oder von den Alpen bis nach Vanuatu... Die ITB in Berlin

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Ein Gastbeitrag von Marieke von FLASHPACKCITYGIRL

MariekeMarieke ist begeisterte Flashpackerin, geboren und aufgewachsen in Berlin. Als echtes Citygirl reist sie auch am liebsten in die großen Metropolen dieser Welt. Ein Leben ohne Stadt? Für Marieke unvorstellbar! Auf flashpackcitygirl.de schreibt sie über diese Metropolen und Ihren Plan einer Langzeitreise, Ihren Job hat sie bereits gekündigt! Bald werden wir also viele tolle Geschichten aus Thailand und Australien von Ihr hören und mal schauen, wo sie danach landet!

 

Von Vanuatu nach Apulien

Die ITB ist eine der größten Tourismusmessen, die es gibt. Hier sind alle Regionen und Länder vetreten. Man kann immer neue Reiseziele entdecken. Von den Alpen bis nach Vanuatu ist alles vertreten. So auch die schöne Region Apulien, die im Südosten Italiens liegt und vor allem für die gute Küche bekannt ist. Und da dies so ist, hat der Messestand einstündige Kochkurse veranstaltet, bei denen man ein typisches Gericht Apuliens kennenlernen konnte. Ich habe mit Synke von Synke Untergwegs und Mandy von Movin’n’Grovin die Kunst des Foccacia Backens kennengelernt.

Blogge und Köche

Da es auf der ITB echt viel zu sehen gibt und alles so weitläufig ist, musste ich mich ganz schön abhetzen, um pünktlich zu kommen. Außerdem war ich auch schon total ausgehungert und freute mich nun endlich auf etwas Gutes zu essen.

Willkommen in Puglia

Angekommen am Stand wurde ich gleich herzlichst begrüßt von Stefania, der Social Media Editorin von Viaggiareinpuglia, die den Kochkurs organisiert hat. Dann wurden uns die Köche vorgestellt und wir haben eine super stylische Plastikschürze bekommen. Ein wenig unorganisiert, wurde dann spontan entschieden wie wir die Foccacia belegen. Sie haben einfach mal in Ihren Vorräten geguckt was da ist und etwas zusammengestellt. Ich hab mich gleich wie in Italien gefühlt.

Entschieden wurde sich am Ende für ein klassisches Foccacia mit Tomatensoße und Oregano, eins mit getrockneter Tomate und Käse und ein etwas außergewöhnliches mit Oliven, Sardellen und einem Gemüse, welches wie Spinat aussieht, aber wie Brokkoli schmeckt. Ich durfte das ganz klassische machen.

belegen der Foccacia

Da viel Landwirtschaft in Apulien betrieben wird, kann man davon ausgehen, dass nur regionale Produkte in der Küche verwendet werden. Und so war es auch bei unseren Kochkurs. Selbst der Wein und das Bier (die klassische Wahl für Foccacia) waren aus Apulien.

Von Geschmacksexplosionen und einem Oliventrauma

Für mich gab es durch die Zutaten sehr viele Premieren. Ich möchte hierbei erwähnen, dass ich sehr mäkelig sein kann, obwohl ich Essen liebe. Zum Beispiel hab ich noch nie in meinem Leben getrocknete Tomaten gegessen. Die sehen irgendwie nicht appetitlich aus. Aber das sind sie, ich hatte regelrecht eine Geschmacksexplosion in meinem Mund.

Und auch Oliven habe ich seit langer Zeit mal wieder probiert. Das Problem mit den Oliven ist nur, dass ich ein kleines Trauma, dank eines Praktikums in einem Lebensmittellabor, habe. Beim Geruch und der Vorstellung eine Olive zu essen wird mir schon schlecht. Mit einem kleinen Würgen, habe ich mich dann aber doch überwunden. Und das Fazit, Oliven bleiben weiterhin auf der Don´t eat Liste. Dennoch ging ich sehr stolz aus dem Kochkurs raus, denn ich habe mich überwunden etwas neues zu probieren und das kann mir auf meinem nächsten Reisen nur helfen.

Die Zubereitung einer klassischen Foccacia

Zurück aber zum Kochkurs. Da Foccaciateig zwei Stunden ruhen muss, haben wir als erstes ein Blech mit schon fertigen Teig bekommen. Den durften wir dann munter belegen. Ich hatte es sehr einfach, so konnte ich die schon fertige Tomatensoße einfach drauftun und verteilen und danach noch das Oregano drüberstreuen, dabei sollte man im übrigen nicht zu zaghaft sein. Das grobe Meersalz, welches am Ende unbedingt auch noch draufgestreut gehört, hätten wir beinahe vergessen. Während des Belegens durften wir auch immer wieder Leckereien aus Apulien probieren oder an verschiedenen Olivenölen schnuppern.

Nach dem die Foccacias belegt waren und im Ofen gebacken wurden, sollten wir nun endlich selber den Teig machen. Dazu sei gesagt, dass ich selber total gerne backe. Und umso enttäuschter war ich (ok ich war nur ein ganz klein wenig enttäuscht), als unsere Köche mehr nach Schnauze das Mehl aufgeteilt haben, die Kuhle gemacht haben und uns auch beim Wasser zugeben keine genauen Angaben gemacht haben wie viel reinkommt, sondern haben einfach Stop gesagt. Für einen Koch und Bäcker finde ich sowas sehr bemerkenswert, doch ich als Laborantin und Hobbybäckerin, hätte gerne ein richtige Rezept und mehr genaues arbeiten.

Beim Teigrühren durften wir uns dann endlich die Hände schmutzig machen. Mit dem Zeigefinger wurde in die mit Wasser und Öl gefüllte Kuhle gefasst und dann mit kreisenden Bewegungen das Mehl und die Hefe mit eingerührt. Dann noch den Teig kneten und das ist, wie beim Pizza machen, das wichtigste! Der Teig kommt in Klarsichtfolie für 30 min in den Kühlschrank, wird dann ausgerollt und kommt nochmal für 1,5 stunden in den Kühlschrank.
In der Zeit, in der wir den Teig gemacht haben, war dann aber auch schon das gebackene Foccacia fertig und ich kann euch sagen es war ein Genuss und genau das richtige für einen langen Tag auf der Messe.

Das „Rezept“ haben wir auch kurz danach zugeschickt bekommen und ich habe es versucht zuhause nachzubacken. Mehr schlecht als recht. Die Angaben waren nicht sehr genau, wie ihr unten sehen könnt. Außerdem habe ich aus versehen doppelt soviel Hefe benutzt wie notwendig. Lecker war es aber trotzdem. Selbst meinen beiden indischen Mitbewohnern hat es geschmeckt und darauf kommt es am Ende auch an.

Foccacia selbstgemacht

Zutaten für ein Blech klassisches Foccacia aus Apulien:

  • 1l Wasser
  • 1,350 kg Mehl (350/360)
  • 15 g Bierhefe
  • Olivenöl
  • Hartweizengrieß
  • 40 g Salz

Klassisches Foccacia aus Apulien

Buon appetito!

Hast Du schon mal Foccacia gemacht? Schreib mir Dein Lieblingsrezept doch in die Kommentare!

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