So gelingt der Cocktail auch zu Hause

{Anzeige} Im Artikel von letzter Woche habe ich Dir ja bereits erzählt, dass Zeit mittlerweile zu einem Luxusgut für mich geworden ist. Die wenige Zeit, die ich zwischen meinen Reisen zuhause bin, verbringe ich gerne mit Freunden. Aus Kuba habe ich gerade ein paar leckere Flaschen Rum mitgebracht und auch ein paar leckere Cocktailrezepte. Da dachte ich mir, warum nicht ein netter Abend mit Freunden zuhause, dazu ein paar leckere Cocktails und Snacks.

Cocktail-Crashkurs mit thebar.com

Nun habe ich viele viele Jahre als Barkeeperin gearbeitet und habe immer noch das ein oder andere Cocktailrezept im Kopf. Auch die verschiedenen Techniken einen Cocktail zuzubereiten sind mir nicht fremd. Doch nicht jeder hat viele Jahre tagtäglich Cocktails gemixt und da kommt thebar.com ins Spiel. Auf der Webseite findest Du neben ausführlichen Informationen zu den unterschiedlich Techniken und Utensilien, die Du zum Mixen benötigst, vor allem ganz viele tolle Rezepte. Ob warme Getränke für die kalte Jahreszeit, klassische Cocktails aus aller Welt, Mocktails, aber auch tolle ausgefallene Kreationen von Weltklasse-Barkeepern… Hier wirst Du ganz sicher fündig und selbst ich hole mir hier gerne Inspiration für ausgefallene neue Drinks.

Gin Rickey Cocktail

Nun aber zum Cocktail-Crashkurs: Grundsätzlich gibt es drei Techniken, die Du kennen solltest. Nämlich Schütteln (shaking), Rühren (stirring) und Stoßen (muddling). Beherrschst Du diese drei Grundtechniken, dann steht einem tollen Cocktailabend nichts mehr im Wege.

1. Schütteln (shaking)

Zum Shaken benötigst Du natürlich zuerst einmal einen Shaker. Hier unterscheidet man zwischen dem 2-teiligen Boston-Shaker (Glas und Metallteil), dem 2-teiligen French-Shaker (komplett aus Metall) und dem 3-teiligen Cobbler-Shaker, der bereits mit einem integrierten Barsieb kommt. Welchen Shaker Du verwendest bleibt letztendlich Dir überlassen. Ich persönlich mag den klassischen Boston-Shaker immer noch am liebsten, da er einfach praktisch ist.

Tipp: Wenn Du keinen Shaker zuhause hast, kannst Du Dir übrigens auch mit einem alten Marmeladenglas mit Schraubverschluss behelfen.

Für einen geschüttelten Cocktail gibt man klassisch 5-6 Eiswürfel in den unteren Teil des Shakers. Dann folgen der Reihe nach die Zutaten. Man beginnt mit dem Sirup, dann gegebenenfalls Sahne, danach die Säfte und zum Schluss kommt der Alkohol rein.

Achtung: Auf keinen Fall solltest Du kohlensäurehaltige Getränke in den Shaker kippen, sonst kannst Du danach die Küche renovieren!

Beim nun folgenden Schütteln scheiden sich ebenfalls die Geister. Die einen sagen horizontal auf Schulterhöhe, die anderen vertikal vor dem Oberkörper schütteln. Egal wie, wichtig ist vor allem, dass Du den Cocktail lange genug schüttelst. Etwa 20 Sekunden, dann vermengen sich alle Zutaten gut und der Cocktail ist perfekt gekühlt. Danach brauchst Du den Cocktail nur noch durch ein Barsieb in das vorbereitete Glas gießen. Noch fix eine schicke Deko, dann ist der leckere Drink auch schon fertig.

Ein klassischer geshakter Cocktail wäre zum Beispiel der Gin Rickey. Dieser wurde bereits 1880 vom Barkeeper George A. Williamson in der Shoomaker’s Bar in Washington, D.C. erfunden und ist daher ein Cocktailklassiker. An Zutaten benötigst Du nur Gordon’s London Dry Gin, etwas Limettensaft, Zuckersirup und zum Schluss kommt noch etwas Sodawasser dazu. Ein sehr einfacher, aber super leckerer Cocktail.

Hier findest Du das Rezept für Gin Rickey.

Gin Rickey Cocktail

2. Rühren (stirring)

Klare Cocktails wie zum Beispiel der Gin Tonic, aber auch eine Bloody Mary werden dagegen nicht geschüttelt, sondern nur gerührt. Für eine Bloody Mary gibst Du zunächst einige Eiswürfel in ein Rührglas, dann Smirnoff No. 21 Vodka und Tomatensaft dazu, sowie Zitronensaft und Gewürze. Nun wird der Cocktail mit einem Barlöffel sorgfältig umgerührt. Durch das Rühren brechen die Eiswürfel nicht, so wird der Cocktail zwar gekühlt, aber nicht verwässert.

Noch eine Selleriestange als Deko und schon ist die Bloody Mary fertig. Hier findest Du das Bloody Mary Rezept.

Übrigens: die erste Bloody Mary wurde 1921 in Harrys New York Bar in Paris gemixt. Angeblich haben schon Ernest Hemingway und F. Scott Fitzgerald dort ihre Bloody Mary getrunken. In den 1930er Jahren kam die Bloody Mary nach New York in die King Cole Bar des St. Regis Hotels und wurde hier noch verfeinert. So entstand der amerikanische Klassiker.

Was den Namen des Cocktails betrifft gibt es verschiedene Vermutungen. Die erste ist, dass der Cocktail nach der englischen Königin Maria I. Tudor benannt wurde. Diese erhielt den Beinamen Bloody Mary aufgrund der grausamen Verfolgung von Protestanten während Ihrer Regentschaft. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass der Name von einem Kunden der King Cole Bar vorgeschlagen wurde, der schöne Erinnerungen an eine Kellnerin Namens Mary hatte, die einst in der Bucket of Blood Bar in Chicago gearbeitet hat.

Bloody Mary Cocktail

Bloody Mary Cocktail

3. Stoßen (muddling)

Cocktails wie Mojito, Caipirinha, oder auch der Smirnoff Raspberry Collins werden mit einem Stößel gestossen. Heißt Früchte wie Limetten, in diesem Fall Himbeeren, oder auch Minze werden in ein Servierglas oder einen Shaker gegeben und mit einem Stößel zerdrückt.

Wichtig ist bei dieser Technik der richtige Stößel. Ein Stößel mit einem flachen Ende ist zum Beispiel für Minze geeignet, da man so das bittere Chlorophyll nicht freisetzt. Für Limetten verwendet man dagegen einen Stößel mit Zacken am unteren Ende.

Anschließend werden alle weiteren Zutaten zugegeben und der Cocktail wird umgerührt, oder geshaked. Den Raspberry Collins shaked man und gibt die Mischung durch ein Barsieb, so landen die Kerne nicht im Cocktail.

Hier gibt es das Rezept für Smirnoff Raspberry Collins.

Smirnoff Raspberry Collins Cocktail

Smirnoff Raspberry Collins Cocktail

Ein Collins baut übrigens auf einem klassischen Sour auf: heißt Spirituose, Zitronensaft und Zucker. Zusätzlich gehört in einen Collins aber Soda. Somit gehört der Collins zu den Longdrinks. Einen Collins kann man mit nahezu jeder Basisspirituose kombinieren, daher bildet der Collins eine eigene Drinkgruppe. Er wird häufig nach der enthaltenen Spirituose benannt.

Ganz bewusst habe ich Dir hier einige einfache Cocktails vorgestellt, die nur wenige Zutaten benötigen, aber trotzdem sehr lecker sind. Hier findest Du weitere, auch ausgefallene Cocktailrezepte aus aller Welt.

Und nun wünsche ich Dir viel Spaß beim Ausprobieren der Cocktails! Prost! Lass es Dir schmecken!

Hast Du selber schon mal zuhause Cocktails gemixt? Welcher ist Dein Lieblingscocktail? Ich freue mich auf deinen Kommentar!


– Dieser Artikel wurde gesponsert von thebar.com