Bretonisches Kochbuch: Kommissar Dupins Lieblingsgerichte

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Frankreich stand ja früher wirklich nie auf der Liste der Länder, die ich unbedingt bereisen wollte. Auch die französische Küche hat mich nie wirklich beeindruckt. Bis ich letztes Jahr in Südfrankreich unterwegs war und sehr schnell eines besseren belehrt wurde. Frankreich ist so facettenreich, rau und felsig auf der einen Seite, wildromantische und sanfte Landschaften auf der anderen Seite. Und dann ist da ja auch noch die französische Küche, die mir viele Male genussvolle Seufzer entlockt hat. So habe ich mich in der letzten Zeit mit einer ganzen Reihe französischer Kochbücher eingedeckt.

Mit der Bretagne bin ich noch nicht per „tu“. Küste, Küche und Kultur der Region sind mir unbekannt. Doch habe ich in letzter Zeit sämtliche Artikel und Blogposts über die Bretagne verschlungen und die wunderschönen Landschaftsbilder haben es mir angetan. Die Bretagne hat mich in ihren Bann gezogen und steht derzeit als potenzielles Reiseziel ganz weit oben auf meiner Liste.

Aber nicht nur die Artikel auf diversen Blogs sind Schuld daran, dass die Bretagne zu meinen Sehnsuchtsorten zählt. Auch die Krimis von Jean-Luc Bannalec haben dazu beigetragen. Einigen von Euch ist Kommissar Dupin sicherlich ein Begriff, oder?

Bereits 5 Bände der Krimireihe von Jean-Luc Bannalec sind in Deutschland erschienen und die spannenden Fälle von Kommissar Dupin wurden in 10 verschiedene Sprachen übersetzt. Neben „Bretonische Verhältnisse“, „Bretonische Brandung“, „Bretonisches Gold“, „Bretonischer Stolz“ und „Bretonische Flut“ hat Jean-Luc Bannalec nun auch ein tolles Krimi-Kochbuch geschrieben. Im bretonischen Kochbuch stellt er aber nicht nur die Lieblingsgerichte des Kommissar Dupin vor. Er nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die Bretagne und die bretonische Küche.

Kriminell köstlich: Das Krimi-Kochbuch

Das Restaurant L’Amiral in Concarneau

Für den strafversetzten Kommissar Dupin hat die Bretagne nicht nur schöne Seiten, auch im fünften Band der Krimireihe hadert er noch mit den starrsinnigen Bretonen. Versöhnt wird der Kommissar jedoch durch die unbeschreiblich schöne Landschaft im Nordwesten Frankreichs und vor allem durch die ausgezeichnete bretonische Küche. Das L’Amiral in seiner Wahlheimat Concarneau ist das Lieblingsrestaurant des Kommissars, in welchem er gewöhnlich seine Tage beginnt und beendet. Dieses Restaurant gibt es übrigens tatsächlich, nicht nur in den Büchern von Jean-Luc Bannalec. Das beliebte Restaurant befindet sich in der Avenue Pierre Gueguin in Concarneau.

Zusammen mit Catherine und Arnaud Lebossé, den Inhabern des L’Amiral, hat der Autor Jean-Luc Bannalec nun die Leibspeisen des fiktiven Kommissars und typisch bretonische Spezialitäten in einem tollen Kochbuch zusammengestellt.

Kriminell köstlich: Das Krimi-Kochbuch

Mehr als nur ein Kochbuch

Neben vielen netten Anekdoten aus der Bretagne und kleinen Geheimnissen über den Kommissar, finden sich in dem Buch aber auch tolle Erklärungen zu den typischen Produkten der Bretagne und den Ursprung der Spezialitäten. So findet sich zum Beispiel ein Kapitel über das bretonische Gold: Salz aus der Guérande. Angeblich ist dieses das beste Salz der Welt. Wobei man unterscheidet zwischen Gros sel zum Kochen und Fleur de sel zum Würzen. Austern dürfen natürlich auch auf keiner Speisekarte in der Bretagne fehlen, aus diesem Grund widmet der Autor der Austernzucht ebenfalls ein Kapitel. Darin findet sich alles was man über die Zucht wissen sollte, aber auch Tipps wie man die Austern am besten öffnet. Und Crepes dürfen in einem bretonischen Kochbuch natürlich auch auf gar keinen Fall fehlen, denn diese wurden schließlich in der Bretagne erfunden. Ein weiteres Kapitel widmet sich dem Restaurant L’Amiral und seinen Besitzern Catherine und Arnaud Lebossé.

Neben interessanten Geschichten und Erklärungen gibt es dazu außerdem viele tolle Fotos, die einem die Bretagne direkt in die eigene Küche bringen.

Kriminell köstlich: Das Krimi-Kochbuch

Kriminell köstlich: Das Krimi-Kochbuch

Kriminell köstlich: Das Krimi-Kochbuch

Kriminell köstlich: Das Krimi-Kochbuch

Die bretonische Küche – Rezepte aus den berühmten Bretagne-Krimis

Aber natürlich kommen auch die bretonischen Rezepte im Krimi-Kochbuch nicht zu kurz. In dem schlichten blauen Buch mit Leineneinband finden sich die Lieblingsrezepte des Kommissars aus den Romanen, als auch Klassiker der Bretagne und des Restaurants L’Amiral. Die Küche der Bretagne ist sehr bodenständig und dennoch raffiniert: deftig wird es, aber auch ausgezeichnet gewürzt.

Natürlich kommen in der Bretagne viele Fisch- und Meeresfrüchtegerichte auf den Tisch, aber auch deftige Fleischgerichte und köstliche leichte Gemüserezepte fehlen in dem Buch nicht.

In dem Buch wird darüber hinaus auch das Geheimnis der Lieblingsgerichte von Kommissar Dupin gelüftet. Als Hauptgericht isst er am liebsten Entrecôte. Welche Vorspeise und welches Dessert er bevorzugt musst Du aber selber rausfinden.

Aber es finden sich auch regionale bretonische Klassiker in dem Kochbuch, wie etwa marinierte Schulter vom bretonischen Salzwiesenlamm, sowie das bretonische Fleischgericht Kig ha farz, oder der bretonische Fischtopf Cotriade. Süße Sünden, wie die süßen Crepes von Mamie Fouesnant, Far Breton, oder bretonische Tatins fehlen natürlich auch nicht. Den Crepes ist gar ein ganz eigenes Kapitel gewidmet.

Kriminell köstlich: Das Krimi-Kochbuch

Kriminell köstlich: Das Krimi-Kochbuch

Kriminell köstlich: Das Krimi-Kochbuch

Das berühmte Rindertartar des Chefs – oder eine absolute Geschmacksexplosion

Natürlich habe ich das neue Krimi-Kochbuch nicht nur gelesen. Ich habe auch eines der leckeren Gerichte aus dem L’Amiral nachgekocht. Wobei kochen kann man in diesem Fall nicht wirklich sagen, denn gekocht wird ein Tartar ja gar nicht. Auch einer der Gründe warum ich mir fürs Erste genau dieses Rezept rausgepickt habe: es ist einfach und geht schnell! Wenn ein einfaches und schnelles Gericht jedoch eine wahre Geschmacksexplosion im Mund auslöst, dann ist das für mich ganz große Kunst. Und so viel kann ich Dir sagen, das Tartar ist der absolute Hammer! Außerdem macht es schön präsentiert doch auch noch richtig was her, oder?

Kriminell köstlich: Das Krimi-Kochbuch

Kriminell köstlich: Das Krimi-Kochbuch

Kriminell köstlich: Das Krimi-Kochbuch

Die einzelnen Schritte der Zubereitung sind im Buch ausgezeichnet erklärt. Die Mengenangaben stimmen und die Bilder veranschaulichen sehr schön, wie man die Gerichte toll anrichten kann.

Die Rezepte ergeben zusammen mit den bereits erwähnten netten Anekdoten, den Infos zur bretonischen Küche und zum Land, sowie den bretonischen Produkten, als auch der schicken Aufmachung und den eindrucksvollen Bildern ein rundum gelungenes Kochbuch.

Vielleicht magst Du das Krimi-Kochbuch ja auch an einen Fan der Krimireihe, oder einen Liebhaber der Bretagne verschenken?


Dieser Artikel ist in Kooperation mit blogfoster entstanden.