verkauft, gibt es im Cooper Islands Beach Club einen hübschen Coffee Shop für alle Kaffeejunkies und dann wäre da natürlich noch die Rum Bar: das Herzstück des Beach Clubs. Rum gehört ja nun einmal zur Karibik dazu wie nichts anders und in der Rum Bar findet man die größte Rumauswahl der British Virgin Islands: seltene Rumspezialitäten aus der ganzen Karibik, klassische Rumcocktails und einzigartige Kreationen mit Rum stehen hier auf der Karte und müssen natürlich probiert werden.

Cooper Island Beach Club, BVI

Am späten Nachmittag war es Zeit Cooper Island zu verlassen und es ging weiter Richtung Virgin Gorda, wo wir die Nacht an einer Mooring in der Trunk Bay verbringen wollten. Alternativ kann man natürlich auch im Virgin Gorda Yacht Harbour die Nacht verbringen.

Zum Abendessen zog es uns ins Rock Café, ein wunderhübsches Restaurant inmitten der Felsformationen von The Baths. Romantischer geht es fast nicht und das Essen ist ebenfalls vom Feinsten. Sehr zu empfehlen ist der Gelbflossenthunfisch an sautierten Pilzen und Spinat mit einer Limetten-Kapern-Sauce.

Tag 2: The Baths – Levericks Bay – Yacht Club Costa Smeralda – Bitter End Yacht Club

Nach einem kleinen Frühstück an Board ging es für uns am frühen Morgen zunächst in Richtung The Baths National Park. Für mich das Must-See auf den Jungferninseln, das mich so sehr an mein Inselparadies auf den Seychellen erinnerte. Als hätte ein Riese Boule gespielt liegen die riesigen Granitfelsen hier am Strand und verleihen dem Ort etwas geradezu magisches. Durch enge Felsgänge, über Holzleitern und durch Grotten mit kleinen natürlichen Pools, zum Teil an Seilen hangelnd geht es zur Devil’s Bay. Dort angekommen weiß man was man getan hat. Aber all die Anstrengung lohnt sich alleine schon für den Ausblick auf den schönsten Strand der British Virgin Islands. Nach einer Abkühlung geht der Weg zurück dann auch viel leichter.

The Baths, British Virgin Islands

The Baths, British Virgin Islands

Tipp: Du solltest wirklich früh los ziehen um The Baths zu erkunden. Du weißt schon: der frühe Vogel fängt den Wurm und so… Oder in diesem Fall: so erlebst Du The Baths noch ohne eine Horde wild gewordener Touristen, die am späten Vormittag von den großen Kreuzfahrtschiffen nach The Baths gebracht werden.

Nicht vergessen: Schnorchelsachen einpacken um die Unterwasserwelt zu erkunden!

Zurück am Ausgang des Nationalparks ging es für uns zunächst auf eine kleine Virgin Gorda Erkundungstour und zwar mit einem echten BVI Taxi. Das sind bunt angemalten Pickups mit überdachten Sitzreihen auf der Ladefläche. Das schon alleine ein cooles Erlebnis, die karibische Fröhlichkeit unseres Fahrers tat ihr übriges und der Ausblick von einigen der Aussichtspunkte war grandios.

Virgin Gorda, British Virgin Islands

In der Levericks Bay gingen wir wieder an Bord unseres Katamarans und segelten zum Lunch und für einen Sprung in den kühlen Pool in Richtung Yacht Club Costa Smeralda. Das Azurra Restaurant und die Aqua Bar sind eine kleine Oase oberhalb der North Sound Bay. Nicht nur der Ausblick ist von hier oben grandios, hier gibt es vor allem den besten Pulposalat den ich jemals gegessen habe. Zusammen mit echt italienischen Wurst- und Schinkenspezialitäten und Parmesan ein perfekter leichter Lunch in bezaubernder Kulisse.

Yacht Club Costa Smeralda, British Virgin Islands

Nach dem Essen segelten wir direkt weiter Richtung Bitter End Yacht Club um den Nachmittag am Strand zu verbringen, die unzähligen Wassersportmöglichkeiten auszuprobieren oder einfach faul in der Hängematte zu schaukeln.

Der Name Bitter End kommt übrigens daher, dass sich 1595 Sir Francis Drake and Sir John Hawkins dort trafen um sich darauf vorzubereiten Puerto Rico von den Spaniern zu befreien. Das „Bitter End“ war die letzte britische Enklave vor Puerto Rico und das letzte Mal, dass Sir Francis Drake and Sir John Hawkins einen Fuß auf englischen Boden setzten, denn beide bei diesem Einsatz starben. Ein bitteres Ende ist der Bitter End Yacht Club sicherlich nicht. Im Gegenteil, der Club ist ein wunderschöner Rückzugsort an einem paradiesischen Fleckchen Erde.

Bitter End Yacht Club, British Virgin Islands

Zum Dinner ging es auf das kleine vorgelagerte Inselchen Saba Rock. Die Betonung liegt hier wirklich auf „Inselchen“. Die Insel ist gerade einmal so groß, dass ein Restaurant darauf passt, welches auch ein paar Zimmer vermietet. Es gibt genau zwei Möglichkeiten zum Restaurant zu kommen und zwar mit dem eigenen Dinghi, oder mit dem Shuttle Boat des Restaurants. The Saba Rock Lounge serviert neben leckeren Fischgerichten wie Ahi Tuna auch köstliche Baby Back Ribs und Steaks. Dazu gibt es Reis oder Knoblauch-Kartoffelpüree, Gemüse und eine große Auswahl an Salaten vom Buffet.

The Saba Rock Lounge, British Virgin Islands

Tag 3: Virgin Gorda – Anegada

Nach einer erholsamen Nacht und einem ausgedehnten Frühstück im Bitter End Yacht Club segelten wir am frühen Vormittag weiter nach Anegada. Rund zwei Stunden zum Sonnenbaden und Relaxen bis wir die nördlichste Insel der British Virgin Islands erreichten. Eine Insel die uns staunen ließ, ist sie doch so anderes als alle anderen Inseln. Im Vergleich zu den hügeligen grünen Inseln aus Vulkangestein die hoch aus dem Meer heraus ragen, erblickt man Anegada erst sehr spät. Die Koralleninsel ist flach wie ein Pfannkuchen. Gerade einmal 8,5 Meter ist die höchste Erhebung. Aus diesem Grund ist Anegada auch als Drowned Island, die ertrunkenen Insel, bekannt. Umgeben ist die Insel von Schiffswracks und Riffen und daher sehr beliebt zum Tauchen. Doch bietet Anegada auch herrlich weiße Strände, Salzwasserteiche mit rosa Flamingos und vor allem Ruhe.

Mit einem lokalen Taxi machten wir uns zunächst über Schotterpisten auf zum Anegada Beach Club, mit seinen wunderschönen Zelten direkt am Strand. Hier verbrachten wir den restlichen Tag am Strand und gönnten uns den ein oder anderen Bushwacker: ein köstlicher cremiger Smoothie aus Kokoscreme, Baileys, Kaluha, Vodka, Kokosrum und Amaretto.

Anegada Beach Club, Britische Jungferninseln

Leicht angeheitert ging es dann zurück an Bord zum frisch machen, bevor wir uns aufmachten zum Anegada Reef Hotel. Was uns dort erwartete? Dinner unter freiem Himmel, mit den Füßen im Sand und Millionen Sternen am Himmel. Dazu das ein oder andere Gläschen Wein und fangfrischer Anegada Lobster vom Grill. Der perfekte Abend im Paradies.

Anegada Reef Hotel

Tag 4: Anegada – Tortola

Nach dem Frühstück ging zurück Richtung Tortola, die größte Insel der British Virgin Islands. Ziel: die Cane Garden Bay, die mit ihren traumhaften Sandstränden zu einer der schönsten Buchten auf Tortola zählt. Nach einem leichten Lunch an Board erkundeten wir zunächst mit einem der lokalen Taxis die Insel mit ihren traumhaften Aussichtspunkten und genehmigten uns ein Gläschen des legendären Rum Punch im Sebastian’s on the Beach. Der Nachmittag stand sowieso ganz im Zeichen des Rums, denn weiter ging es zur Callwood Rum Distillery, der ältesten Rum Destillerie in der ganzen Karibik. Fotografieren erlaubt für 2 Dollar, oder Du kaufst einfach eine der Flaschen und unterhältst dich mit den netten Besitzern, dann gibt es das Foto gratis dazu. Der Rum ist defintiv das perfekte Geschenk für alle Zuhausgebliebenen, oder einfach für dich selbst. Du musst Dich nur noch entscheiden ob Du den Original Arundel Cane Rum, den 10-jährigen goldenen Rum, den weißen Rum, den Callwood Spiced Rum, oder den Panty Remover (der Name sagt ja schon alles, oder?) kaufst.

Callwood Rum Distillery, British Virgin Islands

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir am traumhaft weißen Sandstrand von Smuggler’s Cove in der Lower Belmont Bay. Den Strand erreicht man nur über eine recht holprige ungeteerte Strasse, dafür hat man den Strand auch nahezu für sich alleine.

Smuggler’s Cove, B.V.I.

Für Abends kann ich Dir Myett’s Garden & Grill Restaurant in Cane Garden Bay empfehlen. Das Restaurant liegt inmitten eines tropischen Gartens. Unter freiem Himmel werden karibische Grillspezialitäten serviert, dazu gibt es coole Live Musik von lokalen Reggaemusikern. Unbedingt probieren solltest du die Conch fritter, die lokalen rosafarbenen Conch-Muscheln, beziehungsweise Meeresschnecken, sind eine Spezialität der Karibik und frittiert eine köstliche Vorspeise.

Myett’s Garden & Grill Restaurant, British Virgin Islands

Tag 5: Tortola – Sandy Cay – Jost van Dyke

An unserem 5. Tag zog es uns Richtung Jost van Dyke. Zunächst ging es vorbei an den unbewohnten Inseln Sandy Spit und Sandy Cay, die wohl den ultimativen kitschigen Karibiktraum verkörpern und doch so schön sind.

Sandy Spit, Britische Jungferninseln

Jost van Dyke, benannt nach dem holländischen Piraten Joost van Dyke, ist ebenfalls nicht groß. Doch ist auf der kleinsten der vier Hauptinseln der BVI’s richtig was los. Vor allem in der White Bay, denn hier befindet sich die legendäre Soggy Dollar Bar. Wenn Du sehen willst wie amerikanische Touristen so richtig abfeiern, here you go, das ist DER Ort! Oder Du machst einfach mit und trinkst einen der berühmten Painkiller: ein Cocktail aus dunklem Rum, Kokoscreme, frischem Ananas- und Orangensaft und frisch geriebener Muskatnuss.

Der Name Soggy Dollar Bar rührt übrigens daher, dass Du die Bar ausschließlich schwimmend erreichst. Die Dollarnoten klemmt man sich ins Bikinioberteil oder die Badehose. Der Barkeeper hängt diese dann zum Trocknen in der Bar auf. Alternativ kannst Du auch mit Kreditkarte zahlen, ganz getreu der Werbung von American Express in den 90er Jahren. Kult ist die Bar auf jeden Fall und gehört zu einem Besuch auf den BVI’s einfach dazu. Die Bar hat übrigens Ihre eigene Webcam, falls Du mal sehen möchtest was dort so abgeht.

Soggy Dollar Bar, British Virgin Islands

Am späten Nachmittag ging es weiter Richtung Great Harbour, das kleine Örtchen das wirklich jedem Karibik-Klischee entspricht: bunte Häuschen und kleine Souvenirläden der lokalen Künstler. Neben einem kleinen Supermarkt und einem Bäcker gibt es hier außerdem die ein oder andere nette Bar. Doch DIE Bar, in der man hier die lauen Karibiknächte verbringt ist das Foxy’s, die legendäre Bar von Foxy Callwood. Man trinkt Foxy’s Firewater Rum, tanzt barfuss am Strand durch die Nacht und taucht für eine Nacht in eine andere Welt ab. Der Rest ist Geschichte, denn „what happens in the BVI’s stays in the BVI’s!

Great Harbour, British Virgin Islands

Foxy’s, British Virgin Islands

Bevor wir jedoch die Nacht zum Tag machten gab es an Bord erstmal ein mega leckeres BBQ, mit den besten Steaks und Bisonwürstchen außerhalb von Kanada, die wir von Niels von Spinnaker Provisioning geliefert bekamen.

Tag 5: Tortola – Norman Island

Von Great Harbour ging es gleich Morgens weiter in Richtung Soper’s Hole Marina. Ein Traum in rosa, mintgrün und sonstigen kitschigen Pastellfarben. Klischee pur! Aber ein kleiner Spaziergang lohnt, sowohl um sich mit Proviant einzudecken, als auch ein paar süße Kleinigkeiten beim Bäcker zu erstehen, einen Kaffee zu trinken und die hübschen kleinen Shops nach Mitbringseln zu durchstöbern.

Soper’s Hole Marina, British Virgin Islands

Soper’s Hole Marina, British Virgin Islands

Gut gerüstet ging es danach weiter nach Norman Island. Mit Schnorchel, Flossen, Taucherbrille und GoPro gerüstet verbrachten wir den Nachmittag in den Höhlen am Treasure Point in der Privateer Bay. Mehrere Höhlen können hier beim Schnorcheln erkundet werden. Die Felswände schimmern in vielen bunten Farben und mit etwas Glück bekommst Du neben unzähligen kleinen bunten Fischen auch Rochen und anderes zu Gesicht.

Ebenfalls super zum Schnorcheln sind The Indians, die 4 spitzen Felsen, die vor Norman Island aus dem Meer ragen. Mit Glück kannst Du hier neben bunten Korallen und Schwämmen auch Haie entdecken. Ziemlich sicher aber Doktorfische, Papageifische, Napoleonfische, Kofferfische und Lobster.

Treasure Point, British Virgin Islands

The Indians, British Virgin Islands

Nach dem Schnorcheln ging es weiter nach The Bight, eine gut geschützte Bucht an der Nordküste von Norman Island. Hier gingen wir für unsere letzte Nacht auf den British Virgin Islands vor Anker und verbrachten den Abend im Restaurant Pirates Bight direkt am Strand. Bei Live Musik, Wein, gutem Essen und leckeren Cocktails ließen wir die Woche auf den British Islands Revue passieren, bevor wir uns ins Nachtleben stürzten.

Restaurant Pirates Bight, British Virgin Islands

Denn wenn man in The Bight vor Anker liegt, dann muss man Abends ins Willy T gehen. Willy T ist eine schwimmende Bar, oder besser eine Bar auf einem Schiff mitten in The Bight. Die legendäre ist benannt nach William Thornton, eine der berühmtesten Persönlichkeiten die Jost van Dyke wohl hervorgebracht hat. Denn der selbst ernannte Architekt entwarf einst das Capitol in Washington D.C. Das Schiff selbst war einst ein Handelsschiff im Baltikum bevor Mick and Annie Gardner es vor einigen Jahren kauften und zu ihrer Bar William Thornton umbauen. Was Dich im Willy T erwartet? Lass Dich überraschen!

Willy T, British Virgin Islands

Nach unserer letzten Nacht an Bord hieß es Sachen packen und uns von Captain Fee verabschieden. Schweren Herzens traten wir die Heimreise an, mit vielen tollen Erinnerungen im Gepäck und voller Dankbarkeit für die Zeit im Paradies.

Meine Packliste für die BVIs findest Du hier.

Ein großer Dank geht an Kai von Uberding, Lukas von Travelbruno und Melanie von Good morning world, mit denen ich diese schönen Momente im Paradies teilen durfte. Nicht zu vergessen vielen Dank an Ludger und Rebecca vom British Virgin Islands Tourist Board Deutschland für diese Möglichkeit und die tolle Organisation. Die Zeit ging viel zu schnell vorbei, aber irgendwann komme ich zurück ins Paradies, das ist sicher!

Ich habe mein kleines Paradies auf den British Virgin Islands gefunden. Wo ist Dein ganz persönliches Paradies? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!


Meine Reise auf die BVIs erfolgte auf Einladung des British Virgin Islands Tourist Board. Vielen Dank dafür!