Salvador eine Stadt zum Verlieben

Danke Salvador, dass Du Dich mir von dieser wunderschönen Seite mit all seinen Facetten gezeigt hast!

Danke für diese kleinen magischen Momente, die ich mit Dir erleben durfte, oh Du wunderbare kleine bunte lebhafte Stadt.

Viele hatten mich vor Dir gewarnt, viele haben gesagt es sei gefährlich durch Salvador zu laufen. Ich sollte aufpassen, hier gäbe es viele Menschen, die es nicht gut mit einem meinen und dann hast Du wunderbares Salvador mich eines Besseren belehrt.

Noch komplett geflasht von meiner Kreuzfahrt hat es mich schier umgehauen, als ich das erste Mal von meinem wunderbaren Hostel über die Dächer des Stadtviertels Rio Vermelho, mit seinen bunten Häusern und dem schönen Strand blickte.

Und auch das F Design Hostel* hat es mir leicht gemacht, mich sofort wohl zu fühlen. Hier gibt es zwar auch Dorms mit Gemeinschaftsbädern, die übrigens auch super schön und sauber sind, aber das Hostel hat auch wundervoll designte Doppelzimmer mit eigenem Bad. Das hat nicht viel mit einem Hostel zu tun, sondern gleicht eher einem Hotel und ist dennoch günstig. Und wie kann man den Tag bitte besser genießen als auf der Dachterrasse seines Hostels mit fantastischem Ausblick und einem Infinite Pool?

der Ausblick vom Hostel auf Rio Vermelho

der Ausblick vom Hostel auf Rio Vermelho

F Design Hostel

F Design Hostel

Natürlich kannst Du auch mitten in Salvador im historischen Zentrum wohnen, dieses gilt jedoch Nachts nicht gerade als sicher, während es in Rio Vermelho kein Problem ist auch Abends durch die Strassen zu bummeln. Rio Vermelho hat das beste Nachtleben Salvadors zu bieten und ist Heimat vieler Künstler, deren Werke du in den Strassen bewundern kannst. Außerdem liegt Rio Vermelho direkt am Strand und Du bist mit dem Bus in 15-40 Minuten in der Stadt, das ist leider sehr abhängig vom Verkehr.

Weiter schöne Hotels jeder Preisklasse findest Duhier*.

Bei meinem ersten abendlichen Spaziergang durch Rio Vermelho, bergauf, bergab, vorbei an diesen süßen bunten Häuschen, Ständen an denen Acarajé verkauft werden und unglaublich schöner Streetart, habe ich zur Krönung des Tages noch das wundervolles kleine Restaurant Boteco do Franca* in einer winzigen Seitengasse entdeckt, dass mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Touristen wirst Du hier nicht treffen, Englisch spricht praktisch auch keiner, aber es gibt Karten auf Englisch. Der Caipirinha ist hervorragend und das Essen typisch brasilianisch deftig, die Portionen wie über all riesig, aber so köstlich.

Empfehlen kann ich Dir den Spinat mit Garnelen, in einer sehr reichhaltigen Sahnesauce mit Käse überbacken. Aber auch die Fleischgerichte sind lecker.

Wenn Du danach immer noch Hunger hast, wirst Du sicherlich bei einem der vielen Strassenverkäufer fündig, die den Gästen ihre Snacks: Paranüsse, Cashews und vieles mehr anbieten.

Obrigada, Salvador!

Obrigada, Salvador!

Capital de Alegria

Die Hauptstadt der Freude wird Salvador von den Einheimischen genannt und wenn Du einmal dort warst weißt Du wieso. Hier herrscht Lebensfreude pur und die Luft bebt vor lauter afro-brasilianischer Energie. Nirgendwo sonst in Brasilien ist der afrikanische Einfluss so ausgeprägt wie hier. Die Stadt war einst der größte Sklavenhandelsplatz Brasiliens und noch heute ist 80% der Bevölkerung dunkelhäutig.

Das Erbe der einstigen Sklaven findest Du noch heute überall in Salvador. Dir werden an jeder Strassenecke Musiker mit ihren mitreißenden Trommelrythmen begegnen. Du kannst Männer beim Capoeira tanzen beobachten. Allgegenwärtig sind auch die Baianas, Frauen in weißen Baumwollkleidern mit Spitze und wunderschönen Kopftüchern. Diese verkaufen die Acarajé, eines der typischen Streetfood-Gerichte aus dem Nordosten Brasiliens. Für Acarajé werden Augenbohnen gemahlen und diese zu einem Teig verarbeitet. Die Teigkugeln werden frittiert, aufgeschnitten und mit der Würzpaste Carurú (Eine Mischung aus Kräutern, Okraschoten und getrockneten Krabben) bestrichen und mit Tomatensalat und Garnelen gefüllt. Wo Du diese kaufen kannst weißt Du übrigens sofort auch wenn du keine der Baianas siehst, denn der Duft des Dendé Öls (Palmöl), dass zum frittieren der Acarajé verwendet wird, riechst Du von weitem.

Männer beim Capoeira tanzen

Männer beim Capoeira tanzen

Musik in den Gassen Salvadors

Musik in den Gassen Salvadors

Baiana in den Strassen Salvadors

Baiana in den Strassen Salvadors

Streetfood

Streetfood

Centro Histórico

Neben den Menschen hat mich an der Stadt aber auch die koloniale Architektur unglaublich beeindruckt, welche Du vor allem im Centro Histórico mit seinen mehr als 3000 historischen Gebäuden bewundern kannst. Dank dessen, dass das historische Zentrum und dessen Kern, der Pelourinho, seit 1985 UNESCO Kulturerbe sind, wird auch viel Geld in die Erhaltung und Instandsetzung der Stadt gesteckt und so kannst Du an jeder Ecke die wunderschönen bunten, reich verzierten Häuser bewundern.

Darüber hinaus befinden sich in dem ehemaligen Rotlicht- und Drogenviertel heute viele tolle Boutiquen, Souvenirläden, Restaurants, Bars und Du kannst einen Blick in eine der vielen Samba- und Capoeira-Schulen werfen.

Ich könnte Dir jetzt die einzelnen Häuser und Sehenswürdigkeiten im Centro Histórico aufzählen, die Du Dir unbedingt anschauen solltest. Diese stehen in jedem Reiseführer und ich spare mir dies an dieser Stelle. Lass Dich treiben und erkunde die Stadt. Wirf einen Blick in die kleinen Gassen und werde Teil dieser Stadt. Sie ist unglaublich, mitreißend und Du wirst an jeder Strassenecke etwas Neues entdecken. Das steht in keinem Reiseführer.

Lass Dich einfach durch die Strassen treiben...

Lass Dich einfach durch die Strassen treiben…

Friseur in Salvador

Friseur in Salvador

Salvador ist bunt

Salvador ist bunt

Baiana

Baiana

Die Sicherheit in Salvador

Ja Salvador ist nicht ungefährlich. Schmuck solltest Du nicht tragen, wenig Bargeld mitnehmen und sehr gut auf Deine Kamera, oder Handy, aufpassen. Es gibt unendlich viel Polizei, die rund um den Pelourinho stationiert ist und so ist es tagsüber eigentlich recht sicher. Nachts sind die Strassen zum Teil ausgestorben und es werden die schauerlichsten Geschichten von Raubüberfällen, Diebstahl etc. erzählt. Ich möchte das nicht verharmlosen, aber auch nicht übertreiben. Ich selbst habe keine Situation erlebt, in der ich mich unsicher, oder unwohl gefühlt habe. Aber dennoch ist die Gegend Nachts mit Vorsicht zu genießen und Du solltest auf keinen Fall alleine durch die dunklen Gassen laufen. Auch für kurze Strecken ist Nachts ein Taxi ratsam.

Der Pelourinho

Der Pelourinho

Kulinarische Tipps

Als Abkühlung zwischendurch: A Cubana Sorvetes*, hier gibt es köstliches hausgemachtes Eis, für alle Kaffeejunkies aber auch ausgezeichneten Kaffee.

Ansonsten findest Du überall Stände an welchen köstliche frische Kokosnüsse angeboten werden und Stände, welche die bereits erwähnten Acarajé verkaufen.

Zum Abendessen kann ich Dir die Bar Zulu* empfehlen. Hier gibt es nicht nur fantastische Cocktails und vor allem Caipirinha, sondern auch köstliches Essen. Unbedingt probieren solltest Du hier Moqueca Baiana, ein Fischeintopf aus Fischfilets, Kokosmilch, Palmöl, und Tomaten. Oder Moqueca de camarão, welcher mit Garnelen serviert wird.

Mich hat Salvador einfach in seinen Bann gezogen, in jeder Hinsicht!

Danke dafür mein geliebtes Salvador! Ich werde wieder kommen! Ich werde einen Weg finden, egal wie, denn das ist Jeitinho Brasileiro, es gibt immer einen Weg!

Warst Du schon mal in Salvador? Hat es Dich genauso verzaubert wie mich? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

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