Eine Spezialität aus Apulien

Cima di Rapa, oder auch Stängelkohl, wie er hier zu Lande genannt wird. Bei uns ein Gemüse, das nicht sonderlich bekannt ist und nur selten im Kochtopf landet.

In Apulien dagegen wird Cima die rapa sogar für das Nationalgericht Orecchiette alle Cime di rapa verwendet.

Aber was ist Cima di rapa eigentlich?

Der Stängelkohl, auch Rübstiel oder Broccoli raab genannt, stammt aus der Familie der Kreuzblütler. Das mediterrane Wildkraut ist eine Kreuzung aus Speiserübe und Brokkoli.

Von der Farbe und Struktur ähnelt Cima die rapa auch ein wenig dem Chinakohl oder Rettich. Allerdings sind die Blätter krauser und die Pflanzen werden etwa 80 cm hoch.

Im Gegensatz und anderen Speiserüben gibt es bei der Cima di rapa eben auch keine Rübenbildung. Stängelkohl hat viele feine Wurzeln. Mit den langen Stielen und den dunkelgrünen krausen Blättern erinnert Cima die rapa am meisten an den chinesischen Brokkoli. Man zählt das Gemüse zu Broccoletto, das heißt brokkoliartig, wozu auch der chinesische Brokkoli und der Sprossen-Brokkoli gehören.

Die Herkunft von Cima di rapa

Der Stängelkohl stammt wie die Speiserübe vom Wild-Rübsen ab, welche schon vor langer Zeit in Apulien und Kampanien angebaut wurden und sich von hier verbreitet haben.

Auch heute sind Apulien und Kampanien noch die Hauptanbaugebiete von Cima di rapa. Bei uns ist das Gemüse nur im italienischen Feinkostladen, ab und am Markt und im türkischen Supermarkt erhältlich.

In Italien Portugal und Galizien, aber auch in der Türkei gilt Stängelkohl eigentlich als Wintergemüse, er ist jedoch ganzjährig erhältlich.

Wie schmeckt Cima di rapa?

Das Gemüse riecht nach Kohl, schmeckt aber deutlich intensiver als die meisten anderen Kohlarten. Leicht bitter und sobald die Blütenknospen aufgegangen sind wird der Brokkoli-Geschmack intensiver.

Wie bereitet man Cima di rapa zu?

Essbar ist der komplette Kohl, dazu wird einfach der komplette Cima die Rapa in Stückchen geschnitten. Nur gelbliche Blätter und holzige Stiele sollten entfernt werden.

Ganz klassisch wird das Rezept in Apulien als Orecchiette alle Cime di Rapa serviert: Öhrchennudeln mit Cima die Rapa, Sardellenfilets, Knoblauch, Olivenöl und Pecorino.

Das Rezept für eine etwas andere Variante des Nationalgerichts Apulien findest Du hier.

Orechiette con Cima di rapa

Orechiette con Cima di rapa

Rezepte mit Cima di rapa:

Man kann das Gemüse aber auch wunderbar wie Spinat andünsten, zum Beispiel mit etwas Olivenöl, Schalotten, Muskat, Salz und Pfeffer. So eignet sich das Gemüse gut als Beilage zu Fisch.

Du kannst aus Cima di rapa aber auch viele andere tolle Gerichte zaubern:

Probier Cima di rapa mal aus! Er hat viele Mineralstoffe und ist von daher extrem gesund. Noch dazu bringt der Kohl unsere Fettverbrennung auf Hochtouren und hat sehr wenig Kalorien, also auch noch leicht und trotzdem extrem lecker.

Oder hast Du das leckere brokkoliartige Gemüse vielleicht schon mal zubereitet? Dann schreib mir Dein Lieblingsrezept doch in die Kommentare!

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