Von Vogelspinnen, eingeschlafenen Käsefüßen und Ameiseneiern

Reisen und Essen ist etwas was für mich untrennbar zusammen gehört. Auf einer Reise möchte ich sehen, fühlen, riechen und schmecken. Ganz wichtig ist dabei auch Unbekanntes zu probieren und Grenzen zu überschreiten.

Für die Serie „Taste the World“ wollte ich von 8 Reisebloggern wissen, wie wichtig die lokale Küche und das Probieren neuer Gerichte für sie ist. Sie erzählen über außergewöhnliche kulinarische Erfahrungen, Dinge die kein Mensch braucht und haben tolle Restauranttipps und Gerichte, die Du unbedingt probieren solltest. Dazu gibts leckere Rezepte aus Sri Lanka, Thailand, Indonesien und Italien.

Folgende Blogs haben mitgemacht:

Good morning world
Mallorca talks
Pixelschmitt
keine Eile
Reisezeilen
Rapunzel will raus
Takly on tour
Wo der Pfeffer wächst

Folgende Fragen habe ich gestellt:

1. Probierst Du egal wo Du bist die lokale Küche und was war das außergewöhnlichste Gericht, dass Du je auf einer Reise probiert hast?

2. Welche Ort war für Dich kulinarisch ein Alptraum und warum?

3. An welchem Ort hast Du bist jetzt am besten gegessen? Kannst Du dort ein Restaurant oder Café empfehlen?

4. Hast Du einen Tipp, wie man am besten Restaurants mit guter lokaler Küche findet? Holst Du Dir vor Ort, im Internet oder in Reiseführern Tipps, oder überlässt Du das eher dem Zufall?

5. Welches Gericht hast Du von Deinen Reisen mitgebracht und kochst es auch zu Hause gerne nach?


Melanie von Good morning world

Melanie von GoodmorningworldMelanie schreibt sonst auf Good morning world über ihr Leben als Flashpackerin.

Sie ist chronisch fernwehgeplagt, reisesüchtig, tiervernarrt und liebt Streetfood und außergewöhnliche Unterkünfte genauso wie ich.

Von Ihren Reisen ist sie nie wieder ganz zurückgekehrt. Schau doch mal auf Ihrem Blog vorbei!

 
1. Ja, auf jeden Fall! Mich durch die landestypischen Spezialitäten zu probieren ist eines der Dinge, die mir auf Reisen am meisten Spaß machen! Ich liebe es total, mir unbekannte Leckereien zu bestellen und dann zu testen wie es schmeckt! Manchmal habe ich gar keine Ahnung was ich da eigentlich auf dem Teller habe… Bisher ist das aber noch nie wirklich schief gegangen. Das ungewöhnlichste, was ich je gegessen habe waren geröstete Vogelspinnen in Kambodscha!

geröstete Vogelspinnen

geröstete Vogelspinnen

2. Das hatte ich eigentlich nur einmal in der Türkei bei einem All-inklusive Urlaub in einem riesengroßen Hotel. Ist zwar schon sehr lange her, aber ich kann mich noch gut daran erinnern. Es gab beim Buffet nur undefinierbares und in Massen vorgekochtes Essen ohne richtigen Geschmack. Leider konnte ich auch nicht nach draußen ausweichen, weil in der Nähe des Hotels so gut wie gar nichts war. Das war wirklich schrecklich, vor allem wenn man so gerne isst wie ich!

3. Ich war vor kurzem in Istanbul und das Essen dort ist wirklich super lecker! Ein kulinarisches Highlight jagt das nächste… Empfehlen kann ich dort den kleinen Fischmarkt direkt unterhalb der Galatabrücke in Karaköy. Dort gibt es ein paar kleine, ganz süße Restaurants mit Tischen direkt am Wasser und das beste Fischsandwich der Welt!

Istanbul

süße Restaurants mit Tischen direkt am Wasser und das beste Fischsandwich der Welt!

4. Ich überlasse es ganz oft einfach dem Zufall. Beim Schlendern durch Straßen und Gassen halte ich immer Ausschau nach sehr kleinen Restaurants in denen viele Einheimische sitzen. Außerdem esse ich wahnsinnig gerne auf Straßenmärkten! Es kann auch nie schaden, die Leute vor Ort nach guten Locations zu fragen, so bin ich schon oft an den ein oder anderen kulinarischen Geheimtipp gekommen.

Essen unter Einheimischen

Essen unter Einheimischen

5. Auf der Insel Koh Samui in Thailand habe ich mal einen Kochkurs gemacht und dort das Rezept für Bananensuppe ausprobiert. Schöner hört sich ja „Bananen in süßer Kokosmilch“ an… Aber ganz egal wie man es nennt, es ist einfach unglaublich lecker und total simpel zu kochen! Einmal mit dem Schlemmen angefangen kannst Du damit nicht wieder aufhören.

Hier gehts zu Melanies Rezept für Bananen in süßer Kokosmilch


Barbara von Mallorca talks

Barbara von Mallorca Talks Barbara hat sich ihren Traum erfüllt: seit 2006 ist sie Pendlerin zwischen zwei Welten. Deutschland und Mallorca. Die Liebe zu Mallorca haben wir Beide gemeinsam.

Barbara ist auf der Insel gelandet, weil sie mit 21 einen Traum hatte: „Ich wache morgens auf. Mein Vorhang weht zurück und blicke auf das Meer. Ich stehe auf, ziehe mir kurz den Badeanzug an und geh direkt ins Meer.“

Über diesen Traum, ihr Leben auf Mallorca, schreibt Sie auf Mallorca talks.

1. Bisher habe ich auf Reisen immer die lokale Küche ausprobiert, ja. Mittlerweile hat sich meine Philosophie zum Thema Essen allerdings etwas verändert. Es gibt – glaube ich – keinen Begriff für das was ich mache, aber es sollte ihn geben.

Ich sage meistens, dass ich mich vegan ernähre. Das stimmt aber nicht ganz. Denn ich würde durchaus z.B. Eier zu mir nehmen, wenn ich um die „Produktionsbedingungen“ weiß. Ein Beispiel: Meine Freundin Anne hat Hühner in ihrem Garten. Die haben ein glückliches Leben und legen regelmäßig Eier. Würde meine Freundin die alle ausbrüten lassen, wäre ihr Garten sehr schnell zu klein. Deshalb nimmt sie die Eier aus den Nestern und isst sie. Wenn Anne mir ein Ei anbietet, dann esse ich es mit Freude und voller Dankbarkeit. Würde ich ein Ei aus dem Supermarkt kaufen und essen? – Nein. Denn mit den Produktionsbedingungen von heute bin ich meistens nicht einverstanden und stimme bei jeder meiner Mahlzeiten aktiv dagegen.

Da diese gerade beschriebenen Idealbedingungen äußerst selten gegeben sind, ernähre ich mich also hauptsächlich vegan. Zum Glück ist das in einigen Ländern überhaupt kein Problem, da sich die landestypische Diät (im Sinne von Ernährungsweise) auch mehr auf die pflanzlichen Nahrungsquellen beschränkt. Dort wo tierische Lebensmittel angeboten werden, würde ich heute vermutlich tendenziell eher nicht mehr probieren bzw. mich vorher erkundigen wo das tierische Produkt herkommt. Es kommt also auf die Situation an.

Nun aber zurück zur Ausgangsfrage: Das wohl außergewöhnlichste was ich bisher probiert habe, waren gegrillte Grashüpfer in Mexiko. Das ist zwar sehr lange her, aber ich erinnere mich: die waren erstaunlich lecker und sollten übrigens laut Weltgesundheitsbehörde viel häufiger gegessen werden! Sie sind nämlich zum einen extrem nährstoffhaltig und zum anderen ohnehin im Überfluss vorhanden. Passt aber auch nicht mehr wirklich zu meiner neuen Ernährungsphilosophie … deshalb: no more Grashüpfer for me 😉

2. Die USA – nein – genauer: North Carolina. Ich habe dort Ende der 90iger Jahre länger gelebt und echt gelitten. Damals war der Gesundheits- & Fitnessboom noch nicht in dem kleinen Ostküstenstaat angekommen und es gab eigentlich nur Fastfood. Ich kann mich nicht erinnern irgendwo auch nur EIN Restaurant oder EINEN Laden gesehen zu haben, wo ich mich heute als „ernährungsbewusster Mensch“ reinsetzen und essen würde. Essenstechnisch war das eine schwere Zeit – ein echter kulinarischer Alptraum. Bei Besuchen in Miami in jüngster Zeit war das allerdings überhaupt kein Problem. Ein anderer Bundesstaat – eine andere Zeit – alles fein.

3. Auf Mallorca! Das mag jetzt daran liegen, dass mich hier auch wirklich gut auskenne und die Perlen der Kochkunst im Laufe der letzten 10 Jahre gefunden habe. Aber vor allem ist es für mich als hauptsächlich vegan lebender Mensch zusehends einfacher auf Mallorca gutes Essen zu finden. Es fühle mich auch fast nicht im Stande nur ein Restaurant zu empfehlen.

Aber gut – das „La Gourmeda“ (ehemals Nova Vita) in Port d´Andratx am Yachthafen. Dieses Familiengeführte Restaurant mit chilligem Terrassengarten bietet die tollsten Menüs – alles in Bioqualität. Selbstverständlich sind jede Art von „Sonderwünschen“ Vegan, Lactosefrei, Glutenfrei, etc überhaupt gar kein Problem und das was der Chefkoch Jan Brüske ist einfach immer total lecker und toll angerichtet. Hinzu kommt eine super gemütliche Location und perfekt geschultes, immer freundliches Personal. Zwei dicke Daumen hoch von mir und deshalb im Moment mein Top-Tip für Mallorca.

(Wer mehr Restaurant-Tipps von mir zu Mallorca haben möchte, sollte auf Mallorca-talks.com vorbei kommen! Da findet ihr dann auch alle meinen übrigen „Lieblingsrestaurants“ und Cafés)

4. Wenn ich wirklich gut essen gehen will, dann frage ich rum. Ich spreche mit vielen verschiedenen Menschen und frage, wo ich vor Ort am besten Essen gehen kann. In den letzten Jahren habe ich dann meistens auch noch die Tripadvisor-Bewertungen durchgelesen, obwohl ich sagen muss, ich höre mehr auf die Empfehlungen der Einheimischen/ Residenten. Da ich mich mit großer Vorliebe in den Veganen und/ oder sogar Rohköstlichen Gefilden tummel, bekomme ich z.B. im Veganen Supermarkt oder einem Café das auch gesunde Alternativen im Angebot hat und wo es mir gefällt immer die besten Tipps.

5. Ich koche in der Tat regelmäßig ein super einfaches, aber mega leckeres Gericht. Ich weiß, ich habe es auf irgendeiner Reise vor zig Jahren gegessen … aber auf welcher?! Es könnte irgendwo in Afrika gewesen?! Oder doch Mexiko? Es tut mir leid. Ich erinnere mich nicht, aber was es ist verrate ich euch trotzdem! (vielleicht weiß ja irgendjemand von den Lesern wo dieses Gericht herkommt?)

Gebratene Fenchel-Bananen

Gebratene Fenchel-Bananen

Es sind gebratenen Fenchel-Bananen und hier gehts zum Rezept.


Thomas von Pixelschmitt

Portrait PixelschmittAuf dem Blog Pixelschmitt schreibt Thomas über sein einjähriges Reise-Sabbatical, welches er in Japan, Australien, Neuseeland, der Südsee und in Südostasien verbracht hat.

Aber auch inspirierende Wochenendtrips und Städtereisen findest Du hier.
 
 
 
 
1. Oh ja! Ich liebe es. mich auf meinen Reisen durch die Küchen zu schlemmen. Es gibt mehrere außergewöhnliche Gerichte. In Laos habe ich einmal Ameiseneier probiert. Die schmecken ein bisschen wie der Kaviar auf den California Rolls.

Am Straßenrand in Kambodscha habe ich dann Sticky Rice mit schwarzen Bohnen für mich entdeckt. Das war perfekt zum Mitnehmen, denn der Reis war in Bambusrohre gestopft und musste erst geschält werden.

Und dann habe ich das frischeste Sushi gegessen, als ich den Fischmarkt in Tokyo besucht habe. Gegen 7:30 Uhr morgens ging es dann nach der Beischtigung in eines der vielen Sushi-Lokale, die man rund um den Fischmarkt findet. Und das Sushi war einfach genial.

2. So einen Ort habe ich bisher noch nie entdeckt. Eigentlich habe ich bisher immer etwas gefunden, was mir geschmeckt hat.

3. An einen Ort erinnere ich mich da sehr gern. In Lissabon war es schon traumhaft. Überall gab es Leckereien und ich konnte mich durch die ganze Stadt schlemmen. Pasteis, Seafood, bisschen Schinken, zwischendurch einen Ginjinha (Kirschlikör) – Herrlich!

Mein absoluter Restaurant-Geheimtipp und auch nicht leicht zu finden ist das Restaurante O Trigueirinho in der Nähe des Castelo de Sao Jorge.

Das hat uns unser Airbnb-Vermieter empfohlen, denn wir hätten es sonst nie entdeckt. In dem unscheinbaren Restaurant kochen zwei ältere Damen verschiedene portugiesische Gerichte. Ich kann Dir nicht sagen, was genau wir gegessen haben, denn die Karte gab es nur auf portugiesisch. Dank der Symbole (Fisch oder Huhn) konnten wir grob erkennen, was drin war. Mit Händen und Füßen haben wir dann irgendwas bestellt. Aber es war auf jeden Fall Suppe, Hähnchen & Shrimps, Lachsfilet, Beilagen (Brot, Oliven, Käse) und 1 Flasche Hauswein für nur 21,90 € zu zweit.

  • Restaurante O Trigueirinho, Largo dos Trigueiros, 171100 Lisboa, Portugal

Auch gut ist das Verde Minho in Lissabon, das ein bisschen zentraler liegt. Aber man muss trotzdem durch ein paar dunkle Gassen, ein bisschen bergauf. Belohnt wird man aber mit sehr sehr leckerem Seafood.

  • Restaurante Verde Minho, Calçada Santana 17, 1150 Lisboa, Portugal

4. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Restaurants ziemlich nachlassen, sobald sie in einem Reiseführer stehen. Deswegen verlasse ich mich lieber auf Tipps von Einheimischen. Wenn das nicht geht, dann laufe ich ein bisschen durch die Straßen und suche mir einfach was aus, was gut und sauber aussieht. Dabei versuche ich, Plätze rund um die Sehenswürdigkeiten zu meiden. Einfach mal in eine Seitengasse abbiegen und da findet man manchmal richtig Perlen.

Und wenn auch das nichts hilft, dann schwöre ich mittlerweile auf die App „Foodspotting“ (es gibt auch eine browserbasierte Version). Man gibt einfach ein, wo man gerade ist und schon erscheinen auf der Karte viele Tipps mit Fotos der Gerichte.

Dann einfach mal persönlich vorbeischauen und wenn es gut aussieht und der Preis passt, spricht nichts dagegen.

5. Auf jeden Fall Rotes Curry aus Thailand. Das geht einfach immer und ist auch sehr schnell gekocht.

Coconut Sambol

Coconut Sambol

Heute hat er Dir jedoch das Rezept für ein Coconut Sambol aus Sri Lanka mitgebracht.


Steffi von keine Eile

Steffi von keine EileSteffi schreibt auf keine Eile | Leben auf Rädern – Reisen auf Reifen über das Leben und Reisen im Wohnmobil, sowie über Ihr nomadisches Leben.

Es geht um Anders leben, Freiheit und Selbstbestimmung, langsamer leben, Minimalismus.

Steffi möchte mit ihren Reiseberichten unterhalten, gibt aber auch Tipps für die Reise mit eigenen Fahrzeug, hilft bei der Reiseplanung und zeigt, dass Leben auch anders geht. Lass Dich auf Ihrer Seite inspirieren!

1. Auf unseren Radreisen waren wir viel in Südostasien unterwegs. Da ist es schwer, die lokale Küche nicht zu probieren. An jeder Ecke wird lecker duftendes Essen zubereitet und als immer hungriger Radfahrer kommt man kaum an einem Stand vorbei.

Garküche in Bangkok

Garküche in Bangkok

Pause in Thailand

Pause in Thailand

In den ersten Wochen war jedes Gericht außergewöhnlich. Ich hatte oft keinen blassen Schimmern, was ich überhaupt gegessen habe. Ich konnte die Schilder nicht lesen und die Köche nicht verstehen. Alles war aber total lecker und so nach und nach habe ich mich “reingeschmeckt”.

2. Essenstechnisch war Laos für mich ein Alptraumland. Aus Thailand kommend hat es mir dort überhaupt nicht mehr geschmeckt. Ich habe gedacht: “Es kann doch nicht sein, dass man nur über einen Fluss fährt und die Menschen plötzlich nicht mehr kochen können.” Wo wir konnten sind wir in die Touriläden gegangen, wo es typisches World-Food gab. Wer mit dem Rad durch Laos fährt, kommt an solchen aber eher selten vorbei. Hier und da haben wir dann aber auch in Laos Restaurants entdeckt, die super lecker gekocht haben.

Markt in Laos

Markt in Laos

3. Am besten gegessen habe ich in Muang Xay (Laos). Das mag jetzt widerprüchlich sein, weil ich ja gerade noch meinte, dass Laos für mich ein kulinarisches Alptraumland ist. Aber gerade deshalb, kann ich mich noch heute an dieses Essen und das kleine Restaurant erinnern. Nach Wochen des Darbens nach leckerem Essen, war dieses Restaurant für mich der Himmel auf Erden.

Souphailin’s Restaurant liegt etwas versteckt an einer Einbiegung vor dem Postamt in der Hauptstraße von Muang Xay.

4. Wie alles auf meinen Reisen überlasse ich auch das dem Zufall. Da wir ja meist länger an einem Ort verweilen ist oft Zeit genug vorhanden überall mal zu probieren und Einheimische zu treffen, die uns einen Tipp geben.

5. Ich liebe Thaifood. Habe ich nie gegessen, bevor wir in Thailand waren. Doch seit dem kochen wir mehrmals die Woche thailändische Gerichte. Mein absolutes Lieblingsgericht ist Gebratener Reis (Khao Phad). Ich mag aber auch gerne Rotes Curry, Phat Prik Gaeng, Phat Kapau, oder Huhn mit Cashewnüssen.

Hier gehts zum Rezept für Gebratenen Reis von Steffi


Beatrice von Reisezeilen

Reisezeilen Auf ihrem Blog Reisezeilen verbindet Beatrice die Freude am Entdecken fremder Welten und Kulturen mit meiner Liebe zur Natur und den Tieren.

Es geht um ungewöhnliche Reiseziele und wenig erschlossene Regionen, aber auch um Kurztrips und Erkundungen in Europa und direkt nebenan. Praktische Tipps und Empfehlungen für Essen, Unterkünfte und alles, was Du nicht verpassen solltest.
 
 
1. Es ist nicht nur so, dass ich die lokale Küche probiere, sondern ich versuche, mich während meinen Reisen möglichst landestypisch zu ernähren. Das heisst zum Beispiel, dass ich in Thailand schon morgens eine köstliche Suppe schlürfe, statt z. B. im Hotel das „Continental Breakfast“ mitzumachen.

Ich glaube, ich habe schon viele ungewöhnliche Gerichte und Getränke ausprobiert. In der Mongolei war ich bei Nomaden in ihre Jurte eingeladen und mir wurde zur Begrüßung eine ziemlich große Schale Milchschnaps gereicht. Der klare Schnaps ist nicht sehr hochprozentig und wird aus vergorenem Joghurt destilliert. Der Geschmack erinnert für europäische Geschmacksnerven an eingeschlafene Käsefüße. Ziemlich widerlich.

Fingerfood in der Mongolei (kleine Gebäckstücke, Würfelzucker und Käse)

Fingerfood in der Mongolei (kleine Gebäckstücke, Würfelzucker und Käse)

2. Ich bin Vegetarier und von daher ist es für mich wesentlich einfacher, in Ländern unterwegs zu sein, die nicht zu sehr Fleisch ins Zentrum ihrer Ernährung stellen. Außerdem mag ich es gerne abwechslungsreich und frisch – in Costa Rica gab es beispielsweise viel Reis und  Bohnen, was ich persönlich auf Dauer ein bisschen langweilig fand. Aber albtraumartige Erlebnisses hatte ich bisher zum Glück nicht.

Allerdings muss ich auch sagen, dass sich meine kulinarische Experimentierfreude eher auf pflanzliche Kost beschränkt und ich das Gefühl habe, dass viele wirklich „eklige“ Sachen eher mit Tierprodukten zu tun haben.

Obst und Gemüse an einem Marktstand in Rajasthan/Indien

Obst und Gemüse an einem Marktstand in Rajasthan/Indien

3. Südostasien hat einfach eine unglaublich leckere Küche. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich dort was gegessen habe, was ich mir nicht geschmeckt hat. Allerdings muss ich zugeben, dass ich auf Spezialitäten wie gegrillte Ratten dankend verzichtet habe.

Ratten vom Grill / Thailand

Ratten vom Grill / Thailand

4. Wenn möglich, lasse ich mir einen Tipp von Einheimischen geben. Ansonsten recherchiere ich vorher im Internet nach Bewertungen oder lasse mich von Blogs inspirieren.

Sollte ich irgendwo spontan unterwegs sein, orientiere ich mich daran, wo ich viele, sich angeregt unterhaltende Menschen sehe. Meist lässt das auch auf ein gutes Lokal schließen.

5. Ich bin ganz schön faul, was Kochen angeht. Oder besser gesagt, was das Ausprobieren von Rezepten angeht. Ich koche meist „Freestyle“ alle möglichen Varianten von Gemüse, Pasta, Reis, Aufläufe und vieles mehr.

Vor meiner Vegetarier-Zeit habe ich allerdings mal den Ehrgeiz gehabt, das WIRKLICH AUTHENTISCHE Rezept von Spaghetti alla Carbonara zu recherchieren, weil die eingedeutschten Varianten teilweise wirklich schauderhaft sind.

Keine Zwiebeln, keine Pilze, keine Sahne! Das Ergebnis ist sehr lecker und das, was ich unter „Soulfood“ verstehe. Macht satt und glücklich.

Hier gehts zur Anleitung, wie Spaghetti alla Carbonara richtig gehen

Beatrice von Reisezeilen - mag Tiere lieber lebend als auf dem Teller.

Beatrice von Reisezeilen – mag Tiere lieber lebend als auf dem Teller.


Sarah von Rapunzel will raus

Profilbild Sarah AlthausSarah hat ihren Job gekündigt und ist losgezogen – hinaus ins Abenteuer. Nun lebt, arbeitet und reist sie rund um die Welt. Auf Rapunzel will raus findest Du alles zum Thema Welt- und Langzeitreisen, Tipps zu Reisedestinationen und alle Infos zur Verwirklichung deines Reisetraumes.
 
 
 
 

1. Ich probiere immer die lokale Küche aus, ganz egal wohin ich reise. Essen ist auf Reisen ein wichtiger Bestandteil der Erfahrungen, ausserdem ein einfacher Weg, mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt zu kommen. Über das Essen, die Zusammensetzung und die Nahrungsmittel der Küche eines Landes, lässt sich oft sehr viel über die Geschichte eines Landes erfahren.

Ausserdem: Ist es nicht auch ein Teil des Reisens den kulinarischen Horizont zu erweitern? Immer nur Spaghetti und Kartoffeln ist einfach langweilig….

Die aussergewöhnlichsten Gerichte habe ich wahrscheinlich in Vietnam probiert. Die waren von der Zusammensetzung, vom Namen und den Nahrungsmitteln so anders als gewohnt, ich kann dir nicht einmal mehr sagen was da drin war. Es war einfach anders.

Dazu bin ich durch Couchsurfing gekommen. Ein Mädchen aus Vietnam war zwei Tage mit mir unterwegs und hat all mein Essen bestellt. Dinge, die man sonst auf keinen Fall auf den Teller kriegt, da man als normaler Tourist gar nicht weiss, dass sie existieren.

Das Essen in Vietnam gehört zum weltbesten!

Das Essen in Vietnam gehört zum weltbesten!

2. Ein Alptraum ist wahrscheinlich etwas übertrieben, aber die Philippinen sind nicht gerade ein Ziel für Feinschmecker. Sehr viel mehr als fader Reis mit Huhn gibt es nicht. Natürlich gibt es die eine oder andere Besonderheit, aber das wars auch schon.

Die Philippinen sind wunderbar, aber nicht was das Essen angeht. Ausserdem macht der weitverbreitete Verzehr von Balut, einem angebrüteten Entenembryo, nicht wirklich Appetit…

Balut, ein angebrütetes Entenembryo.

Balut, ein angebrütetes Entenembryo.

3. Besonders gut gegessen habe ich in ganz Vietnam, besonders in Hanoi. Die besten Küchen sind die unzähligen Garküchen auf der Strasse. Da ist eines besser als das andere.

Ebenso bin ich Fan von malaysischem Essen. Dieses ist genau so ein spannender Mix aus malayisch, indisch und chinesisch wie die Bevölkerung. Besonders lecker sind die Satay Spiesse, Fleischspiesse, die in Erdnusssauce getunkt werden. Das beste Satay in Kuala Lumpur gibt es in der Jalan Tuanku Abdul Rahman 213. Dieser Laden ist immer brechend voll, aber es lohnt sich, auf die besten Satayspiesschen deines Lebens zu warten!

Die besten Satayspiesse in Kuala Lumpur!

Die besten Satayspiesse in Kuala Lumpur!

4. Das ist ganz unterschiedlich. Normalerweise vertraue ich nicht auf Reiseführer, wenn es um Restaurants geht. Diese sind in der Regel überlaufen und qualitativ nicht mehr sehr hoch. Ich hole mir die Tipps eher aus Reiseblogs, im Internet oder aber vor allem bei Einheimischen. Gerne verabrede ich mich auch via Couchsurfing mit Einheimischen zum Essen, wie ich es in Vietnam gemacht habe. Diese führen einem mit Freuden in die verstecktesten Küchen, Restaurants und Kneipen.

5. Wenn ich zu Hause bin, koche ich viel und gerne Indisch. Aus Indien habe ich viele Gewürze mitgebracht und ich mag sehr scharfe Speisen. Ebenso haben es mir die Currys aus Sri Lanka angetan, welche aber auch nur mit der richtigen Gewürzmischung schmackhaft werden. Und in Südamerika habe ich meine Liebe zu Fruchtsäften entdeckt. Ein Fruchtshake kommt bei mir fast täglich auf den Tisch.


Tanja von Takly on Tour

Takly on Tour Du interessierst dich für Reise, Camping und Fotografie? Dann bist Du bei Takly on tour genau richtig!

Tanja stellt Dir interessante Orte und Motive vor und gibt Dir Fotoinspirationen. Dazu gibts tolle Reiseberichte, sowie Hilfestellungen zur Reisevorbereitung und Reiseinformationen.
 
 
 

1. Ich probiere wenn es sich ergibt schon lokale Gerichte, bin allerdings immer etwas vorsichtig, wenn ich die Karte so gar nicht verstehen kann – dann wähle ich in der Regel eher etwas Einfaches, was mir bekannt vorkommt.

Das ungewöhnlichste Gericht auf meinen Reisen habe ich in Bangkok gegessen. Wir wollte mal etwas ganz fremdes essen und haben ein pakistanisches Restaurant besucht. Wir haben auf der Karte rein gar nichts verstanden und wussten nicht, was uns erwartet. Ein Kellner brachte uns passende Fotos zu den Gerichten, aber auch dadurch wurden wir nicht wirklich schlauer. Schließlich haben wir einfach auf irgendwas aus der Karte gezeigt und gesagt, dass es aber bitte nicht so scharf sein soll. Das war wirklich sehr spannend. Geschmeckt hat es hinterher gut, auch wenn es doch recht scharf war. Dieser Restaurantbesuch war schon eine spannende Sache. Aber in Thailand kann man generell sehr gut essen.

2. Das ist leicht zu beantworten, denn dieses Essen werde ich in meinem Leben nicht vergessen. Es war zwar nur ganz banal „Spaghetti Bolognese“ aber so etwas hatten wir alle Vier, die mit am Tisch saßen noch nicht gesehen.

Dieses Erlebnis hatte ich in Brüssel – wir hatten uns vorher nicht überlegt/informiert, wo man am besten essen kann. So sind wir hungrig über die „Touri“-Straße gelaufen, wo sich ein Restaurant an das andere reiht. Nicht nur die Preise waren der Knaller, sondern auch diese fast rohen Nudeln in einer Bratensoße mit undefinierbarem Fleischstückchen. Und auch die Nudeln Vongole waren ein wahrer Horror.

Seitdem esse ich nicht mehr gerne Bolognesesoße und vor allem gucke ich mir genau an, wo ich essen gehen möchte. Daher auch mein Tipp – meidet auf jeden Fall die typischen touristischen Restaurants, wo die Karten dekorativ in jeder Sprache draußen aufgebaut sind.

Spaghetti Bolognese in Brüssel

Spaghetti Bolognese in Brüssel

3. Das war in Lissabon. Das liegt aber sicher daran, dass wir unsere Restaurants sehr bewusst ausgesucht haben und die portugiesische Küche sehr lecker ist. Vor allem wenn man Fisch mag, ist das hier ein Paradies. Empfehlen kann ich das Restaurant „Santo António de Alfama“ im Lissabonner Stadtteil Alfama. Der Fisch war super lecker und die Kartoffelchips als Vorspeise ein wahrer Traum. Vor allem im Sommer kann man in dem kleinen Hinterhof sicher wunderschön draußen sitzen.

Fisch im Restaurant „Santo António de Alfama“

Fisch im Restaurant „Santo António de Alfama“

4. Nachdem ich auf einigen Städtetrips wirklich Pech mit den Restaurants gehabt habe, versuche ich mich in der Regel vorher zu erkundigen. Das heißt ich frage im Hotel nach oder in Ferienwohnungen sind oft Tipps hinterlegt, diese lese ich mir durch.

Ansonsten meide ich die typischen Touristenrestaurants, wo die Kellner vorstehen und die Karte in 6 Sprachen übersetzt sind. Manchmal hilft es auch schon aufmerksam durch die Nebenstraßen zu spazieren – hier wird man oftmals fündig. Wenn ich genug Zeit habe, notiere ich mir den Namen des gefundenen Restaurants und schaue bei Tripadvisor. Auf diese Art und Weise hatten wir in der letzten Zeit nur gute Restaurants auf Reisen.

Straßen in Alfama

Straßen in Alfama


Heiko und Julia von Wo der Pfeffer wächst

Heiko und Julia von Wo der Pfeffer wächst

Auf ihrem Blog Wo der Pfeffer wächst dokumentieren Heiko und Julia ihre Reisen und kochen vegetarische bzw. vegane Rezepte des jeweiligen Landes nach.

1. Heiko: Klar, denn häufig ist die lokale Küche an sich schon ein besonderes Highlight. Allerdings sind wir beide Vegetarier, die weder Fleisch noch Fisch essen. Zu den ungewöhnlichsten Gerichten, die wir zwar nicht verspeist, aber fotografiert haben, gehören frittierte Vogelspinne mit Knoblauch in Kambodscha, gebratener Schlangenkopf in Myanmar und Ratte am Bambusspieß in Indonesien.

Snack aus Kambodscha: Wie wäre es mit frittierter Vogelspinne mit Knoblauch? | Foto: Heiko Meyer

Snack aus Kambodscha: Wie wäre es mit frittierter Vogelspinne mit Knoblauch? | Foto: Heiko Meyer

2. Heiko: Natürlich kann man bei einzelnen Gerichten auch mal gründlich danebenliegen. Doch einen echten kulinarischen Alptraum erlebte ich gar nicht so weit entfernt: So erwies sich ein gutbürgerliches Restaurant in Mecklenburg-Vorpommern als „Vegetarier-Hölle“. Auf der Speisekarte stand kein einziges vegetarisches Gericht! Als ich die Bedienung fragte, ob sie nicht doch etwas für mich hätte, antwortete sie: „Wir könnten Ihnen Kartoffeln mit zerlassener Butter bringen.“

3. Julia: In vielen Ländern haben wir schon hervorragend gegessen. Aber die für uns beste vegetarische Küche überhaupt gibt es in Indien. Die Bandbreite an Vorspeisen, Hauptgerichten und Desserts ist einfach gigantisch und unterscheidet sich noch von Region zu Region.

Und es müssen gar nicht immer Restaurants sein. So kosten frische Samosas auf einem indischen Busbahnhof häufig nur etwas mehr als nichts, können geschmacklich aber eine Offenbarung sein. Egal wie ein Tag in Indien wird – Das Essen ist auf jeden Fall der Hammer!

Kulinarisch ist Indien für Vegetarier eine Offenbarung | Foto: Heiko Meyer

Kulinarisch ist Indien für Vegetarier eine Offenbarung | Foto: Heiko Meyer

4. Heiko: Das überlassen wir dem Zufall. Wenn ein Lokal sauber erscheint und viele Einheimische dort sitzen, ist das Essen in der Regel gut. Manchmal lohnt es sich, vor dem Bestellen nach der Toilette zu fragen. Häufig kommt man auf dem Weg dorthin an der Küche vorbei. Und nach einem Blick ist klar, ob man da etwas essen möchte.

Julia: Allerdings gibt es im Internet oder in Reiseführern oft Tipps zu besonderen Restaurants, über die man sonst sicherlich nicht unbedingt stolpert.

5. Julia: Oh, da gibt es viele! Alle Gerichte auf unserem Blog www.wo-der-pfeffer-waechst.de haben wir auf unseren Reisen schätzen gelernt und uns die Rezepte beispielsweise an Garküchen oder in lokalen Restaurants verraten lassen.

Ganz vorne dabei sind Samosas. Oder aber auch die indonesische Nachspeise Klepon. Beide Gerichte koche ich immer wieder gern.

Julia lässt sich im indischen Ladakh die Zubereitung eines Currys erklären | Foto: Heiko Meyer

Julia lässt sich im indischen Ladakh die Zubereitung eines Currys erklären | Foto: Heiko Meyer

Diese süßen Kugeln aus Indonesien machen süchtig: Klepon | Foto: Heiko Meyer/Julia Pilz

Diese süßen Kugeln aus Indonesien machen süchtig: Klepon | Foto: Heiko Meyer/Julia Pilz

Aur Reisehappen teilen Heiko und Julia heute ihr Rezept für Bubur Ketan Hitam – Schwarzer Klebreispudding aus Indonesien.

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