Meine Tipps für Deine Reise nach Kuba

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Für mich ist Kuba ein sehr besonderes Land und aufgrund des Regierungssystems, der Geschichte, der Kultur und der Mentalität sehr interessant. Es ist jedoch auch komplett anders, als alle Länder, die ich bisher bereist habe. Daher möchte ich versuchen, Dir das Land und seine Einheimischen näherzubringen und Dir, sofern Du nach Kuba reisen willst, einige wertvolle Reisetipps zu geben.

Entdecke Kuba: Reisetipps und Kulturhinweise

Meine Reisetipps für Kuba

Reflexion: Passt das Land zu Dir und Deinen Vorstellungen?

Generell würde ich sagen, dass Kuba kein Einsteigerreiseland für Backpacker ist und, dass das typische Backpackerfeeling nicht aufkommt. Dies liegt natürlich auch daran, dass Du in casa particulares schläfst. Das Relaxen an schönen, untouristischen Orten ist, im Vergleich zu anderen Ländern, schwieriger. Das Erreichen eines solchen Paradieses hängt nämlich mit Mühe und / oder (viel) Geld zusammen. Das ist natürlich relativ zu sehen. Wenn Dir jedoch einsame Hütten an idyllischen Stränden vorschweben oder Du eine Vielfalt an exotischem Essen und Früchten suchst, dann empfehle ich Dir Deine Reise noch einmal zu überdenken. Vielleicht passen andere Reiseziele (Kolumbien, Mexiko, Panama etc.) eher zu Deinen Vorstellungen.

Gleichzeitig hast Du zum Beispiel als allein reisende Frau, als Veganer oder Vegetarier und auch als Nicht-Spanischsprechender mit mehreren Herausforderungen umzugehen. Dabei ist auch entscheidend, ob Du Dich an touristischen oder abgelegenen Orten herumtreiben möchtest. In touristischen Orten wie Havanna wirst Du demnach zum Beispiel eine größere Vielfalt an Lebensmitteln und Unterkünften finden.

In abgeschiedenen Orten ist daran in keiner Art und Weise zu denken. Generell ist das Kommunizieren mit Händen und Füßen neben weiteren Challenges jedoch für den Einen eine coole Erfahrung und für den Anderen eine schreckliche Vorstellung. Deshalb rate ich Dir für Dich selbst zu entscheiden, ob Du Dich auf so ein Erlebnis einlassen möchtest und vor allem für welchen Zeitraum.

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Vor der Reise

Definitiv solltest Du Dir vorher Gedanken bezüglich der Reisedauer machen. Kuba ist kein Land wie Mexiko oder Thailand, welches Dir eine lange Aufenthaltszeit gewährt. Für die Einreise brauchst Du auch, zumindest als deutscher Staatsbürger, ein Hin- und Rückflugticket.

Daneben gibt es verschiedene Optionen dieses einzigartige Land kennenzulernen. Wenn Du all seine Vielfalt erfahren möchtest, empfehle ich Dir ca. 4-5 Wochen, um gemütlich vom Westen bis in den Osten zu reisen. Dadurch, dass sich die verschiedenen Regionen sehr stark unterscheiden, wird es bei einem Kurztrip schwierig, den verschiedenen Gesichtern Kubas zu begegnen. Generell ist die Meinung über einen Ort jedoch immer von mehreren Faktoren (Wetter, casa particular, generellen Bekanntschaften, Aktivitäten etc.) abhängig.

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Die Fortbewegungsmittel auf Kuba

Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Land zu bereisen. Die Transportmittel unterscheiden sich durch Komfort sowie Fahrtdauer, welche starke Preisunterschiede verursachen. In Kuba gibt es von Grund auf die teure und billige Variante.

Mit dem Touristenbus, der von dem Unternehmen Viazul geführt wird und mit einem Taxi (staatlich) zahlst Du meist (sehr) viel.

Daneben kannst Du jedoch auch den Zug, carros particulares, amarillos und camiones benutzen. Dafür fragst Du am Besten vor Ort, wo sich der Bahnhof, das terminal municipal bzw. die Straße, von dem carros particulares etc. abfahren, befinden. Daneben gibt es auch die Variante des „andar a botella“, welches mehr oder weniger wie Trampen abläuft. Du stehst am Straßenrand und winkst mit Geldscheinen ein Auto heran, das Dich für einen minimalen Betrag mitnimmt. Diese Variante empfehle ich aus Sicherheitsgründen jedoch nicht jedem. Für Kubaner stellen die eben genannten Transportmittel, neben ihren großen Reisebussen, eine sehr günstige Alternative dar.

Ich selbst habe mit carros particulares und camiones nur gute Erfahrungen gemacht und bevorzuge diese “lokale Art” der Fortbewegung. Meist wird Dir von diesen Reisemöglichkeiten jedoch nicht erzählt oder abgeraten. Mach Deinem Gegenüber deshalb deutlich, dass Du die günstigste Option wählen möchtest und frag am Besten, wie Kubaner von diesem zu jenem Ort gelangen.

Zum Vergleich

Santa Clara – Cienfuegos:
Mit Viazul: 10 CUC (~ 10 Euro)
Mit einem carro particular: 50 pesos (2 CUC ~ 2 Euro).

Playa Larga – La Habana:
Mit Viazul: 13 CUC (~ 13 Euro)
Mit „andar a botella“: 75 pesos (3 CUC, ~ 3 Euro).

Innerhalb der Städte gibt es meist Taxis, Bici-Taxis, Moto-Taxis und Kutschen. Die Verfügbarkeit und Preise sind jedoch von Ort zu Ort unterschiedlich und verhandelbar.

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Du siehst schon, es gibt verschiedene Optionen, um sich auf Kuba fortzubewegen. Wenn Du günstig reisen möchtest, solltest Du Dich in jedem Fall vorher erkundigen, was es für Möglichkeiten gibt und wie viel die Fahrt kostet. Und das nicht beim Taxifahrer – er wird Dich definitiv über den Tisch ziehen. Frag am Besten die Bedienung in einem Restaurant oder den Kubaner, der neben Dir im Park sitzt. Hierbei ist es definitiv wichtig spanisch zu sprechen.

Generell stimmen die vorherigen Angaben über die Fahrtlänge, sei es bei Viazul, Bus- oder Taxifahrten, fast nie mit der tatsächlichen überein. Außerdem solltest Du Bustickets ab und an vorher reservieren bzw. kaufen, weil Du sonst an einem Ort hängenbleiben kannst (Trinidad, Baracoa).

In Kuba gibt es eben gewisse Dinge, die anders funktionieren – oder auch gar nicht. Meine generellen Tipps für Dich sind daher: tranquilo/a, no te preocupes y no pasa nada. Oder auch einfach: relax und find Dich damit ab.

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Meine Tipps für deine Reise

  • Trinkgeld: Sofern Dir der Service (Guide, Kellner, etc.) gefallen hat, dann zeig dies auch und gib Trinkgeld. Oft bekommen die Guides nur einen Bruchteil Deines Geldes. Den großen Anteil erhält der Organisator bzw. Besitzer und der Staat
  • In Kuba gibt es 2 Währungen. Peso compartible (CUC), die für Touristen vorgesehen ist und die offizielle Nationalwährung (moneda national: CUP) oder auch Peso cubano. Als Reisender mit Spanischkenntnissen ist es kein Problem an CUP ranzukommen (einfach Geld wechseln lassen).
  • Die Besitzer eines casa particulare zahlen anscheinend einen monatlichen Beitrag (im ersten Jahr 35 CUC, dann 40 CUC) und 10 Prozent ihrer Einnahmen an den Staat. Was Deinen Zimmerpreis anbelangt: Verhandel ihn und auch ob Dein Frühstück inklusive ist bzw. wie viel das Mittag-/Abendessen kostet (meist werden drei Gerichte am Tag angeboten).
  • Die Zimmer in den casas unterscheiden sich meist nur minimal. Du besitzt eigentlich immer Dein eigenes Bad und ein Handtuch wird dir gestellt. Frag nach einem Wäscheservice (servicio de la lavanderia).
  • Bei der Ankunft in einem casa particular wird nach Deinem Reisepass und Deinem Visum gefragt, da Dich die Besitzer in ihr Gästebuch eintragen und bei einer Behörde anmelden müssen (Kopie des Reisepasses zählt nicht).

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  • Am Besten trägst Du immer einen Führerschein o.ä. bei Dir, um Dich ausweisen zu können. Das Vorzeigen eines Ausweises ist auch teilweise beim Fahrradausleih, beim Kauf von Internetkarten etc. erforderlich.
  • Falls Dein Orientierungssinn nicht der Beste sein sollte: Habe die Visitenkarte Deines casas immer bei Dir.
  • Telefonate sind generell sehr teuer. Internet gibt es an gewissen Plätzen, die Du an der Vielzahl von Leuten, die vor ihrem Handy etc. sitzen erkennst (meist sind es zentrale Plätze). Entweder gibt es einen Laden des Unternehmens „ETECSA“ (2 CUC für eine Stunde) oder Du fragst jemanden, wo Du die Internetkarte besorgen kannst (Donde se puede comprar una carta para el internet?). Dann wirst Du meist an eine junge Person (muchacho) verwiesen, der 3 CUC für eine Stunde verlangt. Wenn Du spanisch sprichst: Für 20 CUP kannst Du den PC eines Kubaners für eine Stunde benutzen. Es gibt auch andere Möglichkeiten günstig auf das Internet zuzugreifen. Frag am Besten junge Kubaner vor Ort.
  • In einigen Orten (Havanna, Trinidad) gibt es Plätze, an denen Internet-Karten verkauft werden. Dort tummeln sich jedoch meist sehr viele Menschen, sodass das Internet sehr langsam ist und teilweise zusammenbricht. Erledige somit alles wichtig vor Deiner Reise.
  • Um Geld zu sparen und kubanisches Ambiente zu erleben, empfehle ich das Essen in paladares (hierbei wird bei der Köchin zu Hause gegessen). Frag am Besten vor Ort, wo Du ein paladar finden kannst. Vorsicht vor Schleppern und Essen, das schon länger steht!
  • Bankkarte: Beantrage eine Visakarte! In Kuba ist es, ohne diese Karte, teilweise sehr schwer an Geld zu kommen.

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Meine Tipps für Alleinreisende und Sparfüchse sowie generelle Fakten über die Kultur und Mentalität der Kubaner

Bei einer (längeren) allein geplanten Reise empfehle ich Dir, erst mal in Deinem Ankunftsort zu bleiben. Aus diversen Gründen: Zum einen hast Du dadurch Zeit, ein Gefühl für Kuba zu bekommen und Dich an die herrschenden Bedingungen zu gewöhnen. Zum Anderen hast Du die Möglichkeit Reisenden zu begegnen und Dich an ihren Tipps zu orientieren, wobei Du im besten Falle andere Backpacker triffst, welche die gleiche Route wie Du besitzen (es gibt nicht allzu viele Reiserouten). Für mich ist das Erlebnis, mit jemand mehr oder weniger Fremden zu reisen etwas Einzigartiges. Du teilst Deine schönen Erfahrungen, witzigen Situationen und abenteuerlichen Momente. Auch kannst Du Dich selbst von einer anderen Seite kennenlernen und schon oft habe ich die Erfahrung gemacht, die Person(en) sehr schnell ins Herz zu schließen und sie schon bald besser zu kennen, als einige Freunde.

Gleichzeitig ist gemeinsames Reisen auf Kuba eine sehr gute Alternative um Geld zu sparen. In den casa particulares werden nämlich immer ganze Zimmer vermietet (und nicht wie in Hostels Betten). Der Preis pro Zimmer (mit ca. 2-4 Betten) beträgt in der Hochsaison ca. 15-30 CUC (Nebensaison ca. 10-25 CUC) und ist von der Stadt, Lage des casa particular und Deinen Verhandlungsfähigkeiten abhängig. Daneben kannst Du, wenn mehrere Personen bei Touren, Taxifahrten, Aktivitäten etc. teilnehmen, den Preis leichter nach unten handeln.

Und hier kommt der entscheidende Aspekt für Frauen: Es ist chilliger mit anderen Personen umherzureisen. Warum? Ganz einfach: In Städten wie Santiago de Cuba wirst Du sofort angeredet, sobald Du Dich irgendwo alleine aufhältst. Ganz zu schweigen von den „Beautifuuul“ und „hermosa“ Rufen, die Dir folgen werden. Und den Knutschmündern, die Du erblicken wirst. Klar werden die Ausrufe auch bei zwei, drei oder vier Frauen zu hören sein (vielleicht sogar noch extremer), jedoch wirst Du, sobald Du in einer Gruppe unterwegs bist, seltener angesprochen.

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Wenn Du gar keine Lust auf soetwas hast, solltest Du Dich mit einem Mann aufhalten. Denn dann unterlassen die Einheimischen (meist) ziemlich schnell ihre Anmachen und das Angequatsche. Natürlich kommt es auch darauf an, in welcher Region Du dich aufhältst. So wirst Du mit den eben geschilderten Anmachen im Zentrum La Habanas fast nicht konfrontiert, wohingegen Du Dich in Santiago de Cuba gar nicht davor retten kannst (vor allem, wenn Du dich am plaza céspedes aufhältst und blond sowie hellhäutig bist). Auch Busfahrer, Kellner und Guides schrecken nicht davor zurück, Dich anzusprechen. Vor allem, wenn sie merken, dass Du spanisch sprichst. Klar kann das Ganze nervig sein.

Aber halte Dir eins im Hinterkopf: Die Kubaner wollen Dich damit weder ärgern, noch blöd anmachen. Sie scheuen einfach nur keine Angst Emotionen und Interesse zu zeigen. Im Gegenteil: Sie drücken sie vollstens aus und zeigen es, wenn sie jemanden toll finden. Denn sie haben einfach eine andere Mentalität, was den Umgang mit Frauen anbelangt. Und das ist nicht nur bei den ausländischen Frauen so. Auch den heimischen Kubanerinnen wird hinterhergebusselt und gepfiffen. Sie vergeben einfach gerne Komplimente. 

Das sind die Fakten. Und Fakt ist auch, dass ich durch das Angesprochenwerden erst die Möglichkeit hatte, mehr über das Land sowie über die Kubaner, ihre Mentalitäten und ihre Einstellungen zu erfahren. Ich habe Salsa gelernt, wurde zu wunderschönen, verlassenen Orten gebracht, wurde verköstigt und habe sehr gute Tipps für Aktivitäten und Reisen erhalten. Denn eins ist sicher: Kubaner sind gesprächig, großzügig und sehr hilfsbereit.

Du hast also zwei Optionen: Entweder Du machst deutlich, dass Du kein Gespräch führen möchtest und nimmst das Kompliment lächelnd an oder Du sprichst ein bisschen mit den Kubanern. Ich empfehle definitiv das Zweite! Die Basis dafür ist natürlich zumindest ein bisschen Spanisch zu sprechen (sonst macht das Ganze auch keinen Spaß und erscheint Dir schnell anstrengend). Falls Du Dich jedoch für Ersteres entscheidest, solltest Du diesen Satz auf jeden Fall draufhaben, um Dir Kubaner nett, aber bestimmend fernzuhalten: Ya tengo novio (celoso) –  Ich habe bereits einen (eifersüchtigen) Freund. Hierbei ist wichtig zu sagen, dass er Kubaner ist (es cubano). Denn ein Freund in Deutschland, Mexiko oder sonst wo interessiert sie null.

Generell können die Kubaner auch sehr stolz und temperamentvoll sein. Mach deshalb klar zu verstehen was Du möchtest und was nicht. Das fängt beim Ansprechen an öffentlichen Plätzen an, geht über das Tanzen in einem Lokal und hört bei Taxifahrern auf, die Dir am Ende der Fahrt mehr Geld abknöpfen möchten. Bleib stark und mach Deinen Standpunkt deutlich.

Entdecke Kuba: eine Rundreise von Havanna bis Baracoa. Sehenswertes, Reisetipps, Aktivitäten und kulinarische Empfehlungen.

Fazit

So temperamentvoll und heißblütig die Kubaner sind, so freundlich, offen und „social“ sind sie auch. Ich wurde zu armen und reichen Familien eingeladen, die mich mit Essen überhäuften. Fremde nahmen mich gratis auf ihren Transportmitteln mit. Sie teilten mit uns ihre Früchte und ihren Rum. Ich wurde durch verwinkelte Gassen und verlassene Orte geführt. Sobald ich nach dem Weg fragte, blieb mindestens eine weitere Person stehen und erklärte mir ausführlich den Weg.

Teilweise wurde ich sogar begleitet und erfuhr dabei alles über meinen Gefährten. Behalte Dir auch immer im Hinterkopf, dass Viele kein leichtes Leben haben. Teilweise verdienen sie so viel, um gerade zu überleben und trotzdem sind sie glücklich. Die Kubaner leben im Hier und Jetzt und lassen sich nicht so schnell aus der Bahn werfen.

Mein Rat für Dich ist deshalb: Sei offen, rede mit den Menschen und schenke ein lächeln – mindestens das erhältst Du zurück.

Warst Du bereits auf Kuba? Würdest Du diesem Land nochmal einen Besuch abstatten und welche Erfahrungen hast Du dort gesammelt? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

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