…und was eine Flaschenpost damit zu tun hat

Vor einigen Tagen erhielt ich ein Paket mit Wein, im Rahmen der Aktion „Urlaub aus der Flasche“.

Daria, Katharine und Enrico, Studenten der Universität Geisenheim hatten die Idee, eine Flaschenpost mit 6 wundervollen Flaschen Wein zu versenden und mich auf einen virtuellen Urlaub aus der Flasche einzuladen.

Für den guten Wein möchte ich Ihnen nun meine Erinnerungen schenken.

Erinnerungen an meine letzte Reise an die Côte d’Azur.

Urlaub aus der Flasche

Urlaub aus der Flasche

Erst vor einigen Tagen bin ich von einer Geschäftsreise aus Südfrankreich zurückgekehrt. Hätte mir vorher jemand gesagt, dass es mir dieses Land so antun würde, hätte ich ihm vermutlich einen Vogel gezeigt.

Meine bisherigen Frankreich Erfahrungen waren nicht gerade prickelnd, und privat wäre ich sicherlich nicht auf die Idee gekommen, an die Côte d’Azur zu fahren.

Auf Grund eines Fotoshootings war ich nun aber schon mal an der Côte d’Azur, beziehungsweise genauer gesagt in Saint-Paul-De-Vence. Nun wollte ich natürlich auch ein bisschen was sehen.

Kunst und ein Glas Hugo in Saint-Paul-de-Vence

Bei einem Glas Chardonnay schwelge ich in Erinnerungen an das kleine Künstlerdorf Saint-Paul-de-Vence. Das Dorf hat es mir im ersten Moment angetan, in dem wir innerhalb der Stadtmauern unsere Koffer und das Kameraequipment aus dem Auto ausgeladen habe.

In den Gassen von Saint-Paul-de-Vence

In den Gassen von Saint-Paul-de-Vence

Vintageladen in Saint-Paul-de-Vence

Vintageladen in Saint-Paul-de-Vence

Galerie in Saint-Paul-de-Vence

Galerie in Saint-Paul-de-Vence

Saint-Paul ist ein wundervoll ruhiger und autofreier Ort. Auf einem Spaziergang durch die kleinen verwinkelten Gassen kann man die unzähligen Galerien des Dorfes erkunden und findet kleine Vintageläden, wenn man einen Blick in die Hinterhöfe wagt. Zum Sonnenuntergang sollte man ein Glas Wein an der Stadtmauer bei Chez Andreas, mit Blick auf das Mittelmeer genießen, gefolgt von einem fantastischen Essen mit Ausblick im Restaurant Malabar.

Ausblick von der Stadtmauer in Saint-Paul-de-Vence

Ausblick von der Stadtmauer in Saint-Paul-de-Vence

Bienvenue á Nice – Willkommen an der Côte d’Azur

Da Saint-Paul nur einige wenige Kilometer von Nizza entfernt liegt, durfte ich dieser tollen Stadt auch einen Besuch abstatten und war mehr als begeistert.

Ich denke, im Sommer, wenn all die Touristen an die Côte d’Azur stürmen, ist es vorbei mit der Idylle in Nizza. Da ich jedoch im März hier war, durfte ich die Stadt bei angenehmen 20° erkunden und das komplett ohne Touristen.

Ich erinnere mich zurück wie ich am Strand entlang geschlendert bin. Rieche erneut den wundervollen Duft von Lavendel am Markt. Ich möchte noch einmal ein bisschen Käse hier, ein wenig Schinken dort und etwas Süßes am nächsten Marktstand probieren. Überhaupt waren die Märkte in Frankreich, für mich als Foodie, ein absolutes Highlight. Aber auch die tollen Weinhandlungen und wunderschönen Süßwarenläden, mit einer gigantischen Auswahl an französischen Leckereien, wie die Patisserie Henri Auer, haben es mir angetan.

Und ein typischer Snack aus Nizza – Socca, kleine Kichererbsenpfannkuchen – seit meinen Tagen in Nizza nicht mehr weg zudenken aus meiner Küche.

Gewürze am Markt in Nizza

Gewürze am Markt in Nizza

Zitronen am Markt in Nizza

Frische Zitronen am Markt

Orangen am Markt in Nizza

Orangen am Markt in Nizza

Leckere Oliven am Markt in Nizza

Leckere Oliven am Markt in Nizza

Blumenmarkt in Nizza

Blumenmarkt in Nizza

Wein, Wein und noch mal Wein

Wein, Wein und noch mal Wein

Patisserie Henri Auer

Patisserie Henri Auer

Beim nächsten Glas Chardonnay schlendere ich gedanklich weiter, durch die kleinen ruhigen Gassen von Nizza und weiß gar nicht, wo ich zuerst hinsehen soll. Hier ein toller Vintageladen, dort ein kleines Café und dort irgendeine leckere Spezialität.

In den Gassen von Nizza

In den Gassen von Nizza

Ich liebe die kleinen Boutiquen in Nizza

Ich liebe die kleinen Boutiquen in Nizza

Die Sonne tut ihr übriges, nach und nach ziehe ich Jacke und Pullover aus und setzte meine Sonnenbrille auf. Nach einem langen kalten Winter in Deutschland darf ich hier die ersten Sonnenstrahlen tanken und genieße es in vollen Zügen. Man sagt ja es hilft sich warme Gedanken zu machen, gerade im Moment tut es das zumindest und ich kann für einige Zeit die Wetterkapriolen vor meinem Fenster ignorieren.

Im Trüffelhimmel

Zu dem Glas Chardonnay würde übrigens auch das fantastische 3-Gänge Trüffelmenü, welches ich in dem kleinen Restaurant Terres de Truffes probieren durfte, passen. Das Restaurant serviert ausschließlich Gerichte mit Trüffeln. Von der Vorspeise, einem sehr leckeren Thunfischtartar mit Trüffeln, über Tortellini an Trüffelsahne und Crème Caramel mit karamellisierten Trüffeln als Nachtisch… ich war im Trüffelhimmel… das Essen war fantastisch! Nicht ganz günstig, aber wirklich außergewöhnlich.

Terres de Truffes

Terres de Truffes

Thunfischtartar mit frischem Trüffel

Thunfischtartar mit frischem Trüffel

Eine weitere Erinnerung, sind die Nachmittage, die ich am Strand von Antibes ausklingen ließ. Der Strand an sich ist schon schön, aber mit den verschneiten Bergen im Hintergrund, hatte die Landschaft nun im März etwas fast unwirkliches und zugleich einfach wunderschönes.

Der Strand von Antibes

Der Strand von Antibes

Und während ich so mein Glas Chardonnay trinke, schweift mein Blick zum Fenster. Frühlingsanfang war bereits vor einigen Tagen, was den Wettergott anscheinend herzlich wenig interessiert. Draussen stürmt, regnet und schneit es weiter…

…dann doch besser schnell wieder in meine Tagträume eintauchen, noch ein bisschen an der Côte d’Azur bleiben, noch ein bisschen durch Saint-Paul-de-Vence schlendern und in den Galerien stöbern. Noch einmal am Markt in Nizza Pains aux raisins essen… spüren wie der Zucker auf der Zunge zergeht. Noch einmal Abends einen Hugo bei Chez Andreas auf der Stadtmauer trinken und zusehen wie die Sonne im Mittelmeer versinkt…

Pains aux raisins

Pains aux raisins

Der Wein hat unendliches Fernweh in mir geweckt und den Entschluss gefestigt, noch einmal im Herbst an die Côte d’Azur zurück zu kehren. Dann wenn wieder alle Touristen weg sind, und sich Nizza, Antibes und Saint-Paul von Ihrer besten Seite zeigen.

[Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Urlaub aus der Flasche ] Warst Du schon mal an der Côte d’Azur? Hast Du noch Tipps für mich, was ich mir unbedingt beim nächsten Besuch anschauen sollte, oder wo man gut essen kann?