Tipps für einen Besuch in der Hauptstadt Berlin

Berlin gehört nicht zu meinen Lieblingsstädten in Deutschland, dennoch finde ich es immer wieder spannend ab und zu mal ein verlängertes Wochenende dort zu verbringen. Berlin ist einfach unheimlich groß und schnelllebig, ständig verändert sich etwas. Restaurants die ich noch bei meiner letzten Reise entdeckt habe gibt es nicht mehr, dafür ganz viele neue. Berlin ist einfach irgendwie anders. Nicht positiv, nicht negativ, einfach anders. Aber eine Städtereise nach Berlin hat auf jeden Fall seinen Reiz. 7 Gründe für eine Städtereise nach Berlin, Spannnendes, Neues und Altbewährtes findest Du hier.

Die Markthalle Neun

Die Markthalle Neun in Kreuzberg ist kein Geheimtipp mehr, aber noch immer ein absolutes Paradies für jeden Foodie.

Jeden Samstag findet hier ein Bauernmarkt statt. Donnerstags ist Street Food Thursday angesagt, bei dem Du Dich durch Spezialitäten aus alle Welt schlemmen kannst.

Mein persönliches Highlight: jeden 3. Sonntag findet der Breakfast Market statt. Da gibt’s hausgemachtes Frühstück von lokalen Gastronomen und Konditoren. Dazu gibt es auf dem Markt auch nette Küchenutensilien, Magazine und eine schöne Auswahl an Kochbüchern zu kaufen.

Breakfast Market

Breakfast Market

Die jüdische Mädchenrealschule in der Auguststrasse

Ein paar Fotos, Schulbänke und ein wenig des alten Flairs findet man noch in der ehemaligen jüdischen Mädchenrealschule. Aber vor allem steht die aufwendig sanierte Schule heute für gutes Essen & Trinken, Kunst und Geschichte und das alles unter einem Dach.

Im 1 Stern-Szenerestaurante Pauly Saal in der ehemaligen Turnhalle der Schule werden köstliche bodenständige Klassiker aus der deutschen und österreichischen Küche serviert. Während sich das Moggs & Melzer die Delis in New York zum Vorbild genommen hat. Hier bekommst Du wirklich das beste Pastramisandwich außerhalb New Yorks.

Besonders im Sommer lädt der schöne Innenhof zum Verweilen ein. Darüber hinaus gibt es aber auch verschiedene Galerien und das The Kennedys Museum, welches man ganz unabhängig vom Wetter besuchen kann.

Besonders die CWC GALLERY, eine Dependance von Camera Works, gefällt mir sehr gut. Hier werden Fotografien, Malerei und Skulpturen ausgestellt und das in stilvollen, modernen und dennoch geschichtsträchtigen, lichtdurchfluteten Räumen.

Skulptur »Security Guard« von Marc Sijan im Eingangsbereich der CWC Gallery Berlin

Skulptur »Security Guard« von Marc Sijan im Eingangsbereich der CWC Gallery

Die Feinkostabteilung des KaDeWe

Das Kaufhaus des Westens begann vor 110 Jahren als abenteuerliche Idee eines Berliner Kaufmanns. Schon damals präsentierte das Kaufhaus seinen Kunden Begehrtes aus aller Welt, von Mode aus Paris bis zu exotischen Früchten aus der Südsee.

Die Feinkostabteilung im 6. Stock ist sicherlich kein Geheimtipp aber für jeden Foodie das absolute Paradies hier in Berlin, denn hier bleibt wirklich kein Wunsch offen. Die Feinschmeckeretagé aus den 20er Jahren ist die größte Europas und bietet 35.000 verschiedene Produkte aus aller Welt auf 7.000 qm. Die Abteilung ist bekannt dafür, dass es hier wirklich Nichts gibt was es nicht gibt. Neben unzähligen Produkten sorgen außerdem 150 Köche an mehr als 30 Gourmetbars für das leibliche Wohl. Sehr zu empfehlen sind vor allem die leckeren Krabbenbrötchen, aber auch die köstlichen Törtchen und Desserts aus der hauseigenen Patisserie.

Das RAW-Gelände

Das RAW-Gelände, das ehemalige Reichsbahnausbesserungswerk der Deutschen Bahn, in der Warschauer Strasse in Friedrichshain, ist heute Raum für interkulturelle Projekte, Ausstellungen, Märkte und viele Clubs und Bars haben hier ihre Heimat.

Darüber hinaus gibt es auf dem RAW-Gelände ein ganz tolles kleines alternatives vegetarisches und veganes Restaurant: das Emma Pea. Typisch Berlin in etwas abgerockter Atmosphäre, aber sehr charmant und gemütlich mit offenem Kamin, werden hier Suppen, Burger, Wraps, Tapas und Kuchen serviert. Etwa die Hälfte der Gerichte sind vegan. Und das Emma Pea ist obendrauf auch noch sehr günstig!

Empfehlen kann ich dir vor allem den veganen Rote Bete Burger mit Chipotle Mayonnaise, karamellisierten Zwiebeln, Tomaten, Salat und einer feinen Salsa mit Tandoorie-Wedges. Dazu frischen Ingwertee, oder einen der leckeren Smoothies.

Der Name Emma Pea kommt übrigens von einer Elefantendame namens Emma Peanut. In den 60ern wurden im Winter gleich neben dem Restaurant Elefanten für diverse Zirkusunternehmen untergebracht. Emma Pea ist eine Elefantenkuh in Rente aus dem ehemaligen Zirkus Brimborium, die heute ihren Lebensabend in einem Reservat in Botswana verbringen darf und das auch Dank der Patenschaft der Emma Pea Bar. Aus diesem Grund findest Du auch zahlreiche Elefantenstatuen und sogar ein Bild von Emma Peanut in Botswana in der Bar.

Rote Bete Burger mit Chipotle Mayonnaise, karamellisierten Zwiebeln, Tomaten und Salat im Emma Pea

Rote Bete Burger mit Chipotle Mayonnaise, karamellisierten Zwiebeln, Tomaten und Salat im Emma Pea

Die Street Yogis

Ich steh total auf diese kleinen Street Yogis aus Kork, die man mittlerweile an vielen Strassenschildern der Stadt sehen kann.

Aber was hat es mit diesen Männchen auf sich?

Street Yogis sind winzige Figuren aus 2 Flaschenkorken und einem Schaschlik-Spieß, die verschiedene Yogastellungen praktizieren und vom Berliner Yoga-Trainer Josef Foos gestaltet werden. Mittlerweile gibt es aber auch Korkmännchen die klettern oder tanzen, Fußballspielen, Skateboarden und sogar stricken. Ursprünglich waren die kleinen Figuren nur ein Werbegag. Heute gibt es rund 1000 dieser süßen kleinen Figuren in Berlin, also Augen offen halten! Eine der Figuren findest Du zum Beispiel in der Einkaufsmeile Schloßstrasse, sie übt sich im Virabhadrasana I, dem ersten Krieger.

Street Yogi

Street Yogi

SUPER concept space – Shop, Eat, Meet im BIKINI Berlin

Der SUPER concept space lädt sowohl zum Shoppen als auch zum Essen ein, oder einfach nur zum Gucken. Und zu sehen gibt es hier wirklich so einiges.

Im Shop gibt es stylische Mitbringsel, Accessoires und Designerstücke für die Wohnung von internationalen Designern und aus der Berliner Kreativszene. Wer es schafft hier raus zu gehen ohne etwas zu kaufen, Hut ab!

Vor allem sollte man hier aber das Essen genießen. Denn das wird nicht nur stylisch präsentiert, es ist auch noch wirklich außergewöhnlich. Außergewöhnlich gut zum einen, zum anderen sind individuellen Kreationen wirklich einzigartig. Auf den Tisch kommt köstliche Cross-Over Küche mit asiatischen, lateinamerikanischen und mediterranen Einflüssen und das ganze auch noch in hübschen kleinen Tapas-Portionen. So kann man sich wirklich wunderbar einmal durch die Karte futtern. Und das sollte man auch, denn darauf finden sich so köstliche Gerichte wie roher Lachs mit aromatisierter Sojasauce, knuspriger Orange, Chili und Sesam, Spinatsalat mit Datteln, Mandeln und Tahinidressing oder Rindertatar mit Cornichons und Estragon-Ei-Creme.

SUPER concept space - Shop, Eat, Meet im BIKINI Berlin

Restaurant Dong do {Prenzlauer Berg}

Ein weiteres kulinarisches Highlight ist für mich das Restaurant Dong Do. Ein nettes kleines vietnamesisches Restaurant in Prenzlauer Berg. Serviert werden neben typischen vietnamesischen Spezialitäten nach alten Familienrezepten auch Sushi und andere Köstlichkeiten aus Südostasien. Unbedingt probieren solltest Du hier die Sommerrollen, Pho und Matcha Eis mit Mango. Ein absolutes Highlight sind außerdem die leckeren Lassis und Frucht Shakes. Besonders lecker ist der Beeren Shake.

Dong do, Prenzlauer Berg

Dong do, Prenzlauer Berg

Matcha Eis mit Mango im Dong do, Prenzlauer Berg

Hotel Tipps für eine Städtereise nach Berlin

Falls Du nun auch mal wieder Lust hast auf eine Städtereise nach Berlin, kann ich Dir zum Übernachten wirklich von ganzem Herzen das Linnen in Prenzlauer Berg empfehlen. Das Motto des „Sleeping Inn“ mit 6 individuell gestalteten Zimmern ist „More home, less hotel“. Genau dieses Motto wird wirklich gelebt. In den wunderschönen großzügigen Zimmern fühlt man sich wirklich wie Zuhause. Es wurde viel Wert gelegt auf die kleinen Details und man merkt, dass das kleine Inn mit viel Liebe gestaltet wurde. Die Lage ist darüber hinaus perfekt. Es sind nur wenige Minuten zu Fuß zur Haltestelle Eberswalder Strasse und rund um das Hotel gibt es viele nette kleine Restaurants und Geschäfte, so dass ein Bummel durch die Nachbarschaft Spaß macht.

Das allerbeste am Linnen ist allerdings das hübsche kleine Café. Dort wird mega leckeres Frühstück wie zum Beispiel Eier im Ofen gebacken mit Grünkohl und karamellisierten Zwiebeln, Power Toast mit Erdnussbutter, Banane und Ahornsirup, Käseplatten und Overnight Oat Bowls serviert.

Viele weitere Hotels findest Du hier.

Hotel Linnen Berlin

Frühstück im Café Linnen

Frühstück im Café Linnen

Meine Tipps für coole Stadtführungen durch Berlin

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Anreise nach Berlin

Aus nahezu allen größeren deutschen Städten gibt es regelmässig günstige Flüge nach Berlin. Die besten Angebote findest Du hier.

Alternativ kannst Du überall aus Deutschland die Deutsche Bahn oder den FlixBus nehmen.

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Hast Du noch weitere tolle außergewöhnliche Tipps für eine Städtereise nach Berlin? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!